Tag Archiv: Staatsanwaltschaft

Reichertshofen: tödliches Beziehungsdrama

 Ein Mann ist am Mittwoch tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Seine stark alkoholisierte Lebensgefährtin ist von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Ein Beziehungsstreit kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Die Leiche soll obduziert werden.

Die 39 Jahre alte Frau hatte sich einer Mitarbeiterin einer Ingolstädter Sozialeinrichtung offenbart. Nach einer Auseinandersetzung der beiden würde ihr Lebensgefährte in der Wohnung in Reichertshofen (im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) liegen und sich nicht mehr rühren. Umgehend wurde die Polizei verständigt. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Geisenfeld traf kurz nach 13 Uhr am Tatort ein. Mit Verletzungen, die auf Gewalteinwirkung hindeuten, wurde der 51 Jahre alte Mann von den Polizisten in seiner Wohnung aufgefunden. Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat sofort die Ermittlungen aufgenommen. Die Leiche des Mannes wurde nach München ins Institut für Rechtsmedizin transportiert. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat eine Obduktion angeordnet.

Die 39 Jahre alte Frau wurde vorläufig festgenommen. Aufgrund ihrer Alkoholisierung musste sie sich einer Blutentnahme unterziehen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Klärung der Todesumstände dauern derzeit noch an.

Am Donnerstag hat die 39 Jahre alte Tatverdächtige die Aussage verweigert. Ein Ermittlungsrichter hat Untersuchungshaft angeordnet. Das teilte die Polizei in Ingolstadt am späten Nachmittag mit. Das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin in München stand am Donnerstag aber noch aus.
mh / Polizei

München – Obermenzing: anonymer Hinweis führt zu Menschenknochen

In der Menzinger Straße beim Kapuzinerhölzl hat die Polizei menschliche Schädelknochen entdeckt. Vorausgegangen ist ein Hinweis an die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen laufen auf Hopchtouren.

Es bahnt sich ein Krimi in der Landeshauptstadt an. Bei der Staatsanwaltschaft München ist ein anoymes Schreiben eingegangen. Darin beschreibt der Verfasser eine Örtlichkeit, an der menschliche Knochen zu finden sein sollen. Nach unbestätigten Meldungen soll in dem Schreiben sinngemäß gestanden haben: „In der Nähe des Kapuzinerhölzl liegt eine Leiche. Die habe ich zufällig gefunden.“. Dieses Schreiben ging bereits am 6. Mai bei der Staatsanwaltschaft ein, landete aber erst jetzt bei der Kapital-Abteilung die für Mord/Totschlag zuständig ist. Daraufhin verständigte die Staatsanwaltschaft am Freitag mittag die Polizei. Eine Streifenbesatzung machte sich auf zu der Örtlichkeit in der Menzinger Straße und hat tatsächlich Knochen gefunden. Die Fundestelle befindet sich in einem Waldstück auf Höhe der Trambahn-Haltestelle „Kapuziner-Hölzl“. Nun laufen die Ermittlungen. Wie lange liegen die Knochen dort bereits? Gibt es Spuren oder Hinweise auf ein Gewaltdelikt? Und was ist mit dem anonymen Schreiben?

 

 

Weitere Informationen folgen hier im Laufe des Nachmittags. Weitere Informationen dann auch ab 18 Uhr in unserer Sendung „münchen heute“.
mh

München: Bundesweit agierende Anabolikahändlerringe zerschlagen

Zollfahnder und Staatsanwaltschaft zerschlagen bundesweit agierende Anabolikahändlerringe – acht Tatverdächtige in Untersuchungshaft

 

Den Ermittlern der Zollfahndung un der Staatsanwaltschaft ist ein großer Coup geglückt. Wie heute bekannt wurde, konnte am 8. April 2014 ein bundesweit agierender Anabolikahändlerring zerschlagen werden. Die Ermittler durchsuchten in sechs Bundesländern 29 Beschuldigte im Alter von 22 bis 61 Jahren. Insgesamt wurden 33 Objekte zeitgleich durchsucht. Die Ermittler nahmen acht Tatverdächtige fest, welche sich seitdem in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Untersuchungshaft befinden.

