Bundespolizist bei einer Festnahme, © Foto: Bundespolizei

Teurer Widerstand in München: Geldstrafe statt Ausreise

Bundespolizeibeamte stellten gestern einen jungen Österreicher, der von München nach Istanbul reisen wollte. Gegen den Mann lief eine Fahndung wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Erst nachdem die Strafe bezahlt wurde, durfte er in die Türkei ausreisen.

 

 

Dass Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und eine damit erfolgte Körperverletzung ziemlich teuer werden kann, musste gestern Nachmittag ein 23-jähriger Österreicher am Flughafen in München feststellen. Seit Ende Juli diesen Jahres wurde der Mann per Haftbefehl aufgrund genannter Delikte von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gesucht. Als der Betroffene gestern nach Istanbul reisen wollte, holte ihn seine Vergangenheit ein: 90 Tage ins Gefängnis oder ersatzweise 1.900 Euro Strafe bezahlen. Letzten Endes entschied sich der Österreicher mit türkischen Wurzeln zur Bezahlung der Geldstrafe und durfte seinen Flug in die Türkei antreten.

 

Die Gewalt gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte nimmt immer mehr zu. Wie aus unserem Bericht zur Gewalt gegen Polizisten hervorgeht, wurden allein im Jahr 2015 fast 15.ooo Polizisten angegriffen. Dabei sei Alkohol weiterhin der Aggressionsverstärker Nummer eins, so Innenminister Joachim Hermann (CSU).

 

dw