Tag Archiv: Rettung

München: Dramatische Rettung aus der Isar

Gleich drei Mal musste die Feuerwehr München am Samstag Personen aus der Isar retten, die mit ihrem Schlauchboot bei der Marienklause gekentert waren.

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Der erste Alarm ging um 15:28 Uhr ein
Ein Schlauchboot mit sechs Personen an der Wasserwalze des Wehrs. Als die Feuerwehr eintraf, hielten sich vier Insassen an einem Baumstamm im Wasser fest, zwei waren bereits abgetrieben. Ein Boot der Tauchergruppe wurde ins Wasser gelassen und zeitgleich stiegen weitere Einsatzkräfte mit Überlebensanzügen zu den Gekenterten hinab.
Alle Verunfallten wurden teils mit dem Boot, die übrigen durch die Einsatzkräfte mit Überlebensanzügen und Leinen an Land gebracht. Mehrere Notarzt- und Rettungsteams untersuchten die Geretteten, die alle Anzeichen einer Unterkühlung zeigten und transportierten sie vorsorglich in Münchner Krankenhäuser.

Rettung mit Hubschrauber

Diesmal handelte es sich um ein Schlauchboot mit drei Insassen. Zwei von ihnen waren ins Wasser gefallen, eine Person noch auf dem Boot. Hubschrauberbesatzungen retteten zwei der Personen. Eine noch im Wasser treibende Person konnte etwas Flussabwärts durch weitere Einsatzkräfte an Land gebracht werden. Auch diese drei Patienten wurden vor Ort untersucht und zur Kontrolle in Münchner Kliniken transportiert.

 

 

Der dritte Einsatz nur zwei Stunden später

Dieses mal waren zwei Bootfahrer in Not geraten und mussten durch Einsatzkräfte gerettet werden.
Aufgrund der Entwicklung der letzten Stunden wurde durch die zuständigen Einsatzleiter entschieden, dass bis auf Weiteres durch die Polizei alle Boote an der Großhesseloher Brücke aufgehalten und an Land gebracht werden.

Warnung der Feuerwehr

In diesem Zusammenhang wird dringend vor einer Einfahrt in eine Wehranlage gewarnt. Die Wasserwalzen, die nach solchen Anlagen entstehen, haben ein enormes Gefahrenpotential. Insbesondere bei einer Hochwasserlage wie sie derzeit vorhanden ist, sollten Unerfahrene von einer Bootsfahrt generell absehen.
Es gibt flussaufwärts in sicherem Abstand immer Warnhinweise und Anlegestellen für Bootsfahrer, um vor solchen Gefahrenstellen einen Fluss verlassen zu können.
Aufgrund der abströmenden Regenfälle der letzten Tage hat die Isar derzeit eine Strömungsgeschwindigkeit von mindestens zwei Meter pro Sekunde (entspr.: 7,2 km/h).

mh / Feuerwehr

Foto: Berufsfeuerwehr München

 

München: 20-Jähriger ertrinkt in Münchner See

Erst hatte er einen Fahrradunfall, ein paar Stunden später ertrank er in einem See. Doch ob es zwischen dem Unfall und dem Tod eines 20-Jährigen einen Zusammenhang gibt, ist bislang unklar.

 

Der Mann war am Freitagabend mit anderen Radfahrern in München zusammengestoßen. Sanitäter wollten ihn in ein Krankenhaus bringen, doch der Mann lehnte ab. Wie die Polizei mitteilte, fuhr er stattdessen an einen See. Während er dort schwamm, bemerkten Freunde des Mannes, dass dieser offenbar Probleme hatte. Kurz darauf ging er unter. Erst zwei alarmierte Rettungstaucher konnten den Mann bergen. Versuche, den 20-Jährigen zu reanimieren, schlugen fehl.

 

RG / dpa

Murnau: Verletzter Höhlenforscher erholt sich in Klinik

Elf Tage voller Hoffen und Bangen liegen hinter ihm und seinen Rettern. Jetzt wird der Höhlenforscher Johann Westhauser in einer Unfallklinik behandelt.

