Tag Archiv: Wandern

wandern, © Symbolbild

Bergsport im goldenen Herbst: Hier können Sie sich informieren

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und Temperaturen über zwanzig Grad. Eine gute Möglichkeit, den goldenen Herbst zu genießen, ist ein Ausflug in die bayerischen Alpen oder das Voralpenland.

 

Ob Wandern, Klettern oder Mountainbiken, die Möglichkeiten im Bergsport sind groß. Wie groß das Angebot ist, zeigt sich in den Servicestellen des Deutschen Alpenvereins München und Oberland (DAV).

Weiterlesen

herbst, blätter, golden, freizeit

Freizeitaktivitäten für die goldene Jahreszeit

Der Herbst ist da. Das heißt die Tage werden kürzer und die Temperaturen gehen nach unten. Doch auch wenn es draußen etwas kälter ist, kann man die schöne Landschaft genießen. Die folgenden Tipps zeigen Aktivitäten sowohl für draußen als auch drinnen in und um München.

VR-Games
VR-Brille

Schlechtes Wetter ist die beste Gelegenheit um Videospiele zu spielen. Doch wem das zu langweilig ist, der sollte das Presence Virtual Reality Center besuchen. Hier kann man verschiedene Games mit VR-Brille ausprobieren, darunter Hologate bei dem bis zu vier Spieler miteinander interagieren können.  Auch wenn man kein Gamer ist, lohnt es sich diese Technik auszuprobieren und in eine andere Welt einzutauchen.

Alpaka-Wanderung

Wandern gehen in dieser Jahreszeit kann ein schönes Erlebnis sein. Aber noch schöner ist es, wenn man einen tierischen Begleiter hat. Im Münchner Umland bieten einige Höfe Wanderungen oder Spaziergänge mit Alpakas an. Dabei bekommt man meist eine kurze Einführung und darf dann sein Alpaka führen. Eine wunderbare Gelegenheit um Zeit draußen in der Natur zu verbringen und sich zu entspannen.

Escape Game
Escape Game

Wer gerne Rätsel löst und etwas Spannendes erleben möchte, sollte ein Live Escape Game ausprobieren. Dabei wird man zusammen mit seinen Freunden in einen Raum eingesperrt und muss innerhalb von 60 Minuten Aufgaben und Rätsel lösen, um aus dem Raum zu "fliehen". Die Räume sind dabei jeweils zu einem ausgewählten Motto gestaltet. Mögliche Themen sind "Krimi", "Geisterhaus" oder auch "Saw".

Teeverkostung
Tee wird in eine Tasse geschenkt

Herbstzeit ist Teezeit – und anstatt alleine zu Hause eine Tasse zu trinken, kann man auch mal eine Teeverkostung ausprobieren. Bei einem sogenannten Tea Tasting in ausgewählten Teehäusern Münchens können verschiedene Tees probiert werden. Dabei erfährt man Wissenswertes über einzelne Sorten und die richtige Zubereitung. Wer noch mehr Tradition kennenlernen möchte, kann auch an einer Teezeremonie teilnehmen.

Fotokurs
Fotokamera

Eine Landschaft, die in goldfarbenes Licht getaucht ist – wäre doch schade, solche Momente nicht mit der Kamera einzufangen. Der Herbst ist also die perfekte Jahreszeit, um einen Fotokurs zu machen. Egal ob für Anfänger oder Fortgeschrittene, in München gibt es ein großes Angebot beispielsweise bei der Volkshochschule München. Die neugewonnenen Fähigkeiten können dann beim nächsten Spaziergang gleich getestet werden.

 

Webcam-Blick vom Herzogstand auf den Walchensee

Die schönsten Wandertouren rund um München

Das Wandern ist des Müllers Lust, aber eben auch des Münchners. Deshalb präsentieren wir Ihnen heute die schönsten Wander- und Klettertouren rund um München. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen - es ist für jeden was dabei. 

Großer Traithen

Um auf den Großen Traithen zu gelangen, gibt es zahlreiche schöne Touren. Eine davon startet am Gasthaus Rosengasse am Sudelfeld. Auf 1100 Meter Höhe beginnen Sie die Tour. Ausgeschildert ist der Weg nach oben durch mehrere Schilderbäume, wodurch auch ungeübte Wanderer an ihr Ziel geführt werden. Für den gesamten Aufstieg braucht man etwa zwei Stunden, wobei circa 750 Höhenmeter überwunden werden.

