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München: Sepp Krätz verliert Konzession fürs Andechser am Dom

Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung folgt der nächste Schlag für Sepp Krätz: Der Gastronom verliert das Andechser am Dom.
Das Kreisverwaltungsreferat hat dem Gastronom Sepp Krätz die Erlaubnis für das Wirtshaus Andechser am Dom entzogen. Dies gilt ab dem 1. Juni, allerdings kann er gegen die Entscheidung des KVR vor dem Verwaltungsgericht klagen. Seit 1994 war Krätz Betreiber des Wirtshauses. Er habe nicht mehr die notwendige Zuverlässigkeit als Wirt, so die Begründung von KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle. Der Entzug ist die Folge aus Krätz‘ Verurteilung. Am 28. März wurde der Wiesnwirt wegen Steuerhinterziehung in 36 Fällen für schuldig gesprochen. Das Urteil: 1 Jahr und 10 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 570.000 Euro. Über eine Million Euro hatte Krätz am Fiskus vorbeigeschmuggelt.
Der Anfang vom Ende?
Das KVR hatte Krätz bereits die Konzession für das Frühlingsfest entzogen. Allerdings hat seine Frau Tina das Hippodrom in diesem Fall betrieben. Doch nun könnte Familie Krätz die Erlaubnis für das Oktoberfest 2014 verlieren. Wiesnchef und Münchens zukünftiger Oberbürgermeister Dieter Reiter will sich gegen Krätz aussprechen.

 

„Ich werde dem Stadtrat aufgrund dieses Urteils Herrn Krätz nicht mehr als Wiesnwirt vorschlagen. Wer stattdessen den Platz auf dem Oktoberfest erhält, entscheidet der Stadtrat am 28. April in nichtöffentlicher Sitzung. Welchen Bewerber ich für den Platz vorschlagen werde, ergibt sich aus dem Bewertungsverfahren“, so Reiter.

 

Medienberichten zufolge soll Reiters Favorit der Gastronom Siegfried Able sein. Sollte dieser die Konzession erhalten, verschwindet nicht nur Krätz von der Wiesn, sondern auch der Name „Hippodrom“. Denn Able will angeblich das Zelt in „Marstall“ unbenennen. Um dies zu verhindern haben Sepp und Tina Krätz eine Online-Petition ins Leben geufen. Egal, welcher Festwirt das Zelt in Zukunft betreibe, der Name solle beibehalten werden, so Fanilie Krätz.

„Das Hippodrom darf nicht sterben. Es gehört zur Vielfalt des Münchner Oktoberfests, wie die Krinoline, der Schichtl, das Augustinerzelt und die Bavaria.“

 

rr

 

 

 

 

Fassade des Hippodrom Festzeltes auf dem Münchner Oktoberfest

Frühlingsfest: Darf Sepp Krätz das Hippodrom weiterhin betreiben?

Das KVR entscheidet heute darüber, ob Sepp Kätz das Hippodrom auf dem Frühlingsfest betreiben darf.
Am 25. April startet das Frühlingsfest auf der Theresienwiese. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auch das Hippodrom-Zelt befindet sich im Aufbau- Doch wer es betreiben wird, das ist noch offen.
Verliert Sepp Krätz seine Konzession?
Seit Jahren betreit Sepp Krätz das Hippodrom. Doch seine Steuer-Affäre könnte ihn die Konzession kosten. Das Kreisverwaltungsreferat entscheidet darüber, ob das Hippodrom auch in diesem Jahr unter die Obhut von Krätz fällt. Kreisverwaltungsreferant Wilfired Blume-Beyerle will die Entscheidung heute mitteilen.
Steueraffäre Sepp Krätz
Am 28. März wurde der Wiesnwirt Sepp Krätz wegen Steuerhinterziehung in 36 Fällen für schuldig gesprochen. Das Urteil: 1 Jahr und 10 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe von 570.000 Euro. Über eine Million Euro hatte Krätz am Fiskus vorbeigeschmuggelt.
Das Aus für Sepp Krätz?
Neben der Konzession für das Frühlingsfest könnte Sepp Krätz auch die für das Oktoberfest verlieren. Wieschef und künftiger Müncher Oberbürgermeister Dieter Reiter hat bereits die Konsequenzen aus der Verurteilung gezogen.

