Tag Archiv: Weltmeisterschaft

Thomas Müller, Bayern München, Fußballer, © Foto: Archiv

WM-Auslosung: „Spanien oder England muss man nicht in der Gruppe haben“

Heute findet im Moskauer Kreml die Auslosung zur nächsten Fußball-Weltmeisterschaft statt. Dabei wird sich auch zeigen, welche Gegner unsere Mannschaft beim Turnier nächstes Jahr in der Gruppe haben wird. Thomas Müller äußerte im Vorfeld seine Hoffnungen auf deutsches Losglück.

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© Rico Güttich / muenchen.tv

Katar: Rummenigge drängt für WM 2022 auf „am wenigsten schmerzhafte Lösung“

Karl-Heinz Rummenigge treibt die Idee voran, die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar im Frühjahr 2022 auszutragen. Die Bundesligasaison soll deshalb früher beginnen, um eine WM im April zu ermöglichen.

 

„Es wäre Schwachsinn, im Sommer bei 50 Grad zu spielen – unmöglich – aber wir müssen eine Lösung finden, die am wenigsten schmerzhaft ist für die Ligen und besonders die Vereine“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München der „Times“ (Mittwoch). „Unser Vorschlag ist es deshalb, die Club-Saison früher beginnen zu lassen.“

 

Die Europäische Club-Vereinigung (ECA), deren Vorsitzender Rummenigge ist, habe Forschungen angestellt, „und die beste Option wäre es, die Weltmeisterschaft Ende April beginnen und im Mai enden zu lassen“. Die ECA werde diesen Vorschlag beim Treffen der Task Force des Weltverbands FIFA am 3. November präsentieren.

 

Blatter will den Vorschlag der Arbeitsgruppe abwarten

 

FIFA-Präsident Joseph Blatter hält sich weiter bedeckt zu einem genauen Termin für das Turnier im Wüstenstaat. Er glaube auch, „dass eine WM in Katar im Sommer nicht durchführbar ist“, sagte der Schweizer der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Stadien können zwar gekühlt werden, aber die WM findet nicht nur in den Stadien, sondern im ganzen Land statt, und eine flächendeckende Abkühlung ist sicher nicht möglich.“ Man müsse aber „zunächst den Vorschlag der Arbeitsgruppe für den internationalen Matchkalender 2014 bis 2018 abwarten“.

 

RG / dpa

 

Eishockey: DEB verlängert Kooperation mit Infront bis 2017

Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) verlängert seine exklusive Kooperation mit dem internationalen Sportmarketing-Unternehmen Infront Sports & Media um weitere drei Jahre. Bis 2017 vermarktet Infront alle Sponsoring-, Werbe- und Lizenzrechte rund um den Verband, die Nationalmannschaften und ihre Heimspiele. Weiterlesen

Lahm: Rücktritt aus der Nationalmannschaft stand seit 2013 fest

Philipp Lahm hat bereits im Herbst 2013 beschlossen, nach der Weltmeisterschaft in Brasilien nicht mehr in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zu spielen. Das schreibt der Münchner in einem Gastbeitrag der „Zeit“ etwas mehr als eine Woche nach seinem überraschenden Rücktritt aus der DFB-Auswahl.

 

Er wolle sich nicht „vom Leistungssport treiben lassen“, erklärt der 30-Jährige. „Mein Leben gehört mir.“ Das verlorene Finale in der Champions League vor zwei Jahren mit dem FC Bayern München gegen den FC Chelsea sei ein Wendepunkt in seiner Karriere gewesen. Er habe eines seiner besten Spiele gemacht, aber es habe trotzdem nicht gereicht. „Wir Sportler befinden uns in einer ständigen Abhängigkeit von Zufällen, von Dingen, die wir nicht beeinflussen können – manches ist einfach auch Glück.“ Der Champions-League-Triumph im Folgejahr bestärkte ihn darin, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, „das heißt: Entscheidungen treffen, bevor sie mich einholen“.

