Tag Archiv: Schleuser

Flüchtlinge in einem Schleuser-Bus, © Das Geschäft der Schleuser boomt. Für die vielen Verdächtigen werden jedoch die Plätze in den Untersuchungshafteinrichtungen knapp.

Schleuser: Mehr Haftbefehle gegen Menschenhändler als Gefängnisplätze

Knapp die Hälfte aller Ermittlungsverfahren gegen Schleuser werden in Bayern verhandelt. Ein echtes Problem, denn jetzt werden die Plätze in den Gefängnissen für die Menschenhändler knapp.

Weiterlesen

© Gefährlicher Wohnmobilfahrer gefasst

Bundespolizei fasst Schleuser-Wohnmobil auf A8

Die Bundespolizei ermittelt gegen einen Marokkaner wegen Einschleusens von Ausländern. Der 22-Jährige befindet sich seit dem gestrigen Donnerstag in Untersuchungshaft. Er war auf der A8 Richtung München in einem Wohnmobil unterwegs, das von einem syrischen Staatsangehörigen gesteuert wurde. Im Fahrzeug befanden sich außerdem noch 13 weitere Syrer. Weiterlesen

Festnahme durch die Bundespolizei, © Symbolfoto

München: U-Haft wegen Schleusung – Bundespolizisten nehmen US-Amerikaner fest

Dienstagnacht ist der Bundespolizei am Münchner Flughafen ein mit Untersuchungshaftbefehl gesuchter US-Bürger ins Netz gegangen. Die Bundesbeamten gingen einem Hinweis von Interpol Manchester nach und nahmen den 37-Jährigen bei der Einreisekontrolle des letzten Fluges aus London fest. Weiterlesen

© Die Bundespolizei ist fast nur noch mit Verwaltungsaufgaben wegen den täglich ankommenden Flüchtlingen beschäftigt.  (Bild: Bundespolizei)

Im Zug aus Verona: Rund 60 unerlaubt Eingereiste in Rosenheim angetroffen

Schon wieder hat die Polizei rund 60 Personen entdeckt, die mit einem Zug aus Italien illegal einreisen sollten. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen. 

 

Weiterlesen

Bayern: Mitfahrzentralen zum Schleusen missbraucht

Haben Sie auch schon einmal per Mitfahrzentrale Reisende im eigenen Auto transportiert? Eigentlich eine ausgesprochen praktische Sache, günstig von A nach B zu kommen, dabei noch Benzin sparen und einem Mitmenschen helfen. Ist doch ein hervorragendes System!

Dieses System wird allerdings mittlerweile auch missbraucht – und zwar, um illegal Menschen über die Grenzen zu schleusen.

 

 

Die sogenannten „Schleuser“ benutzen die Online-Mitfahrzentralen, um unauffällig ihrem Geschäft nachzugehen. Deutschland gilt als ein Hauptzielland der sogenannten irregulären Migration in Europa. Im Jahr 2013 wurden seit dem Jahr 2000 erstmals wieder mehr als 30.000 unerlaubt einreisende Personen festgestellt. Verstärkte Grenzüberwachungsmaßnahmen führten dazu, dass sich viele Einreisewillige an Schleuserorganisationen wandten, um nach Europa zu gelangen. Für diese Dienste müssen die Geschleusten meist hohe Geldbeträge entrichten und werden oft unter unmenschlichen und zumeist lebensgefährlichen Bedingungen nach Europa gebracht.

 

 

Wenn Sie also auch Ihr Auto zur Verfügung stellen, um Menschen von A nach B zu befördern – seien Sie vorsichtig! Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK), warnt vor den Folgen von unvorsichtigem Umgang mit Mitfahrzentralen.

 

„Um sich nicht selbst zu gefährden“, so Gerhard Klotter, „sollten Autofahrer, die grenzüberschreitend fahren, sich ihre Mitfahrer bzw. Kontaktpersonen genau vorher ansehen“. Denn Anbieter von solchen Mitfahrgelegenheiten sind besonders gefährdet, von Schleusern missbraucht zu werden. „Haben Autofahrer den Verdacht, dass es sich um eine geplante Schleusung handeln könnte, sollten sie darauf bestehen, dass sich potenzielle Mitfahrer vor Fahrtantritt ausweisen“, sagte Klotter.

