Tag Archiv: Rücktritt

Horst Seehofer, Bayern, Flagge, © Ministerpräsident Horst Seehofer

Seehofer weist Rücktrittsforderung von Gauweiler zurück

CSU-Chef Horst Seehofer hat die Rücktrittsforderung des früheren Parteivizes Peter Gauweiler als belanglos zurückgewiesen. „Wissen Sie, … wir kennen den Peter Gauweiler. Sein Handeln erschließt sich von selbst. Es bedarf keines Kommentars“, sagte Seehofer am Freitag am Rande einer BMW-Veranstaltung in München.

 

Gauweiler hatte zuvor die CSU aufgefordert, noch vor dem Eintritt in Koalitionsverhandlungen die Führungsfrage zu klären. Koalitionsverhandlungen seien nicht dazu da, das Ende eines Parteichefs hinauszuschieben. „Horst, es ist Zeit“, sagte Gauweiler unter Verweis auf ein Rilke-Gedicht. CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer warf Gauweiler daraufhin vor, eine „vorsätzliche Schwächung seiner Partei“ zu betreiben.

 

Die CSU war bei der Bundestagswahl auf 38,8 Prozent abgestürzt, mehr als zehn Prozentpunkte weniger als 2013. Über mögliche personelle Konsequenzen soll nach bisheriger Planung erst auf dem Parteitag im November entschieden werden.

 

dpa

Der Täter konnte festgenommen werden., © Foto: Symbolbild

Wegen Morddrohungen angeklagter Rassist nach Versteckspiel in Haft

Der wegen Morddrohungen gegen den dunkelhäutigen Ex-Pfarrer von Zorneding angeklagte Rassist sitzt nach mehreren Tagen Versteckspiel in Untersuchungshaft. Der 74-Jährige wurde am Donnerstag nach seiner Festnahme zum Amtsgericht Ebersberg gebracht, wo eine Richterin ihm den Haftbefehl eröffnete. Der Mann war am Dienstag nicht zum Prozess erschienen.

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Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Rentner nach Morddrohungen gegen Zornedinger Pfarrer nicht vor Gericht erschienen

Ein als Rassist bekannter Rentner hätte sich heute Morgen wegen Morddrohungen gegen den dunkelhäutigen Pfarrer von Zorneding vor dem Amtsgericht Ebersberg verantworten sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 74-jährigen Münchner Volksverhetzung, Bedrohung und Beleidigung vor. Dieser ist jedoch nicht vor Gericht erschienen.

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Lahm: Rücktritt aus der Nationalmannschaft stand seit 2013 fest

Philipp Lahm hat bereits im Herbst 2013 beschlossen, nach der Weltmeisterschaft in Brasilien nicht mehr in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu spielen. Das schreibt der Münchner in einem Gastbeitrag der „Zeit“ etwas mehr als eine Woche nach seinem überraschenden Rücktritt aus der DFB-Auswahl.

 

Er wolle sich nicht „vom Leistungssport treiben lassen“, erklärt der 30-Jährige. „Mein Leben gehört mir.“ Das verlorene Finale in der Champions League vor zwei Jahren mit dem FC Bayern München gegen den FC Chelsea sei ein Wendepunkt in seiner Karriere gewesen. Er habe eines seiner besten Spiele gemacht, aber es habe trotzdem nicht gereicht. „Wir Sportler befinden uns in einer ständigen Abhängigkeit von Zufällen, von Dingen, die wir nicht beeinflussen können – manches ist einfach auch Glück.“ Der Champions-League-Triumph im Folgejahr bestärkte ihn darin, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, „das heißt: Entscheidungen treffen, bevor sie mich einholen“.

 

Vom Weltmeister-Titel sei seine Entscheidung aber nicht abhängig gewesen, schreibt Lahm. Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist, schreibt Lahm. „Aber ich wäre auch zurückgetreten, wenn wir ohne diesen Triumph nach Hause gefahren wären.“ Jetzt wolle er sich nur noch auf seine Führungsrolle als Bayern-Kapitän konzentrieren.

 

RG / dpa

FC Bayern München: Guardiola sieht keine Motivationsprobleme

Pep Guardiola glaubt nicht an einen Motivationsabfall der Fußball-Weltmeister in Reihen des FC Bayern München in der kommenden Saison.

 

„Nun ist Deutschland Weltmeister, und ich bin froh und glücklich für sie. Es ist ein großes Geschenk für den FC Bayern München, dass sechs Spieler dazu beigetragen haben“, sagte der Bayern-Coach am Dienstag in einer Telefonkonferenz internationaler Medien vor der USA-Testspielreise des deutschen Rekordchampions.

 

Ein halbes Dutzend Titelträger

 

Guardiola stand als Trainer des FC Barcelona vor vier Jahren vor einer ähnlichen Situation, als das Grundgerüst der Katalanen von spanischen WM-Siegern um Finaltorschütze Andres Iniesta gebildet wurde. In der folgenden Saison gewann er mit Barça überzeugend die Champions League. In Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller und Mario Götze spielt ein halbes Dutzend Titelträger beim FC Bayern.

 

Titel oder Rücktritt?

 

Den Erfolgsdruck in der kommenden Spielzeit schätzt Guardiola realistisch ein. „Es gibt keine Geheimnisse. Wenn ich nicht gewinne, kommt im nächsten Jahr wahrscheinlich ein anderer Trainer“, sagte Guardiola. „Ich bin da, um meinen Job so gut wie möglich zu machen, wie ich es in Barcelona getan habe“, sagte er. In seiner Münchner Premierensaison hatte er vier Titel geholt, in der Champions League kam aber das bittere Aus im Halbfinale gegen Real Madrid.

 

RG / dpa

Schavan verlässt Hochschulrat der LMU

Annette Schavan verlässt den Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Als Konsequenz aus ihrer Plagiatsaffäre will die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan den Hochschulrat der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität  verlassen. Man respektiere ihre Entscheidung, erklärte das Bayerische Wissenschaftsministerium am Dienstag. Schavan folgt damit dem Wunsch der Fakultätsdekane. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf Schavans Klage gegen den Entzug ihres Doktortitels zurückgewiesen hatte, fehle die notwendige Akzeptanz für einen Verbleib Schavans im Hochschulrat, erklärte die Universität.

 

Im Mai 2012 geriet die Doktorarbeit von Schavan unter Plagiatsverdacht. Auf insgesamt 94 von 325 Seiten soll sie Textstellen ohne Quellenangabe verwendet haben. am 5. Februar 2013 wurde der Doktortitel für ungültig erklärt.

 

rr/dpa

Friedrich tritt zurück

In einer Pressekonferenz gab Hans-Peter Friedrich am Freitag um 17:00 Uhr seinen Rücktritt bekannt.

„Der Druck auf mich ist in den letzten Stunden so gewachsen, dass ich nicht länger mit der nötigen Leidenschaft […], aber auch nicht mit der nötigen politischen Rückendeckung meine Aufgaben ausüben kann“, so Friedrich.

Seine Rede dauerte eine Minute und am Ende verließ er den Raum mit den Worten: „Ich komme wieder“.

rr