Tag Archiv: Schule

Etz wird boarisch gredt: Dialekt im Unterricht

Schau si oana des o! Etz lerna’s scho bayrisch in da Schul! Nein, so weit ist es noch nicht gekommen, dass die Münchner Kinder im Unterricht erst Bayrisch lernen müssten – nur werden die Lehrkräfte dazu aufgerufen, den Wert des Dialektes in den Unterricht einzubinden. Die Initiative geht vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) aus. Weiterlesen

© Rico Güttich / muenchen.tv

FC Bayern: Weltmeister Boateng erlebte als Kind rassistische Anfeindungen

Fußball-Weltmeister Jérôme Boateng hat als Kind rassistische Anfeindungen erleben müssen. „Ich musste ab und zu Rassismus erfahren, ob in der Schule oder im Verein. Ich weiß selber, wie schwierig es ist, als Kind damit umzugehen, vor allem wenn man damit alleingelassen wird“, sagte der Profi des FC Bayern München am Mittwoch in Fürstenfeldbruck. Weiterlesen

München: Doch Wahlfreiheit bei Gymnasiums-Dauer

Kultusminister Ludwig Spaenle von der CSU hat zum ersten Mal Klartext zu seinen Gymnasiums-Plänen gesprochen: Faktisch will nun auch die Regierung eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9!

 

Entscheidung nach der Unterstufe

Nach dem Willen des Kultusministeriums sollen die Schüler nach der siebten Klasse entscheiden dürfen, ob sie acht oder neun Jahre Gymnasium für sich selbst wollen.

Anders gesagt: Es wird an den bayerischen Gymnasien künftig einen gesonderten G9-Zug geben.

Die sollen dann einen eigenen Klassenverband bekommen. Praktisch eine Schule in der Schule.

„Mittelstufe Plus“ nennt Ludwig Spaenle dieses Konzept, das praktisch das ist, das ursprünglich die Freien Wähler mit ihrem Volksbegehren auf den Weg bringen wollten.

 

Freie Wahl – aber nicht Freie Wähler

Das Konzept hat einen anderen Namen, aber wirklich etwas anderes, als das Konzept von Michael Piazolo von den Freien Wählern ist es nicht.

Die Schulen dürfen entscheiden, ob sie die neun Jahre Gymnasium anbieten, und jeder Schüler darf dann selbst entscheiden, ob es ihm gut tun würde, ein Jahr mehr bis zum Abitur zu lernen.

„Ich gehe von etwa 20 bis 25 Prozent der Schüler aus, die eine zusätzliche Lernzeit in Anspruch nehmen“, sagte der Kultusminister am Freitag in München.

Eine Möglichkeit für Gymnasiasten, ein Jahr länger in Anspruch zu nehmen, hatte es mit dem sogenannten Flexibilisierungsjahr bisher schon gegeben. Dieses Angebot wurde aber kaum abgenommen – offenbar auch deshalb, weil die betreffenden Schüler dann ihren Klassenverband verlassen mussten. Wenn nun – jedenfalls für die Mittelstufe – ganz neue Klassen mit G9-Schülern gebildet werden, könnte für die Schüler eine große Hürde wegfallen. Wie es dann in der Oberstufe weitergeht, ist offen. Denkbar ist, dass die Klassen dann in der gleichen Formation bis zum Abitur weiterlaufen. Denkbar ist aber auch, dass in der Oberstufe die verschiedenen Züge wieder zusammengefasst werden.

Am kommenden Montag will Spaenle die Idee nun im Landtag vorbringen.

adc / dpa

Bayern: Wirtschaft gegen Wahlfreiheit G8/G9

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hat sich entschieden gegen die von den Freien Wählern angestrebte Wahlfreiheit für Gymnasien zwischen acht und neun Jahren Schulzeit an Gymnasien ausgesprochen.

