Tag Archiv: Verdi

Demo der Postboten in München, © Symbolbild

Warnstreiks bei der Post – Viele Briefe bleiben unbearbeitet

München – Mit einer Welle weiterer Warnstreiks will die Gewerkschaft ver.di auch in Bayern den Druck im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post erhöhen. Nach derzeitiger Planung sollten im Freistaat in den kommenden Tagen mehr als 200 Betriebsstätten in den Ausstand treten, erklärte Anton Hirtreiter von ver.di Bayern am Dienstag in München. Weiterlesen

Verdi Streik in München, © Symbolfoto

Neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst – Münchner Unikliniken betroffen

Schon wieder stehen im Tarifstreit im öffentlichen Dienst Streiks an. Heute werden bei einer Demo vor dem Finanzministerium in München laut verdi rund 2000 Teilnehmer erwartet. Auch an den Münchner Unikliniken kommt es zu Arbeitsniederlegungen. Planbare Operationen müssten voraussichtlich verschoben werden, heißt es.

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Verdi Streik in München, © Symbolfoto

Verdi kündigt für Donnerstag weitere Warnstreiks an

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes wird es am Donnerstag auch in Bayern weitere Warnstreiks geben. Die Gewerkschaft Verdi rief Beschäftigte von Autobahn- und Straßenmeistereien, Unikliniken, Theatern, Verwaltungen, Gerichten, Hochschulen und diversen Behörden zu Arbeitsniederlegungen auf.

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© Symbolfoto

Verdi ruft Erzieher zu Warnstreik auf – Kitas könnten geschlossen bleiben

Eltern sollten sich frühzeitig informieren, ob die Kita ihrer Sprösslinge am kommenden Freitag geschlossen bleiben oder nicht. Die Gewerkschaft Verdi hat die Erzieher zum Warnstreik aufgerufen und plant eine Kundgebung in der Münchner Innenstadt.

 

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München: Trambahn fährt wieder – Streiks gehen weiter

Keine Bewegung im Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr in Bayern. Am Donnerstag rufen die Gewerkschaften wieder in Nürnberg und Augsburg zu ganztägigen Aktionen auf. In München gab es am Mittwoch nur Nadelstiche. Ausgestanden ist der Konflikt wohl noch lange nicht.

Der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr in Bayern verschärft sich weiter und wird auch in den kommenden Tagen zur Geduldsprobe für Fahrgäste. Am Donnerstag liegt der Schwerpunkt der Warnstreiks in Augsburg und wieder in Nürnberg. Dort wollen die Gewerkschaften erneut für 24 Stunden den Betrieb von Bussen und Bahnen lahmlegen. Bereits am Dienstag hatten die Gewerkschaften mit massiven Warnstreiks in der Frankenmetropole für ein Chaos im Berufsverkehr gesorgt. Am Mittwoch hatten die Gewerkschaften mit ersten Aktionen in München einen Teil der Trambahnen still gelegt.

 

Nur Nadelstiche in München

„Die Arbeitgeberseite bewegt sich nicht und lässt uns damit leider keine Wahl, als die Warnstreiks zu verschärfen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis“, teilte dbb-Vorstand Willi Russ mit. Der ddb ist die Dachorganisation für die 2012 gegründete Nahverkehrsgewerkschaft, die neben der Gewerkschaft Verdi die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) führt. In München sei es zunächst um Nadelstiche gegangen, zudem habe man die Fahrgäste möglichst schonen wollen. Auch deswegen habe es Aktionen etwa bei Fahrkartenkontrolleuren in München gegeben.

Insgesamt hielten sich die Folgen für München wie erwartet in engen Grenzen. Größere Aktionen sind am Donnerstag in der Hauptstadt zwar nicht zu erwarten, Verdi kündigte aber an, bis Donnerstag auch U-Bahn-Werkstätten lahmlegen zu wollen. Laut Verkehrsgesellschaft MVG ist nicht absehbar, ob das Folgen für den Betrieb haben werde.