 

Vom Weltmeister-Titel sei seine Entscheidung aber nicht abhängig gewesen, schreibt Lahm. Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist, schreibt Lahm. „Aber ich wäre auch zurückgetreten, wenn wir ohne diesen Triumph nach Hause gefahren wären.“ Jetzt wolle er sich nur noch auf seine Führungsrolle als Bayern-Kapitän konzentrieren.

 

RG / dpa

Philipp Lahm tritt aus Nationalelf zurück

Philipp Lahm hat seine internationale Fußballerkarriere beendet.

Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels enden zehn Jahre, die er in der DFB-Elf gespielt hatte.

 

Schon vor WM beschlossen

Freitagmittag veröffentlichte der DFB die erste Stellungnahme des Nationalkapitäns:

 

Liebe Fußballfreunde,

im Laufe der vergangenen Saison habe ich den Entschluss gefasst, nach der Weltmeisterschaft meine Länderspielkarriere zu beenden. Diese Entscheidung habe ich am Montag beim Frühstück Bundestrainer Joachim Löw mitgeteilt. Ich bin glücklich und dankbar, dass mein Karriereende in der Nationalmannschaft mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien zusammenfällt.

Heute Morgen habe ich mich bei DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verabschiedet und mich bei ihm stellvertretend für die tolle Zusammenarbeit mit dem Trainerteam um Joachim Löw, Hansi Flick, Andy Köpke und Teammanager Oliver Bierhoff sowie der gesamten Mannschaft und allen DFB-Mitarbeitern in den vergangenen zehn Jahren bedankt.

Ich bin seit drei Tagen im Urlaub und habe hier Ruhe und Zeit, meine Nationalmannschaftskarriere gedanklich abzuschließen.

Herzlichen Dank für eine wunderbare Zeit!

Mit besten Grüßen

Philipp Lahm

 

 

Reaktionen aus München

Bei seinem Stammverein FC Bayer München stößt Lahms Entscheidung auf viel Verständnis, der Vorstandschef des FCB, Karlheinz Rummenigge, gibt aber zu Bedenken „Für die Nationalmannschaft wird es aber nicht einfach, Lahm als Spieler, Mensch und Kapitän zu ersetzen“.

Sportvorstand Matthias Sammer ergänzte:

„Nur Philipp kann fühlen, ob seine Entscheidung zu diesem Zeitpunkt die richtige ist. Sie nötigt mir auf jeden Fall den allergrößten Respekt ab.“

„Er hat jetzt das erreicht, was er sich vorgestellt hat – Weltmeister – und das reicht ihm in der Nationalmannschaft. Besser kann es ja nicht werden.“, sagte unterdessen einer von Lahms Vorgängern als deutscher Weltmeister, Sepp Maier. Maier wurde 1974 als Nationalkeeper mit der DFB-Elf WM-Erster.

 

Die ersten Reaktionen im Netz


 

Video vom Empfang der Weltmeister in München:

München: Weltmeister Kroos bestätigt Wechsel zu Real Madrid

Toni Kroos hat Medienberichten zufolge nach dem Gewinn des WM-Titels seinen Wechsel vom FC Bayern München zu Real Madrid bestätigt.

 

Der Fußball-Nationalspieler wurde am Montagmorgen unter anderem von der spanischen Nachrichtenagentur EFE mit den Worten zitiert: „Das war der bestmögliche WM-Schlusspunkt. Jetzt gehe ich nach Madrid. Damit erfüllen sich zwei Träume.“ Eine Bestätigung der Bayern oder von Kroos Management gab es zunächst nicht.

 

Bereits seit Tagen wird über einen Transfer des 24-Jährigen zum Champions-League-Sieger spekuliert, spanische Medien vermeldeten den Deal bereits als perfekt. Der Mittelfeldspieler hat bei den Bayern eigentlich noch einen Vertrag bis 2015, Verhandlungen über eine Verlängerung scheiterten aber vor der Weltmeisterschaft in Brasilien.

 

Bereits vor ein ppar Tagen hatte Stürmer Mario Mandzukic den Rekordmeister Richtung Madrid verlassen, der Kroate wechselte allerdings zu Atlético Madrid.