 

 

Wer als unbedarfter Autofahrer eine geschleuste Person mitnimmt, gerät schnell in den Verdacht, Mitglied einer Schleuserbande zu sein. Festnahmen, Vernehmungen und Strafverfahren können die Folge sein.

 

 

Auch in und um München sind illegale Schleuser ein bekanntes Problem der hiesigen Polizei. Von einem aktuellen Fall aus dem diesjährigen Frühjahr lesen Sie hier mehr.

 

 

Doch wie erkennt man einen möglichen Schleusungsversuch?

 

  • Die Kontaktaufnahme zum Fahrer erfolgt nicht durch die Mitfahrer selbst, sondern durch eine dritte Person, den Vermittler.
  • Nicht der Mitfahrer, sondern eine andere Person bezahlt die Fahrtkosten zu Beginn der Reise bzw. am Zielort.
  • Mitfahrer sind häufig sprachlich nicht in der Lage, sich mit dem Fahrer zu verständigen.

 

 

 

 

Was tun bei verdächtigen Mitfahrern?

 

 

  • Haben Sie den Verdacht, dass eine Schleusung geplant sein könnte, sollten Sie darauf bestehen, dass sich die Mitfahrer vor Fahrtantritt mit einem Pass bzw. Personalausweis ausweisen. Teilen Sie dies dem Vermittler möglichst bereits bei der telefonischen Kontaktaufnahme mit.
  • Können die Mitfahrer keine Pässe vorweisen, nehmen Sie Abstand von einer Mitnahme dieser Personen und informieren Sie die Polizei.
  • Haben Sie trotz Vorlage von Pässen aufgrund der Gesamtumstände erhebliche Zweifel an der rechtmäßigen Ein- oder Ausreise sowie dem Aufenthalt der Mit-fahrer, sollten Sie ebenfalls von einer Mitnahme der Personen absehen und die Polizei benachrichtigen.
  • Verständigen Sie die Polizei in Deutschland über den polizeilichen Notruf 110 oder die Bundespolizeihotline 0800 / 6 888 000.
  • Wenden Sie sich im Ausland an den dortigen Polizeinotruf oder die nächstgelegene Polizeidienststelle.

 

 

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der Polizeilichen Kriminalprävention

 

bzw. im Informationsblatt für Nutzer von Online-Mitfahrzentralen

 

 

 

jn / Polizei

 

Grenzkontrolle zwischen Deutschland und Österreich verursacht lange Staus, © Symbolfoto: Grenzkontrolle zwischen Deutschland und Österreich

Rosenheim: Was ist nur an dieser Grenze los?

Rosenheimer Bundespolizei: Über 800 unerlaubte Einreisen im Juni – mehr als 3.100 im 1. Halbjahr.

 

Die Zahlen geben Anlass zum Nachdenken: Im südlichen Abschnitt der deutsch-österreichischen Grenze hat die Bundespolizei allein im Monat Juni rund 820 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Etwa 90 von ihnen waren mit falschen beziehungsweise gefälschten Papieren unterwegs. In mehr als 40 Fällen sind sich die Rosenheimer Ermittler sicher, dass Schleuser und Gehilfen hinter den illegalen Grenzübertritten von rund 200 Menschen stecken. Immer wieder ist Italien Ausganspunkt der letzten Schleusungsetappe.