 

Der Höhlenforscher Johann Westhauser hat sein fast zweiwöchiges Martyrium in der Riesending-Schachthöhle relativ gut überstanden. Nach seiner Rettung am Donnerstag war der 52-Jährige in die Unfallklinik Murnau geflogen worden. Er sei «wohlbehalten» in dem Krankenhaus eingetroffen, sagte Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern. Details zum Zustand des Verletzten soll es an diesem Freitag bei einer Pressekonferenz der Klinik geben (Muenchen TV berichtet ab 18 Uhr in den Nachrichten), wie die Bergwacht mitteilte.

 

Westhauser, der an Pfingsten bei einem Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, war in einer beispiellosen Aktion aus Deutschlands tiefster Höhle gerettet worden. Am Donnerstag um 11.44 Uhr, etwas mehr als 274 Stunden nach seinem Unfall in rund 1000 Metern Tiefe, sah er am Ausgang der Schachthöhle wieder Tageslicht. Die Helfer, die ihn in den vergangenen sechs Tagen aus der Tiefe geholt hatten, lagen sich erschöpft, aber überglücklich in den Armen.

 

Der Arzt Nico Petterich berichtete, der Patient sei während des Transports stabil gewesen, er habe sich sogar im Laufe der Zeit weiter stabilisiert. Andernfalls wäre der Transport weit schwieriger geworden. Am Ende habe Westhauser sogar Scherze gemacht. Und bei der Ankunft im Klinikum habe er Petterich den Dank an alle Helfer mitgegeben. Mehr als 700 Menschen hatten an seiner Rettung mitgewirkt.

 

Keine Angaben über die Kosten der Rettung

 

Wie viel die Aktion gekostet hat, darüber hüllen sich die Helfer in Schweigen. Einsatzleiter Klemens Reindl sagte lediglich: «Wir haben uns jetzt um die Rettung gekümmert – und über Geld reden wir später. Wir haben sicher nicht zu viel getan, aber wir haben auch nicht aus Kostengründen etwas unterlassen, was notwendig gewesen wäre.» Es werde zwar «eine Rechnung geben». Aber damit müssten sich nun die jeweiligen Verwaltungen befassen.

 

Die Bergwacht würdigte die Leistung der Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien. Zunächst hätten große Zweifel bestanden, ob es gelingen könne, den Verletzten zu bergen. Reindl sprach von einer «Mammutaufgabe». Nach kürzester Zeit seien die besten Höhlenretter aus ganz Europa versammelt gewesen. 202 Retter seien allein in der Höhle im Einsatz gewesen.

 

Westhauser arbeitet am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In seiner Freizeit ging er der Höhlenforschung nach.

 

RG / dpa

Marktschellenberg: Höhlenforscher fast wieder an der Oberfläche

Die Rettungskräfte in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kommen bei der Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser weiter gut voran. Am Mittwochmorgen war der Trupp bereits vor dem Biwak 1 angelangt, wie ein Sprecher der Bergwacht mitteilte.

 

Letzte Station vor dem Tageslicht

Im Laufe des Vormittags sollte die Lagerstätte erreicht werden. Im Biwak 1 befindet sich die Basisstation, die den letzten Stützpunkt vor dem Ausgang der Riesending-Schachthöhle bildet. Nur noch rund 400 Meter trennen den Verletzten Westhauser dort vom Tageslicht.

Während der Ruhepause im Biwak 1 seien dort vor allem das Team aus einer italienischen Ärztin, einem österreichischen Arzt und einer Rettungssanitäterin gefordert, sagte der Sprecher. «Sie werden alle medizinischen Checks vornehmen, um den Verletzten auf die letzte Etappe vorzubereiten.»

 

Jetzt nicht hetzen

Ungeachtet der großen Fortschritte bei der Bergungsaktion warnt die Bergwacht vor Euphorie: «Die Retter sind angehalten, extrem langsam vorzugehen, um in diesem Abschnitt der Strecke eine Eigengefährdung durch Steinschläge zu vermeiden.» Westhauser selbst hatte durch einen Steinschlag in tausend Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit Freitag wird der Höhlenforscher von einem internationalen Rettungsteam auf einer Trage durch enge Schächte aus der Höhle transportiert.

 

Westhauser scheinbar bei guter Gesundheit

„Ich fühle mich wohl“ hat der Höhlenforscher zu seinem eigenen Zustand während der Rettung gesagt.

