Tag Archiv: Siemens

Flüchtlinge warten am Bahnhof in Rosenheim auf ihre Weiterreise

Siemens startet Programm zur Integration von Flüchtlingen – offenen Stellen auf neuem Höchststand

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Wohnen im Siemens-Hochhaus – Bauprojekt im Münchner Süden umstritten

Das Siemens-Hochhaus in München ist ein Relikt der Industriearchitektur der 1960er-Jahre – seit etwa 15 Jahren steht es leer. Nun soll der Turm saniert werden: Wohnungen statt Büros. Ein Bauprojekt, das ebenso innovativ wie umstritten ist.

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Das Siemens Gebäude

Auswirkungen von Alstom-Deal auf deutsche Standorte ungewiss

Nach der Einigung auf eine Kooperation zwischen dem französischen Industriekonzern Alstom und General Electric (GE) sind die Auswirkungen auf die deutschen Standorte ungewiss. Welche Folgen dies für die rund 8600 Mitarbeiter hierzulande haben werde, werde sich erst in den kommenden Wochen und Monaten konkretisieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Berlin.

 

Am Wochenende hatte die Alstom-Spitze das Kooperationsangebot des US-Konzerns angenommen. Gleichzeitig kann der französische Staat mit 20 Prozent größter Aktionär bei Alstom werden. Darauf hatten sich Regierung und Großaktionär Bouygues geeinigt. Der deutsche Siemens-Konzern ist damit aus dem Rennen.

 

Was passiert mit den deutschen Standorten?

 

Was das für die deutsche Belegschaft heißt, ist offen. Im Gegensatz zu Siemens hatte Alstom in seinem Angebot lediglich zugesagt, 1000 neue Jobs in Frankreich schaffen zu wollen. Siemens hatte in seinem Angebot für den Bereich Gasturbinen eine dreijährige Beschäftigungsgarantie gegeben. Davon hätten nach Angaben des Alstom-Firmensprechers in Deutschland gut 700 Mitarbeiter profitiert.

 

Der Konzernbetriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall hatten im Mai eine faire Standortpolitik nach einer Übernahme gefordert. Der Geschäftsführer der IG Metall in Mannheim, Klaus Stein, forderte nun, dass schnell dargelegt werde, was man mit den deutschen Standorten vorhabe und wie die organisatorische Entwicklung aussehe. Nach Salzgitter mit 2800 Mitarbeitern ist Mannheim mit 1800 Beschäftigten der größte deutsche Standort. Stein sagte, er sehe durchaus Chancen, dass der Standort in Mannheim in Summe gehalten werden könne.

 

RG / dpa

Das Siemens Gebäude

Regierung und Bouygues einig über Staatseinstieg bei Alstom

Die französische Regierung und der Alstom-Großaktionär Bouygues haben sich auf die Modalitäten eines Einstiegs des Staates bei Alstom geeinigt. Das gaben das französische Unternehmen und die Regierung am Sonntag in getrennten Mitteilungen bekannt.

 

Demnach kann Paris wie geplant 20 Prozent von Alstom übernehmen und so größter Aktionär werden. Dies war Bedingung der Regierung für ihre Zustimmung zum Angebot des US-Mischkonzerns General Electric (GE) für Kooperationen mit der Energiesparte von Alstom.

 

Regierung behält Anteile

 

Laut Vereinbarung kann Paris binnen 20 Monaten nach Abschluss der geplanten Operationen bis zu 20 Prozent der Alstom-Anteile von Bouygues oder am Markt erwerben. Kauft die Regierung direkt bei Bouygues, sind der Marktwert oder mindestens 35 Euro pro Aktie fällig. Gleichzeitig räumt Bouygues der Regierung bereits mit Abschluss der geplanten Kooperation 20 Prozent der Stimmrechte bei Alstom ein.

 

Am Wochenende war intensiv über den Preis der Aktien verhandelt worden. Frankreich wollte 28 Euro pro Aktie bezahlen, den Wert bei Handelsschluss am Freitag. Das wären zusammen gut 1,7 Milliarden Euro gewesen. Bouygues sieht den Wert der Alstom-Aktie aber bei 35 Euro, damit kämen mehr als 2,1 Milliarden auf den Staatshaushalt zu.

