Ein Mauswiesel wurde von der Polizei in Holzkirchen nach einem Einbruch festgenommen., © Polizeiinspektion Holzkirchen

Tierischer Besuch im Büro: Mauswiesel „verhaftet“

Die Polizeiinspektion Holzkirchen wurde am Samstag zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. Der kleine Einbrecher ließ sich widerstandslos „festnehmen“.

 

Ein 60-jähriger Informatiker erlebte am Samstagmorgen eine echte Überraschung. In seinem Büro traf er ein „marderähnliches Wesen mit einem weißen Bauch“ an. Der Hund des Mannes, ein Tibetspaniel, sah in dem Tier offensichtlich keine Gefahr und ließ es ungehindert passieren. Daraufhin alarmierte der Mann die Polizei, die ausrückte, um den tierischen Einbrecher festzunehmen.

 

Der Einsatz begann mit der Sicherung der Spuren und der Lokalisierung des Täters. Schließlich entdeckte man ihn zwischen zwei Sofapolstern. Als nächstes ging es darum, das Mauswiesel, das zur Familie der Marder gehört, einzufangen.

 

Hierfür verwendeten die Polizisten einen Pappkarton, in den sie eine Öffnung schnitten, die wie ein Mauseloch aussah. Der Trick funktionierte und das Mauswiesel tappte in die Falle. Die Beamten brachten das Wiesel an den Rand eines Maisfeldes in der Nähe. Es freute sich sehr über die zurückgewonnene Freiheit und verschwand prompt in einem echten Mauseloch.

 

Mauswiesel werden zwischen 11 und 26 cm groß. Bei uns sind sie allerdings selten in der Maximalgröße anzutreffen. Seine Größe hilft ihm bei der Jagd nach kleinen Säugetieren, vor allem nach Wühlmäusen. Im Jahr 2013 erhielt das Mauswiesel sogar die Auszeichnung zum Tier des Jahres in Deutschland.