Tag Archiv: Terrorzelle

NSU-Prozess: Kaum Zweifel an Zschäpes Brandstiftung

Am ersten Tag nach der Sommerpause ließ der vorsitzende Richter am Donnerstag die Notrufe vorspielen, die bei Polizei und Feuerwehr in Zwickau eingingen, nachdem Beate Zschäpe laut Ermittlungen die letzte gemeinsame Wohnung des Neonazi-Trios in die Luft gesprengt hatte. Neue Erkenntnisse für das Gerichtsverfahren brachten die Aufnahmen allerdings nicht: Dass das Haus in der Frühlingsstraße brannte, steht außer Frage, und auch wenn das Urteil noch nicht gesprochen ist, bezweifelt wohl kaum ein Beteiligter ernsthaft, dass Zschäpe den Brand gelegt hat.

 

Beate Zschäpe bot am ersten Tag nach gut einmonatiger Pause den gleichen Auftritt wie immer – ein paar schnelle Schritte, dann mit dem Rücken zu den Kameras und die Arme verschränkt.

Heute wird nach vier Wochen Sommerpause der NSU-Prozess fortgesetzt

Heute ab 9:30 Uhr wird der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier Helfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) fortgesetzt.

 

Zunächst soll ein BKA-Beamter als Zeuge gehört werden, der den Angeklagten Holger G. vernommen hatte. Holger G. hatte unter anderem zugegeben, den untergetauchten Neonazis Dokumente und eine Waffe verschafft zu haben.

 

Gerichtspräsident Karl Huber zog in einer Pressekonferenz kürzlich ein positives Fazit zum bisherigen Prozessverlauf im Gerichtsgebäude: „Die Organisation war prima und wir werden natürlich mit den gleichen Kräften und der gleichen Präsenz weitermachen.“

 

Weitere Hintergrundinformationen finden Sie in unserem Special zum NSU-Prozess.

 

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar