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Fans feiern bei Public Viewing, © Die EM steht kurz vor der Tür

München/Belo Horizonte: History in the making

Die Fußball-Welt ist entzückt und staunt über das deutsche 7:1 gegen den gedemütigten Gastgeber. Jogis Jungs können nun entspannt auf den Finalgegner warten. Für Arjen Robben und Co. ist es wie auch für die Generation um Lionel Messi der dritte Anlauf zum Titel.

 

History in the making

Nach der historischen 7:1-Gala im WM-Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien kann sich das DFB-Team das Duell der möglichen Finalgegner gemütlich im TV ansehen. Während Argentinien und die Niederlande am Mittwochabend (22.00 Uhr MESZ) in São Paulo aufeinandertreffen, kann sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw im Campo Bahia bereits ganz der Regeneration widmen. Gastgeber Brasilien hingegen muss seine höchste WM-Niederlage bis zum „kleinen Finale“ am Samstag in der Hauptstadt Brasilia irgendwie aus den Köpfen kriegen.

Das 1:7 könnte sich nach dem Maracanaço von 1950, der WM-Finalniederlage Brasiliens gegen Uruguay, zu einem weiteren nationalen Trauma entwickeln. Auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zeigte sich geschockt. „Wie alle Brasilianer bin ich sehr, sehr traurig über die Niederlage. Es tut mir immens leid für uns alle, für die Fans und unsere Spieler“, twitterte sie nach dem Spiel in Belo Horizonte. „Aber wir lassen uns nicht brechen. Brasilien, schüttel‘ den Staub ab und steh wieder auf“, ermutigte sie ihre Landsleute. Am Sonntag wird Roussef nach dem Finale in Rio de Janeiro den Pokal an dem WM-Sieger übergeben.

 

Der vierte Stern zum Greifen nah

Nach der spektakulärsten Darbietung in der deutschen WM-Geschichte trennt Löw und seine noch ungekrönten Helden nur noch ein Schritt vom vierten Titelgewinn. Auf den Tag genau 24 Jahre nach dem letzten WM-Triumph in Italien versetzte die gereifte Generation um den nun alleinigen WM-Rekordschützen Miroslav Klose (16 Tore) mit einem sensationellen 7:1 (5:0) im Halbfinale ganz Brasilien in einen Schockzustand. Im Endspiel am Sonntag im mystischen Maracanã in Rio gegen den Erzrivalen Holland oder Argentinien, das Deutschland 1990 in Rom mit 1:0 besiegen konnte, geht es aber wieder bei Null los.

„Sensationell, märchenhaft, das ist alles zu schwach. Das war heute etwas Historisches. Jetzt wollen wir natürlich auch noch den letzten Schritt machen“, befand der euphorisierte Verbandspräsident Niersbach:. „Ich kann mich nicht an so ein Halbfinale erinnern. Aber es ist noch nichts erreicht. Wir können uns nichts dafür kaufen, egal ob 7:1 oder 2:1. In ein Finalspiel geht man wieder mit 50:50 rein“, betonte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.

Auch Löw bemühte sich nach dem zweithöchsten deutschen WM-Sieg und dem bisher klarsten Erfolg in einem WM-Halbfinale überhaupt um Bodenhaftung. „Ein bisschen Demut tut jetzt auch gut. Wir wollen nicht überbewertet sein“, meinte der Bundestrainer. Sein Vorgänger Jürgen Klinsmann twitterte „so stolz auf sie“ und Franz Beckenbauer, der als Teamchef Deutschland vor 24 Jahren zum WM-Triumph führte, fragte stellvertretend für die Fußball-Welt: „Was war das? Kaum zu glauben.“

 

Oranje oder Hellblau-Weiß

Der fulminante Halbfinalsieg erstaunte auch den möglichen Endspielgegner Argentinien. „7:1 ist ein enormes Ergebnis zwischen zwei Mächten im Weltfußball, das passiert selten, das ist kein normales Ergebnis“, sagte Albiceleste-Coach Alejandro Sabella.

Arjen Robben gegen Lionel Messi – im Duell der Superstars droht einer herausragenden Fußballer-Generation der WM-Abgang ohne Krönung. Argentinien um Alleinunterhalter Messi und die Niederlande mit ihrem spektakulären Angriffstrio stehen im Zenit des Könnens, jetzt soll endlich der Titel her. Doch eine Großmacht wird beim historisch brisanten Halbfinale von São Paulo auch beim Weltturnier in Brasilien scheitern. „Argentinien bleibt Argentinien, aber wir sind Niederlandes Elftal“, betonte Wesley Sneijder die eigene Stärke und will nicht an die 1:3-Endspiel- Pleite gegen die Albiceleste von 1978 erinnert werden: „Die Geschichte ist schön und gut, aber wir müssen sie jetzt vergessen.“

In der spektakulären Oranje-Offensive mit den 30-jährigen Arjen Robben und Sneijder ist der Einsatz von Robin van Persie allerdings nicht garantiert. Der Topstürmer leide an Magenproblemen, berichtete Louis van Gaal am Dienstag. Wie die drei herausragenden niederländischen Spieler unternimmt auch die Mannschaft um Messi am Zuckerhut bereits den dritten gemeinsamen Anlauf zum Premierencoup.

