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München Schnee Winter, © Symbolfoto

Winterdienst in München: Städtische Räumung mit bürgerlicher Hilfe

Die Temperaturen sind mittlerweile wieder an einem Tiefpunkt angelangt und der Regen hat sich in den Höhenlagen schon in Schnee verwandelt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Winter unsere Stadt erreicht. Der Winterdienst des Baureferats ist gerüstet, doch ein wenig anpacken müssen die Bürgerinnen und Bürger trotzdem.

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Milder Winter gut für die städtischen Kassen

Die Räum- und Streufahrzeuge sind im zu Ende gehenden milden Winter selten ausgerückt. Nur an vergleichsweise wenigen Tagen waren sie unterwegs. Entsprechend positiv fällt die finanzielle Bilanz für die Winterdienste aus. Nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa in den sechs größten bayerischen Städten liegt die Einsparung zusammengerechnet im zweistelligen Euro-Millionenbereich.

Allein in München sind es fast 13 Millionen Euro weniger als im schneereichen Winter zuvor. Die Salzvorräte wurden kaum angegriffen, entsprechend gut gefüllt sind die Lager. Streusalz hält sich mehrere Jahre. Gut getan hat der milde Winter auch den Straßen. Es müssen weitaus weniger Frostschäden repariert werden als sonst.
rr/dpa

Mit moderner Technik gegen Eis und Schnee – Räumdienste gut vorbereitet

Der Wintereinbruch bedeutet für die Räumdienste viel Arbeit. Um Bayerns Straßen auch bei Schnee und Eis sicher zu halten, soll nun ein Winterdienst-Koffer (WDK) eingesetzt werden, dies teilte Innenminister Joachim Herrmann am Dienstag mit.

Mit dem WDK ist künftig ein einziger Winterdiensteinsatzleiter für das gesamte Gebiet einer Straßenmeisterei ausreichend. Zudem werden die Einsätze dadurch besser planbar, so Herrmann. Der WDK enthält ein Notebook mit mobiler Datenverbindung. So kann der Einsatzleiter aktuelle Wetterinformationen und Wetterprognosen abrufen. Weiterhin kann der Einsatzleiter mittels GPS-Ortung der Winterdienstfahrzeuge kann den aktuellen Einsatzort der Räum- und Streufahrzeuge einsehen.

Insgesamt sorgen rund 2.850 Straßenwärter mit gut 750 eigenen Winterdienstfahrzeugen und nochmals etwa 750 angemieteten Lkw privater Unternehmer dafür, dass die von der bayerischen Straßenbauverwaltung betreuten rund 22.500 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen zuverlässig geräumt und gestreut werden.

Die Räumdienste sind bestens vorbereitet. 580.000 Tonnen Streusalz hat der Freistaat für diesen Winter eingelagert. In einer durchschnittlichen Winterdienstsaison werden rund 400.000 Tonnen Salz verbraucht.

Ein Tag Winterdienst im Volleinsatz kostet den Freistaat bis zu zwei Millionen Euro, die gesamte Wintersaison voraussichtlich rund 125 Millionen Euro.

 

rr/Innenministerium

Winterdienst am Flughafen Schnee, © Winterdienst - Symbolfoto.

Flughafen München rüstet sich für den Winter

Der vergangene Winter bleibt vielen Münchnern im Gedächntis: Er war lang, kalt und extrem schneereich. Für den Flughafen München war es der härteste Winter seit seiner Eröffnung, weshalb die Verantwortlichen direkt nach der Kälteperiode mit Vorkehrungen für den nächsten Winter begonnen haben. Nun sind die Maßnahmen abgeschlossen und der Flughafen ist gegen Schnee und Eis gewappnet.

 

550 Mitarbeiter trotzdem am Münchner Flughafen Schnee und Eis

 

Die Verantwortlichen des Winterdienstes der Flughafen München GmbH (FMG) haben sämtliche Lager des Winterdienstes am Münchner Airport aufgefüllt: 600.000 Liter flüssiges Taumittel, 100 Tonnen Auftau-Granulat und 600 Tonnen Quarzsand stehen zur Verfügung. Hinzu kommen 300 Tonnen Split und 800 Tonnen Streusalz für Straßen und Wege im öffentlichen Bereich des
Flughafens. Und nicht zuletzt die Manneskraft von 550 Mitarbeitern soll der Kältestarre den Kampf ansagen – das sind rund 80 mehr als noch im Vorjahr.

 

Im vergangenen Winter ging der Winterdienst an seine Grenzen

 

Welchen Aufwand der Winterdienst für den Münchner Flughafen bedeutet, zeigte insbesondere die Saison 2012/13. Bis Ende März hatten die Mitarbeiter über 118.000 Einsatzstunden zu leisten  – dies waren rund zwei Drittel mehr als in der vergangenen Saison. Auch die Anzahl der Einsatztage war mit 73 deutlich höher als im Vorjahr, als der Winterdienst an lediglich 50 Tagen ausrücken musste. Der Winterdienst musste insgesamt rund 900.000 Kubikmeter verdichteten Schnee abräumen und auf die fünf Schneedeponien innerhalb des Flughafengeländes verteilen. Dazu waren insgesamt rund 15.000 Lkw-Fahrten notwendig.

 

mt / Flughafen München