 

Fünf Gründe für acht Jahre

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, hat einen Tag, bevor das Volksbegehren von Michael Piazolo und den Freien Wählern startet, eine Liste mit Gründen veröffentlicht, warum das achtjährige Gymnasium das beste für Bayern sei:

  1. Entscheidend für den Bildungserfolg ist nicht die Dauer der Schulzeit, sondern die Qualität des Unterrichts. Die Forschung zeigt keine belastbaren Hinweise auf einen Qualitätsgewinn des Unterrichts bei längerer Schulzeit, im Gegenteil.
  2. Der internationale Vergleich spricht für G 8: Länder wie Finnland, Kanada oder Japan belegen im aktuellen schulischen Leistungsvergleich PISA (Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen) Spitzenplätze.
  3. Wahlfreiheit führt auf lange Sicht zur Rückkehr zu G 9 und bindet finanzielle und organisatorische Ressourcen in der Schulfamilie, die an anderer Stelle fehlen, beispielsweise bei der Weiterentwicklung der Mittel- und Realschulen oder beim Ausbau rhythmisierter Ganztagsschulen. Darüber hinaus könnten kleinere Gymnasien die Parallelführung von G 8 und G 9 organisatorisch nicht leisten.
  4. Ein weiteres Jahr bis zum Abitur ist ein Standortnachteil. In den wenigsten europäischen Ländern dauert die Schulzeit so lange.
  5. G 8 bringt hohen Bildungserfolg: Früher hielten nur 60 Prozent der Fünftklässler die vollen neun Jahre bis zum Abitur durch. Im ersten G 8-Jahrgang in Bayern waren es 72 Prozent.

 

Freie Wähler-Volksbegehren startet Donnerstag

 

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar

 

Die Freien Wähler wollen mit ihrem Volksbegehren erreichen, dass jedes Gymnasium in Bayern selbst entscheiden darf, ob es nun acht oder neun Jahre bis zum Abitur anbieten will.

Wenn rund 950000 Bürger sich bei dem Volksbegehren eintragen, dann würde das die bayerische Regierung zum Volksentscheid zwingen.

Der Landtag könnte die Reformen, die die Partei um Michael Piazolo und Hubert Aiwanger fordert, auch direkt umsetzen. Das würde Horst Seehofer, genauso wie Kultusminister Ludwig Spaenle von der CSU aber sicher nicht tun.

Wenn der Volksentscheid gut für die Freien Wähler ausginge, dann gibt es eine Wahlfreiheit für die Gymnasien – Lehrer wie auch Schüler in Bayern unterstützen die Wahlfreiheit bedingt. Eigentlich wollen sie eine grundsätzliche Rückkehr zu neun Jahren Gymnasium.

Bis zum 16. Juli können sich die Bürger beim Volksbegehren der Freien Wähler für die Wahlfreiheit eintragen.

adc / dpa

München: Volksbegehren G8/G9 – darum geht es

Am Donnerstag startet das Volksbegehren der Freien Wähler zur Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 an bayerischen Gymnasien.

 

Druck auf die CSU

 

Neun Jahre Gymnasium, dann doch wieder acht, dann sollen es neun oder achte Jahre sein:

Nach jahrelangem Hin und Her über die Schulzeit bayerischer Gymnasiasten hat es eine kleine Partei geschafft, in der großen Bildungspolitik in Bayern der Regierung ein ziemlicher Dorn im Auge zu sein.

Zuletzt hatten die Initiatoren des Volksbegehren sogar offen gesagt, dass jeder sich beim Volksbegehren beteiligen müsse, unabhängig davon, ob er nun für oder gegen neun Jahre am Gymnasium sei, um den Druck auf die CSU-Kultus-Politik aufrecht zu erhalten.

 

Das sind die Ziele

Die Freien Wähler wollen mit ihrem Volksbegehren erreichen, dass jedes Gymnasium in Bayern selbst entscheiden darf, ob es nun acht oder neun Jahre bis zum Abitur anbieten will.

Wenn rund 950000 Bürger sich bei dem Volksbegehren eintragen, dann würde das die bayerische Regierung zum Volksentscheid zwingen.

