Tag Archiv: Uni

LMU München (Ludwig Maximilians Universität), © Bayerische Unis haben immer mehr Bewerber

Erneut Rekordandrang an Bayerns Hochschulen

Die bayerischen Universitäten sind international sehr gefragt: Sie bieten ein breites Spektrum an Studiengängen und Ausrichtungen, außerdem sind viele bayerische Städte aufgrund von Kultur- und Freizeitangeboten mehr als beliebt.

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Das Alte Rathaus in München mit Blick auf die Frauenkirche, © München, das Rathaus, Frauenkiche und Co. - Foto: Andreas Bedity Photography

Semesterstart an Münchner Unis

Zwischen Hörsaal, WG-Casting und Erstiparty wird es für Tausende an den Münchner Hochschulen ab heute wieder ernst. Das neue Wintersemester steht vor der Tür und mit dabei sind rund 15.000 Erstsemester, die allein an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität München ihr Studium starten. Für die meisten ein Grund zum Feiern, für andere einer zum Verzweifeln. 

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LMU München am Geschwister-Scholl Platz

Starker Anstieg – Immer mehr Studenten in Bayern

Die Zahl der Studenten an Bayerns Hochschulen steigt schneller als erwartet. Über 370 000 Studenten sind zum Beginn des Wintersemesters im Freistaat eingeschrieben.  Vor 6 Jahren waren es noch 100 000 Studierende weniger.

 

Staatsregierung hat zu wenig Studienplätze

 
Der Ansturm auf Bayerns Hochschulen übertrifft die Vorbereitungen der Staatsregierung: Seit Ende des vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der an Bayerns Universitäten und Fachhochschulen eingeschriebenen Studenten um mehr als 100 000 gestiegen. Die Staatsregierung hat im vergleichbaren Zeitraum aber lediglich 50 000 neue Studienplätze geschaffen. Das ergibt sich aus den Zahlen zum Semesterbeginn, die Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch in München präsentierte.

 

Zum Beginn des neuen Wintersemesters sind 376 000 Studenten im Freistaat eingeschrieben. Das sind gut zwei Prozent mehr als im vergangenen Studienjahr. Rund zwei Drittel studieren an einer Universität, die übrigen an Fachhochschulen. Zum Vergleich: Zum Wintersemester 2009/10 hatte das Ministerium noch 272 000 Nachwuchsakademiker an Universitäten und Fachhochschulen gezählt.

 

 

Spaenle will die Forschung an den Fachhochschulen ausbauen
 

Spaenle will den Ausbau der Forschung an den Fachhochschulen zu einem Schwerpunkt der Wissenschaftspolitik machen. „Diesem Thema widme ich dieses politische Jahr.“ Deswegen fordert Spaenle auch zusätzliches Geld für den Wissenschaftsetat. „Der Bildungsminister ist der natürliche Feind des Finanzministers“, scherzte der CSU-Politiker unter Verweis auf die ständigen Rufe des Ressorts nach mehr Geld und neuen Stellen.

 

Bereits im nächsten Jahr werden Fachhochschulen in zehn kleinen Städten abseits des eigentlichen Standorts neue Studiengänge anbieten – Abensberg, Cham, Hauzenberg, Mühldorf am Inn, Rothenburg ob der Tauber, Tirschenreuth, Nördlingen, Memmingen, Miltenberg und Straubing. Spaenle nennt das eine „wissenschaftsgestützte Regionalisierungsstrategie“.

 

 

Fachhochschulen sollen stärker mit Unis kooperieren

 

Aus Bayerns Fachhochschulen – vor einigen Jahren offiziell in „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ umgetauft – sollen aber keine Universitäten werden. „Gleichmacherei schadet – und wir wollen uns sicher nicht auf den Weg zu Gesamthochschulen machen“, sagte Spaenle.

 

Studiengänge und Forschungsaktivitäten der Fachhochschulen sollen praxisnah bleiben, während die Grundlagenforschung auf die Universitäten beschränkt bleibt. Ein eigenständiges Promotionsrecht für die Fachhochschulen wird es ebenfalls nicht geben – stattdessen können Fachhochschulen begabte Absolventen in Kooperation mit einer Universität promovieren lassen. „Das ist ein Modell, von dem ich ausgehe, dass es Vorbildebene auf Bundesebene entfaltet“, sagte Spaenle.

 
 
 

München: Was wäre, wenn Sophie Scholl…

…nicht durch die Nationalsozialisten ermordet worden wäre?

Wie wäre das Leben der Ikone des Widerstands im Dritten Reich weitergegangen?

Eine deutsch – dänische Gruppe von Künstlern, die sich „Surrend“ nennt, stellt sich genau diese Frage und beantwortet sie selbst mit einer Online – Bildergeschichte.

In der verbringt Sophie Scholl samt Lebenspartner Fritz Hartnagel ein schönes Leben an der Nordsee.

„Kurz bevor er an die Front ging und sie nach München zurückkehrte, wo sie beim Verteilen der Flugblätter festgenommen und später getötet wurde, verbrachten sie einen gemeinsamen Urlaub an der Nordsee“, erklären die Künstler Jan Egesborg und Johannes Töws. „Wir haben eine Geschichte darüber geschrieben, was geschehen wäre, wenn sie nicht zurückgekehrt wären.“

„Ist irgendeine Sache es wert, für sie zu sterben?“ – diese Frage wollen „Surrend“ mit ihrer Geschichte vor allem in den Raum stellen.

Für solche kleinen politischen Unkorrektheiten sind „Surrend“ schon länger bekannt.

In den Kleinanzeigen einer libyschen Zeitung versteckten sie zum Beispiel 2009 die beiden Worte „Gaddhafi“ und „lunatic“, also „Irrer“ nah beieinander.

Die Geschichte „Fritz und Sophie“ lässt sich hier bestaunen.

adc / dpa

Bildungswesen: Spaenle kündigt politischen Kassensturz an

Um zu klären, an welchen Stellen es Nachbesserungsbedarf gibt, hat Schul- und Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle einen „politischen Kassensturz“ angekündigt. Zudem soll e4s Gespräche mit den bayerischen Uni-Präsidenten geben, die vor einem wachsenden Rückstand der bayerischen Hochschulen zur internationalen Spitze warnen und Milliardeninvestitionen fordern.

rr/dpa