 

Tatverdacht

Die acht Personen sind verdächtigt des

· verbotenen Besitzes beziehungsweise
· gewerbsmäßigen, unerlaubten Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport sowie
· unerlaubten Handeltreibens mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln außerhalb von Apotheken

 
Bei den Durchsuchungen von Wohnungen und Arbeitsstätten stellten die Beamten neben zahlreichen Anabolikapräparaten auch Gerätschaften sicher, die zur Herstellung von Arzneimitteln geeignet sind. Daneben beschlagnahmten die Ermittler in geringen Mengen Rauschgift wie Opiate, Marihuana bzw. Amfetamin, Munition, einen Schlagring, Spring- und Butterflymesser aber auch eine Stahlrute, letztere Gegenstände allesamt aufgrund waffenrechtlicher Bestimmungen verboten.
In zwei Fällen warfen die Tatverdächtigen Beweismittel (Anabolika) aus dem Fenster, um damit nicht in Verbindung gebracht werden zu können. Die an dem Großeinsatz beteiligten Fahnder rekrutierten sich aus den Zollfahndungsämtern München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Hamburg, Essen und Hannover. Seitens der sachleitenden Schwerpunktstaatsanwaltschaft München I waren acht Staatsanwälte mit im Einsatz. Die Festnahmen erfolgen teilweise unter Zuhilfenahme von Spezialeinheiten des Zolls.

Auf die Schliche kamen die Ermittler der Gruppierungen durch die seit März 2013 andauernde Auswertung von rund 750.000 Beiträgen eines Internetforums. Dieses Forum unterhielt ein eigenes Wettkampfteam auf dem Gebiet des Bodybuildings und ließ sich von diversen Untergrundlaboren mit Anabolika kostenlos versorgen.

 

rr/Zollamt München

JVA Landsberg

Landsberg am Lech: Geheiminis um Hoeneß‘ Haftantritt!

Der Zeitpunkt des Haftantrittes von Deutschlands prominentestem Straftäter Uli Hoeneß rückt immer näher. Doch wann genau der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Boss des FC Bayern im Gefängnis von Landsberg am Lech einrücken muss, soll ein streng gehütetes Geheimnis bleiben. Alles hängt von einem Datum ab: der Zustellung der Urteilsbegründung.

Nach Paragraf 275 der Strafprozessordnung muss das Landgericht München II spätestens sieben Wochen nach Verkündung des Urteils den Prozessparteien die schriftliche Begründung vorlegen. Erst dann kann die Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde Hoeneß die Ladung zum Haftantritt zukommen lassen. Ob das Gericht das ausführliche Urteil bereits verschickt hat, wollten am Montag weder die Verteidigung von Hoeneß noch die Staatsanwaltschaft noch das Gericht selbst mitteilen. Zuständig für die Vollstreckung der Haft ist die Staatsanwaltschaft München II. Ihr Sprecher Ken Heidenreich verwies darauf, dass Vollstreckungsverfahren stets nicht öffentlich seien.

Als sogenannter Selbststeller, der aus der Freiheit heraus und nicht aus Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt muss, dürfte Hoeneß sich selbst vor dem Gefängnistor einfinden. Die Ladung zum Haftantritt wird Hoeneß jedenfalls «binnen weniger Tage» nach Vorlage der Urteilsbegründung zugestellt, wie Heidenreich auf Anfrage mitteilte.

Schöpft das Gericht die Sieben-Wochen-Frist voll aus, wäre der 30. April das letztmögliche Datum für die Urteilszustellung. Uli Hoeneß könnte das Osterfest noch daheim am Tegernsee bei seiner Familie feiern. Spätestens Mitte Mai dürfte es aber ernst werden für Deutschlands prominentesten Steuerhinterzieher.

me/dpa

Fall Gurlitt: Staatsanwalt prüft Einigung mit Erben

Die Augsburger Staatsanwaltschaft wird mögliche Übereinkünfte zwischen dem Kunstsammler Cornelius Gurlitt und Erben jüdischer Kunstbesitzer eingehend prüfen. „Wenn uns derartige Vereinbarungen vorgelegt werden, werden wir prüfen, ob es möglich ist, Rechten von Geschädigten zur Geltung zu verhelfen, ohne dass Rechte anderer verletzt oder prozessuale Belange beeinträchtigt werden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Das sei aber rein hypothetisch. Bislang liege der Behörde keine Vereinbarung zwischen Gurlitt und Erben vor.
Am Tag zuvor war bekanntgeworden, dass Gurlitt bereit ist, Bilder aus seiner Schwabinger Sammlung, bei denen es sich um Nazi-Raubkunst handelt, an die Erben jüdischer Kunstbesitzer zurück zu geben. Dabei soll es sich nach Medienberichten auch um die „Sitzende Frau“ von Henri Matisse handeln, die unter den insgesamt 1280 in Gurlitts Schwabinger Wohnung beschlagnahmten Werken ist. „Das, was wir beschlagnahmt haben, ist weiter beschlagnahmt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