 

Siemens geht leer aus

 

Die Kontrahenten Siemens und General Electric kämpften bis zur letzten Minute um den französischen Industriekonzern Alstom. Auf ein Gegenangebot von Siemens legte der US-Konzern General Electric eine verbesserte Offerte vor. Danach konterten die Partner Siemens und Mitsubishi erneut. Am Ende ging der Münchner Konzern leer aus.

 

Siemens-Chef: Halten weiter die Augen offen

 

Siemens-Chef Joe Kaeser hat nach dem vergeblichen Ringen um einen Kauf von Teilen des französischen Alstom-Konzerns betont, dass sein Unternehmen weiter an Übernahmen interessiert sei. «Natürlich halten wir die Augen weiter offen. Besonders interessant ist und bleibt für uns der amerikanische Markt», sagte Kaeser der «Bild»-Zeitung (Montag). Auch an seinem Ziel, das eigene Bahngeschäft zu stärken, halte er fest. «Wir wollten nie unser Bahngeschäft verkaufen, sondern zusammen mit Alstom einen europäischen Champion mit globaler Durchsetzungskraft bauen. Das Ziel bleibt, der Weg dahin wird jetzt ein anderer.» Der Manager unterstrich noch einmal, dass er den Zuschlag für GE in dem Bieterrennen nicht als Niederlage sehe.

 

RG / dpa

Das Siemens Gebäude

München/Tokio: Siemens und Mitsubishi bessern Alstom-Offerte auf

Die Kontrahenten kämpfen bis zur letzten Minute um den französischen Industriekonzern Alstom. Auf ein Gegenangebot von Siemens legte der US-Konzern General Electric eine verbesserte Offerte vor. Nun kontern die Partner Siemens und Mitsubishi erneut.

 

Im Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom haben Siemens und der japanische Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ihre Offerte aufgebessert. «Im Ergebnis erhöht sich der Bar-Anteil der Offerte um 1,2 Milliarden Euro auf 8,2 Milliarden Euro», teilten MHI und Siemens am Freitagmorgen in Tokio und München mit. Die Gesamtbewertung des Energiegeschäfts von Alstom steige um 400 Millionen Euro auf insgesamt 14,6 Milliarden Euro. Der US-Konzern General Electric, der ebenfalls um Alstom buhlt, bewertet Alstoms Energiegeschaft weiterhin mit 12,35 Milliarden Euro. Ein Vergleich ist jedoch wegen der unterschiedlichen Ausgestaltung der Angebote schwer.

 

Jetzt muss sich der Alstom-Verwaltungsrat für einen Kaufinteressenten entscheiden und die Regierung in Paris ihre Zustimmung signalisieren.

 

Treffen mit Präsident Hollande

 

Die GE-Offerte steht bis zum Montag. Die Bieter müssen aber nicht nur den Verwaltungsrat von Alstom für sich gewinnen, sondern auch die Regierung in Paris, die sich kurz vor der heißen Phase des Bieterwettbewerbs noch ein Vetorecht bei Übernahmen gesichert hatte. Präsident François Hollande will am Freitag die Chefs von GE, Siemens und MHI treffen.

 

«Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und Siemens haben Alstom heute in einem Schreiben ihr Angebot für die vorgeschlagene Transaktion präzisiert», heißt es in der Mitteilung vom Freitag. «Darin bestätigen MHI und Siemens ihre Überzeugung, Alstom als unabhängigen weltweiten Anbieter im Energie- und Transportgeschäft zu stärken.» Nach «intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten» sei das Angebot überarbeitet worden.

 

Über eine Aufbesserung des Angebots hatte bereits die französische Zeitung «Les Echos» (Freitag) ohne nähere Quellenangabe berichtet. Am Donnerstag hatte General Electric (GE) eine Charmeoffensive in Frankreich gestartet. Die Amerikaner warben mit dem Versprechen einer weitreichenden Kooperation zum Nutzen des Unternehmens und Frankreichs. Dies soll die Gegenbieter Siemens und MHI aus dem Feld schlagen. Den Vorschlägen zufolge sollen Gemeinschaftsfirmen für Stromnetze, erneuerbare Energien und Nukleartechnik mit den dazugehörigen Dampfturbinen entstehen. Die beiden Seiten sollen daran jeweils zur Hälfte beteiligt werden.

