Tag Archiv: umbau

Aufgerissenes Dach des Reisebusses an Moosacher Unterführung, © Foto der Berufsfeuerwehr München

„Seufzerbrücke“: Unterführung an Dachauer Straße bekommt Höhenkontrolle

Die „Seufzerbrücke“ an der Dachauer Straße gleicht für viele Bus- und Lkw-Fahrer einem Test über die Maße des eigenen Fahrzeugs. Immer wieder kommt es hier zu Unfällen, weil die Höhe der Fahrzeuge falsch eingeschätzt wird. Eine Höhenkontrolle soll nun helfen.  Weiterlesen

© Der U-Bahnhof am Sendlinger Tor steht vor einer großen Sanierung - 6 Jahre sollen die Bauarbeiten dauern. Screenshot: SWM

6 Jahre Bauarbeiten am Sendlinger Tor – Wie, was, wo, wann?

Die Stadtwerke München erneuern ab März 2017 den U-Bahnhof Sendlinger Tor. Erstmals wird ein derartiger Knotenpunkt der MVG unter laufendem Betrieb saniert, modernisiert, umgestaltet und erweitert. Es soll unter anderem die Leistungssteigerung im Vordergrund stehen. Wir haben einen Überblick, was wie, wo und wann passiert.

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Baustelle, Absperrung, Straßenschild, Schild

Modernisierung U-Bahn-Station Sendlinger Tor

Die Stadtwerke München wollen die U-Bahnstation Sendlinger Tor komplett erneuern, wobei die Steigerung der Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus soll der dreistöckige Bahnhof auf allen Ebenen modernisiert, von Grund auf saniert, entsprechend den heutigen Richtlinien barrierefrei ausgebaut und brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

 

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Deutsches Theater: Ewig jung und Kokosnuss kommen doch auf die Bühne

Nur wenige Monate nach dem Einzug des Deutschen Theaters in sein frisch renoviertes Stammhaus hat eine defekte Sprinkleranlage die Bühne schon wieder fast komplett lahm gelegt. Mindestens vier Wochen lang sollen in dem Haus in der Münchner Innenstadt überhaupt keine Vorführung stattfinden können. Ganz ließ sich das Deutsche Theater den Spaß aber nicht verderben:

Die Inszenierung des Rock’n’Roll-Songdramas „Ewig Jung“ kommt doch auf die Bühne.

Nur eben nicht im großen Saal, sondern im Silbersaal.

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Bei der Auslösung der Sprinkleranlage am Mittwochabend wurde im Wesentlichen die Bühnentechnik in Mitleidenschaft gezogen, wie das Deutsche Theater am Freitag mitteilte. Auch sicherheitsrelevante Technik wie die Brandmeldeanlage sei betroffen. Alle Vorstellungen der laufenden Produktion „The Wiz“ sowie die kommenden Produktionen, „Dylan“ und „Alice“ wurden abgesagt. Was das alles kostet, war zunächst noch unklar.

 

Auch der kleine Drache darf auf die Bühne

Wie das Deutsche Theater am Dienstag mitgteilt hat, kann nun auch das Kinderstück „Der kleine Drache Kokosnuss“ dort stattfinden. Es wird jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verlegt.
Die neuen Vorstellungstermine sind wie folgt:
Do, 24. Juli 10 Uhr + 14 Uhr
Fr, 25. Juli 10 Uhr + 14 Uhr + 17 Uhr
Sa, 26. Juli 11 Uhr + 14 Uhr + 17 Uhr
So, 27. Juli 11 Uhr + 14 Uhr
Gekaufte Katen behalten Ihre Gültigkeit und können kostenlos unter dt@muenchenticket.de, der Hotline 089/55234-444 oder an der Tageskasse des Deutschen Theaters in der Schwanthalerstraße für einen der neuen Termine umgetauscht werden.

 

Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen

 

Die Sanierung des Deutschen Theaters bleibt damit eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Das Haus in der Münchner Innenstadt war erst im Januar nach einer langjährigen Sanierungsphase mit einiger Verspätung wieder eröffnet worden. Rund 94 Millionen hat die Renovierung des fast 120 Jahre alten Hauses in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes gekostet, geplant waren ursprünglich um die 80 Millionen.

 

Die Gründe dafür waren vielfältig: Die alte Bausubstanz machte Probleme, das Nebenhaus – nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges in aller Eile wieder aufgebaut – lehnte sich gefährlich nah an das Theater, in den U-Bahn-Rohren unter dem Haus traten Risse auf, die Brandschutzanforderungen waren komplizierter umzusetzen als gedach, Pilzsporen sorgten für Ärger – ebenso ein vergessener, denkmalgeschützer Brunnen, der bei den Bauarbeiten wieder an die Oberfläche geriet.

