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Modell der 2. Stammstrecke, © Foto/Visualisierung: Deutsche Bahn AG/Fritz Stoiber Productions

Aufatmen in München: Stammstrecke ist seit Montag wieder frei!

Am Wochenende hieß es Busfahren für die Münchner, denn die Stammstrecke war wegen Bauarbeiten  zwischen Pasing, Hauptbahnhof, Marienplatz und Ostbahnhof seit der Nacht zum Samstag gesperrt. Seit Montag fahren die S-Bahnen aber wieder.

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Wärmebildkamera aufnahmen mann auf gleisen, © Wärmebildkamera: Mann auf Gleisen

Menschen auf den Bahngleisen: Sperrungen!

Einige S-Bahnen mussten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag warten oder ganz ausfallen, weil sich mehrere Menschen in den Tunneln oder an den Zügen aufgehalten hatten.

 

Hoffentlich keine Trendsportart: S-Bahn-Surfen

Zuerst erreichte die Polizei am Donnerstag Abend kurz vor zehn Uhr ein Anruf, dass ein Zeuge einen blinden Passagier gesehen haben soll, der sich hinten an einem Zug der Strecke S8 festgehalten hatte und sich so befördern ließ.

Die Bundespolizei hatte die S-Bahn-Strecke Richtung Johanneskirchen sofort gesperrt.

Am Ostbahnhof war für den Zug, an dem der Anrufer den Surfer gesehen hatte, erstmal Endstation. Den Mann, der sich an den Zug gehängt hatte, konnte die Bundespolizei aber zunächst nicht finden.

Deswegen startete der Hubschrauber und suchte das Gebiet rund um den Ostbahnhof mit einer Wärmebildkamera ab und Beamte liefen die Strecke entlang. Den S-Bahn-Surfer konnten sie aber nicht ausfindig machen. Zumindest hat er offensichtlich auch keinen Unfall verursacht.

 

Spaziergang im S-Bahn-Tunnel

Nicht einmal eine Stunde später, um 23 Uhr, musste die Polizei wieder ausrücken.

Diesmal hatte eine Frau am Hauptbahnhof sich an der Absperrung am Ende des Einstiegsbereiches vorbeigemogelt und sich zu einer Erkundungstour in der Dunkelheit des Tunnels aufgemacht.

Warum sie auf diese lebensgefährliche Idee gekommen war, konnte nicht ermittelt werden, die Polizei hat die 38 Jahre alte Frau aber erwischt, als sie an der Station Hackerbrücke wieder aus dem Tunnel herauskam.

Jetzt gibt es für sie eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit.

 

Noch ein Tunnelforscher

Wieder nur knapp zwei Stunden später, um ein Uhr vierzig hat ein Zugführer der S-Bahn der Bundespolizei gemeldet, dass eine Person in der Nähe des Bahnhof Petershausen herumläuft.

Die Folge: Ein weiterer Einsatz, diesmal mit mehreren Polizisten und einer Hundestaffel und eine Sperrung des Bahnhofs, sowohl für S-Bahn als auch für Fernzüge. Die Person konnte allerdings nicht ausfindig gemacht werden.

 

Die Polizei warnt

Mit Alltagserfahrung ist die Gefahr nicht zu erfassen. Ein Zug, der sich mit 160 km/h nähert, benötigt nur 2,27 Sekunden für 100 Meter. Richtungswechselnder Eisenbahnverkehr oder veränderte Wettersituationen stellen eine oft nicht abschätzbare Gefahr dar. Beim Klettern auf Waggons kann es zu Spannungsüberschlagen durch die 15.000-Volt-Oberleitung kommen, so warnt Simon Hegewald, Sprecher der Bundespolizei.

 

adc / BuPol

 

U-Bahn in einem Münchner U-Bahnhof

München: Kein Streik, aber trotzdem U-Bahn-Chaos

U2,U3,U4,U5 und U6: Auf allen diesen Linien fielen heute Züge aus und Bahnhöfe blieben ohne Anfahrt. Und das obwohl die MVG den  Fahrer-Streik für den Mittwoch eigentlich ausgesetzt hatte.

 

Pech: Kein Streik – und dann fällt Strom aus

Die MVG hat mitgeteilt, dass es zu den unschönen Verzögerungen im Berufsverkehr am Morgen des 02. Juli gekommen ist, weil der Computer, der die Versorgung der Bahnhöfe mit elektrischem Strom steuern sollte, ausgefallen war.

