Tatort Mühldorf – Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft

Mühldorf – Nach dem bewaffneten Überfall auf ein Juweliergeschäft am gestrigen Donnerstagnachmittag laufen die Ermittlungsarbeiten der Mühldorfer Kriminalpolizei auf Hochtouren. Jetzt können weitere Einzelheiten der Tat bekannt gegeben werden.

 

Drei Unbekannte hatten am gestrigen Donnerstagnachmittag, 5. März 2015, das Juweliergeschäft am Katharinenplatz in Mühldorf betreten, mit einer mitgebrachten Axt Glasvitrinen zertrümmert und daraus etliche hochwertige Armbanduhren genommen. Zu dieser Zeit waren zwei Angestellte und ein Kunde im Geschäft, die mit einer Schusswaffe bedroht wurden. Dabei gaben die Täter auch mindestens einen Schuss ab. Verletzt wurden dabei glücklicherweise niemand.

 

Nachdem die maskierten Männer zu Fuß aus dem Laden flüchteten, verfolgte sie ein Zeuge, der das Geschehen von außerhalb durch die Schaufensterscheibe beobachtet hatte. Auch dabei kam es zu zwei Schussabgaben in Richtung des Verfolgers, der unverletzt blieb. Die Räuber stiegen dann am Parkplatz „Am Stadtwall“ in einen dunklen Mittelklasse-Pkw, vermutlich Kombi, an dem die Kennzeichen BGL-LR 72 angebracht waren und flüchteten von dort über die Straße „Am Stadtwall“ in östlicher Richtung. Die Kennzeichen waren wenige Tage zuvor entwendet worden.

 

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach den Flüchtigen ein, an der sich alle Polizeidienststellen der Region und auch ein Polizeihubschrauber beteiligten. Leider konnten die Täter dabei nicht gefasst werden. Die Ermittler der Kriminalpolizeistation Mühldorf übernahmen die Untersuchungen in diesem Fall.

 

Zur Beschreibung der Gesuchten, die bei der Tat maskiert waren, kann derzeit nur gesagt werden, dass es sich um drei Männer mit vermutlich osteuropäischer Herkunft handelte, die alle zwischen 165 und 170 cm groß waren, zwei davon mit schlanker und einer mit kräftiger Statur, alle drei trugen dunkle Jacken.

 

Die genaue Zusammensetzung der Tatbeute ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass bei dem Überfall etliche sehr hochwertige Armbanduhren erbeutet wurden, deren Gesamtwert mehrere Zehntausend Euro beträgt. Am Inventar in dem Geschäft richteten die Räuber einen Sachschaden von mehreren Tausend Euro an.

 

Wahrscheinlich benutzten die Täter bei dem Überfall eine Schreckschusswaffe, möglicherweise mit Reizgaspatrone. Im Umfeld des Ladengeschäftes wurden Patronenhülsen gefunden, die aber mit der Tat nichts zu tun haben dürften.

 

Bei den Ermittlern gingen seit gestern bereits zahlreiche Hinweise ein, die sich vor allem auf Fahrzeuge mit einer auffälligen Fahrweise beziehen. Diese Hinweise werden derzeit alle überprüft, führten bis jetzt aber noch nicht auf die sprichwörtlich „heiße Spur“.

 

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeistation Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/36730 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

(Pressemitteilung)