Tag Archiv: Schweiz

© Einer der vielen Gründe für die Bundespolizei, Passkontrollen am Münchner Flughafen durchzuführen, ist auch das Verhindern von Kindesentziehungen. Foto: Bundespolizei

Nach Ehestreit: Kindesentführung am Flughafen verhindert

Nach einem Streit mit seiner Ehefrau, wollte sich ein 38-Jähriger mit seinen beiden Kindern aus der Schweiz nach Kanada absetzen. Die Bundespolizei konnte den Mann am Freitagvormittag am Flughafen München festnehmen und so die Kindesentführung verhindern.

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NSU-Prozess: Gericht wird zwei Zeugen in der Schweiz vernehmen

Das Oberlandesgericht München wird nach Pfingsten zwei Zeugen in der Schweiz vernehmen lassen, die an der Beschaffung der wichtigsten Tatwaffe des «Nationalsozialistischen Untergrunds» beteiligt gewesen sein sollen. Das kündigte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Donnerstag an. Es handelt sich um zwei Schweizer Staatsbürger. Das OLG hatte bislang vergeblich versucht, die Männer zum NSU-Prozess nach München zu laden.

 

Jetzt soll ein Schweizer Richter stellvertretend die Befragung vor Ort führen. Es geht dabei um die Tatwaffe vom Typ «Ceska», mit der acht türkische Geschäftsleute und ein griechischer Ladenbetreiber erschossen worden waren. Einer der beiden Schweizer lebte in den 1990er Jahren in Jena. Über ihn soll die Waffe von der Schweiz nach Deutschland gelangt sein.

 

Anwälte reisen in die Schweiz

 

Die Befragung der Zeugen betrifft vor allem den als Helfer mitangeklagten Ralf Wohlleben. Er soll die Beschaffung der Pistole nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft in Auftrag gegeben haben. Seine Anwälte kündigten auf Anfrage an, dass sie bei den Vernehmungen dabei sein werden und dafür in die Schweiz reisen.

 

Die Befragungen sollen am 24. und 25. Juni stattfinden. Die ursprünglich an diesen Tagen geplanten Verhandlungstermine in München sagte das OLG ab.

 

Im NSU-Prozess wurden letzte Woche weitere Opfer des Sprengstoffanschlags in Köln im Jahre 2001 angehört. Es handelt sich um die Familienangehörigen der jungen Deutsch-Iranerin, die bei dem Anschlag schwer verletzt worden war.

 

RG / dpa

Gurlitt-Sammlung wird wohl nicht deutsches Kulturgut

Knapp einen Monat nach dem Tod des Kunsthändler-Sohns Cornelius Gurlitt ist die Zukunft seiner wertvollen Sammlung noch ungewiss. Deutsches Kulturgut werden die Bilder allem Anschein nach nicht.

 

Das Bayerische Kultusministerium will die Sammlung Gurlitt voraussichtlich nicht zum deutschen Kulturgut erklären. «Wir sehen nach derzeitigem Stand keinerlei Handlungsbedarf», sagte am Montag ein Ministeriumssprecher und bestätigte einen Bericht des «Focus».

 
Das zuständige Ministerium hatte im Mai angekündigt, die Sammlung des verstorbenen Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt auf ihre Bedeutung für das deutsche Kulturgut zu prüfen, nachdem bekanntwurde, dass Gurlitt seine Bilder dem Kunstmuseum Bern vermacht hat. Denn bei einer Ausfuhr der Sammlung in die Schweiz könnte unter Umständen das Gesetz zum Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung greifen. Das Gesetz besagt, dass Werke, die im «Verzeichnis national wertvolles Kulturgut» aufgelistet sind, bei Ausfuhr ins Ausland eine amtliche Genehmigung benötigen.

 
«Unser Experte im Haus hat das geprüft und sieht derzeit keinen Grund, das zu tun», sagte der Ministeriumssprecher. Die gesamte Sammlung auf die Liste zu setzen habe ohnehin nie zur Debatte gestanden. «Es ging immer nur – wenn überhaupt – um einzelne Bilder.»

 
Derweil ist noch immer nicht klar, ob das Kunstmuseum Bern das Erbe antreten will. Museumsdirektor Matthias Frehner hatte angekündigt, das Haus wolle das Für und Wider prüfen. Beim Amtsgericht München war nach Angaben einer Sprecherin am Montag noch keine Stellungnahme des Museums eingegangen.

 

RG / dpa

Eishockey der Spitzenklasse beim Deutschland-Cup

Bereits zum fünften Mal wird der Deutschland-Cup in München ausgetragen. Vom 8. bis 10. November trifft die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft auf die Topteams Slowakei, USA und Vizeweltmeister Schweiz. Das deutsche Team, das vom ehemaligen Trainer des EHC Red Bull München, Pat Cortina trainiert wird, geht aber als Titelverteidiger in das renommierte Eishockeyturnier.

Doch die Konkurrenz beim Deutschland-Cup sei gewaltig, wie Pat Cortina meint: „Die anderen Mannschaften sind alle sehr stark, sie haben viele gute Spieler in Europa.“

 

Stolz und Leidenschaft

 

Der Deutschland-Cup fand bereits die letzten vier Jahre in der Landeshauptstadt statt. Die junge deutsche Mannschaft geht unter der Leitung von Trainer Pat Cortina als Titelverteidiger in das Turnier und möchte sich zum sechsten Mal die Trophäe des großen internationalen Eishockey-Turniers sichern. „Wir müssen positiv ins das Turnier gehen. Mit Stolz und Leidenschaft. Jeder muss stolz sein, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen. Wir wollen drei gute Spiele machen.“

 

Drei Spieler des EHC Red Bull München berufen

 

Die Olympia-Eishalle ist bekanntlich das Zuhause der Eishockeycracks des EHC Red Bull München. Vom EHC stehen Uli Maurer, Alexander Barta und Yannick Seidenberg im Aufgebot der Nationalmannschaft für den Deutschland Cup. Eishockey in München, das scheint zu passen. Zumal im letzten Jahr über 30 000 Zuschauer das Turnier besuchten.

 

Olympia-Eishalle wurde modernisiert

 

Auch in diesem Jahr gehen die Organisatoren von einer großen Kulisse aus. Denn die Eishalle wurde extra für den Deutschland Cup modernisiert, wie Ralph Huber, Chef des Olympiaparks sagt: „Wir haben in die 40 Jahre alte Halle nochmal 2 Millionen investiert, im Schwerpunkt Bestuhlung der Zuschauerplätze und Anzeigewürfel.“

Für die Besucher ist ein buntes Rahmenprogramm mit Gewinnspielen und Mitmachaktionen geboten.

Der Deutschland Cup – vom 8. bis 10.November im Eisstadion des Münchner Olympiaparks.

 

cb