Tag Archiv: Wiedereröffnung

Alte Pinakothek in München eröffnet 2018 mit da Vinci

Mit der Ausstellung »Florenz und seine Maler. Von Giotto bis Leonardo da Vinci» wird die Alte Pinakothek vom 18. Oktober 2018 an wieder alle Säle öffnen. «Wir werden noch ein Jahr brauchen», sagte der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Bernhard Maaz, bei der Vorstellung des Programms für 2017/2018 am Donnerstag. Während der langjährigen Modernisierung für rund 12 Millionen Euro sind bis dahin nur Teile für die Besucher zugänglich.

 

Noch in diesem Jahr nimmt die Pinakothek der Moderne in der Ausstellung «Araki.Tokyo» das frühe Werk des japanischen Fotografen Nobuyoshi Araki in den Blick. Das Museum zeigt den Künstler »von einer neuen Seite, die dem europäischen Publikum kaum bekannt ist», betonte Maaz. Erstmals werden in München auch etwa hundert neue Werke von Paul Klee zu sehen sein. Der eigene Bestand der Pinakothek der Moderne wird im kommenden Jahr für die Ausstellung «Konstruktionen des Geheimnisses» mit den Leihgaben aus Europa und Übersee ergänzt.

 

Auf die Fertigstellung der Alten Pinakothek folgt die Großsanierung der Neuen. Wo und in welchem Umfang die Kunstwerke in den veranschlagten drei Jahren zu sehen sein werden, steht noch nicht fest. Derzeit befinde man sich noch in der Planung, betonte Maaz. Aber: »Wir sind zuversichtlich, dass wir nicht unsichtbar werden.»

 

Im Notfall können Kunstliebhaber auf ein digitales Museum ausweichen. Vor einem Jahr haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen damit begonnen, ihren gesamten Bestand online zugänglich zu machen. 25 000 Objekte aus 700 Jahren Kunstgeschichte sollen am Ende in der Datenbank gelistet werden. Dazu gehören Informationstexte und – sofern es das Urheberrecht erlaubt – Abbildungen der Kunstwerke. Besucher können sich auf der Website ihre persönliche Galerie aus Lieblingswerken zusammenstellen.

 

dpa

Deutsches Theater vor der Wiedereröffnung

Aufatmen nach dem Schock: Nach dem Wasserschaden im Juni kann der Spielbetrieb im großen Haus des Deutschen Theaters wie geplant ab 29. Juli mit dem Gastspiel des „Alvin Ailey American Dance Theater“ wieder aufgenommen werden. Alle dafür notwendigen Reparaturarbeiten können bis zu diesem Zeitpunkt durchgeführt und abgeschlossen werden, teilten die Fachleute der beteiligten Firmen nach intensiver Untersuchung heute mit.

 

Durch einen Defekt der Sprinkleranlage wurden am 25. Juni wesentliche Teil der Bühnentechnik in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Gastspiele der Musical-Produktionen „Dylan: The Times They Are A-Changin‘“ sowie „Alice“ abgesagt werden mussten. Die Vorstellungen von „Ewig Jung“ (8. bis 13. Juli) und des Kindermusicals „Der kleine Drache Kokosnuss“ (verschoben auf den 24. bis 27. Juli) konnten in den historischen Silbersaal verlegt werden.

 

Mit der Tanzproduktion Alvin Ailey startet das Deutsche Theater nun wieder wie geplant auf der großen Bühne in die weitere Theatersaison. „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern – dem Renaissance Theater Berlin und dem Jungen Theater Bonn – einen Weg gefunden haben zumindest diese beiden Produktionen durch die Verlegung in den Silbersaal zu retten“, so die Geschäftsführer des Deutschen Theaters Carmen Bayer und Werner Steer. „Unser Haus nur rund ein halbes Jahr nach der Wiedereröffnung schon wieder schließen zu müssen, war für uns natürlich ein riesiger Schock. Wir hoffen, die ausgefallenen Produktionen zu einem anderen Zeitpunkt nachholen zu können. Und wir freuen uns, den Spielbetrieb im großen Haus nun wie geplant mit dem Gastspiel des ,Alvin Ailey American Dance Theater‘ wieder aufnehmen zu können“, so Bayer und Steer weiter.