Der Landtag könnte die Reformen, die die Partei um Michael Piazolo und Hubert Aiwanger fordert, auch direkt umsetzen. Das würde Horst Seehofer, genauso wie Kultusminister Ludwig Spaenle von der CSU aber sicher nicht tun.

Wenn der Volksentscheid gut für die Freien Wähler ausginge, dann gibt es eine Wahlfreiheit für die Gymnasien – Lehrer wie auch Schüler in Bayern unterstützen die Wahlfreiheit bedingt. Eigentlich wollen sie eine grundsätzliche Rückkehr zu neun Jahren Gymnasium.

Bis zum 16. Juli können sich die Bürger beim Volksbegehren der Freien Wähler für die Wahlfreiheit eintragen.

adc / dpa

 

München: CSU unschlüssig ob G8 oder G9

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will sich vom Gymnasiums-Volksbegehren der Freien Wähler nicht unter Druck setzen lassen.

 

«Wir werden völlig unabhängig von dem Ausgang des Volksbegehrens in aller Ruhe und im Dialog mit der Schulfamilie unsere Position formulieren», sagte Seehofer am Donnerstag am Rande der Landtagssitzung in München. «Und dann werden wir sehen, ob sie parteiübergreifend gestaltet werden kann.» Die Freien Wähler kämpfen für eine Wahlfreiheit zwischen G8 und G9.

 

Seehofer setzt auf „individuelle Förderung“

 

Seehofer betonte, der CSU wolle den Schülern helfen, die am Gymnasium mehr Zeit brauchten. Dabei gehe es weniger um Organisationsfragen als um eine auf den einzelnen Schüler abgestellte Förderung. «Es bleibt dabei, dass wir die individuelle Förderung an die Spitze unserer Politik stellen.» Daran arbeite die CSU unabhängig vom Volksbegehren. «Wir stellen unsere Überlegungen auch nach einem gescheiterten Volksbegehren nicht ein.» Seehofer wagte keine Prognose, ob die Freien Wähler es schaffen, dass sich mindestens zehn Prozent aller Wahlberechtigten beteiligen: «Ich weiß es nicht. Ich kann’s Ihnen nicht vorhersagen.»

 

Landtag streitet über G8 und G9

 

Eine Woche vor dem Start des Volksbegehrens für eine Wahlfreiheit zwischen acht- oder neunjährigem Gymnasium hat der Landtag erneut über das künftige Gymnasialkonzept gestritten.
Die Freien Wähler, die das Volksbegehren angestoßen haben, warfen der CSU am Donnerstag völlige Planungslosigkeit vor. «Die einzigen, die kein Modell haben, das ist die bayerische Staatsregierung», sagte Hauptinitiator Michael Piazolo. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) wies dies zurück.

 

Die CSU setzte vielmehr auf den laufenden Dialogprozess mit der gesamten Schulfamilie. Erst an dessen Ende werde man Vorschläge machen, wie es am Gymnasium weitergehen solle.
Piazolo sagte dazu: «Das, was Sie machen, ist betreutes Denken – sie sollten lieber selber denken.»

 

RG / dpa

Pullach: Zoff um Abi-Zeugnisvergabe

Es ist ein Aufreger, der über die Grenzen von Pullach hinausgeht:

Die Schulleiterin des Otfried-Preußler-Gymnasiums in Pullach hat die Vergabe des Abizeugnisses in diesem Jahr einfach kurzerhand abgesagt, weil die Abiturienten – ihrer Ansicht nach – beim Abistreich „übertrieben hatten“.

Die Schüler glauben unterdessen, die Direktorin, Renate Einzel-Bergmann habe einfach Angst gehabt, dass die Schüler bei den Abschiedsreden offen Kritik an der kürzlich vorgenommenen Namensänderung der Schule von „Staatliches Gymnasium Pullach“ in „Otfried-Preußler-Gymnasium“ üben.

Die hatte Renate Einzel-Bergmann unterstützt – die Abiturienten waren absolut dagegen.

Undemokratisch fanden sie die Entscheidung, und wollten das genauso in ihren Reden auch klar stellen.