 

RG / dpa

München: Polizei-Zwischenbilanz zum Spiel der Fußball WM

Am 13.07.2014, um 21.00 Uhr, begann bei der Fußball WM in Brasilien das Spiel zwischen Deutschland und Argentinien.

 
Bereits um 20.30 Uhr befanden sich ca. 5.000 Fans auf der Leopoldstraße und sie musste zwischen der Franz Joseph-
Straße und der Herzogstraße für den Straßenverkehr gesperrt werden.
Zum Beginn der zweiten Halbzeit stieg die Anzahl der Fans dort auf 10.000 Personen.

 
Die weiteren größeren Public-Viewing-Veranstaltungen im Stadtgebiet wurden von über 33.000 Personen besucht und die großen Biergärten waren mit vielen tausend Besuchern voll.
Um 22.45 Uhr wurde der U-Bahnhof Giselastraße aufgrund der überfüllten Zugänge gesperrt und um 23.00 Uhr wurde die Straßensperrung bis zum Siegestor erweitert.

 
Unmittelbar nach dem Spiel um 23.40 Uhr wurde die Sperrung aufgrund des Zustroms weiterer Fans von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz ausgedehnt und um 00.20 Uhr noch bis zur Ungererstraße.
Gegen 01.00 Uhr feierten über 80.000 Fans auf der Ludwigund Leopoldstraße.
Bis 01.30 Uhr kam zu keinen größeren Störungen.

 

Über 15 Personen wurden angezeigt; die meisten wegen des
unerlaubten Gebrauchs von Pyrotechnik. Im gesamten Stadtgebiet und im Landkreis wurde die Münchner Polizei während der Feierlichkeiten mehr als fünf mal wegen Pyrotechnik und über 20 mal wegen Ruhestörungen alarmiert.
Es sind über 500 Beamte im Einsatz.

 

RG / Polizei

Fans feiern bei Public Viewing, © Die EM steht kurz vor der Tür

München: Ganz Bayern feiert WM-Titel – 80 000 auf Münchner Leopoldstraße

Autokorsos, Feuerwerk und Freudentränen. Die Fußball-Fans in Bayern haben in der Nacht zum Montag den neuen Weltmeister aus dem eigenen Land gefeiert. Allein in München gingen 80 000 auf die Feiermeile Leopoldstraße. Einige Fans haben die Nacht durchgemacht.

 

Nach dem nervenzerreißenden Finalspiel sind in der Nacht Hunderttausende Fans in ganz Bayern auf die Straßen gegangen. Mit Autokorsos und Jubelgesängen feierten sie den Fußball-Weltmeister. Abgesehen von wenigen Körperverletzungen und einigen gezündeten Feuerwerkskörpern feierten die Fans friedlich. In München wurden traditionell Leopoldstraße und Ludwigstraße zur Partymeile. Gegen 1.00 Uhr waren dort mehr als 80 000 Menschen unterwegs, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Ein U-Bahnhof musste wegen Überfüllung geschlossen werden. Etwa 500 Polizisten waren in der Landeshauptstadt im Einsatz. Auch am Montagmorgen waren noch Fans in den DFB-Trikots in der Stadt unterwegs.,

 

Überall in Bayern wird gefeiert

 

In Nürnberg trafen sich die Fans nach dem Spiel in der Nähe des Hauptbahnhofs zum Jubeln. Am Flughafen hatten sich fast 20 000 Menschen das Spiel angeschaut, in Niederbayern besuchten nach Polizeiangaben etwa 22 000 Fans Public Viewings. In Augsburg zogen rund 20 000 Leute durch die Innenstadt. Auch Stunden nach dem Abpfiff zogen Fans heiser grölend durch die Straßen bayerischer Städte – während Reinigungskräfte bereits die Spuren des kollektiven Rausches beseitigten.

 

Die DFB-Auswahl hatte im Finale in Rio de Janeiro 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien gewonnen. Beim Public Viewing im Münchner Olympiastadion, wo Deutschland genau 40 Jahre zuvor Weltmeister wurde, hatten 33 000 Fußballfans mitgefiebert. Das Stadion war schon Stunden vor Beginn des Endspiels voll besetzt.

