Tag Archiv: Straße

Justitia ist blind. Gerechtigkeit vor Gericht. , © Symbolbild

Kuriose Strafe: Jugendlicher zu 20 Stunden Lesen verurteilt

Eine Jugendrichterin am Amtsgericht München hat einen Jugendlichen zu 20 Stunden Lesen verurteilt. Dabei handle es sich um eine „erzieherische Maßnahme“. 

 

Weil er ein Kennzeichen falsch an seinem Motorrad befestigte, hat eine Jugendrichterin einen jungen Mann zu 20 Stunden Lesen verdonnert. Die ausgefallene Strafe erhielt der 19-Jährige, weil sein Nummernschild bereits zum zweiten Mal wegen schwieriger Lesbarkeit aufgefallen war, wie das Münchner Amtsgericht am Montag mitteilte. Weil der Mann offenkundig nichts gelernt habe, verurteilte die Richterin den Mann zu der sogenannten Leseweisung. Dadurch solle er motiviert werden, «sich auf intellektueller Ebene noch einmal mit der Tat auseinanderzusetzen». Das Urteil vom 8. Juni ist rechtskräftig.

 

Bei der «Leseanweisung» handelt es sich um eine erzieherische Maßnahme, die an der Hochschule München durchgeführt wird. Die verurteilten Jugendlichen suchen sich aus vorgeschlagenen Bücher Exemplare aus, die zu ihren Interessen oder Problemen passen. Am Ende müssen sie eine Abschlussarbeit abgeben – laut Gericht darf das beispielsweise eine Kurzgeschichte, ein Plakat oder ein Rap sein.

 

dpa

Glatte Fahrbahn und Alkohol - Mann prallt gegen Baum., © Foto: Polizei

Alkohol und glatte Fahrbahn: 35-Jähriger prallt gegen Baum

Ein 35-Jähriger ist mit seinem Skoda Octavia auf der Lochhausener Straße von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Mann war stark alkoholisiert und passte seine Geschwindigkeit nicht an die schlechten Witterungsbedingungen an. Er wurde in seinem Auto eingeklemmt und kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

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Etliche Autos im Stau auf der Autobahn, © Symbolfoto

München/Abensberg: Dobrindt ohne Spurwechsel

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die massiven Bedenken von Bundesfinanz- und Bundesinnenministerium an seinem Maut-Konzept klar zurückgewiesen. „Es ist eindeutig, dass die Pkw-Maut einen Ertrag bringt – einen erheblichen Betrag“, sagte Dobrindt am Montag in Abensberg angesichts entsprechender Zweifel aus dem Haus von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). „Ich kenne diesbezüglich keine Rechnung der anderen. Ich kenne unsere Rechnungen – und die stimmen.“

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Etliche Autos im Stau auf der Autobahn, © Symbolfoto

Allershausen: Baustelle auf A9 – Megastau kommt

Eine der meistbefahrenen Autobahnen in Europa wird zur riesen Baustelle auf der Länge von 17 Kilometern.

Zwischen Allershausen und dem Dreieck Holledau auf der A9 München in Richtung Nürnberg der Standstreifen ausgebaut.

 

Das kommt neu auf der A9

Autofahrer sollen den Standstreifen künftig auch als Fahrspur nutzen können.

Bevor das aber passieren kann, müssen sich die Einfahrten und Ausfahrten vergrößern und verbreitern, und zum Teil kommen sie an ganz neue Orte. Nothaltebuchen sollen entstehen – ganze 24 Stück – und ein neues Leitsystem wird installiert.

Damit aber noch nicht genug: Wenn schon, dann gleich richtig, dachte sich wohl das Straßenbauamt und will alle 27 Brücken auf dem Streckenabschnitt sanieren.

Bis Herbst 2014 dauert das Ganze voraussichtlich. Ruhe gibt es dann aber auch nur im Winter. Im kommenden Jahr dreht sich die ganze Baustelle dann um und es geht auf der Gegenfahrbahn in Richtung München weiter.

 

Stop and go – wahrscheinlich mehr Stop als go

Teilweise wird auf der Strecke nur noch Tempo 60 gelten.

Autofahrer, die die Strecke gerade zum Wochenende befahren, dürften schon jetzt ächzen.

Zwischen München und der Raststätte Holledau sind Staus und Schneckentempo zur Genüge bekannt. Autofahrer dürfen davon ausgehen, dass die Baustellen das ganze erheblich verschlimmern werden.

Ganze 43 Millionen soll das Projekt allein in diesem Jahr kosten, was es Verkehrsteilnehmer an Nerven kosten wird, lässt sich schwerer beziffern.

Jeden Tag passieren die Strecke rund 100 000 Fahrzeuge.

Es kommt also wohl eine gigantische Blechlawine, die sich aber mit der Geschwindigkeit eines Blech-Gletschers bewegt.

adc

Lastwagen verliert Bier-Rückstände auf der Fahrbahn

Ein mit zirka 20 Tonnen Biertreber (Malzrückstände) beladener Sattelzug hat auf der Pappenheimstraße auf einer Länge von 200 Metern Teile seiner Ladung auf der Fahrbahn verstreut. Das Gespann befand sich stadtauswärts auf Höhe der Blutenburgstraße, als sich aus ungeklärter Ursache die Ladeklappe des neuen Sattelaufliegers öffnete. Bis zum Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte beseitigte der Radlader einer zufällig dort tätigen Transportfirma Teile der Malzrückstände von der Fahrbahn. Mit einem Teleskoplader der Feuerwehr konnte die verlorene Ladung wieder auf den Sattelzug geladen werden. Im Bereich der Einsatzstelle kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

 

mt / Feuerwehr

Rentner wehrt sich mit Krücke gegen Straßenräuber

Kampflos wollte ein 65-jähriger Senior am Mittwochnachmittag nicht aufgeben: Auf einen Straßenräuber, der ihn um sein Bargeld erleichtern wollte, schlug der empörte Rentner mit seiner Krücke ein. Geholfen hat es aber nichts: Der Unbekannte konnte trotzdem mit seiner Beute fliehen.