Trotz der Tatsache, dass der 52-Jährige einen Felsbrocken an den Kopf bekommen hatte, ist er klar und sortiert und hat nach unbestätigten Informationen sogar geholfen, sich über einige schwierige Passagen zu ziehen.

Wenn Johann Westhauser die Höhle verlassen hat, dann sehen Sie den Bericht zu seiner spektakulären Rettung in den Nachrichten bei München TV.

adc / dpa

adc

Marktschellenberg: Ankunft im Biwak 2 der Höhle

Der Transport mit dem verunglückten Höhlenforscher Johann Westhauser hat das Biwak 2 in der Riesending-Schachthöhle, etwa 500 Meter unter der Oberfläche erreicht.

 

Schwieriges Wegstück souverän gemeistert

Nach nur elf Stunden hat das Team aus Ärzten und Höhlenrettern die komplizierte Wegstrecke von Biwak 3 in 700 Metern Tiefe zu Biwak 2 gemeistert.

Ursprünglich waren für den Abschnitt mindestens 24 Stunden eingeplant, da es nicht nur über Canyons und unterirdische Bachläufe ging, sondern der Höhlenforscher oft auch vertikal per Seilzug Steilwände hoch transportiert werden musste.

Unterdessen kümmert sich eine neue Medizinerin um Johann Westhauser, der ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, nachdem ihm ein Felsbrocken in 1000 Metern Tiefe  auf den Kopf gefallen war: Eine italienische Ärztin erreichte den Rettungstrupp am Dienstag und löste einen Kollegen ab.

Der gesamte Trupp ruht sich jetzt im Biwak 2 aus, bevor es weiter in Richtung Oberfläche gehen kann.

 

Nur noch zwei Tage vom Tageslicht entfernt

Wenn alles wie bisher ohne größere Probleme verläuft, dann könnte das Rettungsteam mit dem 52 Jahre alten Westhauser bereits am Donnerstag die Oberfläche erreichen.

Der Zustand von Johann Westhauser ist laut Angaben der Bergwacht weiterhin stabil, Westhauser selbst hatte gesagt, er fühle sich wohl.

Die rund 20 Millionen Euro teure Rettungsaktion ist schon jetzt geschichtsträchtig. Die Helfer kommen aus insgesamt fünf Nationen: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien.

„Es gäbe wohl in keinem europäischen Land allein genügend Menschen, die eine solche Rettung realisieren können. Es ist auch international eine ganz außergewöhnliche Herausforderung. Etwas Vergleichbares ist jedenfalls nicht bekannt.“, äußerte sich der Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Alois Glück.

adc / dpa

Laienhelfer retten Mann das Leben

In den frühen Morgenstunden ist es auf einem Tennisplatz in Lochhausen zu einem dramatischen Notfall gekommen. Beim Tennisspielen ist ein 61-jähriger Mann leblos am Netz zusammengebrochen. Drei zufällig anwesende Frauen
begannen unverzüglich mit dem Wiederbeleben des Mannes.

 

Zeitgleich wurde der Notruf abgesetzt. Die drei Frauen reanimierten den Mann bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die Besatzung eines Rettungswagens intensivierte die Maßnahmen mit einem Defibrillator. Aufgrund von Herzkammerflimmer gab der „Defi“ sofort einen Elektroschock ab.

 

Kurz darauf kam der Mann wieder zu Bewusstsein. Im weiteren Verlauf traf auch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und
der Rettungshubschrauber „Christoph I“ ein. In gemeinsamer Arbeit konnte der Mann stabilisiert werden. Unter der Begleitung des Notarztes wurde der Mann mit dem Rettungswagen auf eine Intensivstation transportiert. Sein Zustand kann zum jetzigen Zeitpunkt als stabil bezeichnet werden.

 

Nur durch das engagierte Eingreifen der drei Frauen konnte dem Mann so schnell geholfen werden. Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig das sofortige Helfen ist. Durch die sofortige Reanimation durch Ersthelfer erhöhen sich die Überlebenschancen von Menschen mit Herzkreislaufstillstand enorm.

 

Fast jeder kann einen Menschen wiederbeleben! Wer sich unsicher fühlt, der kann seine Kenntnisse in einem
„Erste Hilfe Kurs“ auffrischen.