 

RG / DPA

10 Tipps für die WM-freie Zeit

Mittwoch und Donnerstag kommt kein Live-Fußball von der Weltmeisterschaft in Brasilien im TV. Zwei Tage spielfrei bis zum Viertelfinale am Freitag. Hardcore-WM-Zuschauer stehen nun vor der Frage: was mache ich Mittwoch und Donnerstag jeweils um 18:00 und 22:00 Uhr, wenn eigentlich bisher immer Anpfiff war??? Wir haben zehn Tipps zusammengestellt, was Sie mit ihrer ungewohnten spielfreien Zeit machen können:

1) Den Bereich rund um die Couch mit einem Staubsauger von Chips– und sonstigen Snackresten befreien, auch die Fan-Utensilien könnten vielleicht eine Reinigung vertragen.

2) Den neuen Bundesliga-Spielplan schon mal auswendig lernen.

3) Die Frau oder Freundin einfach mal schön in ein Restaurant einladen, als Wiedergutmachung für die knapp drei Wochen Sendepause, die die eigene Beziehung jeden Abend hatte.

4) Die Eltern mal wieder besuchen oder zumindest anrufen und ein Lebenszeichen von sich geben – manche Mutter macht sich sicher schon Sorgen.

5) Um 18 Uhr, wenn eigentlich Anpfiff war, wieder die Nachrichten „münchen heute“ auf münchen.tv ansehen (und nicht erst nachts die Wiederholungen).

6) Wenn Punkt 1 erledigt ist, dann ruhig auch schon mal daran denken, die Vorratskammer wieder aufzufüllen. Viertel- und Halbfinale kommen schneller als man denkt.

7) Wenn das Wetter passt, dann die besten Szenen der WM selber auf der grünen Wiese nachspielen. Das Tor des Kolumbianers James Rodriguez bekommt sicher nicht jeder hin.

8) Noch immer Algerien-Frust? Dann die Spielkonsole ausgepackt und die Partie noch mal nachspielen – mit einem deutlichen Zu-Null-Sieg!

9) Was läuft eigentlich im Kino?

10) Wem all diese Tipps überhaupt nicht taugen, der kann ja bereits um 18 Uhr ins Bett gehen und den fehlenden Schlaf der letzten Wochen nachholen.

In diesem Sinne, viel Erfolg beim Zeittotschlagen bis Freitag 18 Uhr.
mh

Syrische Flüchtlinge feiern im Fastenmonat die deutsche Nationalelf

Für syrische Flüchtlinge in Bayern ist es meist der erste Ramadan in der Fremde. So auch für die Familien im oberbayerischen Grafrath. Doch noch etwas macht den muslimischen Fastenmonat diesmal zu etwas Besonderem.

 

Im Gesicht des Buben sind noch die Farben Schwarz-Rot-Gold zu erkennen, die er sich am Vorabend auf seine Wangen gemalt hat. Da hat Deutschland gegen Ghana bei der Fußball-WM gespielt. „Götze ist mein Lieblingsspieler“, sagt der Zehnjährige. Wie zehntausende Kinder in Deutschland fiebert er in diesen Tagen mit den Stars. Doch der Junge spricht mit einem leichten arabischen Akzent – Fußballfan Andraos kommt aus Syrien.

 

Zusammen mit seiner Familie kam er vor anderthalb Jahren nach Deutschland, auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland. Unbedingt wollte die Familie hierher. Zu Fuß und dann per Lkw machten sie sich von der nordöstlichen Provinz Hasaka auf den Weg, schlugen sich über die Türkei bis nach Bayern durch. Sie lieben Deutschland – und fiebern bei der WM mit der Nationalelf mit.

 

„Jedes Mal wenn Deutschland gespielt hat, haben wir über unserem Haus in Syrien die Deutschlandflagge aufgehängt“, erinnert sich die Mutter von Andraos, Jina, die wie alle anderen ihren Nachnamen nicht nennen will. Die 42-Jährige hatte den Entschluss gefasst, in die Türkei zu fliehen, nachdem ein Familienmitglied entführt wurde – von wem, weiß sie nicht.

