Tag Archiv: Sex

Dirndl: Wo bindet man die Schleife?

Oktoberfest 2014: Aktion Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen

Die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ hilft Frauen in Not auf dem Oktoberfest.

Auch beim größten Volksfest der Welt in diesem Jahr, das am Samstag startet, wird wieder geflirtet.

Frauen müssen aber aufpassen: In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu Belästigungen und sexuellen Übergriffen gekommen.

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München: Sex-Shop am Viktualienmarkt? Marktkaufleute wollen sich wehren

In einem leerstehenden Laden an Münchens traditionsreichem Viktualienmarkt soll ein Sex-Shop eröffnet werden – sehr zum Missfallen der Marktkaufleute.

 

Der Mietvertrag sei bereits unterschrieben, sagte Dirk Bauer, Geschäftsführer der Bremer Firma Fun Factory, dem «Focus». Dem Magazin zufolge soll der Sex-Shop in die Räume eines ehemaligen Gartencenters einziehen. Die Sprecherin der Marktleute, Elke Fett, sagte am Sonntag auf Anfrage: «So ein Laden würde nicht in dieses Viertel passen.» Sollte der Sex-Shop tatsächlich kommen, würden sich die Marktkaufleute an den Bezirksausschuss wenden.

 

RG / dpa

München: Schwule wollen Blut spenden dürfen

Am Samstag war Welt-Blutspende-Tag, jedoch dürfen schwule Männer nach wie vor kein Blut spenden.

 

Homosexualität ein Gesundheitsrisiko?

Dass homosexuelle Männer nicht Blut spenden dürfen, hat seinen Ursprung in einer Infektionswelle mit HIV und Hepatitisviren in den frühen neunziger Jahren.

Nachdem tausende Menschen sich nach Bluttransfusionen mit den Krankheiten infizierten, reagiert der Bundestag mit einem Verbot.

Seither dürfen Schwule kein Blut mehr spenden. „Transfusionsgesetz“ heißt die Verordnung.

Die SchwuSos –  die Vereinigung homosexueller Parteimitglieder der SPD – will nun dieses Gesetz zu Fall bringen.

Deswegen verlangen die SchwuSos von der Landtags-SPD, sich beim Bund gegen die Gültigkeit des Transfusionsgesetzes zu stellen:

„Blutspende kann Leben retten und dient dazu lebenswichtige Arzneimittel herzustellen. Leider
herrscht in Deutschland immer noch eine Unterversorgung an Blutspenden. Umso
unverständlicher ist es, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität dauerhaft von der
Blutspende ausgeschlossen sind.“, ließt man in ihrem Antrag

Statistiken zählen mehr als Political Correctness

Das Gesetz, das ohne Frage diskriminierend daher kommt, hat seinen Grund in blanken Zahlen.

Von rund 78000 HIV-Infizierten in Deutschland sind rund 51000 schwule Männer.

Die SchwuSos kontern auf dieses beliebte Argument der Verfechter des Transfusionsgesetzes:

„Es ist richtig, dass Menschen mit einem erhöhten HIV-Risiko von der Blutspende auszuschließen
sind. Aber nicht die Homosexualität erhöht das Risiko, sondern risikohafte Sexualpraktiken wie
ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partner/innen. Das trifft im gleichen
Maß auf Heterosexuelle wie auf Homosexuelle und Bisexuelle zu. Demnach gibt es keine
Risikogruppen aufgrund der sexuellen Identität sondern nur Risikoverhalten. Nur danach sollte in
den Fragebögen, die vor jeder Blutspende ausgefüllt werden müssen, gefragt werden.“

adc / SPD

 

 

München – Steinhausen: 18-Jährige fast vergewaltigt

Die Polizei sucht Zeugen einer gerade noch vereitelten Vergewaltigung einer 18 Jahre alten Frau.

 

In den Morgenstunden auf dem Nachhauseweg

Das ganze hat sich am Sonntag Morgen gegen 5 Uhr 50 zugetragen.

Die 18-jährige Münchnerin war nachdem sie die Nacht aus war auf dem Nachhauseweg.

An der Münchner Freiheit fiel ihr zum ersten Mal ein Mann auf, den sie später als arabisch aussehend bezeichnete.

Etwa gegen halb sechs stieg die junge Frau dann in einen Bus in Richtung Einsteinstraße, der Mann tat es ihr gleich.

