Tag Archiv: Vergewaltigung

Zwangsheirat in München und Bayern

Der Fall eines achtjährigen Mädchens aus Jemen, das in seiner Hochzeitsnacht gestorben ist, schockiert die ganze Welt. Medienberichten zufolge war die Kleine war von ihrem Stiefvater an den künftigen Ehemann gegen Geld übergeben worden. Als die Ehe in der Hochzeitsnacht vollzogen wurde, starb  die minderjährige Braut an schweren inneren Verletzungen.

 

Auch in München und Bayern gibt es Zwangsheirat. Zwar sind Ehen mit Minderjährigen gesetzlich verboten, doch es gibt Hintertürchen. „Es gibt die Möglichkeit der religiösen Eheschließung“, weiß Juliane Krause, Geschäftsführerin von STOP dem Frauenhandel. „Die ist für die Brautleute ebenfalls sozial bindend“.

 

Zwangsheirat im Ausland 

 

Nicht selten werden die jungen Frauen ins Ausland gebracht, um dort verheiratet zu werden. So erging es auch Rina aus dem Libanon: Seit vielen Jahren lebte die Familie in Deutschland, aber Rina war schon als junges Mädchen einem Freund des Vaters im Libanon versprochen worden. Im Alter von 17 Jahren musste sie in das Heimatland reisen und den 36-Jährigen Verlobten heiraten. Sie lebte im Haus ihrer fremden Schwiegereltern, wurde vom eigenen Ehemann misshandelt und vergewaltigt. Erst als sie ihre Familie in Deutschland besuchte, konnte sie Kontakt zur Münchner Beratungsstelle Jadwiga aufnehmen und fliehen.

 

Die Geschichte von Rina und vielen anderen Betroffenen veröffentlicht die Beratungsstelle auf ihrer Internetseite – um zu zeigen, dass Zwangsehen auch bei uns kein Einzelfall sind. Jadwiga hilft den Frauen, sich von ihren Familien zu lösen und neue Identitäten anzunehmen – aber auch, die Situationen innerhalb der Familien zu verbessern. Denn: Nicht alle Mädchen wollen sich von ihren Familien abwenden, erklärt Geschäftsführerin Juliane von Krause. „Die Mädchen sind oft sehr eng mit der Familie verbunden, zum Beispiel mit der Mutter oder der Schwester. Der Bruch mit der Familie ist da ein sehr schwieriger Schritt, den nicht alle gehen wollen.“

 

Schutz und Beratung für Betroffene

 

Wenn es aber doch soweit kommt, werden die jungen Frauen in Behördengängen und Formalitäten unterstützt. „Denn die meisten von ihnen sind nicht sehr selbstständig, mussten noch nie allein zurechtkommen“, weiß Krause. In besonders heiklen Fällen bietet das Wohnprojekt Scheherazade schnelle und anonyme Zuflucht – in ganz Bayern wird hier zwangsverheirateten Frauen zwischen 18 und 21 Jahren Schutz geboten.

 

Um die 60 Frauen hat Jadwiga im vergangenen Jahr zum Thema Zwangsheirat beraten. „Dabei sind diejenigen, die sich bei uns melden, nur ein ganz kleiner Teil“, sagt Juliane von Krause. Die Dunkelziffer ist vermutlich um Einiges höher. Denn an viele Opfer von Zwangsheirat kommen die Beraterinnen gar nicht heran. „Es gibt zum Beispiel Fälle, in denen junge Mädchen aus dem Heimatland des Bräutigams importiert werden. Die sprechen dann überhaupt kein Deutsch und können nur schwer Kontakt aufnehmen“, beklagt Krause. Eine andere Schwierigkeit: Wenn Frauen ins Ausland gebracht werden, um dort zu heiraten – so wie bei Rina. Erst als sie auf Besuch in Deutschland war, konnte sie die Chance zur Flucht ergreifen.

 

mt

Vergewaltigung in der Isarvorstadt: Täter konnte flüchten

In der Nacht zum Samstag war eine 27-jährige Münchnerin gerade auf dem Heimweg, als sie von einem Unbekannten auf Höhe des Europäischen Patentamts plötzlich gepackt wurde. Er warf die junge Frau zu Boden und fummelte in ihrer Hose herum, führte sexuelle Handlungen an ihr durch. Weil die Münchnerin sich jedoch so heftig wehrte, ließ es von ihr ab und flüchtete.

 

Die Polizei fahndet nun nach dem Mann. Er ist etwa 29 Jahre alt, vermutlich Deutscher. Auffallend an ihm sind seine wuscheligen, mittelblonden Haare. Die Polizei sucht vor allem nach Radfahrern, die sich zum Tatzeitpunkt dort aufgehalten haben sollen und womöglich wichtige Hinweise geben können.

 

mt / Polizei

 

Versuchte Vergewaltigung: Frau wird im Münchner Ostpark überfallen

Eine 26-jährige Studentin war am Dienstagabend kurz vor 21.00 Uhr beim Joggen im Ostpark. Plötzlich kam ein 19-jähriger Afghane auf die junge Frau zu, griff sie an und versuchte, sie zu Boden zu reißen.
Auf diesen Vorfall wurden Zeugen aufmerksam, die den Beschuldigten bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei am Boden festhalten konnten. Der 19-Jährige stand deutlich unter Drogeneinfluss, reagierte nicht auf Ansprache und musste mit Handfesseln fixiert werden. Nachdem er sich weiter heftigst wehrte und immer wieder versuchte, sich aus den Fesseln zu lösen, mussten ihm auch Fußfesseln angelegt werden.

 

Bei dem 19-Jährigen wurde eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt, danach wurde er in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht.

 

mt / Polizei München

34-Jährige am Birkensee vergewaltigt

Die 34-jährige Frau war am Freitagabend allein im FKK-Bereich des Birkensees (nahe Langwieder See) beim Baden, als sie gegen 21.00 Uhr von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Weil er immer lästiger wurde, zog sich die Frau an und entfernte sich einige Meter – in ihrem Unbehagen schrieb sie von einer Parkbank aus ihrem Freund eine SMS.

 

Der Täter setzte sich zu ihr und belästigte sie weiterhin, woraufhin die 34-Jährige zu ihrem Auto flüchten wollte.  An einem Gebüsch packte sie der Unbekannte von hinten und hielt ihr den Mund zu. Die Frau ging zu Boden und der Mann führte sexuelle Handlungen an ihr durch. Das Opfer wehrte sich durch Schläge in seinen Genitalbereich – der Täter ließ von ihr ab und flüchtete. Die Frau blieb schockiert noch kurze Zeit am Tatort, doch wenig später kam der Unbekannte noch einmal zurück und schlug ihr ins Gesicht.

 

Die Frau verständigte die Polizei, die sofort die Fahnung aufnahm. Bislang konnte der Täter jedoch nicht ausfindig gemacht werden. Darum bittet die Polizei um Mithilfe: Der gesuchte Mann ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, 1,75 Meter groß, hat eine schlanke, zierliche Figur, längere, braune Haare, sprach Hochdeutsch und trug ein rotes Unterhemd und Shorts. Außerdem führte einen Rucksack und ein modernes Klapprad mit sich.

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