 

Nun lebt sie mit ihren vier Kindern in einer Asylunterkunft in dem kleinen Ort Grafrath in Oberbayern, in dem auch sechs weitere syrische Familien untergekommen sind. Laut bayerischen Innenministerium leben rund 3600 syrische Flüchtlinge derzeit im Freistaat, die wie Jina Asyl beantragt haben. Hinzu kommen rund 700 Syrer, die von der Bundesregierung direkt durch ein Flüchtlingsprogramm aufgenommen und Bayern zugeteilt wurden – rund 2300 sollen noch folgen.

 

Das schwierigste ist die Sprache

 

Das Schwierigste am Neuanfang sei, Deutsch zu lernen, sagt Hussni. Der 40-Jährige sitzt neben Jina im grünen Garten der Unterkunft, arabisches Gebäck stapelt sich vor ihm auf dem Tisch. «Ich liebe Deutschland schon seitdem ich ein Kind bin und wollte unbedingt hierher», sagt er. Weil seine Heimatstadt Deir ez-Zur im Osten Syriens vom Krieg zerstört und viele Schulen geschlossen wurden, kam er vor einem Jahr mit seiner Frau Zainab und drei Kindern nach Bayern. Die gehen seitdem in Grafrath und umliegenden Ortschaften zur Schule. In perfektem Deutsch erklärt die Kleinste der Familie, die sechsjährige Reem, stolz, auch sie feuere die deutsche Nationalelf an – vor allem Mittelfeldspieler Mario Götze.

 

Pünktlich zum Start des Achtelfinales der WM am Samstag gegen Ghana beginnt für die Muslime der Ramadan. Hussnis Familie freut sich sehr auf den Fastenmonat. Sie wollen die wichtige Mahlzeit des Fastenbrechens am Abend zusammen mit den Deutschlandspielen feiern. Syrische Spezialitäten spielen im heiligen Monat eine große Rolle. Zainab will als erstes Kibbeh, arabische Fleischklöße, mit weißem Joghurt zubereiten – „damit Ramadan hell beginnt“.

 

Die Familie ist über mehrere Länder verstreut

 

Vor allem für die junge Syrerin Duha aus der Küstenprovinz Latakia ist dieser Ramadan besonders schwer. „Ich bin sehr traurig, denn der Ramadan ist ein Monat, den man mit der Familie verbringt“, sagt die 23-jährige, während ihr Tränen das Gesicht herunterlaufen. Ihre Eltern und Geschwister seien in Syrien, der Türkei und in Ägypten verstreut – nur mit ihrem Ehemann sei sie nach Deutschland geflohen, weil beide in Syrien politisch aktiv waren.

 

Auch Duha verfolgt in Grafrath mit Begeisterung die WM. Im Exil in Deutschland, weit weg von Zuhause, spielt der Fußball im Leben der syrischen Flüchtlingen eine große Rolle. „Wir unterstützen Deutschland, weil die einfach super spielen“, sagen die syrischen Jungs, bevor sie sich einen Fußball schnappen und hinter dem Haus spielen gehen. Zusammen feiern sie die Nationalmannschaft des Landes, das ihnen Zuflucht vor den Gräueln des Bürgerkriegs gewährt.

 

RG / dpa

Public Viewing in München – die wichtigsten Adressen

Die Sonne scheint, die Stimmung kocht, Hunderte von Menschen feiern und fiebern zusammen zur Fußballweltmeisterschaft! Was gibt es schöneres, als bei einem wichtigen WM-Spiel gemeinsam mit genauso eifrigen Zuschauern vor der großen Leinwand zu sitzen? Public Viewing ist und bleibt ein wichtiger Teil der Fußballgemeinde, und hier vereinen sich eingefleischte Fußballfans mit gelegenheits-Guckern und neugierigen Passanten. An den verschiedensten Stellen und unter den unterschiedlichsten Voraussetzungen kann man in München öffentlich mitfiebern. Wir haben für Sie die wichtigsten, beliebtesten und größten Adressen zusammengetragen – für jeden ist etwas dabei.