 

rr/dpa

Staatsanwaltschaft München durchsucht Kanzlei der Deutsche-Bank-Anwälte

Wie Focus-Online heute berichtet haben Ermittler der Münchner Staatsanwaltschaft Büros der Deutschen-Bank-Verteidiger durchsucht. Grund dafür ist der Verdacht, dass die Vorstände im Kirch-Prozess bewusste flasche Aussagen gemachten haben sollen.
Ermittelt wird unter anderem gegen den Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen. Auch seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer stehen im Verdacht. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie während des jahrelangen Rechtsstreits mit dem inzwischen verstorbenen Medienunternehmer Leo Kirch und seinen Erben vor Gericht bewusst falsch ausgesagt hätten, um Schadenersatzansprüche abzuwehren.
Die Durchsuchung der Kanzlei in Frankfurt soll bereits am 18. März gewesen sein, so der Focus. Ein Sprecher der Kanzlei Hengeler Mueller bestätigte entsprechende Informationen des „Handelsblattes“.Es sollen einige Unterlagen beschlagnahmt worden sein.rr/Focus

 

 

Hoeneß-Prozess: Entscheidung über Urteilstermin

Tag drei im Prozess gegen Uli Hoeneß. Am Mittwoch sollen zwei weitere Zeugen verhört werden. Ein Betriebsprüfer, der Einkommensmillionär Hoeneß regelmäßig überprüft hat, sowie ein EDV-Mann des Finanzamtes Rosenheim sind ins Landgericht München II geladen. Nach den Anhörungen will das Gericht entscheiden, ob wie ursprünglich geplant bereits am Donnerstag ein Urteil fällt.

 

Der zweite Prozesstag war geprägt durch spektakuläre Enthüllungen über die Steuersünden. Hoeneß soll nun deutlich mehr Steuern hinterzogen hat als von ihm selbst zum Auftakt eingeräumt. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht nun von einer Steuerschuld von mindestens 27,2 Millionen Euro aus. Hoeneß hatte am Montag gestanden, 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. In der Anklageschrift stand ursprünglich die Summe von 3,5 Millionen Euro.rr/dpa

Bombendrohung gegen Landratsamt Freising

Bombendrohung an der Fassade des Landratsamtes

 

Am Freitag gegen 11.04 Uhr wurde an der Fassade des Landratsamts Freising ein Zettel mit einer Bombendrohung vorgefunden. Durch Kräfte der Polizeiinspektion Freising wurden sofort Teile des Landratsamts gesperrt und geräumt. Auch ein nahe liegender Wochenmarkt und mehrere Lokale wurden in die Maßnahmen mit einbezogen. Anschließend wurden die Gebäudeteile und die Tiefgarage nach sprengstoffverdächtigen Gegenständen durchsucht. Dabei wurden auch Sprengstoffhunde eingesetzt. Die Suchmaßnahmen dauerten bis 13.09 Uhr an. Es konnte keine verdächtigen Gegenstände vorgefunden werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion Erding und die Staatsanwaltschaft Landshut haben die Ermittlungen gegen den unbekannten Täter aufgenommen. Ihn erwartet jetzt eine empfindliche Strafe:  Das Strafgesetzbuch droht für die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe an.

 

rr/Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Ulie Hoeneß, Bayern München, Fußball, Landsberg am Lech, Gefängnis, Haftrafenregelung, Steuerhinterziehung, © Uli Hoeneß: Wird wieder Präsident des FC Bayern

Hoeneß-Prozess: Ankläger erkennen Selbstanzeige nicht an

Am 10. März, muss sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß vor dem Landgericht München wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung rechtfertigen. Die Ankläger wollen es Hoeneß nicht leicht machen und mit harten Bandagen kämpfen, denn sie halten die Selbstanzeige nicht für strafmildernd, dies zumindest will der „FOCUS“ aus der Anklageschrift erfahren haben.

Laut „FOCUS“ halte die Staatsanwaltschaft München II die Selbstanzeige für grundsätzlich unwirksam. Sie könne damit nicht einmal strafmildernd wirken, geschweige denn strafbefreiend. Zudem weise die Selbstanzeige große Lücken auf, da detaillierte Gewinn- und Verlustrechnungen fehlen würden. Das würde bedeuten, dass die Selbstanzeige inhaltlich fehlerhaft ist.