 

RG / Feuerwehr

Sauerlach: Polizist rettet kleinen Jungen vor Erstickungsanfall

Ein Beamter der Polizei hat durch Erste Hilfe einem knapp 2 Jahre alte Jungen vor dem Tod durch Ersticken gerettet.

Der Junge spielte im Garten vor seinem Elternhaus, als er plözlich keine Luft mehr bekam, was sich so schnell zu einem ausgewachsenen Erstickungsanfall ausweitete, dass der Mutter des 22 Monate alten Buben keine Zeit mehr blieb, irgendetwas zu unternehmen.

Als die Frau die dramatische Situation bemerkte, war ihr Sohn bereits blau angelaufen, oder zyanotisch, also mit Sauerstoff unterversorgt, wie es im medizinischen Fachjargon heißt.

Die Mutter schrie verzweifelt um Hilfe, und zwei Polizisten der Polizeiinspektion Unterhaching, die zufällig in der Nähe gewesen waren, hörten sie.

Einer der beiden schnappte sich sofort den Jungen, legte ihn auf den Boden und begann mit Wiederbelebungsmaßnahmen, während der zweite Polizist den Notarzt rief, der seinerseits sofort einen Rettungshubschrauber bestellte.

Durch die Beatmung röchelte der kleine Junge aber nach kurzer Zeit und fing an, wieder selbstständig zu atmen.

Der Notarzt war inzwischen auch am Ort des Geschehens eingetroffen und konnte den 22 Monate alten Patienten noch vor Ort stabilisieren –  den Flug im Hubschrauber brauchte es gar nicht mehr. Der Helikopter konnte wieder umdrehen.

Im Krankenhaus haben die Ärzte den Kleinen dann weiter versorgt – inzwischen ist er wieder zu Hause bei seiner Mama, der – wie man sich vorstellen kann – ein Stein vom Herzen gefallen ist.

adc / PP

15-Jähriger rettet Frau aus der Isar

Eine ganz große Portion Mut hatte ein 15-Järhiger.

Am Montag,  gegen 17.00 Uhr, beobachtete der Schüler aus München eine Frau, die auf Höhe der Maximiliansbrücke in der Isar trieb und keinerlei Schwimmbewegungen machte. Sie wurde durch die Strömung mehrfach herumgewirbelt. Der Schüler konnte die Frau aus dem Wasser retten. Es stellte sich heraus, dass die Frau in suizidaler Absicht ins Wasser gesprungen war. Sie zog sich eine Unterkühlung zu. Sie wurde stabilisiert und anschließend in eine Klinik eingewiesen. Der mutige Retter erlitt keinerlei Verletzungen.

rr/Polizeipräsidium München

Feuerwehrleute retten Katze aus Müllbunker

Zu einer ungewöhnliche Tierrettung ist es heute morgen im Heizkraftwerk Nord gekommen: Eine Katze hatte sich in einem Müllbunker verirrt und saß dort nun sichtlich verloren in einer Ecke. Nachdem die Feuerwehrleute die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatten, ging ein Trupp unter Schutzkleidung mit einer Tierfangkiste auf Katzenfang. Die Anfangs zurückhaltende Katze wollte ihren Aufenthaltsort aber nicht ohne weiteres verlassen und ließ sich von ihren Rettern nur schwer einfangen. Der Ausflug endet für die Katze nun im Tierheim Riem.

 

mt / Feuerwehr

24-Jähriger stürzt am Olympiazentrum ins Gleisbett der U-Bahn

Am Mittwochabend stürzte ein 24-Jähriger, offenbar aus Unachtsamkeit, in das Gleisbett am U-Bahnhof Olympiazentrum. Zwei Passanten sprangen ihm sofort nach und holten ihn zurück auf den Bahnsteig – glücklicherweise fuhr in diesem Zeitraum kein Zug ein.

 

Der 24-Jährige wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt durch den Sturz Prellungen im Rückenbereich. Er gab zu, kurz vor dem Vorfall einen Liter Bier getrunken zu haben. Auf einen Selbstmordversuch oder Fremdverschulden gibt es keine Hinweise.

 

Die Münchner Polizei rät: Nothalt betätigen!