 

Stillstand bei Verhandlungen

Bewegung in der Sache gab es nicht. KAV-Geschäftsführer Armin Augat sagte dem Bayerischen Rundfunk, er sehe keinen Anlass, das eigene Angebot nachzubessern: „Wir sind mit unserem Angebot an der oberen Grenze.“ Zugleich kündigte er aber an, dass die betroffenen Betriebe in dieser Woche über ihr Vorgehen beraten wollen. Die Verhandlungen für die 6500 Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs waren Anfang Juni nach drei ergebnislosen Runden zunächst abgebrochen worden.

 

Die Arbeitgeber wollen die Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes übernehmen und bieten damit vom 1. Juni an 3 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 90 Euro im Monat. Zum 1. Juni 2015 gäbe es ein weiteres Plus von 2,4 Prozent. Verdi hingegen verlangt, alle Entgelte um einen Sockelbetrag von 120 Euro zu erhöhen und anschließend die Löhne und Gehälter um 4 Prozent anzuheben – bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Die Nahverkehrsgewerkschaft will eine feste Erhöhung aller Entgelte um 100 Euro pro Monat, danach soll eine Erhöhung von 3,5 Prozent greifen, ebenfalls für nur ein Jahr.

Gewerkschaften wollen Nahverkehr in München teilweise lahmlegen

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr in Bayern weitet sich aus. Nach dem Warnstreik in Augsburg am Freitag sollen in dieser Woche auch in München U-Bahn-, Tram- und Busfahrer ihre Arbeit niederlegen.

 

Ein Sprecher der Nahverkehrsgewerkschaft bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des «Münchner Merkurs». An mindestens zwei Tagen soll der Nahverkehr der Landeshauptstadt teilweise lahmgelegt werden. An welchen Tagen, werde die Gewerkschaft Verdi erst 24 Stunden vor Beginn des Ausstands bekanntgeben.

 

Verhandlungen Anfang Juni gescheitert

 

Nach drei Runden waren die Verhandlungen der Gewerkschaften mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Anfang Juni abgebrochen worden. Die Arbeitgeber hatten unter anderem angeboten, die Löhne in diesem Jahr um 3 Prozent oder mindestens 90 Euro und im nächsten Jahr um 2,4 Prozent zu erhöhen. Verdi dagegen fordert für die 6500 Beschäftigten in Bayern eine Erhöhung der unteren Löhne um 120 Euro und eine weitere Steigerung um vier Prozent.

 

RG / dpa

Tarifverhandlungen für Nahverkehr abgebrochen – Streiks drohen

Bus- und Straßenbahnfahrer im Freistaat müssen sich in den kommenden zwei Wochen auf Streiks einstellen. Die Tarifverhandlungen wurden nach der dritten Runde abgesprochen. Verdi plant nun Aktionen in ganz Bayern.

 

Im öffentlichen Nahverkehr drohen während der Pfingstferien Streiks. Die Gewerkschaft Verdi hat die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) nach der dritten Gesprächsrunde in Nürnberg abgebrochen, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.

 

Erwartungen werden nicht erfüllt

 

Das Angebot der Arbeitgeber reicht der Gewerkschaft nicht. «Die Verdi-Mitglieder hatten sich bei einer Befragung vor den Verhandlungen für eine deutliche Lohnerhöhung ausgesprochen. Ihre Erwartungen werden durch das Angebot der KAV aber nur völlig unzureichend erfüllt», sagte Verdi-Verhandlungsführer Manfred Weidenfelder. Die Gewerkschaft will nun mit Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

 

Während der kommenden zwei Wochen solle es in ganz Bayern Aktionen geben, sagte ein Sprecher. Welche Städte betroffen sind, wie lange die Ausstände dauern und ob alle Verkehrsmittel bestreikt werden, sei noch unklar. «Wir wollen aber eher die einzelnen Betriebe unter Druck setzen als die Bürger.» Daher könnten beispielsweise Kontrollschaffner und Werkstätten bestreikt werden.