Der „FOCUS“ berichtet weiterhin, dass die Staatsanwaltschaft es ablehne, die Selbstanzeige als strafmildernd zu werten. Ihrer Ansicht nach war die Steuerhinterziehung bereits vor Abfassen der Selbstanzeige durch Recherchen eines Stern-Redakteurs entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Selbstanzeige daher keinen Akt der Reue.
Uli Hoeneß soll zwischen 2003 und 2009 insgesamt 3,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.
rr/FOCUS

 

Sulzemoos: tödlicher Unfall auf der A8

Tödlicher Verkehrsunfall auf der A8 bei Sulzemoss in Fahrtrichtung München. In der Nacht auf Sonntag gegen 1:45 Uhr geriet  der Pkw einer 28jährigen Fahrerin aus Augsburg ins Schleudern, prallte in die rechte Leitplanke, überschlug sich daraufhin und kam schließlich auf dem mittleren von drei Fahrstreifen auf dem Dach zum Stehen.
Mit ihr im Fahrzeug befanden sich zwei Frauen im Alter von 24 und 28 Jahren, ebenfalls aus Augsburg. Die Fahrerin wurde leicht verletzt, die 24-jährige Beifahrerin schwer.

Beifahrerin von PKW überrollt

Im weiteren Verlauf fuhren drei weitere PKW in die Unfallstelle. Dabei wurde die zweite Beifahrerin von einem Fahrzeug erfasst und überrollt. Unklar ist noch, ob die Augsburgerin zum Unfallzeitpunkt bereits auf der Autobahn lag.
Die anderen Unfallbeteiligten erlitten zum Teil einen Schock, HWS und Prellungen und kamen ins Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft München hat einen Gutachter zur Klärung des Unfallhergangs beauftragt. Die A8 war für ca. acht Stunden gesperrt.
mh / Polizei

Bundespolizei nimmt Mann fest - Symbolbild

Erfolgsserie bei Bundespolizei: 4 Festnahmen

In den zurückliegenden Tagen konnten Beamte der Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof bei Selektivkontrollen mehrere Personen aufgreifen, die von Staatsanwaltschaften zur Festnahme ausgeschrieben worden waren.

Heute Morgen wurde gegen 07:50 Uhr ein 50-jähriger Tscheche am Ausgang Bayerstraße einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Der fahndungsmäßige Datenabgleich ergab eine Ausschreibung zur Festnahme der Staatsanwaltschaft München I wegen Erschleichen von Leistungen. Da der Wohnsitzlose die 375 € Strafe plus 73,50 € Verfahrenskosten nicht begleichen konnte, muss er nun ersatzweise 25 Tage in Justizgewahrsam.

Der zweite ging den Beamten nur wenige Minuten später ins Netz. Ein 48-jähriger Ungar wurde gegen 08:00 Uhr im
Hauptbahnhof München einer lagebildabhängigen Kontrolle unterzogen. Dabei stellte sich ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München II heraus. Die Strafe beträgt 2.700 € plus 73,50 € Verfahrenskosten. Da der erforderliche Betrag nicht beigebracht werden konnte, sollte die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt für voraussichtlich die kommenden 90 Tage erfolgen. Derzeit klärt der Mann noch auf der Wache, ob ihn Familienmitglieder durch Überweisung der Summe davor bewahren können.

Der dritte Streich erfolgte bereits am frühen Samstagmorgen. Ein 31-jähriger Türke war im Fahndungsraster hängengeblieben. Er war gegen 03:30 Uhr am Ausgang Friedensstraße des Ostbahnhofes als Beschuldigter in einem Körperverletzungsverfahren aufgefallen. Dabei soll er einem 22-Jährigen aus dem östlichen Rand des Erdinger Mooses, ins Gesicht geschlagen haben. Bahnsicherheitsmitarbeiter hatten die Bundespolizei verständigt. Bei den polizeilichen Ermittlungen kam der Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I zur Strafvollstreckung zu Tage. Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetztes war der Aufgegriffene zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Bei seiner jetzigen Festnahme hatte der Türke erneut ein Tütchen mit Betäubungsmittel in geringer Menge dabei. Er wurde der Justizhaftanstalt zugeführt.
Am frühen Sonntagmorgen war von Beamten der Bundespolizei am Hauptbahnhof München gegen
04:20 Uhr ein 23-jähriger Thalkirchner einer Personenkontrolle unterzogen worden. Nach Identitätsfeststellung und Datenabgleich stellte sich heraus, dass der Mann von der Staatsanwaltschaft München I wegen einer nicht beglichenen Geldstrafe zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis war er vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe von 1.500€, zuzüglich 147 € Verfahrenskosten, verurteilt worden. Der Mann informierte telefonisch seinen Vater in Schwäbisch Gmünd, der die Geldstrafe am Nachmittag bei der örtlichen Polizeiinspektion im Baden-Württembergischen einbezahlte und seinem Sohn damit die 50-tägige Ersatzfreiheitsstrafe ersparte.