An der Haltestelle Einsteinstraße setzte sie ihren Nachhause-Weg zu Fuß fort, verfolgt von dem Mann, der bereits den richtigen Moment abwartete, zuzuschlagen.

Zuhause angekommen öffnete sie die Tür zum Hausgang – der Täter sah seine Gelegenheit:

Er stellte den Fuß in den Türspalt, bevor die Türe ins Schloss fiel und stellte der 18-Jährigen nach.

Die wollte flüchten, der Vergewaltiger war aber schneller, holte sie ein und warf sie auf den Boden.

Die junge Frau konnte dabei aber noch an einer Türklingel läuten, woraufhin ein Nachbar die Szene mitbekam und ihr zur Hilfe eilte.

Der Täter ergriff daraufhin die Flucht.

Die Polizei bittet um Mithilfe, um den Vergewaltiger zu finden:

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 170 cm groß, ca. 25 Jahre, schlank, kurze, schwarze, glatte Haare, orientalisches Aussehen, sprach gebrochen deutsch; bekleidet mit schwarzer Kappe, schwarzem T-Shirt mit Aufdruck, dunkler Hose, dunkler Sneaker

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum am U-Bahnhof Münchner Freiheit oder in der Einsteinstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

adc / PP

Freier mit Prostituierter in München

Freising: Prostituierte zieht Renter ab – fünfstellige Summe weg!

Eine ungarische Prostituierte aus München hat einen ihrer älteren Freier mit herzerweichenden Flunkereien um mehr als zehntausend Euro Erspartes gebracht.

Der 75 Jahre alte Rentner hatte die heute 34 Jahre alte Ungarin schon vor zwei Jahren in München auf dem Straßenstrich kennen gelernt. Nach mehreren Diensten, die sie ihm erwieß, entwickelte sich zwischen den beiden wohl eine Freundschaft, zumindest aber ein sehr gutes Geschäftsverhältnis.

Die Prostituierte besuchten den Mann auch oft bei sich zu Hause im Landkreis Freising – und das nicht nur dienstlich:

 

Freundschaftsdienste im fünfstelligen Bereich

Das Verhältnis zwischen der Ungarin und dem Renter wurde schnell immer besser.

Bald verstanden die beiden sich so gut, dass die Prostituierte ihrem Freier ihr – vermeintliches – Leid klagte:

Ihre Mutter in Ungarn sei krank und bräuchte medizinische Versorgung. Nur könne sie sich die selbst nicht leisten. Als gute Tochter würde sie ihre Mutter gerne unterstützen, wüsste aber nicht wie.

Ihr Freier half seiner Freundin da gerne. Er lieh ihr einen fünfstelligen Betrag, um der Familie helfen zu können.

 

Außer Spesen nichts gewesen

Kurze Zeit später die bittere Erkenntnis: Die Rückzahlung des Geldes wird wohl auf sich warten lassen. Wahrscheinlich für immer.

Nachdem dem Rentner klar wurde, dass die Freundschaft wohl nicht so echt war, wie sie sich für ihn angefühlt hatte, und dass die Ungarin wohl auch nie vorhatte, ihm das Geld zurück zu geben, erstattete der Mann Anzeige.

Die Polizei fahndet jetzt nach der flüchtigen Prostituierten.

 

Und draußen vor der großen Stadt…

…steht niemand sich die Füße platt.

Die  Kripo Erding weißt insbesondere darauf hin

„dass in deren gesamten Zuständigkeitsbereich, also den Landkreisen Freising, Erding und Ebersberg, die Ausübung der Prostitution verboten ist. „

adc / PP

 

München – Mittersendling: Vergewaltigung! Zeugen gesucht.

Ein Unbekannter hat am frühen Samstag Morgen versucht, eine 29 Jahre Französin in der Murnauer Straße  zu vergewaltigen.

Als die Frau aus der U3 an der Haltestelle Aidenbachstraße ausstieg, bemerkte sie, dass sie von einem Mann verfolgt wurde.

Auf der Höhe des Pfaffenwinkels schlug der Täter dann zu: Er packte die Frau von hinten und hämmerte ihren Kopf mit Wucht gegen den Eisenpfosten eines Verkehrsschildes.

Die Frau fiel hin und schürfte sich die Knie auf – da fiel der Vergewaltiger über sie her.