Sowohl der junge Mann als auch die mutigen Retter hatten Glück, dass zum Zeitpunkt des Unfalls kein Zug in den U-Bahnhof einfuhr. Die Münchner Polizei rät bei solchen Notfällen unbedingt, den Nothalt zu betätigen, der an jedem Bahnsteig vorhanden ist. Dadurch wird der Bahnverkehr sofort gestoppt. Danach sollte der Notruf betätigt werden, bevor man sich auch selbst in Gefahr bringt.

mt / Polizei

Verletzter Arbeiter: Ätzende Salzsäure läuft aus undichtem Eisenbahnwaggon

Ein undichter Kesselwagen auf einem Bahngleis hat am Mittwochnachmittag für einen langwierigen Feuerwehreinsatz gesorgt. Durch ein Loch an einem 60 Tonnen schweren Waggon traten etwa zehn Liter ätzende Salzsäure aus. Ein 44-jähriger Arbeiter kam mit der hoch giftigen Flüssigkeit in Berührung, er wurde sofort in eine Münchner Klinik transportiert.
Mehrere Trupps, geschützt durch Chemieschutzanzüge, konnten das Leck provisorisch soweit abdichten, dass der Kesselwagen auf das Havariegleis der Deutschen Bahn gefahren und dort sichergestellt werden konnte.

 

mt / Feuerwehr München

 

Foto: Oliver Moosdorf / pixelio.de

Polizeihund Lilly rettet vermisste Frau

Am Dienstagmittag meldete eine Klinik in Harlaching eine depressive Patientin als vermisst. Ein Betreuer hatte die 41-Jährige noch in Richtung Perlacher Forst verschwinden sehen und alarmierte die Polizei. Denn: Die 41-Jährige galt als selbstmordgefährdet.

 

Die Polizei fahndete sofort nach der vermissten Frau. Unter den Einsatzkräften waren auch die beiden Personensuchhunde „Buddy“ (Hannoverischer Schweißhund) und „Lilly“ (Beagle). Buddy konnte eine Spur der Frau durch den Wald aufnehmen, Lilly konnte die Spur dann weiterverfolgen bis zu einer Bahnlinie. Dort kauerte die Gesuchte unter einem Baum.

Die Patientin konnte unversehrt wieder in die Klinik zurückgebracht und in ärztliche Behandlung gegeben werden.

Neunjährige stürzt in Kirchtrudering aus dem Fenster

Schock in Kirchtrudering: Am Donnerstagabend saß ein Vater im Ergeschoss seines Hauses im Wohnzimmer, als er plötzlich einen Schatten am Fenster vorbeihuschen sah. Kurz darauf hörte er einen Aufprall. Er lief sofort auf die Terrasse und fand dort seine Tochter liegen – die Kleine war aus ihrem Zimmer im ersten Stock nach unten gestürzt. Sie war zwar stark benommen, jedoch ansprechbar.

 

Der verständigte Rettungsdienst versorgte das Mädchen vor Ort und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung.  Das Kind gab an, dass es das geöffnete Fenster habe schließen wollen und dazu auf einem vor dem Fenster stehenden Hocker gestiegen sei. Dabei habe sie das Gleichgewicht verloren und war aus dem Fenster gefallen.
Das Mädchen erlitt Prellungen am Körper und am Kopf sowie einen Wirbelbruch. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind keine bleibenden Schäden zu erwarten.
mt / Polizei

Zwei Lastwagen prallen mit voller Wucht aufeinander – ein Fahrer stirbt

Am Donnerstagnachmittag kam es an an der Kreuzung Freisinger Landstraße und der Abfahrt zur Anschlussstelle Garching Nord der A 9 zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein LKW und ein Betonmischer prallten dabei aufeinander.

 

Der 48-jähriger LKW-Fahrer fuhr mit seinem Fahrzeug die Freisinger Landstraße in Garching nach München und wollte eine Kreuzung geradeaus überqueren – er sah jedoch nicht, dass die Ampel rot war. Zur gleichen Zeit fuhr der 23-jährige Fahrer des Betonmischers von der Autobahn kommend in die Kreuzung und wollte links abbiegen – es kam zum Zusammenstoß.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus des LKW stark deformiert, der 48-jährige Fahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer des Betonmischers wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt und zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

 

An beiden Lkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Der Gesamtschaden dürfte sich auf ca. 55.000 Euro belaufen. Während der Unfallaufnahme musste die Kreuzung für ca. fünfeinhalb Stunden besperrt werden. Die Sperrungen wurden gegen 20.00 Uhr aufgehoben.