 

Damit ist das erste Gastspiel der international erfolgreichsten Tanzcompany der USA seit 17 Jahren in München gesichert. In zwei unterschiedlichen Programmen präsentiert die Truppe ihr breites choreografisches Spektrum, das Ballett, Modern Dance und afrikanische Tänze miteinander verbindet. Karten für das „Alvin Ailey Dance Theater“ (29. Juli bis 10. August) sind im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Wie hoch der durch die Auslösung der Anlage und die dadurch bedingten Vorstellungsabsagen entstandene Schaden ist, wird derzeit noch ermittelt und kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden. Ebenso ist nach wie vor unklar, wie es zur fehlerhaften Auslösung der Sprühflutanlage kommen konnte. Auch hier dauern die Untersuchungen noch an. Ausführliche Informationen zum Programm finden Sie hier.

 

 

jn / Deutsches Theater

Deutsches Theater in München vor Wiedereröffnung!

Der Countdown läuft. Auf seiner Internetseite zählt das Deutsche Theater in München die Tage runter. An diesem Freitag wird das Traditionshaus nach rund fünf Jahren Sanierungszeit wiedereröffnet. Bis dahin aber war es ein langer und steiniger Weg.

 

 

Was bisher geschah:

 

– 2008: Die Sanierungsarbeiten in dem mehr als 100 Jahre alten Haus an der Schwanthalerstraße beginnen. Das Theater zieht in eine Ausweichspielstätte in einem Zelt nahe der Allianz Arena. Fast 1300 Aufführungen werden bis zur Wiedereröffnung dort gezeigt.

 

– 2011: Feuer im Deutschen Theater. Bei einem Schwelbrand im Dachstuhl des Hauses wird am 29. August ein Bauarbeiter leicht verletzt. Der Schaden wird auf rund 150 000 Euro geschätzt.

 

– 2012: Es wird bekannt, dass auch ein Eröffnungstermin im Herbst 2013 nicht eingehalten werden kann. Ein Vertrag mit einem großen Musical-Betreiber kann darum nicht geschlossen werden. Eigentlich sollte das Haus schon im Frühjahr 2013 wiedereröffnet werden.

 

– 2013: Der Bund der Steuerzahler kritisiert die Sanierung des Theaters als Millionengrab. Rund 94 Millionen Euro soll die Renovierung kosten – rund 14 Millionen mehr als ursprünglich geplant. Im Oktober wird der neue Eröffnungstermin bekannt gegeben: 17. Januar 2014.

 

 

Pleiten, Pech und Pannen

 

 

Mit der Elbphilharmonie oder dem Berliner Flughafen kann die Sanierungsgeschichte des Deutschen Theaters in München zwar nicht mithalten. Pleiten, Pech und Pannen gab es aber auch dort genug. Deutlich später als geplant wird das Haus nun wiedereröffnet.

 

 

Ein vergessener Brunnen, Pilzsporen und Ärger beim Bau: Die Sanierung des Deutschen Theaters in München ist eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Mit einiger Verspätung wird das Traditionshaus jetzt wiedereröffnet – mit einem großen Festprogramm an diesem Freitag. Endlich, sagt auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Betreibergesellschaft und Münchner Bürgermeister, Hep Monatzeder (Grüne). «Da fällt mir ein großer Stein vom Herzen.»
Rund 94 Millionen hat die Renovierung des fast 120 Jahre alten Hauses in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofes gekostet, geplant waren ursprünglich um die 80. Die Gründe dafür sind vielfältig, sagt Monatzeder. Die alte Bausubstanz machte Probleme, das Nebenhaus – nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges in aller Eile wieder aufgebaut – lehnte sich gefährlich nah an das Theater, in den U-Bahn-Rohren unter dem Haus traten Risse auf, die Brandschutzanforderungen waren komplizierter umzusetzen als gedacht.
Je mehr die Bauarbeiter gruben, desto mehr Unwägbarkeiten traten zutage – vom längst vergessenen, aber denkmalschützenswerten Brunnen unter einem Blumenbeet bis hin zu Pilzsporen, die sich ausgebreitet hatten. Und als wäre das alles noch nicht genug, brach im August 2011 auch noch ein Feuer im Dachstuhl aus, weil Isoliermaterial in Brand geriet. Heute führt die Stadt Prozesse rund um den Bau – mit wem genau und warum genau, das will Monatzeder nicht sagen. Seit 2008 fanden fast 1300 Aufführungen am Ausweichspielort, einem Theaterzelt in der Nähe der Allianz-Arena, statt.