 

 

Olympiastadion

 

Mittlerweile fast schon eine Tradition: Im Münchner Olympiastadion werden sich auch heuer wieder Zehntausende versammeln, um die WM-Auftritte der deutschen Nationalmannschaft auf einer 140 Quadratmeter großen Leinwand zu bejubeln. Auch wenn die Spiele im fernen Brasilien stattfinden – hier gibt es die echte Stadionatmosphäre!

 

 

Backstage

 

Das Backstage zeigt alle Spiele der WM auf mindestens drei Areas: Im Werkstatt-Studio (Indoor) sowie im Biergarten und unter dem Vordach (Outdoor) auf einer riesigen Leinwand. Bei Spielen der deutschen Mannschaft setzen die Veranstalter noch einen drauf: dann wird das gesamte Backstage-Areal – also inklusive Halle und Club – zur Public-Viewing-Zone. Der Eintritt ist frei. Bei Deutschland-Spielen besteht allerdings die Möglichkeit, sich vorab Reservierungs-Tickets für eine, fünf oder zehn Personen zu kaufen. Diese Tickets garantieren Einlass auf das Gelände, und im Preis ist je nach Personenanzahl ein bis zehn Liter Bier inbegriffen.

 

 

Muffathalle

 

Zu sehen sind alle Spiele mit Anstoßzeiten um 18, 21 oder 22 Uhr auf Großbildleinwand im Biergarten. Dieser bietet etwa 400 Sitzplätze, davon 100 im überdachten und regengeschützten Bereich. Für Verpflegung ist selbstverständlich gesorgt, der Biergarten bietet neben der klassischen Kost auch mediterrane Gerichte an. Die deutschen Spiele werden auf dem ganzen Gelände des Muffatwerks gezeigt, also in Muffathalle, Ampere, Cafe, Biergarten und Terrasse. Der Eintritt ist frei.

 

 

Kino am Olympiasee

 

Dem Trubel der WM in Brasilien kann und will sich auch das Kino am Olympiasee nicht entziehen. Das „Premium Public Viewing“ kostet 6€ Eintritt, darin ist ein Glas Prosecco enthalten und außerdem kann man die Aussicht von den „Love Seats“ auf die große LED-Leinwand genießen. Bei einem Hofbräu-Bier, Wein oder einem Cocktail kommt sicherlich die richtige Party-Stimmung auf.

Im Kino am Olympiasee werden in der Vorrunde die beiden deutschen Vorrundenspiele gegen Portugal (16.6.) und die USA (26.6.) gezeigt. Ab dem Achtelfinale wird jedes Spiel übertragen, mit Ausnahme der späten Partien am 28. und 29.6. Einlass ist jeweils um 17 Uhr, ab dem Halbfinale um 19 Uhr.

 

 

Seehaus

 

Im Seehaus im Englischen Garten kann man die WM live in einem schicken Ambiente miterleben. Die Spiele werden auf einer Großleinwand im Biergarten übertragen, bis zu 600 Personen können beim Public Viewing dabei sein. Die Stimmung am Kleinhesseloher See ist nicht nur bei den Auftritten der deutschen Elf bestens – kein Wunder bei dieser Kulisse. Gezeigt werden alle Spiele bei denen spätestens um 22 Uhr Anpfiff ist. Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, findet das Public Viewing nicht statt.

 

 

Hofbräukeller

 

Zur WM ab in den Hofbräukeller, denn hier kommen alle Fußballfreunde voll auf ihre Kosten: vom 12. Juni bis zum 13. Juli werden die Deutschland-Spiele und alle Spiele, die vor 23 Uhr zu Ende gehen, auf einer 12-Quadratmeter-Leinwand im Biergarten übertragen, bei schlechtem Wetter in den Sälen in der 1. Etage. Dazu werden Spezialitäten aus der ganzen Welt serviert. Fehlt eigentlich nur noch der WM-Titel zum großen Fußballglück.