 

Profitables Geschäft für Schleuser

 

Das belegen auch die aktuellen Fälle: Ein Italiener wird beschuldigt, sechs Eritreer mit dem Pkw von Mailand illegal in die Bundesrepublik befördert zu haben. Für die Schleusung hätte er eigenen Angaben zufolge 500 bis 600 Euro bekommen sollen. Der 29-Jährige wurde zusammen mit den Afrikanern von den bayerischen Schleierfahndern auf der Inntalautobahn bei Oberaudorf gestoppt. Am Dienstag (8. Juni) lieferten die Bundespolizisten den Mann ins Bernauer Gefängnis ein. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete seine Untersuchungshaft an. Dieses „Schicksal“ teilt er mit einem ägyptischen Staatsangehörigen. Der 25-Jährige schleuste nach ersten Erkenntnissen vier Syrer mit dem Auto von Mailand aus nach Deutschland. Hierfür sollte er einen vierstelligen Betrag kassieren. Grenzfahnder stoppten ihn auf der A 8 nahe Bad Aibling. Die Bundespolizei lieferte ihn auf richterliche Anordnung in die Justizvollzugsanstalt Traunstein ein.

 

Von Januar bis Juni registrierte die Bundespolizeiinspektion Rosenheim bereits rund 3.170 Geschleuste und unerlaubt Eingereiste. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2013 waren es etwa 4.000. Die meisten von ihnen stammen – nach wie vor – aus Syrien, Eritrea, Somalia Afghanistan oder Nigeria. Die Feststellungen in Zügen und auf den Autobahnen halten sich aktuell annähernd die Waage.

 

RG / Polizei

Rosenheim / Bad Feilnbach: Schleuser festgenommen

Die Bundespolizei hat am Sonntag (18. Mai) einen mutmaßlichen Schleuser in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Er wurde von Zivilfahndern auf der A 8  festgenommen. Der Rumäne wird beschuldigt, fünf Personen, darunter ein dreijähriges Mädchen, von Mailand aus illegal nach Deutschland gebracht zu haben – gegen Bezahlung versteht sich.

 

 

Auf Höhe Bad Feilnbach zogen Rosenheimer Bundespolizisten einen Pkw mit italienischer Zulassung aus dem Verkehr. Am Steuer saß ein 46-jähriger rumänischer Staatsangehöriger. Seine Mitfahrer, vier Erwachsene und ein Kind, konnten sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. Nach eigenen Angaben handelt es sich um Syrer sowie einen gebürtigen Libyer. Die unerlaubt Eingereisten schilderten, dass sie von Libyen aus mit einem Boot übers Mittelmeer nach Italien gefahren worden wären. Dort hätten ihnen die italienischen Behörden eine Unterkunft in Mailand zugeteilt. Da sie jedoch nicht in Italien bleiben wollten, suchten sie für die Weiterreise nach einem Schleuser. Die Suche dürfte nicht all zu lange gedauert haben, denn bereits vor der Flüchtlingsunterkunft wurden sie eigenen Angaben zufolge fündig. Pro Person soll der Fahrer für die Fahrt 600 Euro verlangt haben – 300 Euro sofort und 300 Euro nach Ankunft am Ziel.

 

 

Aus diesem kriminellen Zuverdienst ist allerdings nichts geworden. Der Rumäne stritt zwar ab, als Schleuser tätig geworden zu sein, verstrickte er sich aber im Verlauf der Befragung durch Ermittler der Bundespolizei Widersprüche. Er wurde wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt und auf richterliche Anordnung hin in die Traunsteiner Haftanstalt gebracht. Seine Begleiter konnten der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

 

 

jn / Polizei

Bad Feilnbach: Iraker will Menschen schleusen

Die Bundespolizei aus Rosenheim hat auf der A8 einen Iraker festgenommen, der sechs Menschen als Schleuser nach Deutschland bringen wollte.

Er wollte sich durch das Einschleusen der Menschen, von denen drei Kinder waren, wohl Geld dazu verdienen.

Stattdessen hat ihn jetzt die Rosenheimer Bundespolizei erwischt. Auf der Autobahn Höhe des Ortes Bad Feilnbach haben die Polizisten das Auto des Irakers angehalten – zugelassen war der PKW in Dänemark – und wollte die Papiere sehen.

Der Schleuser selbst konnte sich mit einem dänischen Fremdenpass ausweisen. Seine anderen sechs Mitfahrer – ihrer eigenen Auskunft nach stammen sie aus Algerien und Syrien – hatten keinerlei Ausweis-Dokumente bei sich.