 

Zu dem Überfall kam es gegen 13.30 am Rathausplatz in Garching. Der 65-Jährige wurde von dem Unbekannten in gebrochenem Deutsch nach dem Weg gefragt, dann jedoch angegriffen. Der auf eine Gehhilfe angewiesene Rentner stürzte dabei zu Boden und setzte sich mit seiner Krücke zur Wehr. Trotzdem gelang es dem Dieb, den Geldbeutel aus der Hosentasche des Seniors zu nehmen. Er nahm einige Geldscheine heraus, warf den Geldbeutel weg und flüchtete.

Dem Rentner kam kurz darauf ein etwa 50-jähriges Ehepaar zu Hilfe, entfernte sich anschließend aber wieder. Der Rentner rief seine Frau an, die wiederum die Polizei verständigte. Die eingeleitete Sofortfahndung verlief negativ.

 

Zeugenaufruf

Die Polizei sucht nun dringend nach Zeugen, vor allem nach dem etwa 50-jährigen Ehepaar. Sie könnten wichtige Hinweise zur Ergreifung des Täters geben. Der Mann war etwa 20 bis 25 Jahre alt, rund 1,75 Meter groß, hatte schwarzes, glattes, links gescheiteltes Haar und sprach gebrochenes Deutsch mit englischem Akzent. Als Kleidung trug er ein weißes T-Shirt und ausgewaschene Jeans. Zeugen werden gebeten, sich mit der nächsten Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Nach tödlichem Unfall: Polizei gibt Sicherheitstipps für Motorradfahrer

Vor rund einer Woche ist ein 66-jähriger Münchner mit seinem Leichtkraftrad auf der Rosenheimer Straße schwer verunglückt – nun ist er an der Folge seiner Kopfverletzungen im Krankenhaus gestorben. Er hatte beim Abbiegen die Kontrolle über sein Zweirad verloren, stieß nach links gegen die Abtrennung eines Straßenbahnhochgleises und stürzte zu Boden. Nach Zeugenaussagen verlor er dabei seinen Helm und schlug mit seinem ungeschützten Kopf auf der Straße auf.

 

Gerade in der Sommerzeit häufen sich die Unfälle mit Motorrädern, Rollern und Mopeds – teils mit tödlichem Ausgang. Daher gibt die Münchner Polizei Tipps und Verhaltenshinweise für eine sichere Fahrt.

 

Bekleidung
Gute Motorradkleidung schützt vor der Nässe, Wind, Kälte aber auch Hitze und unterstützt so das Wohlbefinden und die Kondition. Sinnvoll sind auffällige Farben oder Warnwesten über der Kleidung – so können Motorradfahrer nicht so leicht übersehen werden.

 

Protektoren schützen den Körper – sie sollte daher auch im Hochsommer und trotz hoher Temperaturen immer getragen werden, auch bei kurzen Strecken. Handschuhe und Motorradstiefel gehören immer zur Grundausstattung!

 

Das Tragen des Helms ist nicht nur gesetzlich ein Muss, sondern überlebenswichtig. Der Helm sollte unbedingt mit angelegtem Kinnriemen getragen werden, da er sonst vom Kopf rutschen kann.

 

Bremsen
In einer Notsituation das Motorrad optimal abzubremsen ist weitaus schwieriger, als bei einem Auto. Viele Motorräder haben noch kein Antiblockiersystem, so dass der Fahrer Vorder- und Hinterradbremse abgestimmt betätigen muss. Ein Sicherheitstraining für Motorradfahrer kann in Gefahrensituationen helfen.

 

Fahrbahn und Witterung:
Motorradreifen sind auf glatter, schmieriger Fahrbahn schnell überfordert. Gefahrenquellen sind zum Beispiel auch Fahrbahnmarkierungen, Schienen und Kanaldeckel, Abfräsungen im Fahrbahnbelag, Splitt und Streusand, Laub und Schmutz, Spurrinnen und unterschiedlich griffige Fahrbahnoberflächen. Das konzentrierte Beobachten der Fahrbahnoberfläche ist deshalb ständig nötig um sich rechtzeitig auf kritische Bedingungen einzustellen! Auch der Zustand der Reifen trägt im erheblichen Maß zur Fahrsicherheit bei.

 

Sonstige Tipps
Etwa 60 Prozent der Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern werden von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht. Oft gelingt es aber auch dem Motorradfahrer nicht, Situationen richtig einzuschätzen. Deshalb rät die Polizei:
Kalkulieren Sie Fehler anderer bei der Wahl Ihrer Geschwindigkeit und des Abstandes ein!
Reduzieren Sie im Zweifelsfall die Geschwindigkeit und machen Sie sich bremsbereit!
Machen Sie sich durch deutliches Verhalten einschätzbar!
Suchen Sie vor allem in unklaren Situationen Blickkontakt!

 

mt / Polizei München

Foto: Niko Korte / pixelio.de