Tutzing - Deixlfurter See - Ilkahöhe
wandern, © Symbolbild

Am Westufer des Starnberger Sees befindet sich die Ilkahöhe. Von dort aus hat man einen malerischen Ausblick über den See bis zu den Alpen. Von Tutzing aus ist man in weniger als einer Stunde auf der Höhe angelangt. Daher lohnt es sich, vorher auch noch den Deixlfurter See zu besuchen, um die Wanderung etwas zu verlängern. Die Tour ist zudem wenig anspruchsvoll und man braucht für die 10 Kilometer lange Strecke etwa zweieinhalb Stunden.

Hochries

Sicht vom Hochries bis nach München, © Bei klarer Sicht hat man auf dem Hochries einen wunderschönen Blick

Das Hochriesgebiet gilt als ein wunderschönes Wanderparadies. In dem Hochriesgebiet führen mehrere gut ausgebaute Wanderwege auf nahezu alle Gipfel. Die markierten Wege starten von den Tälern aus. Von der bewirtschafteten Hochrieshütte hat man einen schönen Rundumblick über die umliegenden Berge und Täler. Aber auch für abenteuerlustige Personen finden sich jede Menge kleinere Steige. Sie sind kaum bekannt und man hat das Gefühl als erster Entdecker hierher zu marschieren. Jedoch ist zu bedenken, dass Teilabschnitte dieser Wanderwege an schmalen und steilen Bergwegen entlang führen. Trittsicherheit und entsprechendes Schuhwerk sind hier von Vorteil.

Jochberg

Eine schönere Aussicht als auf dem Jochberg gibt es wohl kaum. Denn der Jochberg liegt genau zwischen zwei Seen, dem Kochel- und Walchensee. Der Aufstieg gilt als einfach und familienfreundlich und wenn man erstmal oben angekommen ist, lohnt sich die Wanderung allemal. Genau wegen dieser Aussicht auf die Umgebung, ist der Jochberg auch einer der beliebtesten Bergwanderungen im Münchner Umkreis.

Sulzkogel

Sulzkogel in Österreich ein Wanderziel, © Der Sulzkogel mit Aussicht auf den Speicher Finstertal

Der Sulzkogel ist mehr als 3.000 Meter hoch und liegt in den Stubaier Alpen. Geübte Wanderer können sich hier auch einmal im Hochgebirge üben. Die Hochgebirgswanderung auf dem Sulzkogel ist ein äußerst beliebtes Wanderziel. Auf dem Sulzkogel führen gute, markierte Wege auf den Dreitausender. Manchmal über steinige Blöcke oder Schotter, ist der Sulzkogel kein sehr schwieriger, aber ein schöner, abwechslungsreicher Wanderweg. Obwohl der Sulzkogel von München etwas weiter entfernt ist (Österreich), ist der Ausflug es auf jeden Fall wert.

Schliersbergalm

Welcher Münchner Schüler kennt diese Alm nicht? Sie zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen an Wandertagen. Das liegt neben der guten Erreichbarkeit mit der BOB, auch an dem relativ einfachen Marsch vom Schliersee auf die Alm. Oben angekommen wartet neben dem Biergarten auch eine Sommerrodelbahn, die gerade für Kinder eine tolle Angelegenheit ist. Vom Bahnhof zur Alm dauert die Wanderung etwa eine Stunde, wobei aber circa 300 Höhenmeter überwunden werden müssen.

Kloster Andechs
Das Kloster in Andechs und sein Biergarten ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Für echte Wanderer ist die Route von Herrsching zum Kloster wohl nicht mehr als ein längerer Sonntagsausflug. Doch auch für sie wartet am Ende die Wallfahrtsstätte mit ihrem herrlichen Bier und Biergarten. Gerade für Anfänger eine ideale Route, um Kondition aufzubauen und gleichzeitig noch die Wonnen des Lebens zu genießen.