Er grabschte der Französin mit so einer Brutalität zwischen die Beine, dass ihre Strumpfhose zerriss und fügte ihr durch das gewaltsame Zupacken sogar blutende Wunden im Schritt zu.

Die 29-Jährige aber setzte sich zur Wehr: Sie schrie und strampelte, was den Täter erschreckte.

Er ließ von seinem Opfer ab und flüchtete.

In den meisten Fällen rechnen Vergewaltiger nicht damit, dass ihre weiblichen Opfer vehement gegen den Missbrauch ankämpfen und geraten bei Gegenwehr und Hilferufen in Panik.

Die Polizei bittet jetzt um Mithilfe, um den Täter stellen zu können:

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Murnauer Straße / Pfaffenwinkel Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem

Polizeipräsidium München, Kommissariat 65

Telefon 089/29100

oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

adc / PP

München – Neuhausen: Versuchte Vergewaltigung

Nirgendwo scheinen Frauen mehr vor sexuellen Übergriffen sicher zu sein.

Das musste jetzt auch eine 24 Jahre alte Münchnerin am Sonntag Morgen gegen 04:30 in der Merianstraße in Neuhausen feststellen.

Auf dem Heimweg verfolgte sie ein Mann in einigem Abstand.

Als sie vor ihrer Wohnungstür angekommen war, packte sie der Täter von hinten, drückte sie an den Schultern zu Boden und hielt sie unten.

Er hatte sich bereits über die 24-Jährige gebeugt, die ließ sich das aber nicht gefallen.

Sie schrie in voller Lautstärke um Hilfe, strampelte und wehrte sich nach Leibeskräften gegen die Vergewaltigung, die der Mann offenbar vorhatte.

So, wie es in solchen Fällen häufiger ist, hat der Täter damit nicht gerechnet, und durch die Gegenwehr beeindruckt ließ er die Frau los und flüchtete.

Die Polizei sucht nach dem Mann, und bittet die Bevölkerung, bei der Suche zu helfen, bevor er eine solche Tat noch einmal versucht.

Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 170 cm groß, ca. 45 Jahre alt, 7 cm langes dunkles Haar zu einem Pony ins Gesicht gekämmt, tiefe Nasenfalte, breite Nase, gräulich-braune Haut, schlank, osteuropäischer Typ; dunkle Jacke, sprach mit osteuropäischem Akzent; er führte einen schwarzen Pilotenkoffer mit.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

adc / PP

Freier mit Prostituierter in München

Seefeld: Geld ja, Sex nein

Ende August bestellte sich ein 37-jähriger Mann aus dem Landkreis Starnberg eine Prostituierte zu sich in die Wohnung. Ihr Angebot entnahm er einer Tageszeitung. Also die Frau bei ihm eingetroffen war, gab sie vor, noch ein paar Sachen aus ihrem PKW holen zu müssen, wollte jedoch zuvor 200 Euro für ihre späteren Liebesdienste angezahlt haben. Der Mann gab der Frau das Geld, sah sie danach jedoch nie wieder.
Nun konnte die Kripo Fürstenfeldbruck die betrügerische Liebesdame ermitteln und festnehmen. Es handelt sich um eine 25-jährige Bulgarin ohne festen Wohnsitz.
Aufgrund der Vorgehensweise vermutet die Polizei, dass es weitere Geschädigte gibt, die bisher jedoch keine Anzeige bei der Polizei erstattet haben. Sie werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck unter der Rufnummer 08141 / 612 – 0 melden.
mh / Polizei

Freier mit Prostituierter in München

Ein teures Schäferstündchen: Pärchen hatte Sex auf fremdem Auto

Was sich ein Pärchen aus Weiden dabei gedacht hat, oder ob die beiden überhaupt nachgedacht haben, das wissen wir nicht. Auf jeden Fall hat das Liebespaar die Lust überkommen und sie sind Ende 2012 in eine Garage eingedrungen. Dort haben sich die beiden Liebestollen auf dem Auto vergnügt. Die Motorhaube und der Stoßfänger haben deutliche Spuren abbekommen. Auch das Nummernschild wurde Opfer des Liebesspiels – es wurde abgerissen.