1990 stand der zweimalige Titelträger Argentinien zuletzt unter den Top Vier der Welt und unterlag Deutschland im Finale. Erst vier Jahre ist es her, dass Robben & Co. Hollands dritte große Chance auf den Triumph nach 1974 und 1978 vergaben und bei der WM in Südafrika im Endspiel gegen Spanien verloren.

Innenverteidiger Ron Vlaar droht der Ausfall mit Knieproblemen, die Mittelfeldspieler Leroy Fer und de Jong sind ebenfalls angeschlagen. Argentiniens Coach Sabella muss auf seinen Achtelfinal-Torschützen Ángel di Maria verzichten. Für ihn soll Enzo Perez spielen.

dpa / adc

München/Porto Alegre: Feuchtes Achtelfinale

Wenn am Montag um 22 Uhr deutscher Zeit im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft Deutschland auf Algerien trifft, dann könnte das für alle Beteiligten ein feuchtfröhliches Vergnügen werden:

Über dem Spielort Porto Alegre wütet ein Zyklon, und auch bei den Public Viewings in München könnte noch so der eine oder andere Tropfen nieder gehen. Nur die deutsche Elf darf sich nicht nass machen.

 

Ein Puzzle für den Bundestrainer

„Wenn jemand glaubt, man hat es im Achtelfinale mit einem vermeintlich leichten Gegner zu tun und kann den Fokus schon ein bisschen auf die nächste Runde richten, begeht er einen schweren Fehler“, prophezeite Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel.

Die Erfahrungen aus den Vorrunden sind die kleinteiligen Puzzleteile, die Joachim Löw jetzt zu einem Plan gegen die Nordafrikaner (und vielleicht danach gegen Teams, die man eher zu den Top-Favoriten rechnen würde) zusammenbasteln muss:

„Wir wissen, wir können besser spielen, sind noch nicht am Limit. Das ist auch gut so. Wir brauchen keine grundsätzliche Veränderung unseres Systems und unserer Spielidee. Was wir brauchen, sind Verbesserungen im Detail“, meint Joachim Löw weiter.

Eine der spannendsten Fragen:

Bringt der Bundesjogi am Ende Schweinsteiger oder Khedira?

Während Schweinsteiger sichtlich mehr Übersicht ins Spiel brachte, als er gegen die USA auf dem Platz stand, scheint es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt so, als wolle Löw eher Sami Khedira in die Startelf packen.

Wenn das Achtelfinale mit einem deutschen Sieg überstanden ist, dann könnte es in der Runde der besten Acht gegen Nigeria oder Frankreich gehen.

adc / dpa

München: Kein Schmerzensgeld für 75-Jährigen Ballettänzer

Das Amtsgericht München hat die Klage eines 75 Jahre alten Mannes abgewiesen, der Schmerzensgeld von seinem Sportverein haben wollte, nachdem er sich an einer Balletstange verletzt hatte.

 

Mit 125 Kilo an der Stange

Soweit scheinbar ein gewöhnliches Ende eines Rechtsstreits. Aber:

Der Mann, der sich beim Turnen an der Balletstange verletzt hatte, ist im fortgeschrittenen Alter von 75 Jahren und bringt stattliche 125 Kilo Körpergewicht auf die Waage.

Er hiefte sein Bein und – so steht es im Bericht des Gerichts – Teile seines Gesäßes auf die Stange.

Da gibt diese Stange aber nach und sackt, immernoch mit dem Bein des Mannes darauf, nach unten.

Das Knie von dem Bein, mit dem er noch fest auf der Erde stand, knickte daraufhin unglücklich um.

Die Folge aus dem sportlichen Stunt waren ein eingerissener Miniskus und eine Prellung am Knie.

 

Aua… kein Schmerzensgeld vom Verein

Daraufhin dachte sich der Mann wohl:

„Kann doch nicht sein, dass dieses Sportgerät nichts aushält“ und wollte seinen Verein per Gericht zur Zahlung von Schmerzensgeld bringen.

Die zuständige Richterin sah das aber ein wenig anders:

„Derjenige, der sich selbst verletzt, könne einen anderen wegen dessen Mitwirkung nur dann in Anspruch nehmen, wenn dieser einen zusätzlichen Gefahrenkreis für die Schädigung geschaffen hat.

Derjenige, der in seinem Verantwortungsbereich eine Gefahrenlage für andere schafft, hat Rücksicht auf diese Gefährdung zu nehmen und deshalb die allgemeine Pflicht, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Schädigung anderer zu verhindern. Der Verkehrssicherungspflichtige, also der Verein, müsse deshalb nicht für alle denkbaren Möglichkeiten des Schadenseintritts Vorsorge treffen.“

 

Wie gibt’s denn sowas?

Die Stange hat einen Schienen-Mechanismus, mittels dem ihre Höhe an der Wand verstellbar ist.

Um sie zu fixieren muss man eine Schraube festdrehen – öffnet man sie, dann kann man die Höhe verstellen.