 

Die Arbeitgeber haben angeboten, dass die Löhne in diesem Jahr um 3 Prozent oder mindestens 90 Euro und im nächsten Jahr um 2,4 Prozent steigen. Alle Beschäftigten sollen zudem 30 statt 29 Tage Urlaub haben. Für Nachtarbeit soll es zusätzliche Urlaubstage geben. Verdi dagegen fordert bei einer Laufzeit von einem Jahr eine Erhöhung der unteren Löhne um 120 Euro und eine weitere Steigerung um vier Prozent.

Kein Verstädnis von Arbeitskampfmaßnahmen

 

Die Ablehnung von Verdi sei nicht nachvollziehbar, weil eine deutliche Mehrheit der Gewerkschaft in einer Befragung den Abschluss auf Bundesebene vor wenigen Wochen begrüßt habe, teilte der KAV mit. «Vor diesem Hintergrund haben die Nahverkehrsbetriebe in Bayern für die von Verdi und der dbb Tarifunion angekündigten Aktionen – bis hin zu möglichen Arbeitskampfmaßnahmen – kein Verständnis.»

 

RG / dpa

Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: „Ein fairer Kompromiss“

Die Tarifparteien im Öffentlichen Dienst haben sich in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss verständigt. Die Tarifeinigung sieht ab März 2014 Gehaltssteigerungen um 3,0 Prozent (mindestens 90 Euro) sowie für Auszubildende pauschal 40 Euro vor. Ab März 2015 steigen die Entgelte um weitere 2,4 Prozent (linear) sowie bei Auszubildenden um 20 Euro. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Der Abschluss kostet die kommunalen Arbeitgeber 2014 rund 2,55 Milliarden Euro (alle Bestandteile des Abschlusses) und 2015 zusätzliche zwei Milliarden Euro.

 

 

Für München bedeutet der Tarifabschluss Mehrkosten für die Stadtverwaltung und die sechs Eigenbetriebe in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Allein dem Sozial- und Erziehungsdienst kommen 2014 7,1 Millionen Euro und 2015 5,6 Millionen Euro zugute.

 

 

Durch den Mindestbetrag steigen die Gehälter der untersten Entgeltgruppen über die Laufzeit im Extremfall um bis zu 8,2 Prozent. Der von den Gewerkschaften geforderte Sockelbetrag hätte zu Steigerungen von bis zu 10,2 Prozent geführt. Für den Verhandlungsführer der Kommunen, Münchens Personal- und Organisationsreferenten Dr. Thomas Böhle, ist der Abschluss „ein fairer Kompromiss“. „Spielräume für Zugewinne in den oberen Entgeltgruppen sind aus unserer Sicht wichtig, um den öffentlichen Dienst auch beim Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte weiterhin attraktiv zu halten. Diese Spielräume sind bei der Vereinbarung eines Mindestbetrages
größer als bei einem Sockel.“ Dr. Böhle weiter: „Vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten in München begrüße ich persönlich als Münchens Personal- und Organisationsreferent die Verbesserungen in den unteren und mittleren Einkommensgruppen, obgleich ich nicht verkenne, dass viele Städte und Gemeinden Probleme haben werden, diesen Abschluss zu finanzieren. Insbesondere, so Böhle, stehe er hinter den Verbesserungen für die Auszubildenden.

 
Über 400 von ihnen erhalten rückwirkend zum 1. März 40 Euro mehr. Ab März 2015 kommen weitere 20 Euro dazu. Mit dem Abschluss gibt es außerdem einen Urlaubstag mehr (statt 27 jetzt 28 Tage). Die seit 2012 bestehende Regelung zur unbefristeten Übernahme bei Bedarf wurde verlängert. „Diese Verbesserungen helfen uns im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, gute Nachwuchskräfte für unsere Ausbildungen zu gewinnen“, ist sich der Personalreferent sicher.

