Tag Archiv: übernahme

Gabirel genehmigt Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka

Tengelmann-Edeka-Fusion: Gabriel genehmigt Übernahme der Supermarktkette

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wird die umstrittene Übernahme der Supermarktkette Kaiser’s – Tengelmann durch den Handelsriesen Edeka per Ministererlaubnis mit Auflagen billigen. Das erfuhren die Deutsche Presse-Agentur und das „Handelsblatt“ am Dienstag aus Regierungs- sowie Branchenkreisen.

 

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Telefónica kommt EU-Kartellbehörden entgegen

Der Mobilfunker Telefónica Deutschland (O2) kommt im Ringen um die Übernahme von E-Plus den EU-Kartellwächtern entgegen.

 

Das Unternehmen will – im Falle einer Genehmigung der Übernahme – in den kommenden fünf Jahren 20 Prozent der Kapazität seiner Netze dem Mobilfunkanbieter Drillisch überlassen, wie die deutsche Tochter des spanischen Telekommunikationsriesen Telefónica am Mittwoch in München mitteilte.

 

Damit wolle O2 Zusagen erfüllen, die man der EU angeboten habe, „um wettbewerbsrechtliche Bedenken der Europäischen Kommission auszuräumen“.
Drillisch habe zudem die Möglichkeit, weitere 10 Prozent Netzkapazität zu übernehmen.

 

Medienberichten zufolge will die EU-Kommission das Geschäft unter Auflagen genehmigen.

 

RG / dpa

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Brüssel/Berlin/München: Telefonica kann auf Freigabe für E-plus-Übernahme hoffen

Trotz des Widerstands mehrerer nationaler Kartellbehörden könnte die EU-Kommission den Zusammenschluss der Mobilfunker Telefónica Deutschland (O2) und E-plus laut Medienberichten in den nächsten Tagen durchwinken.

 

Wie die «Bild»-Zeitung am Montag berichtet, will EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia der milliardenschweren Übernahme noch in dieser Woche unter Auflagen zustimmen.

 

Das Büro von Almunia wollte die Berichte auf Anfrage nicht kommentieren. Offiziell läuft die Frist, bis zu der die obersten Kartellwächter Europas eine Entscheidung treffen müssen, bis 10. Juli.

 

Laut Medienberichten verlangt die EU-Kommission als Auflagen, dass das Unternehmen Netzkapazitäten abtritt und kleinere Konkurrenten im deutschen Markt wettbewerbsfähiger gemacht werden.

 

Strengere Vorgaben für den Zusammenschluss?

 

Allerdings fordern nicht nur deutsche Wettbewerbshüter strengere Vorgaben für den Zusammenschluss. So stimmten beim jüngsten Treffen von zwölf europäischen Kartellbehörden laut «Financial Times» (FT) nur zwei Teilnehmer für eine Genehmigung zu den bislang noch nicht veröffentlichten Auflagen. Deutschland und vier weitere Länder sprachen sich demnach gegen die Brüsseler Vorschläge aus, fünf weitere Mitgliedsstaaten enthielten sich.

 

Das Bundeskartellamt hatte beantragt, den Fall nach deutschem Wettbewerbsrecht zu entscheiden, was die EU-Kommission aber abgelehnt hatte. Brüssel hat nun die alleinige Kompetenz bei der Fusionsentscheidung; das Votum der nationalen Kartellbehörden ist nicht bindend.

 

Markt der Anbieter schrumpft weiter

 

Telefónica Deutschland (München) mit der Marke O2 will E-Plus von dem niederländischen KPN-Konzern für mehr als acht Milliarden Euro kaufen. Die Zahl der Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland würde damit von vier auf drei schrumpfen, was den Wettbewerb schwächen würde. Als Konkurrenz blieben nur die Deutsche Telekom und Vodafone.

 

RG / dpa

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Regierung und Bouygues einig über Staatseinstieg bei Alstom

Die französische Regierung und der Alstom-Großaktionär Bouygues haben sich auf die Modalitäten eines Einstiegs des Staates bei Alstom geeinigt. Das gaben das französische Unternehmen und die Regierung am Sonntag in getrennten Mitteilungen bekannt.