Teufelstättkopf

Der Teufelstättkopf ist fast 1.800 Meter hoch. Er liegt in der Nähe von Unterammergau und gilt als schönes Wanderziel. Wenn man nach einer schönen, zweistündigen Bergwanderung das August-Schuster-Haus erreicht hat, braucht es nur noch gut eine halbe Stunde bis zum Gipfel. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, da man die den letzten paar Meter hochkraxeln muss. Ein Drahtseil hilft die letzten paar Meter bis zur Gipfelspitze. Man kann den Berg aus fast allen Richtungen besteigen, ob von Oberammergau, Unterammergau oder dem Schloss Linderhof aus, welches einen Besuch mehr als Wert ist.

Klettergarten Buchenhain
In Utting am Ammersee gibt es einen Hochseilgarten., © Symbolbild

Wer gerne Klettern möchte, aber keine Zeit hat in die Berge zu fahren und auch nicht in einer Halle kraxeln möchte, der ist im Klettergarten Buchenhain genau richtig. 250 Meter Quergangskletterei gibt es hier, wobei eine Kletterhöhe von fünf Metern erreicht werden kann. Eine willkommene Abwechslung für Boulder-Freunde.

Wendelstein

Panorama Aussicht vom Wendelstein aus., © Wer will bei so einer Aussicht nicht Wandern gehen?

Um zum Wendelstein zu gelangen, oder von dort herabzusteigen, bieten sich einige interessante Möglichkeiten. Wenn man es dann endlich zur Bergstation geschafft hat, auf der Zahnradbahn und Seilbahn zusammentreffen, sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel. Selbst ungeübte Wanderer können dies in etwa 20 Minuten schaffen und von dort aus einen herrlichen Panoramablick genießen. Auch das Gipfelkreuz und die Wendelinkapelle, sowie die Universitäts-Sternwarte finden Sie dort oben.

Heimgarten und Herzogstand

Ein Voralpen-Klassiker wartet auf die Freunde des Wanderns - vom Walchensee, zum Heimgarten und auf den Herzogstand. Aber Vorsicht! Die Wanderung ist kein Zuckerschlecken und sollte nur von geübten Wanderern absolviert werden. Zwischen fünf und sechs Stunden brauchen selbst trainierte Wanderlustige. Dabei müssen sie ungefähr 1.200 Höhenmeter überwinden, bis sie am Ziel angekommen sind.

Spitzingsee

Auch um zum Spitzingsee zu gelangen, gibt es natürlich eine Vielzahl von Möglichkeiten. Besonders schön ist aber der Bockerlbahnweg. Hier erlebt man 12 km lang wunderschöne Natur und eine abwechslungsreiche Landschaft. Anfänger sollten aber erst einmal trainieren, bevor sie sich auf diese Wanderung begeben. Dabei ist nicht die Länge von etwa dreieinhalb Stunden die Schwierigkeit, sondern das Profil und die technischen Raffinessen.

Wallberg

Vom Wallberg hat man eine wunderbare Aussicht, © Vom Wallberg hat man eine wunderbare Aussicht.

Am Südende des Tegernsees befindet sich der Wallberg. Sowohl im Sommer als auch im Winter mangelt es hier nicht an Wanderliebhabern. Hauptgrund dafür ist die Gondelbahn, die einem binnen 13 Minuten von Rottach-Egern zur Bergstation bringt. Schon dadurch befindet man sich in 1620 Metern Höhe. Zum schönen Wallbergkircherl braucht man nur ein paar Minuten. Zum Gipfel des Wallbergs muss man dann noch etwa eine halbe Stunde marschieren. Diejenigen, denen die Tour zu kurz ist, können sich anschließend noch auf den Weg zum Risserkogel machen. Bis dahin dauert es dann aber noch mindestens fünf Stunden.

Hirschberg

Am Tegernsee befindet sich der Hirschberg - einer der typischen Münchner Hausberge. Auf eine mittelschwere Wanderung können sich die Bergliebhaber freuen, die optisch einiges zu bieten hat. Tegernsee, Guffert, Blauberge, Roß- und Buchstein, Zugspitze oder Karwendel können von seinem Gipfel aus bewundert werden. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, die 900 Höhenmeter in Angriff zu nehmen.