Nach Aussagen des Vaters einer Schülerin ist die Schulleiterin aber offensichtlich nicht kritikfähig genug, um so etwas zu gestatten.

 

Bürgermeisterin hilft aus

Susanna Tausendfreund, die Bürgermeisterin von Pullach, wollte sich zwar in den schulinternen Streit nicht einmischen, aber hat den Schülern erlaubt, ihre Feier in das Bürgerhaus von Pullach zu verlegen.

„Voraussichtlich werde ich die Gelegenheit auch nutzen, die vorbereiteten Geschenke für die Abibesten zu übergeben. Ich sehe keinen Anlass, diese nicht zu überreichen“, sagte Susanna Tausendfreund zu der geplanten Übergabe der Zeugnisse am Freitag.

Was es denn nun genau war, was die Abiturienten beim Abistreich „übertrieben hatten“, dazu gibt es keine offizielle Stellungnahme der Schule.

adc

 

 

Moosach: Explosionsgefahr in Schule

Der Schulkomplex in der Gerastraße wurde evakuiert. Mittwochmorgen bestand die Gefahr einer Explosion, am späten Vormittag konnte die Polizei Entwarnung geben.  Schüler und Anwohner waren bereits durch die Polizei und Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden.

 

Im Schulzentrum in der Moosacher Gerastraße herrschte am frühen Mittwochmorgen absolutes Chaos.
Nach einem Alarm wurden die Schüler des Schulzentrums, welches aus Gymnasium, Real- und Grundschule besteht, von Polizei und Feuerwehr zu Sammelpunkten gebracht.
Circa 20 Streifenwagen der Polizei und 50 Feuerwehrwagen waren vor Ort um die 2000 Schüler zu evakuieren.

 

Anwohner erklärten, was sie von der Polizei erfahren hatten: es bestand akute Explosionsgefahr!
Die Moosacher wurden bereits von den Einsatzkräften gewarnt, die Straßen im Umkreis weiträumig abgesperrt. Zwischenzeitlich kreiste ein Helikopter über dem Einsatzgebiet.

 

Angaben zufolge hatte eine Chemielehrerin nach dem Unterricht am Dienstag die Abfälle in einen Spezialbehälter gekippt. Am Morgen war ihr dann der Gedanke gekommen, dass die Stoffe mit anderen Stoffen, die sich bereits im Behälter befunden hatten, reagiert haben könnten und sie alarmierte die Feuerwehr.

Auch eine Matheabschlussprüfung der Realschule drohte auszufallen, sie konnte jedoch in der benachbarten Schule in der Leipziger Straße geschrieben werden.

 

Offenbar besteht mittlerweile aber keine akute Explosionsgefahr mehr, die Schule ist wieder geöffnet.

 

Sobald es Neuigkeiten gibt, informieren wir wie gewohnt auf unserer Internetseit www.muenchen.tv

 

rg / dpa

 

 

Deutscher Schulpreis für Mädchen-Realschule in München

Der mit 100 000 Euro dotierte Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr an eine Mädchen-Realschule in München.

 

Die städtische Anne-Frank-Realschule leiste mit ihrem naturwissenschaftlichen Profil einen wichtigen Beitrag dazu, Mädchen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und dem Fachkräftemangel in diesen Berufen entgegenzuwirken, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde am Freitag in Berlin von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) übergeben.

 

Die Robert-Bosch-Stiftung zeichnet seit 2006 gute Schulen mit dem Deutschen Schulpreis aus.