rr/Bundespolizei

Miesbach: Radlkontrolle führt Polizei zu Drogendealerin

In Miesbach hat eine Radlerkontrolle die Polizei zu einer Dorgendealerin geführt. Gegen 21:15 Uhr am Mittwoch wollten Beamte einen Radler kontrollieren. Der 23-jährige Mann warf daraufhin sein Rad weg und versuchte zu flüchten. Nach kurzer Verfolgung stellten die Polizisten bei dem Mann deutlichen Marihuanageruch fest, fanden aber bei ihm zunächst keine Drogen. Eine nach außen gestülpte Hosentasche überführte den Mann aber doch. In einigen Metern Entfernung fanden die Polizisten am Boden neben einem Geldschein, gebrauchten Taschentüchern und einem Feuerzeug 3,8 Gramm Marihuana, das in Cellophan eingewickelt war.

25-jährige Miesbacherin im Visier

Nachdem eine Durchsuchung der Wohnung des 23-jährigen erfolglos blieb, ordnete die Staatsanwaltschaft München II die Durchsuchung der Wohnung einer 25-jährigen Frau aus Miesbach an. Sie stand im Verdacht, die Marihuana-Lieferantin des 23-jährigen zu sein. Weil auf Klingeln und Klopfen niemand aufmachte, musste die Wohnungstüre gewaltsam geöffnet werden. Schnell war klar, warum die 25-Jährige nicht geöffnet hatte: neben einer Kleinmenge Haschisch stellten die Beamten mehr als 30 Gramm Marihuana, Ecstasy-Tabletten, getrocknete Pilze, diverse Drogenutensilien sowie sonstige Beweismittel und Bargeld sicher.
Die beiden bereits einschlägig in Erscheinung getretenen Beschuldigten erwarten jetzt Ermittlungsverfahren wegen verschiedener Verstöße gegen das Betäu-bungsmittelgesetz.
mh / Polizei

Geisterfahrer – Selbstmörderin: 2 Tote auf A8 zw. Sulzemoos und Odelzhausen

Geisterfahrerunfall auf der Autobahn 8 zwischen Sulzemoos und Odelzhausen.

In der Nacht auf Mittwoch ist gegen 0:30 Uhr eine 26-jährige Frau mit ihrem Mercedes C230 in falscher Richtung auf der A8 gefahren.

Zunächst touchierte sie einen entgegenkommenden italienischen Sattelzug.

Kurz danach krachte sie frontal in einen BMW 116.

Für die Geisterfahrerin und den 34-jährigen Fahrer des zweiten Fahrzeugs kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben am Unfallort. Der Fahrer des LKW blieb unverletzt.

Die Autobahn blieb bis in die Morgenstunden komplett gesperrt.  Auf Weisung der Staatsanwaltschaft München II wurde zur Unfallaufnahme ein Gutachter hinzugezogen, der mit der Erstellung eines unfallanalytischen und –technischen Gutachtens beauftragt ist.

 

Selbsttötungsabsicht

Mittlerweile hat die Polizei darüber informiert, dass die Fahrerin des Mercedes offenbar Selbstmord begehen wollte und deswegen als Geisterfahrerin auf die A8 gefahren ist.  In ihrer Wohnung haben die Gutachter entsprechende Anhaltspunkte gefunden.
mh /pol/adc/dpa

Anklage gegen drei Geschäftsführer von Müller-Brot

Knapp zwei Jahre ist der große Hygiene-Skandal um Müller-Brot her. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ehemalige verantwortliche Mitarbeiter erhoben. Neben drei Geschäftsführern müssen sich der damalige Betriebsleiter, der Produktionsleiter und die Leiterin des Qualitätsmanagements des Neufahrner Unternehmens verantworten. Sie sollen in sechs Fällen große Mengen nicht zum Verzehr geeigneter Lebensmittel in den Verkehr gebracht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Landshut am Donnerstag mit.

rr/dpa

Ermittlungen gegen Ex-Frau von Gustl Mollath eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg hatte gegen die geschiedene Frau von Gustl Mollath ermittelt. Doch nun sind die Ermittlungen wieder eingestellt worden. Wie die Behörde am Montag mitteilte, habe sich die Beschuldigte nicht strafbar gemacht. Mollath hatte seine frühere Ehefrau im August 2013 angezeigt, weil sie in einem Verfahren über die Gewährung von Prozesskostenhilfe 2008 nicht die Wahrheit gesagt habe. Er hat ihr vorgeworfen, noch Wertgegenstände von ihm zu haben. Die Ermittlungen ergaben jedoch keine Anhaltspunkte in Bezug auf die Beschuldigungen.

