Tag Archiv: Rettungsgasse

Stau auf der Autobahn, © Symbolfoto

Ferienende im Süden: ADAC befürchtet lange Staus

München – In Bayern, Baden-Württemberg sowie einigen Nachbarländern steht das Ferienende vor der Tür – der ADAC befürchtet daher zum kommenden Wochenende lange Staus. Vor allem auf den süddeutschen Routen in Richtung Norden wird es eng werden, Entspannung wird dagegen auf den Straßen in Richtung Süden erwartet, wie der Automobilclub am Montag mitteilte.

 

Von dichtem Verkehr besonders betroffen dürften die Fernstraßen von und zur Nord- und Ostsee sein, außerdem die A3 Passau-Frankfurt, die A5 zwischen Basel und Frankfurt sowie die A6 zwischen Heilbronn und Nürnberg. Eng werden könnte es auch auf der A7 zwischen Flensburg und Hamburg und zwischen Füssen/Reutte und Kassel. Als anfällig für Staus gelten auch die A9 München-Berlin, die A93 zwischen Kufstein und dem Inntaldreieck sowie die Ost-Umfahrung Münchens (A99). (dpa)

 

Video: Noch immer gibt es in Deutschland zu viele Autofahrer die nicht wissen, wie, wo und wann sie eine Rettungsgasse bilden müssen. Deshalb veranstaltet die Autobahnpolizei Holzkirchen am kommenden Samstag einen Aktionstag zum Thema Rettungsgasse.

 

 

 

© Eine blockierte Rettungsgasse: Nicht nur ärgerlich, sondern lebensgefährdend.

Minister Herrmann: Rettungsgasse konsequenter kontrollieren

München – Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) hat härtere Sanktionen für Autofahrer gefordert, die keine Rettungsgasse bilden. „Die bayerische Polizei wird die Bildung der Rettungsgasse künftig noch konsequenter kontrollieren“, kündigte er am Donnerstag bei einem gemeinsamen Pressetermin mit dem ADAC, der Hochschule Landshut und BMW an.

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© Eine blockierte Rettungsgasse: Nicht nur ärgerlich, sondern lebensgefährdend.

Nach Busunglück auf der A 9: Schärfere Sanktionen für Gaffer und Gassen-Blockierer

Wenn Rettungskräfte zu Unfällen eilen, kann es auf Minuten ankommen. Doch immer wieder werden Polizei, Feuerwehr und Ärzte gebremst, weil ihnen der Weg versperrt ist – von neugierigen Gaffern mit gezückten Handykameras oder blockierten Rettungsgassen auf mehrspurigen Straßen. Weiterlesen

Blick auf ein Autobahn von einer Brücke aus , © Steinewerfer sollen von einer Brücke auf die A99 gezielt haben.

Zwei schwere LKW-Unfälle auf der A8!

Zu zwei schweren Lkw-Unfällen in Folge wurden die Johanniter am 29.11. auf die A8 gerufen. Um 6.57 Uhr wurde das Team des Rettungswagens aus Riemerling zum ersten Mal alarmiert. Zwischen dem Autobahnkreuz Süd und der Ausfahrt Hofolding war ein Lkw in Fahrtrichtung Salzburg umgestürzt und quer über drei Fahrspuren zum Liegen gekommen, der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Die Johanniter übernahmen gemeinsam mit dem First Responder aus Taufkirchen und dem Feuerwehr-Notarzt aus Ottobrunn die Erstversorgung des leicht verletzten 45-Jährigen und brachten ihn in ein Münchner Krankenhaus.

Noch während der Aufräumarbeiten ereignete sich im Rückstau ein weiterer schwerer Verkehrsunfall. Um 10.35 Uhr wurde das Team der Johanniter erneut zu einem Lkw-Unfall auf die A8 gerufen. Zwischen der Ausfahrt Taufkirchen Ost und dem Autobahnkreuz Süd war am Stauende ein Lkw auf einen weiteren Lastwagen aufgefahren. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen befreiten die Johanniter den im Fahrerhaus eingeklemmten Fahrer und übernahmen mit Unterstützung des Teams des inzwischen eingetroffenen Rettungshubschraubers Christoph 1 die weitere Versorgung. Der lebensbedrohlich verletzte Fahrer wurde mit dem Hubschrauber in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Rettungsgasse kann Leben retten

Schwere Unfälle wie diese zeigen, wie wichtig es ist, dass alle Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn und auf mehrspurigen Bundesstraßen bereits dann eine Rettungsgasse bilden, wenn der Verkehr ins Stocken gerät. Nur so können Einsatzfahrzeuge ungehindert und schnellstmöglich an die Unfallstelle gelangen. Für alle Fahrzeuge auf der linken Spur gilt: ganz nach links parallel zur Leitplanke fahren. Verkehrsteilnehmer auf allen anderen Spuren fahren so weit wie möglich nach rechts und nutzen dabei auch den Pannenstreifen.

 

cb

Fahrzeuge fahren auf der Autobahn, © Straßen- und Autobahnmeistereien sollen bestreikt werden.

A9: Rettungsgasse missbraucht – 200 Euro Bußgeld, 3 Punkte

Der Megastau auf der A9 am Montagmorgen hat für einen Autofahrer ein teures Nachspiel. Während viele Verkehrsteilnehmer vorbildlich eine Rettungsgasse gebildet haben, ist der Fahrer eines Mercedes E-Klasse fast einen Kilomter einem Rettungsfahrzeug in dieser Gasse hinterher gefahren. Die Polizei zeigte für dieses Verhalten ein Verständnis und zog den Mann sofort aus dem Verkehr um eine Anzeige zu erstatten.

„Er hatte es eilig und wollte so schneller vorankommen“

Rund 200 Euro Bußgeld und 3 Punkte erwarten den Verkehrssünder. „Wir bemühen uns ständig um mehr Verständnis der Verkehrsteilnehmer für die Bildung der Rettungsgasse und vor allem das Aufrechterhalten des einmal geschaffenen Rettungsweges, da können wir solch ein Verhalten nicht tolerieren“, stellte einer der Streifenbeamten fest.
Bußgeld in Höhe von 200 Euro und drei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg bekommt der Mercedes-Fahrer nun aufgebrummt.

Innenminister Joachim Herrmann hat erst im Sommer bei der Autobahnmeisterei in Hohenbrunn erklärt, wie eine Rettungsgasse korrekt gebildet wird.

mh / Polizei