Wer die Stange nun benutzt, muss selbst dafür sorgen, dass die Schraube fest genug gestellt ist und auch fest genug gestellt werden kann. Ansonsten gibt es keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

adc / AG

FC Bayern München: Starke Choreographie vor schwachem Spiel

Schockierend: 4:0 für Real Madrid stand es nach dem Spiel gegen den FC Bayern München in der Allianz Arena beim Champions League Halbfinale dahoam.

Vor dem Spiel gab es aber schon einen echten Sieger-Moment für München und für die Fans des FC Bayern:

Die Südkurve gab sich mit einer starken Choreografie die Ehre.

Ein gigantischer Schal in den Farben des FCB wickelte sich um die Zuschauerränge in der Allianz Arena. Darunter prangten die Farben schwarz und gelb …natürlich nicht für den BVB, sondern weil es die Farben der Stadt München sind.

Dazu hatten die Fans im Megaformat den Schriftzug „Immer weiter“ auf die Südkurve der Allianz Arena geschrieben.

Und während der riesige Fanschal wehte, schmetterten rund 60000 Bayern-Fans die gute, alte Bayern-Hymne „Forever Number One“.

Das Video zur 60000-Mann-Choreographie sehen Sie zum Beispiel hier:

Gänsehautfeeling im positiven Sinne, bevor es dann die Anhänger des FC während der 90 Minuten Spielzeit eher wegen des gruseligen Spielverlaufs fröstelte:

Zwei Mal Kopfball von Sergio Ramos zum 0:2, davon einmal aus der Standart-Ecke, und dann Tore Nummer drei und vier von Christiano Ronaldo – einmal mit einem gewieften Freist0ß –  ließen nicht mehr viel Grund zum Jubeln.

adc / dpa

 

Saisoneröffnung Spaß und Spiel in Münchner Parks

Das Referat für Bildung und Sport bietet alljährlich vom 1. Mai bis Ende September in den Münchner Parks kostenlose Sport- und Spielaktionen an. Zum Saisonstart lädt das Referat am Donnerstag, 1. Mai, zu einem großen Sport- und Spielfest in den Westpark ein. Von 14 bis 18 Uhr stehen auf der großen Wiese in der Nähe des Bayerwaldhauses kleine und große Spielgeräte zum Ausprobieren bereit. Das Fitnessprogramm zum Mitmachen beginnt ab 14 Uhr. Ab 15 Uhr stehen im halbstündigen Wechsel Qi Gong, eine wohltuende Form der chinesischen Heilgymnastik, sowie Zumba, ein dynamisches Latino-Tanztraining, auf dem Programm.

 

 

Am Informationsstand werden Infos und Tipps über das umfangreiche städtische Sport- und Spielangebot in München angeboten.

 

 

Feste Bestandteile des Freiluftangebots sind:

 

 

Gymnastik im Park

 

 

Täglich ab 18 Uhr finden bei schönem Wetter im Luitpoldpark, Westpark, Riemer Park sowie im Ostpark 45-minütige Gymnastikeinheiten mit qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern statt. Die Fitnesseinheiten
sind kostenlos und finden auch in den Ferien und an Feiertagen statt.

 

 

Volleyball im Park

 

 

Im Luitpoldpark (montags) und im Westpark (donnerstags) treffen sich ab 18 Uhr die Volleyball-Begeisterten. Ball und Netz stellt das Referat für Bildung und Sport zur Verfügung. Auch die Übungsleiter sind da. Bei dem Angebot
stehen Spaß und Freude am Spiel im Vordergrund.

 

 

 

jn / Rathausumschau

FC Bayern Basketballer trennen sich von Center Jared Homan

Die Basketballer von Bayern München haben den Vertrag mit ihrem Center-Spieler Jared Homan aufgelöst. Der Club teilte heute mit, dass man sich einvernehmlich geeinigt habe. Der Grund: Der US-Amerikaner Jared Homan, der in der Saison 2011/12 von Virtus nBologna gekommen war, spielte in den Planungen von Trainer Svetislav Pesic keine Rolle mehr. Bereits zu Beginn der Vorbereitung war der US-Boy von Pesic aussortiert worden. Für die Center-Position haben die Bayern John Bryant aus Ulm und Yassin Idbihi von ALBA Berlin verpflichtet.

 

mt / dpa

Aufstiegsexperte Friedhelm Funkel trainiert künftig den TSV 1860 München

Ein ausgewiesener Aufstiegsexperte soll den TSV 1860 München zurück in die Bundesliga führen: Nach knapp einwöchiger Suche verpflichtete der ambitionierte Zweitligist am Samstag Friedhelm Funkel als neuen Trainer und machte ihn damit zum Nachfolger des geschassten Alexander Schmidt. Am Sonntag wurde Funkel in München offiziell vorgestellt. «Wir stehen alle hinter dieser Entscheidung und haben sie mit der ausdrücklichen Zustimmung unseres Investors Hasan Ismaik getroffen», betonte Präsident Gerhard Mayrhofer.

 

mt

 

Foto: Steffen Ewald / Wikipedia

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