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Uli Hoeneß wollte schon am Freitag Haft antreten

Gestern war es soweit – Uli Hoeneß musste seine Haftstrafe in der JVA Landsberg antreten. Der Ex-Präsident der FC Bayern wollte seine Strafe schon am vergangenen Freitag antreten.

 

Uli Hoeneß wollte nach eigenen Angaben schon am vergangenen Freitag seine Haftstrafe antreten. Die Gefängnisleitung habe ihn aber gebeten, erst am Montag zu kommen, sagte Hoeneß der «Bild»-Zeitung (Dienstag) wenige Stunden vor seinem Haftantritt. «Der Freitag war ja wegen Christi Himmelfahrt ein Brückentag und darum war kein Arzt für die Aufnahmeuntersuchung dort.»

 

Hoeneß wirkte am Telefon gefasst

 

Der zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilte Steuersünder habe in dem Telefongespräch am Montagvormittag gefasst gewirkt, berichtete das Blatt weiter. «Nun ja, ich hatte ja auch lange genug Zeit, mich auf diesen Tag vorzubereiten. Und jetzt ist er halt gekommen. Ich kann nur abwarten, was im Gefängnis auf mich zukommt und dann damit umgehen», sagte der Ex-Präsident des FC Bayern München

 

Am 10.März 2014 begann der Strafverfahren im Fall Hoeneß. Ingesamt soll der Ex-Präsident des FC Bayern 28,5 Million Euro an Steurn hinterzogen haben.
Der „Focus“ machte den Fall Hoeneß im April 2013 öffentlich, woraufhin die Staatsanwaltschaft München das Ermittlungsverfahren eröffnete.
Im November 2013 wird er auf der Mitgliederversammlung noch öffetnlich von den Fans des FC Bayern München gefeiert, Mitte März tritt er von all seinen Ämtern zurück, deutete jedoch bereits seine Rückkehr an.

 

RG / dpa

Horst Seehofer schaut kritisch, © Horst Seehofer will eine Flüchtlingsobergrenze

Landsberg am Lech: Horst Seehofer will kein Hoeneß-Knast-Spektakel mehr

Der Rummel, der von den Medien um den Haftantritt von Uli Hoeneß veranstaltet worden ist, stößt dem Bayerischen Ministerpräsidenten sauer auf:

Horst Seehofer zeigt sich zutiefst verärgert über den Rundgang für Journalisten in der JVA Landsberg am Lech:

„Herr Hoeneß hat das gleiche Anrecht auf Privatsphäre, und das soll auch sichergestellt werden“, mahnt der Ministerpräsident. Der Rüffel ging vor allem an seinen Justizminister Winfried Bausback.

Ärgerlich für den. Immerhin hatte Herr Minister Bausback doch gerade erst die Woche der Justiz angekündigt.Dort sollten sich Bürger informieren dürfen, wie so der Alltag im Vollzug der Rechtsstaatlichkeit aussieht.

Ob Winfried Bausback’s Pläne sich bezüglich dieses offenen Umgangs mit dem Rechtssystem gegenüber Bürger und Medien nach der Seehofer – Rüge ändert, ist bisher noch unklar.

Der Chef der Bayerischen Justiz soll jetzt nach dem Willen seines Vorgesetzten erst einmal  sicherstellen, dass sich so etwas wie der Knast – Besuch nicht wiederholt, sagte Seehofer.

Die Grünen im Landtag dagegen meinen, dass der Schritt, eine Gefängniszelle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen „überfällig gewesen“ sei.

Heoeneß war wegen Steuerbetrugs zu dreieinhalb Jahre Haft verurteilt worden.

adc / dpa

Staatsanwaltschaft München: Keine Revision im Fall Hoeneß!

Uli Hoeneß muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft München II will keine Rechtsmittel mehr einlegen, damit ist das Urteil Gefängnisstrafe in Kürze rechtskräftig.

Auch Hoeneß selbst hatte am vergangenen Freitag erklärt, dass er die Haftstrafe akzeptiere und gegen das Urteil keine Revision einlegen werde.

Zunächst hatte die Münchner Staatsanwaltschaft sogar fünfeinhalb Jahre für den ehemaligen Boss des FC Bayern gefordert. Jetzt gibt man sich aber mit den dreieinhalb Jahren für den schon 62 Jahre alten Uli Hoeneß zufrieden.

In wenigen Wochen wird Hoeneß seine Haftstrafe in der JVA in Landsberg am Lech antreten müssen.

adc / dpa