 

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich gratuliert Schulgemeinschaften: „Hervorragende Konzepte erfolgreich umgesetzt“

 

„Ich freue mich außerordentlich, dass in diesem Jahr erstmals eine bayerische Realschule den Hauptpreis des Deutschen Schulpreises erhalten hat. Die Anne-Frank-Realschule in München begeistert Mädchen für die MINT-Fächer und bereitet ihre Schülerinnen sehr gut auf einen weiteren schulischen Weg an der FOS oder eine Ausbildung gerade im technischen Bereich vor“, betonte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich anlässlich der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2014 und fügte hinzu: „Ich begrüße es sehr, dass die Schülerinnen schon frühzeitig Einblicke in die Praxis erhalten, beispielsweise während der Chemie- und Physiktage an der Ludwig-Maximilians-Universität, und dass die Lehrkräfte das eigenverantwortliche Lernen in altersgemischten Gruppen fördern. Dies schult Eigenständigkeit und soziale Kompetenzen.“

 

Die Städtische Anne-Frank-Realschule ist eine Mädchenschule mit naturwissenschaftlichem Profil. Rund die Hälfte der Schülerinnen entscheidet sich regelmäßig für ein naturwissenschaftliches Wahlpflichtfach, über ein Viertel beginnt nach dem Abschluss eine Ausbildung im technischen Bereich.

 

Der Deutsche Schulpreis (Hauptpreis) ist mit 100.000 Euro dotiert und wurde heute in Berlin von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier überreicht. Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.500 Schulen für den Preis beworben. Eine Fachjury aus Schulpraktikern, Wissenschaftlern sowie Vertretern des staatlichen und privaten Schulwesens bewertet sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Bayerische Preisträger aus den vergangenen Jahren sind das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt, die Sophie-Scholl-Schule Bad Hindelang-Oberjoch, die Grundschule Süd Landau und die Realschule am Europakanal Erlangen.

 

Der Staatssekretär gratulierte außerdem der „SchlaU-Schule / Schulanaloger Unterricht für Flüchtlinge in München“ zum Gewinn des mit 25.000 Euro dotierten Preises der Jury: „Die Schlau-Schule‘ in München sorgt dafür, dass junge Flüchtlinge eine gute Schulbildung erhalten und einen Schulabschluss erreichen bzw. möglichst rasch in eine bayerische Regelschule eintreten können. Gerade diese Kinder und Jugendlichen brauchen unsere Hilfe. Ich gratuliere der ganzen Schulgemeinschaft herzlich zum Gewinn des Jury-Preises 2014.“

 

 

RG / dpa / Staatsministerium

Kein Recht auf Ausschlafen für Bayerns Schüler bei der Fußball-WM

Bayerns Schüler dürfen nach den Spielen der deutschen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft nicht ausschlafen. Stattdessen müssen sie wie immer früh aufstehen.

 

CSU, SPD und Freie Wähler lehnten am Donnerstag im Bildungsausschuss den Antrag der Grünen ab, den Schulen einen späteren Unterrichtsbeginn zu erlauben. Wegen der Zeitverschiebung zwischen Brasilien und Europa werden die WM-Spiele abends und nachts übertragen.

 

CSU und SPD sind sich in Bildungsfragen normalerweise verlässlich uneinig, praktizierten in diesem Punkt aber die große Koalition: «Die Welt braucht diesen Antrag nicht», sagte der Ausschussvorsitzende Martin Güll (SPD).

 

Probleme im ländlichen Bereich

 

Erstens könnten die Schulen das im Sinne der eigenverantwortlichen Schule selbst regeln – und zweitens gebe es viele Busschüler in ländlichen Regionen. «Man kann ja nicht die Busse umlenken», sagte Güll. Die CSU argumentierte ebenso: «Im ländlichen Bereich, wo morgens und nachmittags ein Bus fährt, kann man nicht sagen: Jetzt fangt mal später an», argumentierte der CSU-Abgeordnete Michael Hofmann. «Die Grünen wollten eine schöne Schlagzeile, und die haben sie bekommen.»

 

Die Grünen verteidigen ihr Anliegen

 

Die Grünen verteidigte ihr Anliegen: «Die Schule muss bei besonderen Ereignissen für Jugendliche auch einmal großzügig sein können», sagte der Bildungsexperte Thomas Gehring. «Hierzu braucht es die Ermöglichung durch das Kultusministerium.»
«Ein späterer Unterrichtsbeginn nützt nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern, die dann nicht vor einer gähnenden Klasse unterrichten müssen.», so Gehring.

 

RG / dpa

1234567