 

«Wir haben Vereinbarungen mit Alstoms Management getroffen, die eine Allianz zwischen unseren beiden Unternehmen sowohl im Geiste als auch in der Praxis schaffen werden», erklärte GE-Chef Jeff Immelt am Donnerstag in einer Mitteilung. Der Plan werde sicherstellen, «dass der Name Alstom fortbesteht». Der stark verschuldete Hersteller von Energie- und Bahntechnik gilt als zu klein, um langfristig alleine auf dem Weltmarkt bestehen zu können.

 

Kooperation im Bahngeschäft möglich

 

Siemens hat es auf das Geschäft mit Gasturbinen abgesehen und will dieses ganz schlucken. Die Barofferte dafür sei um 400 Millionen Euro auf 4,3 Milliarden Euro erhöht worden. Zudem stellt der deutsche Konzern eine Kooperation im Eisenbahngeschäft in Aussicht und will den Signaltechnikbereich in Gemeinschaftsunternehmen einbringen.

 

Um an die begehrte Sparte heranzukommen, hatten zuvor bereits die Deutschen weitreichende Zugeständnisse gemacht und sich bereiterklärt, ihre Bahntechnik abzugeben. Überdies hatte Siemens den japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ins Boot geholt, der sich an den Franzosen beteiligen will.

 

GE-Chef Immelt hat die Schaffung von 1000 Arbeitsplätzen sowie den Verbleib einer starken Geschäftsführung im Land versprochen. Er räumte der Regierung im Nukleargeschäft zudem ein Vetorecht ein.

 

Siemens reagierte noch am gleichen Abend. General Electrics neues Angebot «folgt unserem Ansatz, aber ändert nicht das Spiel», erklärte Frankreich-Chef Christophe de Maistre am Donnerstag. «Unser Konzept ist immer noch überlegen.» Siemens und Mitsubishi hatten mit bis zu 2000 neuen Jobs geworben. Das deutsch-japanische Gespann sieht seine Offerte auch finanziell als die bessere an und rechnet mittlerweile vor, diese sei 14,6 Milliarden Euro schwer.

 

Der Alstom-Vorstandsvorsitzende Patrick Kron gilt als erbitterter Gegner eines Geschäfts mit Siemens. Analysten zitierten ihn am Donnerstag mit den spöttischen Worten: «Sie (die Münchner) wollen unser Gasgeschäft (…) und wir sollen ihr Transportgeschäft übernehmen (…), nun ja, sie dürfen träumen.»

 

 

RG / DPA

 

 

Das Siemens Gebäude

Siemens-Umbau: Laut IG-Metall tausende Jobs betroffen

Von der Neuausrichtung des Elektrokonzerns Siemens werden nach Einschätzung der IG Metall Tausende Jobs des Elektrokonzerns betroffen sein. Man sei grundsätzlich zu Gesprächen über die Pläne bereit, „wenn das Unternehmen dadurch in einem Zug überflüssige Komplexität reduziert und künftig wieder ein geschlosseneres Bild nach außen bietet“, erklärte Bayerns IG-Metall-Bezirkschef Jürgen Wechsler am Mittwoch in München. „Die Neuorganisation darf auf keinen Fall als Deckmantel für ein Programm zur Kostensenkung oder zum Stellenabbau missbraucht werden.“
Der Siemens-Aufsichtsrat hatte am Vorabend eine Neuausrichtung auf den Weg gebracht, die unter anderem den Wegfall der Sektoren-Struktur des Unternehmens umfasst.
Neben einem Fortbestand der 2010 geschlossenen Standort- und Beschäftigungssicherung, die unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, forderte die Gewerkschaft für alle Geschäftsbereiche in der neuen Struktur die Entwicklung tragfähiger Wachstumsstrategien. „Wir wollen, dass Siemens weiter als integrierter Industriekonzern erhalten bleibt und lehnen Ausgliederungen und Verkäufe ab“, erklärte Wechsler. „Daher fordern wir, übrigens nicht zum ersten Mal, für Deutschland als Heimat- und Leitmarkt eine zukunftsfähige Personalstrategie, die bestehende Arbeitsplätze sichert und neue schafft.“

 

rr/dpa

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München / Paris: Siemens-Übernahme oder nicht?

Der Münchner Energiekonzern Siemens lässt sich scheinbar zunächst vom amerikanischen Kontrahenten General Electrics ausbremsen, was die Übernahme der Energietechnik des französischen Herstellers Alstom angeht.