 

mt / Polizei München

Münchner Bergsteiger stürzt 150 Meter tief in den Tod

Ein 48-jähriger Mann aus München ist bei einer Wanderung im österreichischen Vorarlberg ums Leben gekommen – 150 Meter stürzte er in die Tiefe. Der Unfall ereignete sich vermutlich am Montagabend an der Bergkette der Drei Schwestern in Frastanz.

 

Als der Mann von seiner Berwandertour nicht zurückgekommen war, alarmierte seine Ehefrau am Dienstag die Einsatzkräfte. Die Bergrettung suchte mit einem Helikopter nach dem Verunglückten und fand seine Leiche schließlich in einer felsigen Schlucht.

 

mt / dpa / lby

Selbstmorddrama in Daglfing: Polizist rettet 18-jährigen Jugendlichen

Vergangene Woche ging gegen 01.10 Uhr in der Einsatzzentrale der Münchner Polizei die Meldung ein, dass sich ein junger Mann umbringen will. Er sei auf das Dach eines Gebäudes geklettert und will dort herunterspringen.

 

Am Einsatzort kamen vier Polizeibeamte an und fanden den besagten Mann auf dem Vordach eines Gebäudes. Einer der Beamten kletterte auf das Dach und pirschte sich von hinten an den Jugendlichen heran, der sprungbereit am Rand des Daches saß. Der Beamte riss ihn dann am Oberkörper zurück und hielt ihn fest, damit er nicht springen konnte. Der junge Mann leistete dabei heftige Gegenwehr und versuchte, sich loszureißen. Erst mit Hilfe der anderen Polizeibeamten konnte er schließlich gefesselt und vom Dach heruntergebracht werden.

 

Der 18-jährige Münchner wurde in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

 

mt / Polizei

Unbemerkter Unfall: Kleiner Junge trieb reglos im Freibad-Becken

Schock im Freibad: Am Samstagmittag trieb im Nichtschwimmerbecken des Schyrenbads in Untergiesing ein lebloser Kinderkörper. Der Bademeister entdeckte den fünfjährigen Jungen, zog ihn aus dem Wasser und begann mit der Wiederbelebung. Nachdem er das Bewusstsein wiedererlangt hatte, wurde er den Rettungsdienstkräften und dem Kindernotarzt übergeben.

 

Aus diesem Anlass weist die Münchner Polizei darauf hin, dass Eltern und andere Aufsichtspersonen Kleinkinder im Wasser
ständig beaufsichtigen sollen – denn Ertrinken ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern. „Achten Sie darauf, dass Kinder
möglichst früh schwimmen lernen“, rät die Polizei. Solange die Kleinen nicht sicher schwimmen können, sollen sie im Wasser immer Schwimmflügel oder ähnliche Hilfsmittel tragen.

 

mt / Polizei München

Beherztes Eingreifen: 30-jähriger Münchner rettet jungen Mann vor einfahrender U-Bahn

Warum genau ein 20-jähriger Iraker am Samstagabend ins Gleisbett der U-Bahnlinie 6 am Sendlinger Tor gefallen ist, ist noch unklar. Aber eines ist sicher: Ohne das beherzte Eingreifen eines 30-jährigens Münchners wäre der junge Mann jetzt vermutlich tot.

 

Der Münchner hatte zugesehen, wie der 20-Jährige beim Beobachten der Anzeigetafel in Richtung Bahnsteigkante lief und auf die Gleise fiel. Gleichzeitig sah er, wie eine U-Bahn einfuhr – und handelte. Er sprang dem jungen Iraker hinterher und zog in in den Fluchtraum neben dem Gleisbett. Der Führer der einfahrenden U-Bahn hatte die Gefahr zwar erkannt, konnte jedoch trotz Notbremsung nicht mehr rechtzeitig halten. Nur weil sich die beiden Männer im Schutzraum befanden, blieben sie unverletzt. Der 20-Jährige hatte sich lediglich durch den Sturz leichte Prellungen zugezogen.

 

(mt)

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