 

Demnach kann Paris wie geplant 20 Prozent von Alstom übernehmen und so größter Aktionär werden. Dies war Bedingung der Regierung für ihre Zustimmung zum Angebot des US-Mischkonzerns General Electric (GE) für Kooperationen mit der Energiesparte von Alstom.

 

Regierung behält Anteile

 

Laut Vereinbarung kann Paris binnen 20 Monaten nach Abschluss der geplanten Operationen bis zu 20 Prozent der Alstom-Anteile von Bouygues oder am Markt erwerben. Kauft die Regierung direkt bei Bouygues, sind der Marktwert oder mindestens 35 Euro pro Aktie fällig. Gleichzeitig räumt Bouygues der Regierung bereits mit Abschluss der geplanten Kooperation 20 Prozent der Stimmrechte bei Alstom ein.

 

Am Wochenende war intensiv über den Preis der Aktien verhandelt worden. Frankreich wollte 28 Euro pro Aktie bezahlen, den Wert bei Handelsschluss am Freitag. Das wären zusammen gut 1,7 Milliarden Euro gewesen. Bouygues sieht den Wert der Alstom-Aktie aber bei 35 Euro, damit kämen mehr als 2,1 Milliarden auf den Staatshaushalt zu.

 

Siemens geht leer aus

 

Die Kontrahenten Siemens und General Electric kämpften bis zur letzten Minute um den französischen Industriekonzern Alstom. Auf ein Gegenangebot von Siemens legte der US-Konzern General Electric eine verbesserte Offerte vor. Danach konterten die Partner Siemens und Mitsubishi erneut. Am Ende ging der Münchner Konzern leer aus.

 

Siemens-Chef: Halten weiter die Augen offen

 

Siemens-Chef Joe Kaeser hat nach dem vergeblichen Ringen um einen Kauf von Teilen des französischen Alstom-Konzerns betont, dass sein Unternehmen weiter an Übernahmen interessiert sei. «Natürlich halten wir die Augen weiter offen. Besonders interessant ist und bleibt für uns der amerikanische Markt», sagte Kaeser der «Bild»-Zeitung (Montag). Auch an seinem Ziel, das eigene Bahngeschäft zu stärken, halte er fest. «Wir wollten nie unser Bahngeschäft verkaufen, sondern zusammen mit Alstom einen europäischen Champion mit globaler Durchsetzungskraft bauen. Das Ziel bleibt, der Weg dahin wird jetzt ein anderer.» Der Manager unterstrich noch einmal, dass er den Zuschlag für GE in dem Bieterrennen nicht als Niederlage sehe.

 

RG / dpa

Das Siemens Gebäude

München/Tokio: Siemens und Mitsubishi bessern Alstom-Offerte auf

Die Kontrahenten kämpfen bis zur letzten Minute um den französischen Industriekonzern Alstom. Auf ein Gegenangebot von Siemens legte der US-Konzern General Electric eine verbesserte Offerte vor. Nun kontern die Partner Siemens und Mitsubishi erneut.

 

Im Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom haben Siemens und der japanische Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ihre Offerte aufgebessert. «Im Ergebnis erhöht sich der Bar-Anteil der Offerte um 1,2 Milliarden Euro auf 8,2 Milliarden Euro», teilten MHI und Siemens am Freitagmorgen in Tokio und München mit. Die Gesamtbewertung des Energiegeschäfts von Alstom steige um 400 Millionen Euro auf insgesamt 14,6 Milliarden Euro. Der US-Konzern General Electric, der ebenfalls um Alstom buhlt, bewertet Alstoms Energiegeschaft weiterhin mit 12,35 Milliarden Euro. Ein Vergleich ist jedoch wegen der unterschiedlichen Ausgestaltung der Angebote schwer.

 

Jetzt muss sich der Alstom-Verwaltungsrat für einen Kaufinteressenten entscheiden und die Regierung in Paris ihre Zustimmung signalisieren.

