Der Maibaum vor dem Hofbräu-Festzelt, © Am 1. Mai dreht sich wieder alles um den Maibaum.

Tanz in den Mai wird eher ein frostiges Vergnügen

Zum Start der Frühlingsfeste ist in Bayern wieder der Wintermantel angesagt. In den nächsten Tagen erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Kälte und Schnee teils bis ins Flachland. Auf der Zugspitze soll ein halber Meter Neuschnee fallen, wie ein DWD-Sprecher am Dienstag in München sagte. Allerdings sei das Wetter nicht ungewöhnlich für die Jahreszeit.

 

«Ende April hat es in München schon öfter Schnee gegeben. Es bleibt abzuwarten, ob es jetzt in den letzten Apriltagen für eine Schneedecke reicht.» Auch Fröste seien in dieser Jahreszeit nicht völlig ungewöhnlich. An einer Station im Süden Bayerns gebe es regelmäßig auch im Mai noch mindestens einen Nachtfrost.

 

Das österreichische Land Tirol gab eine Warnung an die Autofahrer heraus. Sie sollten Schneeketten und Winterausrüstung mitnehmen. Für die Nacht auf Freitag sagt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Österreich Schnee bis in die Täler voraus.

 

Bei Hoteliers und Wirten in Bayern herrscht trotz des Wetters vor dem verlängerten Wochenende mit dem Feiertag 1. Mai keine Sorge um den Umsatz. «Natürlich würde Bayern gern seine Biergärten öffnen, aber die Leute sitzen auch gern drin in den urigen Stuben», sagte der Sprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Frank-Ulrich John. «Ich höre nichts von negativer Stimmung.» Die Wirte seien vielmehr erfreut gewesen über den schönen März.

 

Zu den Maibaumfesten werden die Trachtler dann aber auch in kurzen Lederhosen nicht frieren: Es wird sonnig, die Temperaturen steigen auf bis zu 20 Grad.

 

dpa