 

 

Ein Iraker bietet sich in Italien zum Schleusen nach Deutschland an.

Klingt wie der Anfang eines bizarren Witzes, war aber genau so.

Der 44 Jahre alte Iraker hatte sich vor einer Unterkunft für Flüchtlinge in Mailand in Italien postiert, und bot den Bewohnern an, sie für den Preis von mehreren hundert Euro nach Deutschland einzuschleusen.

Seiner eigenen Auskunft brauchte er Geld, da er selbst sich in finanziellen Nöten befunden hatte.

Stattdessen sitzt er jetzt auf die Anordnung von einem Richter hin in Untersuchungshaft.

Seine Mitfahrer brachten die Polizisten in eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Es ist noch nicht entschieden, ob sie in Deutschland bleiben dürfen.

adc / BuPo

München: Bundespolizei deckt Schleusung auf

Syrer kam mit schwedischem Pass aus Istanbul -Bundespolizei deckt Schleusung auf

 

Ein Syrer wollte mit gefälschten Papieren in Deutschland einreisen. Die Bundespolizei  am Münchner Flughafen wurde am Dienstag bei der Einreisekontrolle des Fluges aus Istanbul auf den Mann aufmerksam. Dieser gab den Beamten zu verstehen, dass er einen Antrag auf Asyl stellen wolle.

Als die Bundespolizisten den 23-Jährigen bei seiner Ankunft aus Istanbul kontrollierten, wies er sich mit einem schwedischen Reisepass aus. Mit geschultem Auge stellten die Bundesbeamten fest, dass das Dokument im Bereich des Lichtbildes manipuliert worden war. Die Beamten zeigten den Mann wegen Gebrauchs einer gefälschten Urkunde und des Versuchs der unerlaubten Einreise an. Bei der Vernehmung erklärte der junge Mann, er sei Syrer, und bat um Asyl. Er gab auch gleich unumwunden zu, den gefälschten Pass gezielt genutzt zu haben.


Nach seinen Angaben war er von Syrien auf dem Landweg nach Istanbul gereist und hatte sich dort etwa einen Monat unerlaubt aufgehalten. Ein vermutlich irakischer Schleuser habe ihm den gefälschten Pass und zwei Flugtickets besorgt – eines nach München und ein zweites für einen Flug nach Algerien. Der vermutliche Iraker sei es auch gewesen, der ihn über die Reise instruiert und ihm Verhaltenstipps gegeben habe. Unter anderem sollte der Syrer das zweite Ticket für einen Flug nach Algerien zusammen mit seinem echten syrischen Reisepass bei den Kontrollen am Flughafen Istanbul vorzeigen. Die Pass- und Sicherheitskontrollen hinter sich gebracht, sei der 23-Jährige dann unter Nutzung des schwedischen Passes und des anderen Tickets in das Flugzeug nach München gestiegen. Dafür habe er dem Schleuser umgerechnet 3.000 Euro bezahlt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Bundespolizisten den jungen Syrer zuständigkeitshalber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das über seinen Asylantrag zu entscheiden hat. Die Ermittlungen gegen den Schleuser laufen.

 

rr/Bundespolizei

Bundespolizei in München nimmt Schleuser fest

Den Beamten des Bundespolizei am Münchner Flughafen ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen. In den Abendstunden dews 10. Dezembers konnten die Ermittler einen kongolesischen Staatsangehörigen nach einem längeren Auslandsaufenthalt in München festgenommen. Die Beamten waren dem 47-Jährigen bei ihren Ermittlungen zu mehreren Schleusungsfällen mit kongolesischen Staatsangehörigen auf die Schliche gekommen.