 

 

Freiheizhalle

 

Die Fanmeile im Freiheiz – schon bei den letzten großen Turnieren war in der alten Ziegelhalle beste Fußballstimmung geboten. Und auch zur WM in Brasilien müssen die Fans nicht auf Public Viewing im Freiheiz verzichten. Gezeigt werden alle deutschen Spiele – und zwar sowohl auf einer sechs Meter großen Leinwand in der Freiheizhalle als auch auf einem 60-Zoll-Flatscreen im Foyer.

 

 

Substanz

 

Fast schon traditionell huldigt das Substanz dem „König Fußball“ auf humorvolle und verrückte Weise. Nachdem zu früheren Turnieren beispielsweise schon mal Rollrasen verlegt wurde, hat der Club angekündigt, sich zur WM in Brasilien in einen Tropen-Dschungel zu verwandeln und neben speziellen Cocktails auch eine Panini-Tauschbörse anzubieten. Trotz aller Begeisterung trifft sich im Substanz aber kein zwanghaft fanatisches, sondern lockeres Publikum zum Public Viewing. Zur WM in Brasilien vom 12. Juni bis 13. Juli zeigt das Substanz alle Spiele auf Großbildleinwand.

 

 

 

Das sind natürlich lange nicht alle Public-Viewing-Locations – in und um München gibt es noch unzählige Möglichkeiten. Mehr Adressen gibt es hier, auf der offiziellen Public-Viewing-Seite der Stadt.

 

 

Das erste Deutschlandspiel ist übrigens am Montag, 16.06. um 18:00 Uhr deutscher Zeit. Gespielt wird gegen Portugal. Nicht alle wichtigen Spiele werden zu einer so humanen Zeit ausgetragen, einige sind sogar mitten in der Nacht – die Münchner Schüler wollten gerne an den Tagen darauf das Recht auf Ausschlafen erwirken. Wie das ausging, lesen Sie hier.

 

 

Alle Infos zu den Gruppen und Spielzeiten können Sie hier nachlesen.

 

 

 

Auch am Gärtnerplatz soll es rund gehen. Da haben allerdings die Anwohner was dagegen – sie wollen die lärmenden, feiernden Fußballfans nicht unbedingt in ihrer Nähe haben. Ob sie damit im Stadtrat durchkommen, ist noch ungewiss. Unser Kollege Markus Stampfl hört sich heute alle Argumente an und berichtet heute Abend in unserer Nachrichtensendung „München Heute“ über das Thema. Also, einschalten!

 

 

 

jn

Franck Ribéry beim Training des FC Bayern München, © Franck Ribery

Bayern-Star Franck Ribéry fällt für die WM aus

Großer Schock für die französische Fußball-Nationalmannschaft: Mittelfeldstar Franck Ribery vom deutschen Meister FC Bayern München fällt wegen seiner Rückenprobleme für die Weltmeisterschaft in Brasilien aus.

 

Das gab der französische Nationaltrainer Didier Deschamps am Freitag bekannt. Remy Cabella soll für Europas Fußballer des Jahres ins 23-er Aufgebot der «Equipe tricolore» nachrücken.

 

Neben Ribéry wurde in Clement Grenier ein weiterer Spieler aus Frankreichs WM-Kader wegen einer Oberschenkelverletzung gestrichen. Der Mittelfeldakteur von Olympique Lyon wird durch Morgan Schneiderlin ersetzt.

 

Ribéry klagt seit Wochen über Rückenbeschwerden und hatte auch die ersten beiden WM-Testspiele der Franzosen gegen Norwegen und Paraguay verpasst. In den vergangenen Tagen hatte die medizinische Abteilung der Franzosen vergeblich versucht, Ribéry wieder fit zu bekommen. Der 31-Jährige hatte letztmals im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund vor gut drei Wochen (2:0) gespielt. Aber schon da hatte er wegen seiner Beschwerden zunächst auf der Bank gesessen, war dann aber für Philipp Lahm ein- und später wieder ausgewechselt worden.

 

Der Ausfall Ribérys ist für die Franzosen ein schwerer Schlag. Der Bayern-Star gilt als Kopf des Weltmeisters von 1998, zumal er sich inzwischen auch im Trikot der Nationalelf zum Leistungsträger entwickelt hat. Der Mittelfeldspieler hatte zuletzt angekündigt, dass er in Brasilien zum dritten und letzten Mal bei einer WM teilnehme.