 

Fast 2700 Euro Schadensersatz – ein teurer Spaß

 

Nun stimmten am Mittwoch sowohl der klagende Wagenbesitzer als auch der Anwalt der Beklagten vor dem Amtsgericht Weiden einem Vergleich zu. Demnach müssen die Turteltäubchen fast 2700 Euro für die Reparatur des Autos sowie drei Viertel der Gerichtskosten zahlen.

Bei dem Kläger handelt es sich um ein Mitglied der „Altneihauser Feierwehrkapell’n“. Das Intermezzo des Liebespaares wurde auch gleich in einem Lied verarbeitet. Der Song mit dem derben Text heißt „Lack-Fuck“ oder „Die Motorhauben-Nummer“.

rr/dp

Wiesn-Gewalt: doppelt so viele Sex-Übergriffe wie im Vorjahr

300 Polizisten täglich im Wiesn-Einsatz

 

Taschendiebstahl, Schlägereien, Schankbetrug; dass die Polizei auf dem Oktoberfest alle Hände voll zu tun hat, ist nichts neues.

Und die Münchner Polizei leistet ganze Arbeit; seit dem zweiten Wiesn-Wochenende, auch genannt „Italiener-Wochenende„, wird sie sogar bis zum Ende des Trubels von Kollegen aus Südtirol unterstützt.

 

Eine „entspannte und gemütliche Wiesn“

 

Bei hohem Bierkonsum, lauter Musik und guter Laune kann es schon passieren, dass Mann seine guten Manieren vergisst. Wenn es aber zu einem handfesten Übergriff kommt, dann läuft etwas falsch; eigentlich sollte das große Polizeiaufgebot und die Sicherheitsmaßnahmen potentielle Täter abschrecken und solche Delikte verhindern.

Während Oktoberfest-Chef Dieter reiter von einer „entspannten und gemütlichen Wiesn“ spricht und damit den Rückgang von Schankbetrug und Körperverletzungen meint, hat sich die Zahl der sexuellen Übergriffe bereits zur Halbzeit zu der im Vorjahr verdoppelt. Zum Oktoberfest 2012 gab es nur 6 Fälle, jetzt sind es schon 12 – und noch ist die Wiesn nicht vorbei.

 

Präventionsmaßnahmen und Sicherheits-Oasen

 

Da ist es mehr als sinnvoll, sich Hilfe zu besorgen; die Organisation „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ gibt es seit über 10 jahren und auch 2013 ist sie mit einem SecurityPoint auf der Theresienwiese vertreten und bietet Hilfe und Beartung in gefährlichen oder unangenehmen Situationen.

Außerdem bietet die Organisation eine kostenlose App an, über die frau alle wichtigen Informationen schnell und mobil abrufen kann: Telefonnummern, Lageplan, die näheste Anlaufstelle und nützliche Tipps, sich selbst zu schützen und zu verteidigen.

 

Auch die Herren können ihren Teil zu einer sicheren Wiesn beitragen: Der Verein Condrobs ruft dazu auf, sich als „Wiesngentleman“ der Damenwelt gegenüber respektvoll zu verhalten und im Notfall Zivilcourage zu zeigen.

100 Prozent Sicherheit können all diese Maßnahmen nicht nicht gewährleisten. Damit es aber eine wirklich „angenehme und gemütliche Wiesn“ sein kann, muss jeder seinen Teil beitragen.

 

 

jn

Freier mit Prostituierter in München

Das Münchner Rotlicht-Milieu wappnet sich für die Wiesn

Das Oktoberfest spült Wiesn-Wirten, Taxifahren und Hotelbesitzern einen Haufen Geld in die Taschen  – rund 400 Millionen Euro werden von den Besuchern auf dem Festgelände gelassen. Aber: Rund 600 Millionen geben sie nochmal im restlichen Stadtgebiet aus – und davon profitiert auch das horizontale Gewerbe in München.

 

Rund 1500 Prostituierte arbeiten während des Oktoberfests täglich

 

Rund 3000 Prostituierte sind in München gemeldet, pro Tag arbeiten 500 bis 800 von ihnen. Aber zur Wiesn-Zeit wird sich diese Zahl laut Polizei in etwa verdoppeln: Bis zu 1500 Prostituierte werden dann tagtäglich dem horizontalen Gewerbe nachgehen.  Sie reisen teilweise aus allen Ecken Deutschlands nach München, um ebenfalls etwas vom Oktoberfest-Kuchen abzubekommen.  Ein Haufen Arbeit für das Kommissariat 35 der Münchner Polizei, das seinen Schwerpunkt im Bereich Prostitutionsstraftaten hat.

