© Hellabrunn/Dominik Greenwood

Tierischer Zuwachs: Diese vier Waschbären wohnen jetzt in Hellabrunn

Im Tierpark Hellabrunn gibt es ab sofort eine neue Tierart zu bestaunen: Vier Waschbären sind ins ehemalige Puma-Gehege eingezogen und sind nicht nur süß, sondern auch lehrreich.

 

Sie heißen Michel, Lars, Ida und Anna – die vier Waschbären, die am vergangenen Donnerstag aus der Münchner Reptilienauffangstation nach Hellabrunn gezogen sind. Wie der Name des Herkunftsortes schon vermuten lässt, waren die Tiere nur vorübergehend in der Münchner Reptilienauffangstation untergebracht. Die vier Waisen wurden im Frühjahr 2017 im Alter von etwa 12 Wochen dort abgegeben. Nun hat sich der Tierpark dazu entschieden, den Waschbären mit der ehemaligen Puma-Anlage ein neues, längerfristiges Zuhause zu geben.

 

 

Trotz ihres niedlichen Aussehens haben Waschbären keinen allzu guten Ruf: Die Tiere stammen ursprünglich aus Nordamerika, haben sich mittlerweile aber auch in Europa ausgebreitet und bereiten in Städten teilweise Probleme, da sie sich schnell ausbreiten. Sie gehören zu den sogenannten „invasiven Arten„, also Tier- und Pflanzenarten, die eine bessere Anpassungsfähigkeit haben als die heimische Flora und Fauna, und diese somit verdrängen könnten. Waschbären erreichen zum Beispiel Vogelnester, an die ein Fuchs oder Dachs nicht gelangt und können damit das Überleben der entsprechenden Vogelart gefährden.

 

„Invasiv“ heißt nicht gleich „gefährlich“

 

Mit dem Zuzug der vier Waschbären möchte der Tierpark seinen Besuchern die Problematik von invasiven Arten näherbringen, dabei aber auch mit Vorurteilen und falschen Annahmen aufräumen. Vermehren werden sich die Waschbären dennoch nicht. „Die männlichen Tiere sind kastriert und können keinen Nachwuchs zeugen“, erläutert Beatrix Köhler, Biologin und Kuratorin in Hellabrunn. Neben dem Waschbären beherbergt der Tierpark noch weitere invasive Arten, wie den Chinesischen Muntjak und die Schwarzkopfruderente.

 

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