 

Siemens schweigt zum Angebot

 

Alstom hatte am Morgen bestätigt, ein Angebot von der US-amerikanischen Konkurrenz General Electric, oder kurz GE, erhalten zu haben.

Für die stolze Summe von 12,35 Milliaren Euro wollen die Amerikaner die Sparte Energietechnik von Alstom schlucken.

 

Wer wird hier der Boss?

 

Unabhängige Mitglieder des Verwaltungsrates – so bezeichnet Alstom diejenigen, die entscheiden, ob der französische Konzern künftig in deutscher oder amerikanischer Hand ist – prüfen jetzt das Angebot von General Electrics.

Siemens soll aber noch die Gelegenheit bekommen, ein Angebot zu unterbreiten, um der Konkurrenz aus den USA ihren Einkauf noch wegzuschnappen.

Am Dienstag hatten die Manager von Siemens Alstom zugesagt, sie würden ein Angebot machen.

Aber nur unter Bedingungen: Die Bücher von Alstom wollten die Siemensianer ganze vier Wochen lang einsehen und durchchecken und außerdem müsse es möglich sein, mit Managern Interviews zu führen, hieß es vom Münchner Konzern.

Alstom-Chef Patrick Kron ist bei dem ganzen Unterfangen sehr zuversichtlich. Es könne ein noch wettbewerbsfähigeres Unternehmen entstehen, sagte der Boss von dem Konzern, der vor allem für den Bau des Hochgeschwindigkeits-Zugs TGV, praktisch dem französischen Pendant zum deuschen ICE bekannt ist.

dpa / adc

 

 

Das Siemens Gebäude

Bye-bye Wallstreet – Siemens geht

Siemens verabschiedet sich nach rund 13 Jahren Mitte Mai wieder von der Wall Street. Der Elektrokonzern hatte bereits im Januar den Schritt angekündigt, nun steht das voraussichtliche Datum des Rückzugs von der New Yorker Börse (NYSE) fest. Wie Siemens am Freitag in München mitteilte, werde Anfang Mai der entsprechende Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, am 15. Mai sei dann mutmaßlich der letzte Handelstag für Siemens-Aktien an der NYSE.

 

Grund für den Rückzug sei vor allem das niedrige Handelsvolumen von Siemens-Aktien in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus dürfte der Wegfall der komplizierten Berichtspflichten gegenüber der Aufsicht der US-Börsen die Arbeit für Finanzvorstand Ralf Thomas deutlich leichter machen. Siemens war nach anderen deutschen Firmen im März 2001 an die Börse in New York gegangen. Inzwischen haben sich etliche Konzerne wieder verabschiedet, etwa die Allianz, Daimler oder BASF.

 

 

jn / dpa

ICE im Münchner Hauptbahnhof, © Wegen eines Brandes einer IC-Lok kommt es zu Problemen im Bahnverkehr - Symbolfoto

Siemens hat Zulassung für neue ICE-Züge erhalten

Mit zwei Jahren Verspätung hat der Elektrokonzern Siemens nun due Zulassung für die neuen ICE-Züge für die Deutsche Bahn erhalten. Das teilten das Unternehmen und das zuständige Eisenbahn-Bundesamt am Montag mit. Nach zwei Zügen, die im November bereits zu Testzwecken an die Deutsche Bahn gegangen seien, habe man zwischenzeitlich zwei weitere ICE-Züge des Typs Valero D für den Inlandsverkehr übergeben. Vier zusätzliche Züge sollten im Frühjahr kommenden Jahres folgen, erklärte das Unternehmen. Über das Thema hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Samstag bereits berichtet.

rr/dpa

Noch immer Probleme bei Siemens

Der Elektrokonzern Siemens bekommt seine Probleme nicht in den Griff und muss sein Gewinnziel auch für das kommende Jahr aufgeben. Wegen «geringerer Markterwartungen» sei das für 2014 angepeilte Ziel im operativen Geschäft von mindestens zwölf Prozent voraussichtlich nicht erreichbar, teilte das Unternehmen in München mit. Siemens leidet unter der Wachstumsschwäche in Schwellenländern wie China. Es ist bereits die zweite Gewinnwarnung in nicht einmal drei Monaten.