 

„Jetzt haben wir es wieder: den Palast des Lächelns, das Haus der leichten Muse – und die Heimstätte des Pfuschs am Bau“, sagte der damalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) noch bei der Wiedereröffnung am 17. Januar. Gut fünf Monate danach muss das Haus jetzt schon wieder für mindestens einen Monat schließen.

 

RG / dpa

München: Deutschlands größtes Finanzamt erhält Neubau

Der Bauauftrag ist erteilt: Deutschlands größtes Finanzamt erhält ein neues Zuhause“, kündigte Dr. Markus Söder, Finanzminister, heute in München an. „Alle sechs Münchner Arbeitsstellen werden in der Deroystraße zum Steuercampus München zusammengeführt“, so Söder weiter.

 

Das Finanzamt München ist mit rund 3.400 Mitarbeitern das größte Finanzamt in Deutschland. Mit 41 Mrd. Euro jährlich erwirtschaftet es 41 Prozent des gesamten bayerischen Steueraufkommens.

 

„Der Neubau bringt uns schlagkräftigere Strukturen, effizienteren Personaleinsatz und für die Beschäftigten ein modernes angenehmes Arbeitsumfeld“, stellte Söder fest. Der Bauauftrag für den 1. Bauabschnitt mit Kosten von 66 Millionen Euro wurde jetzt der Bauverwaltung erteilt. Im Herbst 2014 sollen die Arbeiten für den 1. Bauabschnitt des Bauvorhabens beginnen, das ca. 67.800 Quadratmeter Hauptnutzfläche in sechs Bauabschnitten realisieren soll.

 

Einzigartige Sonderstelle in Deutschland

 

Das Münchner Finanzamt hat nicht nur von der Größe her eine einzigartige Sonderstellung in Deutschland. Von den 3.400 Beschäftigten sind 2.800 in München tätig, 600 Mitarbeiter leisten ihren Dienst an zwölf ausgelagerten Bearbeitungsstellen an acht Standorten in ganz Südbayern (Deggendorf, Dillingen, Eichstätt, Ingolstadt, Mühldorf, Passau, Straubing und Zwiesel). Das Finanzamt München entstand zum 1. August 2009, als in einer deutschlandweit einzigartigen organisatorischen Neuordnung erstmals alle Finanzämter einer großen Stadt zu einer Einheit zusammengelegt wurden. Momentan sind die Beschäftigten noch auf sechs Standorte verteilt: Deroystraße, Karlstraße, Winzererstraße, Prinz-Ludwig-Straße, Seidlstraße und Augustenstraße. Mit der Zusammenfassung der Münchner Arbeitsgebiete wird die Verwertung von hochwertigen, staatseigenen Grundstücken in der Innenstadt möglich. Die Aufgabe von Anmietungen spart zusätzlich erhebliche Kosten.

 

Bauarbeiten beginnen ab Herbst

 

Ab Herbst 2014 beginnen die Bauarbeiten mit dem ersten Bauabschnitt mit einer Hauptnutzfläche von 11.805 Quadratmetern auf sechs oberirdischen Geschossen. Der durchgehend barrierefrei gestaltete Neubau wird in Passivhausstandard errichtet. Dazu sieht die Planung eine Klinkerfassade mit ca. 20 cm Wärmedämmung, Fenster mit 3-fach-Verglasung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsgeräten vor. Der Primärheizenergieverbrauch beträgt lediglich 15kWh/(m²a) und damit nur ca. ein Drittel des vorgeschriebenen Wertes der Energieeinsparverordnung von 2009. Hier sollen der gesamte Veranlagungsbereich und die Rechtsbehelfsstelle des Finanzamtes untergebracht werden.
In den weiteren Bauabschnitten sollen insbesondere die Bestandsgebäude auf dem Areal Deroystraße 22, Deroystraße 20 und Deroystraße 18 sowie zuletzt das Servicezentrum abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden. Wie von der Stadt München gefordert, sollen auch Freiflächen für das Stadtquartier angelegt werden. Es entsteht eine campusartige Bebauung mit ansprechenden Bürogebäuden und aufgewerteten Grünanlagen. Der Entwurf stammt von den Nürnberger Architekten Bär, Stadelmann, Stöcker, die bei einem Realisierungswettbewerb unter Beteiligung der Landeshauptstadt München mit der WGF Nürnberg Landschaftsarchitekten zum Zuge kamen.
RG / Staatsministerium