 

Das alles war im vergangenen Jahr Grund genug für den Bund der Steuerzahler, ein kritisches Auge auf die Geschehnisse in München zu werfen: «Aus dem Ruder gelaufen sind die Kosten für die zweifelsohne erforderliche, seit dem Jahr 2008 andauernde Sanierung des Deutschen Theaters in der Schwanthalerstraße in München», hieß es. «Wir sind Gott sei Dank nicht in der Situation wie die Elbphilharmonie in Hamburg, wir bauen auch keinen Flughafen wie in Berlin», betont Monatzeder. Ärgerlich ist es trotzdem, was da in den vergangenen Jahren an der Schwanthalerstraße passierte.

 

All das will das Theater nun am besten gleich mit der ersten Spielzeit nach der Wiedereröffnung vergessen machen. Monatzeder spricht von einem «Juwel in der Innenstadt» und sagt: «Die Münchner lieben ihr Deutsches Theater – und jetzt haben sie es wieder.» Geschäftsführerin Carmen Bayer sagt: «Wir freuen uns, dass wir nach fast fünf Jahren zurück in der Schwanthalerstraße sind.»

 

Mit einer Gala mit den Münchner Philharmonikern wird die Wiedereröffnung am 17. Januar gefeiert und danach geht es Schlag auf Schlag: ein Tag der offenen Tür, 16 Bälle und von Mitte März an dann Aufführungen von Musical-Klassikern wie «West Side Story» und «Grease», der Queen-Hommage «We will Rock you» und der Michael Jackson-Hommage «Thriller».

 

Die wohl spannendste Hommage gibt es vom Sommer an im Deutschen Theater zu sehen. Dann startet dort ein Musical über das Leben von Nelson Mandela, das noch nie zuvor in Deutschland zu sehen war – produziert von der renommierten Oper in Kapstadt. «Wir haben das Musical für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf die Beine gestellt», sagt der geschäftsführende Direktor der Oper, Michael Williams. «Wir wollten etwas ganz Besonderes machen. Und was könnte besonderer sein als ein Blick auf das Leben von Nelson Mandela?» Nach dem Tod des südafrikanischen Nationalhelden am 5. Dezember 2013 hat das Stück nun eine traurige Aktualität bekommen.

 

 

jn / dpa

Deutsches Theater feiert Wiedereröffnung

Nach fünf-jährigen Sanierungs- und Umbauarbeiten öffnet das Deutsche Theater wieder seine Türen im alten Stammsitz in der Schwanthalerstraße 13. Die Wiedereröffnung wird mit einer offiziellen Festgala mit den Münchner Philharmonikern am 17. Januar gefeiert. Ein weiterer Programmpunkt des Eröffnungswochenendes ist der Tag der offenen Tür am Sonntag. Zwischen 13:00 Uhr und 18:00 Uhr können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen des Theaters werfen und die frisch sanierten, neugestalteten Räume besichtigen. Erstmals seit 2003 ist auch der historische Silbersaal wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Abschluss der Eröffnungsveranstaltungen ist gleichzeitig der Start in die Ballsaison 2014 am 25. Januar. Den Musical-Auftakt macht am 19. März eine neue Version des Broadway-Klassikers „West Side Story“.

rr