Tag Archiv: Versicherung

Ein Zug der Deutschen Bahn auf der Strecke, © Symbolbild

Nach Suizid auf den Schienen – 70 000 Euro für Lokführer

Nach einem Suizid auf den Schienen bekommt ein Lokführer 70 000 Euro von der Haftpflichtversicherung des Toten. Der 42-Jährige einigte sich mit der Versicherung auf einen Vergleich, wie das Oberlandesgericht (OLG) München am Dienstag mitteilte. Zuvor war die Widerrufsfrist gegen den entsprechenden Vergleichsvorschlag des Gerichtes abgelaufen.

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Tipps zur Planung und Finanzierung des Eigenheims

Viele Familien träumen von den eigenen vier Wänden. Damit dieser Traum schon bald Realität wird, geben wir Tipps für die Planung des Eigenheims. Hierbei liegt ein großes Augenmerk auf der Finanzierung der Immobilie. Nur wer sich im Vorfeld ausreichend Gedanken über die Bauphase macht, kann sich die Umsetzung leisten.

 

 

Tipps für eine günstige Baufinanzierung

 

Um die eigenen Wünsche ans Eigenheim bestmöglich umzusetzen, muss ein gewisser finanzieller Rahmen vorhanden sein. Wird ein Grundstück gekauft, fallen Grunderwerbssteuern, Notar- und Maklerkosten an. Diese Kosten werden auch heute noch gerne unterschätzt, umgangen werden können sie aber nicht. Wir geben Tipps für die Finanzierung der Immobilie, die unbedingt beherzigt werden sollten:

 

  • Zunächst einmal ist ein Finanzplan sinnvoll, der darstellt, wie viel Geld monatlich zum Abbezahlen des Kredits zur Verfügung steht.

 

  • Bevor eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen wird, sollten unbedingt mehrere Angebote eingeholt werden. Vergleichen lohnt sich!

 

 

  • Die Laufzeit des Kredits sollte vor Eintritt in das Rentenalter abgeschlossen sein.

 

  • Um die Familie abzusichern, ist eine Risiko-Lebensversicherung ratsam. Diese greift ein, wenn dem Hauptverdiener etwas zustößt.

 

  • Sondertilgungen sollten kostenlos sein.

 

  • In die Kreditsumme sollten auch Gebühren für den Makler, Möbelkosten und ein Budget für die Außenanlage mit aufgenommen werden.

 

 

Das perfekte Grundstück finden

 

Bevor es mit konkreten Planungen für ein Eigenheim losgehen kann, muss der passende und natürlich bezahlbare Bauplatz her. Nicht jeder hat das Glück, solch einen bereits zu besitzen, zu erben oder gar geschenkt zu bekommen. Oftmals werden Grundstücke von privat verkauft, deshalb lohnt es sich, Augen und Ohren offen zu halten. Auch ist die Suche auf Immobilienplattformen sinnvoll. Zudem empfiehlt es sich, sich bei der Stadt zu erkundigen. Wird von städtischer Seite her Bauland veräußert, können sich Interessenten bewerben. Wichtig ist, dass sich Baulandsuchende nicht zu hohe Ziele stecken. Da Grundstücke meist nicht perfekt sind, sollten Interessenten Kompromisse eingehen. Muss es wirklich der extrem große Garten sein? Kann das Grundstück in einem Randbezirk liegen? Welche Größe sollte das Baugebiet mindestens haben? Diese Fragen sollten vorab geklärt und abgesteckt werden.