 

 

 

Die Eckpunkte des Abschlusses:
– Entgelt: 3,0 Prozent ab März 2014 (mindestens 90 Euro), weitere 2,4 Prozent ab März 2015.
– Auszubildende: 40 Euro ab März 2014; weitere 20 Euro ab März 2015. Die bestehende Übernahmeregelung wird verlängert; keine Übernahmeverpflichtung.
– Versorgungsbetriebe: Übertragung der Entgelterhöhungen in den TV-V ohne Mindestbetrag (3,3 Prozent ab März 2014; weitere 2,4 Prozent ab März 2015), weitere spezifische Regelungen.
– Nahverkehr und Krankenhäuser: keine Sonderregelung vereinbart.
– Laufzeit: 24 Monate

 

 

 

jn / Rathausumschau

Warnstreikwoche beendet

Für diese Woche hat es sich ausgestreit. Doch vorher wurde bayernweit noch einmal verstärkt Druck gemacht.

Rund 2 500 Beschäftigte legten nach Gewerkschaftsangaben am Donnerstag allein in Bayern die Arbeit nieder. Bundesweit waren es laut Verdi mehr als 100 000 Arbeitnehmer. Auch Mittwoch kam es zu Warnstreiks, hier waren hauptsächlich Kitas betroffen.
„Unsere Warnstreiks sind damit in Bayern für diese Woche abgeschlossen“, sagte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Norbert Flach. „Wir sind hoch zufrieden. Die Beschäftigten haben mit dieser sehr erfolgreichen Warnstreikwoche mehr als klare Signale an die Arbeitgeber und die nächste Verhandlungsrunde gesendet.“

Ein Schwerpunkt war am Donnerstag der Münchner Flughafen; ein Chaos blieb dort aber aus. Betroffen waren ferner Wasserschifffahrtsämter mit ihren Außenstellen sowie in manchen Städten Stadtwerke, Stadtentwässerung, Abfallwirtschaftsbetriebe und die Straßenreinigung. In München, Nürnberg und Regensburg sei Müll liegengeblieben, weil Mitarbeiter der Stadtreinigung und Müllabfuhr nicht gearbeitet hätten, sagte Flach. An den Wasserstraßen konnten einige zum Winterende geplante Reparaturen nicht durchgeführt werden, in Regensburg musste ein Theateraufführung abgesagt werden.

rr/dpa

Warnstreik am Münchner Flughafen

Am Münchner Flughafen Franz-Josef-Strauß bleiben die Flugzeuge auf dem Boden.

Wie bereits berichtet, hat die Gewerkschaft Verdi für diesen Donnerstag zu einem Warnstreik am Münchner Flughafen aufgerufen. Mitarbeiter der Betreibergesellschaft und des Sicherheitspersonals werden die Arbeit niederlegen.

 

Zahlreiche Flüge fallen aus

Wie die Lufthansa am Mittwoch mitteilte, sind für Donnerstag fast alle innerdeutschen und europäischen Flüge gestrichen worden. Von 140 Flügen war die Rede.

 

Die Lufthansa hat auf ihrer Internetseite eine komplette Liste aller betroffenen Flüge eingestellt. Betroffen sind laut der Sprecherin nur Verbindungen innerhalb Deutschlands und Europas. Langstreckenflüge finden dagegen wie geplant statt und sind nicht vom Streik betroffen.

 

rr

Warnstreiks des öffentlichen Dienstes weiten sich aus

In Bayern wird heute gestreikt. Mehr als 10 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden legen bayernweit die Arbeit niederlegen. Das kündigte die Gewerkschaft Verdi an. Fast alle Bereiche würden bestreikt, darunter Kitas, Müllabfuhren, Stadtwerke und Krankenhäuser. Ausgenommen sind nur der Nahverkehr und die Landesbehörden. In München und Nürnberg sind Kundgebungen geplant.
Die Gewerkschaften fordern monatlich 100 Euro plus zusätzlich 3,5 Prozent mehr Lohn für die 2,1 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Die dritte Tarifrunde soll am Montag beginnen, bereits vergangene Woche hatten tausende Beschäftigte in Bayern die Arbeit niedergelegt. Am Donnerstag soll außerdem der Münchner Flughafen bestreikt werden.
rr/dpa

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