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte 2006 festgestellt, dass Mollath seine inzwischen von ihm geschiedene Frau körperlich misshandelt und Autoreifen zerstochen hatte. Wegen angeblicher Wahnvorstellungen wurde er daraufhin gegen seinen Willen in der Psychiatrie untergebracht. Mollath selbst sieht sich als Opfer eines Komplotts seiner Ex-Frau und der Justiz, weil er Schwarzgeldgeschäfte aufgedeckt habe. Nach großem Druck aus Öffentlichkeit und Politik kam er im Sommer nach sieben Jahren aus der Psychiatrie frei. Das Wiederaufnahmeverfahren gegen ihn soll am 7. Juli beginnen.

rr/dpa

Falschgeldverbreiter festgenommen

Am Dienstag, 29.10.2013, kontrollierten Beamte der Bundespolizei im ICE von Frankfurt Richtung Verona drei pakistanische Staatsangehörige im Alter zw. 31 und 32 Jahren.

 

Dabei fanden die Beamten im Gepäck der Männer 95 Stück offensichtlich gefälschte 20-Euro-Scheine. Die Männer wurden daraufhin vorläufig festgenommen und die Sachbearbeitung an das Bayerische Landeskriminalamt übergeben, das für Falschgelddelikte in Bayern zuständig ist. Das bei den Männern zudem aufgefundene Echtgeld in kleineren Stückelungen lässt die Ermittler darauf schließen, dass bereits vor der Anhaltung eine nicht unbedeutende Menge an falschen Scheinen in Hessen ausgegeben worden war.

 

Gegen zwei der festgenommenen Personen erließ das Amtsgericht Nürnberg auf Antrag der Staatanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftbefehl. Nach bisherigen Erkenntnissen halten sich die drei Männer als Asylbewerber in Italien auf und waren unerlaubt durch das Bundesgebiet gereist.

 

Bei den Falsifikaten handelt es sich um Druckfälschungen, die aus zwei Papierlagen hergestellt und in optisch recht guter Qualität wieder gegeben werden. Dennoch können auch diese Fälschungen selbst von Laien erkannt werden. Wichtige Sicherheitsmerkmale, wie z.B. der Perlglanzstreifen, der sich auf der Rückseite jeder echten.

 

cb

 

 

Ehefrau verletzt ihren Mann mit Haushaltsschere – Mordkommission ermittelt

Über einen Taxifahrer ging am Dienstag, gegen 01.40 Uhr die Mitteilung ein, dass vor einem Anwesen im Münchner Stadtteil Hasenbergl eine Person verletzt worden sei.

Folgendes ergaben die bisherigen Ermittlungen der Mordkommission München:

Ein 47-järhiger Mann ging nach einem Anruf seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau gemeinsam mit seiner aktuellen Freundin zur ehelichen Wohnung. Die Ehefrau hatte zuvor auf eine Aussprache gedrängt. In der Nähe der Wohnung kam es auf der Straße zu einem Zusammentreffen der drei Personen.

Nach einem Wortgefecht fügte die Ehefrau ihrem Mann mit einer mitgeführten Haushaltsschere lebensbedrohliche Stichverletzungen zu. Er wurde in ein Münchner Krankenhaus gebracht und dort notoperiert – sein Zustand ist inzwischen stabil. Der 47-jährige ist derzeit nicht mehr in Lebensgefahr.

Gäste eines benachbarten Lokals verständigten über einen Taxifahrer die Rettungskräfte und die Polizei. Die Tatverdächtige konnte vor Ort vorläufig festgenommen werden und räumte bei einer ersten Vernehmung durch Beamte der Mordkommission ein, für die Verletzungen ihres Mannes verantwortlich zu sein.

Sie wird dem Ermittlungsrichter zur Entscheidung der Haftfrage vorgeführt –  Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl beantragen. Derzeit ist von einem versuchten Tötungsdelikt auszugehen, die Ermittlungen dauern an.

1 2 3