„Ich werde dem Stadtrat aufgrund dieses Urteils Herrn Krätz nicht mehr als Wiesnwirt vorschlagen. Wer stattdessen den Platz auf dem Oktoberfest erhält, entscheidet der Stadtrat am 28. April in nichtöffentlicher Sitzung. Welchen Bewerber ich für den Platz vorschlagen werde, ergibt sich aus dem Bewertungsverfahren“, so Reiter.

 

rr

1 Jahr und 10 Monate auf Bewährung für Sepp Krätz

Das Landgericht München hat im Prozess gegen Wiesn-Wirt Sepp Krätz ein Urteil gefällt. Das Gericht hat ihn in 36 Fällen der Steuerhinterziehung für schuldig gesprochen. Das Urteil: 1 Jahr und 10 Monate auf Bewährung. Zusätzlich muss der Hippodrom-Betreiber eine Strafe von 1.900 Euro a 300 Tagessätzen zahlen  – also insgesamt 570 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte 24 Monate Haft und eine Geldstrafe von 1,26 Millionen Euro gefordert.

 

Wirtschaftsreferant Dieter Reiter zieht aus dem Urteil seine Konsequenzen:

„Ich werde dem Stadtrat aufgrund dieses Urteils Herrn Krätz nicht mehr als Wiesnwirt vorschlagen. Wer stattdessen den Platz auf dem Oktoberfest erhält, entscheidet der Stadtrat am 28. April in nichtöffentlicher Sitzung. Welchen Bewerber ich für den Platz vorschlagen werde, ergibt sich aus dem Bewertungsverfahren.“

 

rr

 

 

Urteilsverkündung im Prozess gegen Wiesn-Wirt Krätz

Insgesamt 1,1 Millionen Euro hat Wiesn Wirt Sepp Krätz hintzerzogen. Nun will das Landgericht München am Freitag das Urteil fällen. Zunächst sollen vor dem Münchner Landgericht aber noch die Plädoyers gehalten werden. Krätz hat zugegeben, dass er im Hippodrom auf dem Oktoberfest und in seinem Lokal „Andechser am Dom“ insgesamt gut 1,1 Millionen Euro am Finanzamt vorbeigeschleust hatte. Für sein Geständnis hat ihm die Wirtschaftsstrafkammer eine Bewährungsstrafe von höchstens zwei Jahren in Aussicht gestellt, kombiniert mit einer hohen Geldstrafe.

 

rr/dpa

Wiesn-Wirt Krätz muss um das Hippodrom bangen

Sepp Krätz hat allen Grund zur Sorge: Der Wirt, in dessen Oktoberfestzelt Hippodrom die Prominenz alljährlich feiert, hat Steuern in Höhe von wahrscheinlich einer Million Euro hinterzogen – nun droht ihm der Entzug seiner Konzession durch das Kreisverwaltungsreferat München.

 

«Das Gaststättenrecht sieht vor, dass ein Gastwirt zuverlässig ist», betonte Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume Beyerle am Freitag. «Wir haben den starken Eindruck – und der Eindruck hat sich verdichtet – dass wir von Zuverlässigkeit bei ihm nicht mehr reden können.»

 

Bei den gestrigen ersten Verhandlungstag um Krätz‘ Steuersünden hatte der Wiesn-Wirt direkt ein umfassendes Geständnis abgegeben. Ein Urteil ist bisher nicht gefallen.

 

 

jn / dpa

Sepp Krätz: knappe Million am Fiskus vorbeigeschmuggelt

Die Anklage wirft dem Münchner wiesn-Wirt Sepp Krätz vor, 988.185 Euro in 33 Fällen hinterzogen zu haben. Das wurde heute beim ersten Verhandlungstag des Prozesses herausgestellt. Krätz ist nicht geständig, gibt sich aber offen und lässt tiefe Blicke in sein Privatleben zu.

 

„Irgendwann ist man wohl leichtsinnig geworden“, sagte Krätz. Die angesetzten drei Verhandlungstage sind auf die nächsten Wochen verteilt – ein Urteil wird also noch etwas auf sich warten lassen.

 

 

jn / ag

Sepp Krätz – erster Verhandlungstag

Heute findet der erste der drei angesetzten Verhandlungstage um Wiesn-Wirt Sepp Krätz statt. Er muss sich wegen Steuerhinterziehung vor dem Landgericht München verantworten. Wie hoch die Summe ist, um die es geht, wurde nicht bekannt. Das Gericht wollte keine Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitteilen. Der Prozess gegen Krätz könnte auch auf dem Oktoberfest Konsequenzen für ihn haben. Dem langjährigen Wirt des Promi-Zelts «Hippodrom» droht möglicherweise die Entziehung der Zulassung.

