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Ausblick auf London - Reaktionen aus Bayern auf den Brexit

Reaktionen zum Brexit: „Schwarzer Tag auch für die bayerische Wirtschaft“

Der EU-Austritt Großbritanniens sorgt auch in der bayerischen Wirtschaft für große Verunsicherung. Allein im vergangenen Jahr exportierten die bayerischen Unternehmen Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro nach Großbritannien, berichtet die IHK. Sie spricht von einem schwarzen Tag und einem Schlag ins Kontor.

 

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Mindestlohn beschlossen – die vbw kommentiert

„Kein guter Tag für Deutschland“. So hat die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. den Bundestagsbeschluss, in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen, kommentiert. „Der Mindestlohn erhöht die Arbeitskosten von Millionen Beschäftigten in Deutschland, mit unabsehbaren Folgen für Wachstum und Beschäftigung in unserem Land. Überall dort, wo Kunden nicht bereit sind, für die Dienstleistung oder das hergestellte Produkt mehr zu bezahlen, wird der Arbeitsplatz verschwinden“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

 

Dass bestimmte Praktika nun in den ersten drei Monaten statt nur sechs Wochen vom Mindestlohn ausgenommen werden und der Mindestlohn von Zeitungsausträgern zeitlich gestaffelt wird, wertete Brossardt als Schadensbegrenzung.„Das ändert aber nichts daran, dass der Mindestlohn grundsätzlich falsch ist: Er orientiert sich nicht an der Realität des Arbeitsmarkts.“

Brossardt kritisierte die Haftungsverschärfungen für Unternehmen. Nach den ursprünglichen Plänen der großen Koalition hätte ein Unternehmen seiner Pflicht genügt, wenn es beim Einsatz von Subunternehmen deren Zuverlässigkeit hinsichtlich der Zahlung des Mindestlohns gewissenhaft überprüft hat. „Diese Haftungsbefreiung wurde nun gestrichen. Damit ist jeder Unternehmer beim Einsatz eines Subunternehmens einem Haftungsrisiko ausgesetzt. Das ist falsch“, so Brossardt.

 

Die vbw erwartet zudem, dass durch den Mindestlohn auch ein neues Bürokratiemonster entsteht: So ist beispielsweise für viele Branchen eine Aufzeichnungspflicht für die geleistete Arbeit vorgeschrieben. Brossardt: „Dies ist überzogen und unverhältnismäßig. Immerhin wurde der ursprüngliche Vorschlag dahingehend verändert, dass die starren Vorschriften zu Arbeitszeitkonten nur gelten, soweit der Anspruch auf den Mindestlohn für die geleisteten Stunden nicht bereits durch Zahlung des verstetigten Arbeitsentgelts erfüllt ist. Die Regelung ist aber immer noch problematisch“, sagte Brossardt.

 

 

jn / vbw

Bayern: Unternehmer im Streit über G8/G9 uneins

Umfrage ergibt: Unternehmer im Streit um Dauer des Gymnasiums uneins

 

Im Streit um das G8/G9 melden sich nun auch die Unternehmer zu Wort. Eine Verbandsumfrage unter 280 Metall- und Elektroindustrie-Unternehmen ergabe, dass Uneinigkeit herrscht. 60 Prozent der Befragten sind für eine Beibehaltung und Verbesserung des G8. Immerhin 30 Prozent befürworteten aber eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium. Der Rest war unentschlossen, wie Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände sowie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft mitteilten.
vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bekannte sich klar zum G8: „Das achtjährige Gymnasium hat sich in seiner Grundkonzeption bewährt und durch die Umsetzung neuer Lehrpläne und die Anpassung der Schulstruktur an Attraktivität gewonnen.“ Eine weitere Optimierung sei das Gebot der Stunde. „Die Abkehr von G8, wie sie derzeit diskutiert wird, wäre der falsche Weg“, warnte Brossardt. Zudem sei das Abitur nach zwölf Jahren internationaler Standard. „Ein weiteres Jahr bis zum Abitur wäre ein Standortnachteil.“

 

rr/dpa