Ettaler Manndl

Für Kletterer gibt es rund um München auch einige Möglichkeiten. Gerade das Ettaler Manndl ist einen Besuch wert, obwohl es zu den einfacheren Klettersteigen gehört. Die Wanderung bis zum Gipfelaufbau ist relativ einfach. Dort angelangt, muss man allerdings seine Kletterausrüstung parat haben, um zum Gipfelkreuz zu gelangen.

Schneemassen können bei Tauwetter gefährlich werden, © Symbolfoto

Lawinenwarndienst zieht nach 50 Jahren erfolgreiche Bilanz

In der Winterzeit donnern regelmäßig Lawinen in bayerischen Bergen zu Tal. Immer wieder werden auch Menschen mitgerissen. Vor den gefährlichen Schneemassen warnt der Lawinenwarndienst seit Jahrzehnten – und blickt nun auf 50 Jahre Tätigkeit zurück.

  Der bayerische Lawinenwarndienst hat zu seinem 50-jährigen Bestehen auf seine erfolgreiche Bilanz verwiesen. In dem halben Jahrhundert habe es in den von dem Warndienst überwachten Bereichen keinen einzigen Todesfall gegeben, berichtete das Innenministerium in München aus Anlass des Jubiläums.   Dennoch kommen auch im Freistaat immer wieder wieder Menschen durch Lawinen ums Leben. Obwohl die diesjährige Wintersaison erst in einigen Gebieten begonnen hat, mussten die Behörden bereits über zwei Todesfälle berichten. In den Berchtesgadener Alpen wurde am Sonntag auf einer Höhe von 1650 Metern eine Skitourengeherin von Schneemassen mitgerissen, die Retter konnten für die 50-Jährige nichts mehr tun. Erst im September hatte eine Lawine im Berchtesgadener Land einen 24 Jahre alten Wanderer vor den Augen seiner Familie in den Tod gerissen.
 

Anlass für die Gründung

  Der Gründung des Lawinenwarndienstes war einstmals auch ein tragisches Unglück vorausgegangen. 1965 kamen auf der Zugspitze bei einem verheerenden Lawinenabgang zehn Menschen um. Dies war der Auslöser, um einen Warndienst aufzubauen. Dieser ging dann 1967 in Betrieb.   Das Rückgrat des Dienstes bilden heute mehr als 400 ehrenamtliche Mitglieder, die sich vor Ort in den betroffenen Gebieten für die Sicherheit der Bevölkerung und der Touristen engagieren. Sie sind in Lawinenkommissionen tätig, die bei akuten Gefährdungslagen über Streckensperrungen und andere Maßnahmen beraten und den Behörden Empfehlungen geben.   Zudem gibt es noch die Lawinenwarnzentrale in der Landeshauptstadt, die wie der bayerische Hochwassernachrichtendienst zum Landesamt für Umwelt in Augsburg gehört. Die Experten der Zentrale geben im Winter nicht nur tägliche Lageberichte heraus. Sie kümmern sich auch um die Ausbildung der Mitglieder der örtlichen Lawinenkommissionen, um den Betrieb der Messnetze und sind an der Planung von Lawinenschutzmaßnahmen beteiligt. Zahlreiche Messstationen liefern rund um die Uhr aktuelle Werte nach München, durch die die Mitarbeiter der Warnzentrale die Gefahr einschätzen können.  
dpa
© fotolia © JFL Photography #140642316

Die weite Welt dahoam: Fernweh-Reiseziele in Bayern

In der alljährlichen Urlaubszeit zieht es viele Menschen in die Ferne. Ungewöhnliche, exotische Reiseziele locken die Leute in die Ferne, um der vermeintlich langweiligen Heimat einmal entfliehen zu können. Schließlich möchte man andere Eindrücke sammeln und mal etwas abseits der langweiligen Alltags-Tristesse wandeln, den Angehörigen, Freunden und Bekannten anschließend von den Reiseerlebnissen erzählen. Was wäre aber, wenn Exotik und Abenteuer ganz in der Nähe und nicht tausende Kilometer weit weg lägen? Was, wenn es dort mindestens genauso viel zu sehen gäbe? Nun, genau das ist der Fall! Die Landschaften in unserer Region müssen sich mitnichten vor der internationalen Konkurrenz verstecken. Manch ein Ort lädt sogar dazu ein, die Nähe zum Zuhause vergessen zu lassen – ohne, dass ein stundenlanger Flug dafür nötig gewesen wäre! Weiterlesen