 

„Zur Wiesn-Zeit und zu den großen Messen in München sind die Betriebe einfach voll“, weiß Kriminalhauptkommissar Uwe Dörnhöfer. Da liegt der Verdacht nahe, dass einige Prostituierte hin und wieder auch in Hotels ihrer Arbeit nachgehen. „Da haben wir natürlich ein scharfes Auge darauf, das zu unterbinden. Denn Prostitution im Sperrbezirk in München ist verboten. Wir im Jahr 2011 etwa 100 Fälle, in denen wir Prostituierte erwischt haben, die im Sperrbezirk gearbeitet haben – und das wird stark geahndet in München.“

 

Die Polizei warnt vor Abzocke in Table-Dance-Bars

 

180 Betriebe, in denen Sex für Geld gekauft werden kann, gibt es in München. Die Betreiber sind der Polizei bestens bekannt. Sie alle sind nahezu unproblematisch – im Gegensatz zu so mancher Table-Dance-Bar in Bahnhofsnähe.

 

„Insbesondere zur Wiesn-Zeit fällt uns das auf, dass alkoholisierte Gäste, die von der Wiesn kommen und sich in die Innenstadt begeben, oft ausgenutzt werden von sogenannten Animierbetrieben“, warnt Dörnhöfer. „Da passiert es sehr oft, dass der Alkoholpegel der Gäste ausgenutzt wird, um den Leuten in die Taschen zu greifen. Und dass dann hinterher vierstellige Summen bezahlt werden müssen für irgendwelche überteuerten Getränke.“

 

Regelmäßige Kontrollen im Vorfeld des Oktoberfests

 

Etwa 80 Prozent der Prostituierten in München kommen aus dem EU-Ausland. Bei zahlreichen Razzien kontrollieren die Beamten auch die Ausweise – immer wieder werden in diesen die Geburtsdaten gefälscht, um ein scheinbar legales Alter für die Prostitution vorzutäuschen. Aber meist verlaufen die Kontrollen zur Zufriedenheit der Polizei.

 

„Wenn wir Razzien machen, werden wir oft gefragt: Warum findet ihr so wenig?“, erzählt der Hauptkommissar. Aus Sicht der Polizei liegt das vor allem an der langen und gründlichen Vorarbeit: „Wir sprechen mit den Betreibern, wir verhindern zum Beispiel auch, dass sich Zuhälter in den Betrieben aufhalten. Es gibt in keinem Münchner Rotlichtbetrieb Waffen, und wir finden auch nie Waffen bei Razzien. Wir machen eben von vornherein die Linie klar und kontrollieren so viel, dass wir das sofort feststellen würden, wenn da irgendwas aus dem Ruder läuft.“

 

 

Die Münchner Linie funktioniert

 

„Zuhälterkrieg um Straßenstrich“ – solche Schlagzeilen sucht man in der bayerischen Landeshauptstadt vergeblich.  In den Bordellen werden keine Waffen, und äußerst selten illegale Prostituierte entdeckt. Die Münchner Linie funktioniert offenbar.

 

„Wir kennen jede Prostituierte in München. Und zwar dadurch, dass wir viel kontrollieren“, erklärt Dörnhöfer. Mit den Bordellbetreibern hat die Polizei die Absprache getroffen, dass die Prostituierten vor Arbeitsaufnahme zuerst auf die Dienststelle kommen und sich dort anmelden.

 

„Da werden die Pässe überprüft, da wird der Aufenthaltsstatus überprüft, da werden die Frauen belehrt, was sie dürfen und was sie nicht dürfen. Da werden den Frauen auch Hilfsangebote unterbreitet, die den Ausstieg aus der Prostitution fördern sollen. Beziehungsweise es wird auch genau hinterfragt, warum gehen sie der Prostitution nach. Ist ein Zwang dahinter – ja oder nein?“

 

Auch während des diesjährigen Oktoberfests werden die Beamten des Kommissariats 35 wieder einige Razzien im Rotlichtmilieu durchführen – je weniger sie finden, umso erfolgreicher war ihre Arbeit im Vorfeld.

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