 

Treffen mit Präsident Hollande

 

Die GE-Offerte steht bis zum Montag. Die Bieter müssen aber nicht nur den Verwaltungsrat von Alstom für sich gewinnen, sondern auch die Regierung in Paris, die sich kurz vor der heißen Phase des Bieterwettbewerbs noch ein Vetorecht bei Übernahmen gesichert hatte. Präsident François Hollande will am Freitag die Chefs von GE, Siemens und MHI treffen.

 

«Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und Siemens haben Alstom heute in einem Schreiben ihr Angebot für die vorgeschlagene Transaktion präzisiert», heißt es in der Mitteilung vom Freitag. «Darin bestätigen MHI und Siemens ihre Überzeugung, Alstom als unabhängigen weltweiten Anbieter im Energie- und Transportgeschäft zu stärken.» Nach «intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten» sei das Angebot überarbeitet worden.

 

Über eine Aufbesserung des Angebots hatte bereits die französische Zeitung «Les Echos» (Freitag) ohne nähere Quellenangabe berichtet. Am Donnerstag hatte General Electric (GE) eine Charmeoffensive in Frankreich gestartet. Die Amerikaner warben mit dem Versprechen einer weitreichenden Kooperation zum Nutzen des Unternehmens und Frankreichs. Dies soll die Gegenbieter Siemens und MHI aus dem Feld schlagen. Den Vorschlägen zufolge sollen Gemeinschaftsfirmen für Stromnetze, erneuerbare Energien und Nukleartechnik mit den dazugehörigen Dampfturbinen entstehen. Die beiden Seiten sollen daran jeweils zur Hälfte beteiligt werden.

 

«Wir haben Vereinbarungen mit Alstoms Management getroffen, die eine Allianz zwischen unseren beiden Unternehmen sowohl im Geiste als auch in der Praxis schaffen werden», erklärte GE-Chef Jeff Immelt am Donnerstag in einer Mitteilung. Der Plan werde sicherstellen, «dass der Name Alstom fortbesteht». Der stark verschuldete Hersteller von Energie- und Bahntechnik gilt als zu klein, um langfristig alleine auf dem Weltmarkt bestehen zu können.

 

Kooperation im Bahngeschäft möglich

 

Siemens hat es auf das Geschäft mit Gasturbinen abgesehen und will dieses ganz schlucken. Die Barofferte dafür sei um 400 Millionen Euro auf 4,3 Milliarden Euro erhöht worden. Zudem stellt der deutsche Konzern eine Kooperation im Eisenbahngeschäft in Aussicht und will den Signaltechnikbereich in Gemeinschaftsunternehmen einbringen.

 

Um an die begehrte Sparte heranzukommen, hatten zuvor bereits die Deutschen weitreichende Zugeständnisse gemacht und sich bereiterklärt, ihre Bahntechnik abzugeben. Überdies hatte Siemens den japanischen Konzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) ins Boot geholt, der sich an den Franzosen beteiligen will.

 

GE-Chef Immelt hat die Schaffung von 1000 Arbeitsplätzen sowie den Verbleib einer starken Geschäftsführung im Land versprochen. Er räumte der Regierung im Nukleargeschäft zudem ein Vetorecht ein.

 

Siemens reagierte noch am gleichen Abend. General Electrics neues Angebot «folgt unserem Ansatz, aber ändert nicht das Spiel», erklärte Frankreich-Chef Christophe de Maistre am Donnerstag. «Unser Konzept ist immer noch überlegen.» Siemens und Mitsubishi hatten mit bis zu 2000 neuen Jobs geworben. Das deutsch-japanische Gespann sieht seine Offerte auch finanziell als die bessere an und rechnet mittlerweile vor, diese sei 14,6 Milliarden Euro schwer.

 

Der Alstom-Vorstandsvorsitzende Patrick Kron gilt als erbitterter Gegner eines Geschäfts mit Siemens. Analysten zitierten ihn am Donnerstag mit den spöttischen Worten: «Sie (die Münchner) wollen unser Gasgeschäft (…) und wir sollen ihr Transportgeschäft übernehmen (…), nun ja, sie dürfen träumen.»

 

 

RG / DPA