 

 

Mit Profis arbeiten

 

Der Bauträger stellt das Grundstück und baut das Haus und der Kunde erwirbt das fertige Haus zum vorher ausgemachten Festpreis. Alles, was bis dahin zu tun ist, ist Sache und Risiko des Bauträgers. Beispielsweise fallen gelegentlich Schwierigkeiten mit der Baugenehmigung oder dem Baugrund an, die das Projekt verteuern können. Hauptsächlich behält der Bauträger aber den Bebauungsplan im Blick. Dieser besteht aus einem Katalog von elf Gesichtspunkten (>§ 1 Abs. 6 BauGB), die bei der Planung zu berücksichtigen sind:

  • Gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse
  • Soziale und kulturelle Bedürfnisse
  • Ggf. Denkmalschutz
  • Belange des Umweltschutzes (können sehr umfangreich sein)
  • Belange der Wirtschaft
  • Belange des Verkehrs

Der Bauträger koordiniert das Gesamtvorhaben, die Ausführung aber gibt er häufig an Architekten und Subunternehmer weiter.

Vertrauen in die Feuerwehr

Die Deutschen vertrauen den Feuerwehrleuten am meisten. Dies ergab eine Studie des Nürnberger GfK-Vereins, die am Freitag veröffentlicht wurde. Mit weit über 90 Prozent Zustimmung führen helfende Berufe wie Feuerwehrleute, Sanitätern und Krankenpflegern die Rangliste an. Dahingegen wirken Politiker, Versicherungsvertreter und Werbefachleute wenig vertrauenswürdig. Insgesamt haben die Marktforschungsspezialisten für ihre Studie in 25 Ländern weltweit repräsentative Werte erhoben.rr/dpa

Prämien hoch durch Hagelsturm?

Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr vor allem in Europa massive Schäden verursacht. Allein der Hagelsturm „Andreas“ hat in Deutschland die Versicherungen Milliarden gekostet.

Die versicherungen waren tatsächlich die hauptgeschädigten bei der Katastrophenmenge – und jetzt soll genau darauf reafiert werden. Bedeutet das am Ende höhere Prämien für Versicherte?

 

Könnte sein.

 

Rekordjahr 2013

 

Kaum ein Jahr war für die Versicherungen hierzulande so teuer wie 2013. Nach aktuellen Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden für den Hagelsturm, das Juni-Hochwasser an Donau und Elbe und andere Schäden insgesamt knapp sieben Milliarden Euro ausgezahlt. «Die Häufung verschiedener Wetterextreme innerhalb weniger Monate machten das Jahr 2013 zu einem außergewöhnlichen Jahr», sagte GDV-Präsident Alexander Erdland vor wenigen Tagen.

 

Das größte Korn

 

Ein Hagelkorn von der Größe einer Pampelmuse ist in die Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft eingegangen. Mit einem Durchmesser von 14 Zentimetern stellte der Eisbrocken alles in den Schatten, was je bei einem Unwetter vom Himmel fiel. «Ein Rekord für Deutschland», stellte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Dienstag fest, der die Naturkatastrophen in aller Welt jährlich auflistet. Auch sonst übertraf der Hagelsturm «Andreas», bei dem das XXL-Korn im Juli gefunden wurde, alle Rekorde: Keine andere Naturkatastrophe weltweit hat die Versicherungen im Jahr 2013 soviel Geld gekostet. Für die Versicherungskunden in Deutschland dürfte das nicht ohne Folgen bleiben.

Innerhalb von Minuten richtete das Unwetter „Andreas“ in vielen Regionen Nord- und Süddeutschlands Verwüstungen an. Insgesamt 2,8 Milliarden Euro mussten die Versicherungen für zerborstene Wintergärten, verbeulte Autodächer und abgerissene Fassaden ersetzen, rechnete die Munich Re aus. Im größten Automobilwerk der Welt, bei VW in Wolfsburg, traf der Hagel Tausende Neuwagen. Allein die größte deutsche Versicherung Allianz bezifferte ihren Schaden durch den Hagelsturm auf rund 330 Millionen Euro. Die Versicherungen kostete der Eisregen damit noch mehr als die Hochwasserkatastrophe, die im Sommer Teile Bayerns und Ostdeutschlands überflutete.

