Tag Archiv: Zerstörung

Burgstraße in München mit alten Gebäuden, © Burgstraße in München

Der Münchner „Weinstadl“

Der Weinstadl – einer der ältesten und noch erhaltenen Häuser Münchens. In früheren Zeiten wurde das Bayerische Baudenkmal zur Lagerung und Verkauf von Wein genutzt, heute genießen Gäste die bayerische-österreichische Küche des Stadtwirts Hofer. Weiterlesen

Durch Vandalismus entsteht ein hoher Schaden für die MVG, © Symbolfoto

München MVG: Vandalismus im Wert von 2 Millionen Euro

Die Schäden durch Vandalismus in Zügen, Bussen,  Straßenbahnen und an Bahnsteigen haben die Münchner Verkehrsgesellschaft, MVG, im vergangenen Jahr über 2 Millionen Euro gekostet.

2,1 Millionen Euro Reparaturkosten bedeuten rund 12 Prozent mehr Ausgaben für die Wiederinstandsetzung von Schäden durch Vandalen im Vergleich zum Jahr 2012.

Vor zwei Jahren musste die MVG rund 1,9 Millionen Euro zahlen.

Die Zahlen aus 2013 sind aber nicht zu hundert Prozent mit den restlichen Jahren vergleichbar, da die MVG  allein für eine Sonderaktion, bei der die Verkehrsgesellschaft alle beschädigten Sitzbänke erneuert hat, Mehrausgaben hatte.

Rund 80 Prozent der Schäden betreffen die U-Bahn. Das macht rund 1,8 Millionen für Schäden im unterirdischen Bereich.

Das waren etwa 12 Prozent bzw. 200000 Euro mehr als in 2012.

 

Oben wird es besser

Erfreulich für die MVG: Sachbeschädigungen in den Bussen und in der Tram sind weiter rückläufig.

Schon seit 2011 sinkt die Zahl von Vandlismus-Aktionen. In diesem Jahr sanken die Schäden im oberirdischen Verkehr um 37 Prozent auf rund 1900000 Euro.

An den Fahrkarten-Automaten und anderen Geräten verursachten Vandalen einen Schaden von rund 150000 Euro im Jahr 2012.

 

Vandalismus lohnt nicht

Rund 2000 Fälle von Vandalismus meldete die MVG bei der Polizei im vergangenen Jahr, 80 Täter konnten geschnappt werden. Viele von denen waren vor allem für Graffitti-Schäden verantwortlich.

In jedem Fall sollten die Täter Schmierereien oder Zerstörungen unterlassen. Oftmals kommt ihnen die Polizei noch nach Monaten auf die Schliche, wenn sie sich schon wieder sicher fühlen. Dann können oft auch mehrere Straftaten ein und dem selben Täter oder der gleichen Tätergruppe zugeordnet werden.

adc / mvg

 

© Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München

Anwohner erinnern sich: Vor einem Jahr wurde die Bombe in Schwabing gefunden

Vor genau einem Jahr, am 27. August 2012, wurde in der Feilitzschstraße eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. An sich nichts ungewöhnliches – in Münchner Baugruben werden häufig solche nicht detonierten Sprengsätze entdeckt und erfolgreich entschärft. Doch nach kurzer Zeit wird allen klar: Diesmal ist es anders. Die Bombe muss gesprengt werden – mitten in Schwabing.

 

Der Stadtteil wird großräumig abgeriegelt, ganz München hält stundenlang die Luft an. Am 28. August gegen 22 Uhr ist es dann soweit: Ein lauter Knall hallt durch die Stadt, gefolgt von einem gewaltigen Feuerball. Fensterscheiben zerbersten, umliegende Häuser fangen Feuer.

 

Besonders die Anwohner erinnern sich auch heute noch an die Stunden vor und nach der Sprengung – und an das Ausmaß der Zerstörung. Damla Sahin, die Mitinhaberin in einem Friseursalon in der betroffenen Gegen ist, befürchtete das schlimmste: „Als wir diesen Knall, diesen Druck, diese Welle gespürt haben und diese Feuerflammen gesehen haben, habe wir gedacht: Es ist vorbei. Die ganze Feilitzschstraße existiert nicht mehr.“

 

Heute, ein Jahr nach dem Bombenfund, erinnert kaum noch etwas an die Explosion. Die letzten Fensterscheiben wurden ausgewechselt, und in der Baugrube entstehen die geplanten Wohnungen. Doch eines bleibt für immer: Die Erinnerung an den 28. August 2012.

 

Am Tag der Sprengung hat münchen.tv in mehreren Sondersendungen live vom Ort des Geschehens berichtet – schauen Sie in unsere Mediathek.

 

mt

Foto: Feuerwehr München

 

 

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