Bundespolizisten hatten Ende Oktober 2012 drei kongolesische Staatsangehörige bei dem Versuch festgenommen, mit erschlichenen Pässen und Visa nach Deutschland einzureisen. Die Kongolesen hatten den Kontrollbeamten echte kongolesische Reisepässe mit echten deutschen Schengenvisa vorgelegt und behauptet, in München einen Deutschkurs machen zu wollen. Als die Beamten nachforschten, verstrickten sich die drei Afrikaner in Widersprüche. Bei den anschließenden Vernehmungen gaben alle drei zu, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Deutschland gekommen zu sein. Sie gaben an, der nun festgenomme sei ihnen bei der Organisation der Reise behilflich gewesen und habe dafür jeweils einen Geldbetrag in vierstelliger Höhe erhalten.

Die weiteren Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass der 47-Jährige für die drei Landsleute bei der deutschen Botschaft in Harare/Simbabwe Visa zum Besuch eines Deutschkurses in München beantragt hatte. Dazu hatte er erschlichene, auf seinen Nachnamen lautende Reisepässe und weitere Unterlagen zur Legendenbildung vorgelegt und seine „Kunden“ als seine Kinder ausgegeben.

Die Ermittler stießen noch auf weitere Fälle aus dem Jahr 2011. Damals war an den Flughäfen München und Frankfurt jeweils eine Kongolesin bei dem Versuch der unerlaubten Einreise aufgefallen. Auch damals war der Nachname des 47-Jährigen aufgetaucht. Die Tatmuster waren vergleichbar.

Ende Otkober diesen Jahres erließ der Amtsrichter in Erding einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Beschuldigten. Diesen vollstreckten die Beamten am 10. Dezember.

Der Festgenommene wurde am 11. Dezember dem Haftrichter vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt Landshut-Berggrub eingeliefert.

 

rr/Bundespolizei

Schleuser mit zehn Personen im PKW

Auf der Autobahn A8 am Irschenberg haben Bundespolizisten einen Italiener angehalten. Zu ihrem Erstaunen hatte der 53-jährige vier Erwachsene Syrer und sechs Kinder in sein Auto, einen normalen Van, gepfercht. Die Kleinen mussten sich aus Platzmangel in den Fußraum des Fahrzeuges zwängen.
Bei Bad Aibling konnte ein weiterer Schleuser entdeckt werden. Der 36-jährige Bulgare hatte vier Erwachsene und zwei Kinder aus Palästina an Bord.
Beide Schleuser wurden festgenommen, die Flüchtlinge wurden in die Aufnahmestation nach München gebracht.
mh / Bundespolizei

Festnahmen am Münchner Flughafen: Ein Drogendealer und ein Schleuser gehen ins Netz der Bundespolizei

Am Freitag haben die Bundespolizisten am Münchner Flughafen zwei mit Haftbefehl gesuchte Personen festgenommen. Ein des Drogenhandels verdächtiger Norweger lief den Beamten bei seiner Einreise aus Pristina in die Arme, ein als Schleuser verurteilter Mongole wollte eigentlich nach Sofia.

 

Der Norweger war auf dem Weg nach Kopenhagen und  passierte die Einreisekontrolle. Aber: Schon 1998 hatte das Amtsgericht in Regensburg gegen ihn ermittelt und zur Festnahme ausgeschrieben – damals war er noch deutscher Staatsbürger und stand unter Verdacht, mit Heroin zu dealen. Nachdem die Bundespolizisten den 39-Jährigen jetzt festgenommen hatten, lieferten sie ihn in die Justizvollzugsanstalt Landshut-Berggrub ein.


Etwa zwei Stunden später klickten die Handschellen bei einem mongolischen Flugreisenden, der den Beamten auf seinem Weg von Paris nach Sofia bei der Ausreisekontrolle auffiel. Die Beamten entdeckten gleich mehrere Fahndungsnotierungen auf den Namen des 40-Jährigen: Er war bereits im Jahr 2006 vom Amtgericht Passau und im Jahr 2009 vom Amtsgericht Amberg jeweils wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt worden. Da er sich jedoch der Strafverfolgung entzogen hatte, suchten die Staatsanwaltschaften Passau und Amberg mit Vollstreckungshaftbefehlen nach dem Mann. Zusätzlich bestehen zwei Abschiebungsverfügungen und eine Wiedereinreisesperre gegen den Mongolen. Die Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.

 

mt / Bundespolizei

12