Tag Archiv: See

München: 20-Jähriger ertrinkt in Münchner See

Erst hatte er einen Fahrradunfall, ein paar Stunden später ertrank er in einem See. Doch ob es zwischen dem Unfall und dem Tod eines 20-Jährigen einen Zusammenhang gibt, ist bislang unklar.

 

Der Mann war am Freitagabend mit anderen Radfahrern in München zusammengestoßen. Sanitäter wollten ihn in ein Krankenhaus bringen, doch der Mann lehnte ab. Wie die Polizei mitteilte, fuhr er stattdessen an einen See. Während er dort schwamm, bemerkten Freunde des Mannes, dass dieser offenbar Probleme hatte. Kurz darauf ging er unter. Erst zwei alarmierte Rettungstaucher konnten den Mann bergen. Versuche, den 20-Jährigen zu reanimieren, schlugen fehl.

 

RG / dpa

Oberbayern: Immer mehr Menschen ertrinken

Zwei Nichtschwimmer haben sich durch ein Bad im Unterschleißheimer See bei München in Lebensgefahr gebracht.

Nichtschwimmer – nicht ins Tiefe!

 

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte sich am Sonntag eine 23 Jahre alte Frau aus Unterschleißheim bei München in den tieferen Bereich des Sees begeben, obwohl sie nicht schwimmen konnte. Dort geriet sie ins Straucheln und ging schließlich unter. Ihr 27-jähriger Lebensgefährte, ebenfalls ein Nichtschwimmer, eilte ihr zur Hilfe ins Wasser. Doch auch er ging unter.

 

Nur einer  gerettet

Weiteren Badegästen und Helfern der Wasserwacht gelang es nach etwa sieben Minuten, den Mann aus dem See zu holen. Die 23-Jährige wurde erst nach fünfzehn Minuten von Feuerwehrtauchern gerettet, die per Hubschrauber eingeflogen worden waren. Beide verunglückten Personen wurden in eine Klinik geflogen.

Die Frau ist in den frühen Morgenstunden gestorben, der Mann schwebt noch weiter in Lebensgefahr.

 

Badeunfälle häufen sich

Erst in der vergangenen Woche waren im Raum München zwei Männer bei einem Badeunfall in der Isar ertrunken. Spaziergänger hatten nacheinander die Leichen der beiden Chinesen entdeckt.

Bei weiteren Badeunfällen in Oberbayern sind zwei Männer ums Leben gekommen:

In einem Weiher in Kolbermoor ertrank am Donnerstag ein 46 Jahre alter Mann, teilte die Polizei am Freitag mit. Für ihn sei jede Hilfe zu spät gekommen. In einem Baggersee in Halfing starb ebenfalls am Donnerstag ein 45 Jahre alter Mann: Eine Frau hatte ihren Lebensgefährten als vermisst gemeldet, nachdem er beim Schwimmen plötzlich verschwunden war. Wenig später wurde die Leiche des Mannes entdeckt.

Die Feuerwehr hatte außerdem bei Mintraching im Landkreis Freising einen seit Samstag vermissten Mann tot aus der Isar geborgen. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem 34-Jährigen, der mit einer Badehose bekleidet war, um den Arbeitskollegen des am Samstag in der Isar ertrunkenen Chinesen. Nach Stand der Ermittlungen von Mittwoch kamen die beiden Männer bei einem Badeunfall ums Leben. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gab es zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft entscheidet derzeit über eine Obduktion der Toten.

dpa / adc

Nach Badeunfall am Germeringer See: Verunglückter 83-Jähriger gestorben

Erneut gab es in bayerischen Gewässern ein Todesopfer: Ein 83 Jahre alte Badegast ist am Sonntagnachmittag am Germeringer See untergegangen und daraufhin am Abend in einem Krankenhaus gestorben.

 

Zunächst konnte der Mann noch durch Rettungskräfte von Wasserwacht und Feuerwehr wiederbelebt und in ein Münchner Klinikum eingeliefert werden. Dort verstarb er trotz aller Bemühungen der Ärzte am späten Abend.

 

Bei den polizeilichen Ermittlungen ergaben sich keine Hinweise auf Fremdverschulden. Gerade in diesem Jahr häufen sich die tödlichen Unfälle an bayerischen Badeseen und Gewässern und sorgen für einen traurigen Rekord.

 

mt

Badegäste in Bayern werden unvorsichtig: Neun Tote an einem Wochenende

Die Temperaturen im Sommer 2013 in Bayern sind rekordverdächtig. Aber es gibt auch einen anderen, traurigen Rekord im Freistaat: Noch nie sind an einem Wochenende so viele Badegäste in bayerischen Gewässern ums Leben gekommen: Insgesamt neun Menschen sind vergangenes Wochenende gestorben.

 

Die lang anhaltende Hitze ist der Grund, warum sich so viele Badegäste derzeit an und in bayerischen Gewässern aufhalten. Dazu kommt noch, dass Bayern ein Urlaubsland ist. Schon 2012 ertranken in keinem anderen Bundesland mehr Menschen – 75 Badetote gab es hier; deutschlandweit waren es 383. Die Gründe für die tödlichen Badeunfälle: Leichtsinn, Übermut, Selbstüberschätzung, Unkenntnis der Gefahren und auch mangelnde Schwimmfähigkeiten. Die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) hat hier alle Hände voll zu tun.

 

«Gerade an Badestellen, die nicht überwacht werden, kommt es besonders häufig zu Unfällen», sagt DLRG-Pressesprecher Sebastian Löw. Außerdem wird es auch dann gefährlich, wenn Alkohol ins Spiel kommt: Viele junge Menschen treffen sich Abends zum Feiern und bringen sich unter Alkoholeinfluss in große Gefahr. Erst kürzlich sind so auch zwei junge Männer in München ums Leben gekommen  (wir berichteten).

 

Unterschätzt wird an Seen oft auch die Wassertemperatur. An der Oberfläche ist Wasser noch warm, in tieferen Schichten aber kalt. Die Folge: Krämpfe, die auch zu tödlichen Unfällen führen könnten. Weitere mögliche Todesursache: Immer wieder wagen Leichtsinnige Kopfsprünge in zu seichtes Wasser – trotz Warnschildern.

 

Gefährlich ist auch das Baden in fließenden Gewässern, sei es nun die Donau oder die Isar. Gegen starke Strömung anzuschwimmen, sei laut DLRG-Sprecher Sebastian Löw praktisch unmöglich. Hinzu kommen Strudel: «Wenn man da hineingerät, ist ganz schnell die Kraft weg und dann geht man unter.»

 

Wenn also am kommenden Wochenende die Temperaturen wieder über die 30 Grad steigen, mahnt die DLRG zur Vorsicht – und ist zur Sicherheit der Badegäste mit rund 50.000 ehrenamtlichen Helfern in ganz Deutschland im Einsatz.

 

mt / dpa

Foto: DLRG Bayern

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