Tag Archiv: Verkehrssicherheit

Polizeiauto im Einsatz, © Symbolfoto

Schwabing West: Pkw-Fahrer übersieht Motorradfahrer

Pkw übersieht Motorradfahrer – eine Person schwer verletzt
Am Montag gegen 19.50 Uhr, fuhr ein 56 Jahre alter Grafiker aus München mit seinem Smart die Hohenzollernstraße stadtauswärts. Hinter ihm fuhr ein 23 Jahre alter Bürokaufmann aus München mit seiner Honda. An der Kreuzung zur Fallmerayerstraße scherte der 56-Jährige nach rechts in den Kreuzungsbereich ein und setzte, ohne zu blinken, nach links zum Wenden an. Dabei übersah er den Motorradfahrer, welcher
trotz sofortiger Gefahrenbremsung in die hintere linke Fahrzeugseite des Smart prallte und zu Sturz kam.

 

Der Motorradfahrer erlitt schwere Verletzungen

 

Dabei wurde der Bürokaufmann schwer verletzt. Er erlitt eine Brustbeinfraktur und einen Lungenriss und wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen wird auf 4.000 Euro geschätzt. Die Hohenzollernstraße musste zur Unfallaufnahme in beiden Fahrtrichtungen für ca. eine Stunde gesperrt werden. Die Straßenbahnlinien 12 und 27 mussten unterbrochen werden.

 

Beginn der Motorradsaison

Die Motorradsaison 2014 beginnt. Die Autofahrer müssen sich nach den Wintermonaten erst wieder an die Motorradfahrer gewöhnen. Die Zweiradfahrer sind leicht zu übersehen. Daher ist ein Schulterblick beim Spurwechsel wichtig.

“Ganz wichtig ist, dass Autofahrer vor dem Abbiegen oder beim Spurwechsel rechtzeitig blinken. Für Motorrad-, wie Autofahrer gilt: Auf kurvigen Straßen unbedingt auf der eigenen Spur bleiben“, so Wolfgang Baumüller, Rettungsassistent und ehrenamtlicher Leiter der Johanniter Motorradstaffel in München.

 

Aber auch die Motorradfahrer müssen im Straßenverkehr aufpassen. Richtige Kleidung kann dabei viel ausmachen.

 

Die richtige Kleidung kann vor Verletzungen schützen

Typische Verletzungen bei Motorradunfällen sind Knochenbrüche, schwere Hautschürfungen oder Verletzungen an den Nerven, die zu Lähmungen führen können. Deswegen sollte jeder Motorradfahrer stets geeignete Schutzkleidung tragen. Eine normale Jeans bietet bei einem Unfall nicht mehr Schutz als die nackte Haut. Wichtig ist, dass die Protektoren richtig und fest sitzen. Das Schuhwerk sollte auch die Knöchel schützen.

 

rr/Polizeipräsidium München

Blitzer, Geschwindigkeitskontrolle, © Symbolbild

Raser auf dem Isarring!

In der Nacht zum 01.12.2013 führte die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung auf dem Isarring (Ausfahrt Seehaus Richtung Ost) Geschwindigkeitsmessungen mittels Radar durch.

Mehrere Fahrzeugführer beachteten allerdings die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h innerhalb geschlossener Ortschaft nicht. Insgesamt fünf Fahrzeuge wurden sogar mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h gemessen.

Der „Spitzenreiter“ passierte die Messstelle mit 144 km/h und der Zweitschnellste fuhr immerhin noch mit einer Geschwindigkeit von 133 km/h.

Der Bußgeldkatalog sieht für diese Geschwindigkeitsüberschreitungen ein Bußgeld in Höhe von 680 Euro, vier Punkte im Verkehrszentralregister und ein Fahrverbot von drei Monaten vor.

Allerdings wird die Zentrale Bußgeldstelle bei dieser Überschreitung von mehr als dem doppelten der erlaubten Geschwindigkeit wohl einen Tatvorsatz vorwerfen, wodurch sich das Bußgeld dann verdoppelt.

Überhöhte Geschwindigkeit führt als eine der Hauptunfallursachen immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Die Münchener Verkehrspolizei wird deshalb zur Erhöhung der Verkehrssicherheit weiterhin gezielt Geschwindigkeitsüberwachungen durchführen und festgestellte Verstöße konsequent ahnden.

 

cb

Mögliche Gefahr durch Wahlplakate: Sie versperren die Sicht im Straßenverkehr

Wer in diesen Tagen durch München fährt, kann kaum übersehen, dass im September Wahlen sind: Kaum eine Straßenecke, Ampel oder Laterne ist noch ohne Wahlplakat oder Aufsteller. Doch der ADAC sieht hierin eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer: Weil viele der Plakate die Sicht versperren, können Fußgänger und Fahrradfahrer leicht übersehen werden.

 

Besonders gefährlich ist das für Kinder: An einem Zebrastreifen können sie schnell mal hinter einem Wahlplakat verschwinden und vom Autofahrer nicht bemerkt werden. Aber auch umgekehrt haben Fußgänger und Fahrradfahrer eine schlechtere Sicht auf den Verkehr, wenn Geh- und Fahrradwege alle paar Meter mit Schildern zugestellt sind – herannahende Fahrzeuge werden zu spät gesehen.

 

Rechtlich gesehen kann der Aufsteller eines solchen Plakats sogar dafür haften, wenn es zu einem Unfall kommt. Daher fordert der ADAC die Parteien auf, die Wahlplakate in Hinblick auf die Verkehrssicherheit vernünftig zu positionieren. Gemeinden, Kommunen und aufmerksame Bürger werden gebeten, auf ungünstig aufgestellte Werbetafeln hinzuweisen und entfernen zu lassen.

 

mt