 

RG / dpa

Schulklasse, © Symbolfoto

München: Grüne fordern WM-freundlichen Unterricht

Aufgrund der späten Anstoßzeiten bei der Fußball-WM in Brasilien fordern die Grünen einen späteren Schulbeginn am Tag nach den deutschen Spielen. Kultusministerium soll entsprechende Empfehlung geben.

Späte Anstoßzeit – gähnende Schüler, das möchte Grünen-Politiker Thomas Gehring bei der Fußball-WM in Brasilien verhindern. Sein Vorschlag: Wenn Spiele der deutschen Nationalmannschaft erst spätabends nach 22 Uhr deutscher Zeit angepfiffen werden, sollen Schulen den Unterrichtsbeginn am nächsten Tag nach hinten schieben dürfen. Deshalb fordert der Bildungspolitiker der Grünen das Kultusministerium auf, eine entsprechende Empfehlung an alle bayerischen Schulen zu geben.
„Ein späterer Unterrichtsbeginn nützt nicht nur den Kindern, sondern auch den Lehrerinnen und Lehrern, die dann nicht vor einer gähnenden Klasse unterrichten müssen.“, so Gehring. Grundsätzlich würde seine Idee nur drei Tage betreffen, denn wenn die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien erreichen sollte, wären nur drei Schultage davon betroffen, so der Grünen-Politiker.
Die bayerischen Schüler würden diesen Vorschlag sicher begrüßen, was Kultusminister Ludwig Spaenle davon hält, ist bislang nocht nicht bekannt.
mh

München / Nyon: Bayern gegen Real Madrid im Halbfinale

Die Paarungen für das Halbfinale der UEFA Champions League in der Saison 2013 / 2014 sind ausgelost.

Der Gegner für den FC Bayern auf dem Weg zum Finale in Lissabon heißt:

 

Real Madrid

1998, 2000 und 2002 holen sich die Spanier den Champions League – Pokal.

Zwei UEFA Cup – Siege 1985 und 1986 sowie den Weltcup in den Jahren 1960, 1998 und 2002 sind außerdem ihre Erfolge.

Im Jahr 2000 kassieren die Mannen aus der Spanischen Hauptstadt allerdings ihre höchste Heim – Niederlage gegen niemand anderen als den FC Bayern mit 2:4.

Außerdem steht mit Christian Ronaldo  der Weltfußaller des Jahres 2013 auf der Seite von Real Madrid.

 

Die beiden anderen Möglichkeiten wären gewesen:

 

FC Chelsea

Die Engländer haben den Bayern 2012 das Finale dahoam ordentlich vermiest.

Mit 3:4 im Elfmeter-Schießen unterlag der deutsche Rekordmeister Chelsea damals im Endspiel in München.

2013 gewinnt Chelsea dann die Europaleague.

Außerdem gehen zwei Siege beim Europapokal der Pokalsieger auf das Konto der Blues.

 

Atlético Madrid

Es ist die kleinere der beiden spanischen Landeshauptstadt – Mannschaften als Gegner aus Spanien.

Einmal der Europokal der Pokalsieger 1962, der Weltpokal 1974, zwei Mal Sieger der UEFA Europa League 2010 und 2012 und zwei Mal der UEFA Super Cup in den Jahren 2010 und 2012 gehen sind die größten Erfolge der Rojiblancos.

 

Der Weg nach oben – noch einmal

Egal, welcher Gegner komme, das Finale in Lissabon sei das Ziel, sagte der Vorstandschef des FCB Karl-Heinz Rummenigge vor der Auslosung am Freitag.

Der FC Bayern München steht zum vierten Mal in Folge in einem Halbfinale der Champions League. Noch kein Fußballverein hat das auf internationalem Level erreicht.

Iuventus Turin war in den Jahren 1996, 1997 und 1998 der letzte Club, dem eine ähnliche Serie gelungen war.

adc / dpa / fcb