In der „Fernwirkzentrale“, von wo aus der zur Fahrt nötige Strom auf die jeweiligen Strecken geleitet wird, konnten die Mitarbeiter den Rechner nicht schnell genug wieder in Gang bringen, um den Strom auf die betroffenen Strecken zuzuschalten.

Die MVG erklärte am Vormittag weiter:

„Die Schaltvorgänge mussten damit in den dezentral über das Netz verteilten Gleichrichterwerken direkt durch Bereitschaftstrupps manuell getätigt werden. Damit konnte der U-Bahn-Betrieb zunächst nicht vollständig aufgenommen werden, einige Linien konnten zeitweise nur abschnittsweise bedient werden.“

 

Vor Rush-Hour alles geregelt

Noch bevor die meisten Pendler und Berufstätige die Züge brauchten, konnten die Stadtwerke die Stromversorgung aber wieder einrichten.

Diejenigen, die vor sieben Uhr schon den Weg zur Arbeit antreten mussten, schauten aber in die (leere U-Bahn-) Röhre.

Bis etwa neun Uhr dreißig konnte die MVG die Störungen dann vollständig beheben.

adc / mvg

München – Hauptbahnhof: Auf Lokführer eingedroschen

Ein 26 Jahre alter Mann, der bei der Polizei bereits seit längerem bekannt ist, hat am Dienstag Nachmittag einem 21 Jahre alten Lokführer der Deutschen Bahn ohne jeden Grund einen Schlag auf den Hinterkopf versetzt

 

…und dann auch noch Widerstand

Gegen viertel vor drei am Nachmittag wartete ein 21-Jähriger Bahnangestellter mit einigen Kollegen – friedlich und ohne etwas Böses zu ahnen – vor dem Hauptbahnhof am Ausgang Arnulfstraße vor einem Fast-Food-Stand.

Und da knallte es.

Von hinten kam ein Schlag mit Wucht gegen den Kopf des Lokführers. Ein 28-Jährige Altöttinger hatte – scheinbar einfach so – den Drang verspürt, dem jungen Mann eine Kopfnuss zu versetzen.

Dann setzte sich der dreiste Schläger ganz in der Nähe der Gruppe von Bahnangestellten auf eine Treppe und maulte und pöbelte noch in ihre Richtung.

Daraufhin rief der Lokführer, der den Schlag eingesteckt hatte, eine Streife der DB-Sicherheit, die in der Nähe war.

Die Sicherheitsmänner der Bahn hatten den Täter gerade angesprochen, da wollte der Reißaus nehmen. Eine weniger gute Idee, denn die Bundespolizei wurde sofort verständigt und hatte den Mann aus Altötting kurze Zeit später festgenommen.

Von Einsicht war bei dem polizeibekannten Mann aber auch bei der Festnahme keine Spur: Er wehrte sich, ließ sich auf den Boden fallen und tat alles in seiner Macht, um nicht mit auf die Wache zu müssen.

Ohne Erfolg – trotz aller Fluchtversuche bekommt er jetzt eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Dem 21-Jährigen Lokführer geht es gut, ihm war nur kurz nach der Kopfnuss schwarz vor Augen geworden.

adc

München – Hauptbahnhof: Rentnerin am Bahnhof ins Gleis gefallen

Für ihren Sturz in ein Gleis am Starnberger Flügelbahnhof hat sich eine 73 Jahre alte Frau entschuldigt:

Sie habe ja keine Verletzungen erlitten, sei froh über die Hilfe aus dem Gleis und bedaure  die Umstände, die sie bereitet hatte.

Die ältere Dame aus dem Landkreis Miesbach war am Donnerstag Morgen gegen 9 Uhr in das Gleis 34 gefallen, nachdem sie auf dem Bahnsteig gestolpert war und das Gleichgewicht verloren hatte.

Ein anrollender Zug der Bayerischen Oberland Bahn war glücklicherweise schon recht langsam und konnte noch bremsen, ohne die Seniorin ernsthaft zu gefährden.

Mit Hilfe von Personal und Passanten konnte die Frau wieder aus dem Gleis heraus auf den Bahnsteig klettern und konnte ihre Reise unverletzt vorsetzen.

adc