 

«Das ist jetzt eine andere Qualität. Es ist ein anderer Stand als der, den wir zur letzten Wiesn hatten», sagte ein Sprecher des städtischen Wirtschaftsreferats. Ein Entzug der Zulassung wäre möglich; das komme aber auf die konkreten Vorwürfe gegen Krätz an und darauf, ob sie im Zusammenhang mit dem Oktoberfest stehen. «Man muss sich erst ein Bild machen und kann nicht nach „Klipp-Klapp“-Schema die Zulassung entziehen.»

 

Krätz‘ Verteidiger Hans-Georg Jatzek betonte auf Anfrage, Krätz habe inzwischen alle Steuern nachgezahlt. Jetzt gehe es um die strafrechtliche Bewertung.

 

Ende April befasst sich der Stadtrat mit den Zulassungen für das größte Volksfest der Welt mit rund sechs Millionen Besuchern pro Jahr. Hunderte, wenn nicht tausend Bewerbungen lägen vor, sagte der Stadtsprecher. Seit Jahren allerdings werden die berühmten, großen Wiesn-Zelte von den gleichen Wirten geführt. Krätz ist wegen seiner Nähe zu vielen Prominenten einer der bekanntesten Zelt-Chefs auf dem Oktoberfest.

 

 

München.TV wird in den heutigen Abendnachrichten ausführlich über die Ereignisse am ersten Verhandlungstag berichten und Sie über alle Entwicklungen auf dem Laufenden haben.

 

 

jn / dpa

Termine zum Krätz-Prozess stehen fest

Er muss wegen Steuerhinterziehung vor Gericht, jetzt stehen die ersten Termine für den Prozess um Wiesnwirt Sepp Krätz fest:

 

Die 4. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München I hat in dem Strafverfahren gegen Josef Georg Krätz wegen Steuerhinterziehung Termine zur Hauptverhandlung wie folgt bestimmt:

 

Donnerstag, 13.03.2014, 9.30 Uhr

Freitag, 21.03.2014, 9.30 Uhr und

Freitag, 28.03.2013, 9.30 Uhr.

Weitere Termine sind nicht bestimmt. Die Verhandlungen finden jeweils im Strafjustizzentrum, Nymphenburger Straße 16, Sitzungssaal B 177, statt.

 

 

Zum Zeitpunkt des Prozessbeginns wird der Prozess um Uli Hoeneß gerade zu Ende gehen. Am Tag der Urteilsverkündung von Hoeneß startet der Krätz-Prozess. Die beiden Prozesse werden sich räumlich aber nicht in die Quere kommen – Uli Hoeneß wird im Justizpalast beim Stachus verhandelt, Sepp Krätz dagegen im Landgericht in der Nymphenburger Straße.
münchen.tv wird Sie über den Verlauf beider Prozesse auf dem Laufenden halten und regelmäßig berichten.

 

 

jn

Sepp Krätz wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Der Münchner Wiesn-Festwirt Sepp Krätz wird wegen Steuerhinterziehung angeklagt und muss vor Gericht.

münchen.tv berichtete bereits im November letzten Jahres über die Anklage. Den Bericht dazu sehen Sie hier.

 

Jetzt wird es ernst.

 

Details:

 

Die 4. Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) des Landgerichts München I hat in dem Strafverfahren gegen Josef Georg Kr. (59) wegen Steuerhinterziehung die Anklage der Staatsanwaltschaft München I vom 08.11.2013 mit Beschluss vom 05.02.2014 unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen.
Im Hinblick auf die in Steuerstrafverfahren geltenden besonderen Geheimhaltungspflichten können vor der Verlesung des Anklagesatzes in der öffentlichen Verhandlung keine weiteren Einzelheiten zum Anklagevorwurf mitgeteilt werden. Es wird daher um Verständnis gebeten, dass die Justizpressestelle bis zu dem genannten Zeitpunkt diesbezügliche Anfragen nicht beantworten kann.
Termine zur Hauptverhandlung wurden von der 4. Strafkammer noch nicht festgesetzt. Nach derzeitiger Planung soll mit der Hauptverhandlung jedoch Mitte bis Ende März 2014 begonnen werden.
Sobald der Justizpressestelle diesbezüglich neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren.

 

 

jn / Oberlandesgericht München