 

Gebäude-Versicherung wird teurer

Der tatsächliche Schaden durch die Flut war zwar viel höher. Allerdings sind Schäden durch Überflutungen in gefährdeten Gebieten oft nicht versichert, weil den Versicherungen das Risiko zu hoch ist oder die Hausbesitzer keine Extra-Police abgeschlossen hatten. Auch der teure Hagelsturm könnte deshalb nach Einschätzung von Experten die Risiko-Bewertung verändern: Versicherungskunden müssen mit höheren Preisen für ihre Gebäude-Versicherungen rechnen.

In der Gebäudeversicherung schreibt die Branche ohnehin seit Jahrzehnten weitgehend rote Zahlen. Da die meist alten Verträge aber keine Preiserhöhungen erlauben, müsste der Versicherer den Kunden kündigen und ihnen neue, teurere Verträge anbieten. Angesichts der neuen Belastungen könnte dies nun vermehrt geschehen.

 

Bis Ende 2014

Schon vor Flut und Hagel haben einige Unternehmen in der Branche begonnen, die Gebäudeversicherung wetterfester zu machen. Der Versicherer Ergo drohte rund 120 000 Kunden mit der Kündigung ihrer Gebäudeversicherung, falls sie Preiserhöhungen nicht akzeptieren.

Bis Ende 2014 sollen die Verträge der alten Art beendet sein. Auch rund 15 000 Allianz-Kunden aus den neuen Ländern mit Altverträgen aus DDR-Zeiten bekamen vergangenen Herbst Post. Wer höhere Selbstbehalte und gestiegene Beiträge nicht annimmt, für den erlischt der Versicherungsschutz, hieß es.

 

Kfz-Versicherung wird teurer

 
Auch Autofahrer müssen sich auf Prämienerhöhungen gefasst machen. Öffentlich will zwar kaum ein Kfz-Versicherer über Preiserhöhungen sprechen. Das Vergleichsportal Transparo prognostizierte jedoch, dass Neukunden in der Kfz-Haftpflicht im Schnitt 3,4 Prozent höhere Beiträge zu erwarten haben. Günstiger wird die Versicherung meist mit eigener Garage, die auch vor Hagel schützt. 11 Prozent Preisvorteil gegenüber Laternenparkern sind nach einer Analyse der Zeitschrift «Finanztest» drin, wenn das Auto ein Dach über der Karosse hat.

 

 

 

jn / dpa

Allianz erwartet mehr Gewinn

Die schweren Hagelstürme in Deutschland haben die Allianz im Sommer nahezu kaltgelassen.

Für das laufende Jahr erwartet Europas größter Versicherer nun einen operativen Gewinn von leicht über 9,7 Milliarden Euro und damit etwas mehr als zuletzt für den besten Fall angekündigt.

Im dritten Quartal trotzte die Allianz weitgehend den immens gestiegenen Schäden durch Naturkatastrophen.

Der operative Gewinn ging im Jahresvergleich nur um 0,7 Prozent auf gut 2,5 Milliarden Euro zurück, wie der Dax-Konzern am Freitag in München ankündigte.

Unter dem Strich legte der Überschuss um sechs Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro zu und lag damit höher als von Experten erwartet.

 

dpa/cb

Ein Drittel Gewinneinbußen: Flutkatastrophe macht Munich Re zu schaffen

Die Flutkatastrophe in Europa hat beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re starke finanzielle Auswirkungen – die Gewinne gehen kräftig zurück. Der Konzern teilte mit, dass es für die Zeit von April bis Juni ein Überschuss 529 Millionen Euro gäbe – und das ist gut ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Trotz der Flutkatastrophe hatte Analysten wohl mit einem etwas besseren Abschneiden gerechnet.

Die Schäden, die durch das Hochwasser in Deutschland und Europa entstanden sind, kostete den Rückversicherer aus München voraussichtlich 230 Millionen Euro.

 

mt / dpa