„Frauenpower mit Zuckerl“: Jetzt einen Erlebnis-Tag in Garmisch-Partenkirchen gewinnen

In den Sonnenuntergang wandern und danach eine Almbrotzeit genießen, in die Welt der Schokolade reisen oder im Workshop zur Kräuterexpertin werden – klingt gut? Wir laden Sie zu „Frauenpower mit Zuckerl“ nach Garmisch-Partenkirchen ein. Weiterlesen
Integration in der Praxis: Mit Flüchtlingen in den Bergen, © DAV/Leonhard Geißler

Integration auf dem Gipfel: Mit Flüchtlingen in den Bergen

Um jungen Flüchtlingen ihre neue Heimat näherzubringen, hat der Deutsche Alpenverein zusammen mit dem Malteser-Hilfsdienst ein neues Projekt ins Leben gerufen. Durch Ausflüge in die Bayerischen Alpen soll die Integration gefördert werden. Weiterlesen

Münchner Bergsteiger stürzt 150 Meter tief in den Tod

Ein 48-jähriger Mann aus München ist bei einer Wanderung im österreichischen Vorarlberg ums Leben gekommen – 150 Meter stürzte er in die Tiefe. Der Unfall ereignete sich vermutlich am Montagabend an der Bergkette der Drei Schwestern in Frastanz.   Als der Mann von seiner Berwandertour nicht zurückgekommen war, alarmierte seine Ehefrau am Dienstag die Einsatzkräfte. Die Bergrettung suchte mit einem Helikopter nach dem Verunglückten und fand seine Leiche schließlich in einer felsigen Schlucht.   mt / dpa / lby

Idylle statt Hotelburgen: „Bergsteigerdörfer“ könnten bald auch in Bayern kommen

Idyllische Bergdörfer statt alpenländischer Vergnügungsparks mit Hotelburgen – das ist das Konzept der  Bergsteigerdörfer, das sich in Österreich schon großer Beliebtheit erfreut. Die Idee: Die historischen Ortsbilder sollen erhalten bleiben, ein sogenannter „sanfter Tourismus“ soll sich hauptsächlich an natur- und sportbegeisterte Bergsteiger richten. Nun wollen auch die deutschen Tourismusverbände auf den Zug aufspringen und das Konzept fördern.   In Nachbarland Österreich verpflichten sich die Orte unter anderem, Pisten und Lifte nicht weiter auszubauen. Verboten sind große Hotelblocks und Appartementanlagen, die den dörflichen Charakter stören. Die Orte werben mit naturschonendem Tourismus: Wandern, Schneeschuhgehen – und einem Verzicht auf neue größere Erschließungen.   «Das Projekt „Bergsteigerdörfer“ passt hervorragend in die bayerischen Alpen», lobte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). «Es rückt unsere Bergdörfer in den Mittelpunkt, in denen sanfter Tourismus, Brauchtum und regionale Wirtschaftskreisläufe gelebt werden.» Keine andere Bewegungsform sei so angesagt wie das Wandern. «Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn das Projekt den Sprung von Österreich nach Bayern machen würde.»     mt / dpa / lby

Zwei Bergsteiger sterben im Berchtesgadener Land

Zwei Bergsteiger sind am heutigen Donnerstag im Pidinger Klettersteig am Hochstaufen und im Bereich des zweiten Sporns in der Watzmann-Ostwand tödlich verunglückt.   Einer der beiden Männer stürzte über 100 Meter in die Tiefe; anscheinend war er alleine und ohne jegliche Sicherung sowie Helm unterwegs. Noch während die Leiche des 67-jährigen Bergsteigers geborgen wurde, kam es zum zweiten Todesfall: Ein Kletterer hatte einen Schrei gehört, kurz darauf eine leblose Person entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Auch diesem Mann konnten die Rettungskräfte nicht mehr helfen: Er war über 200 Meter hinabgestürzt und sofort tot.   Die polizeilichen Unfallermittlungen übernahmen jeweils die Polizeibergführer aus Berchtesgaden.  Die Identität der beiden jeweils Alleingeher konnte vorerst noch nicht eindeutig geklärt werden. Die Ermittlungen dazu laufen.   mt / Polizei Berchtesgaden