Badesee, © Symbolfoto

Viele tödliche Badeunfälle in der Region

Im Haslacher See bei Bernbeuren im Landkreis Weilheim-Schongau ist am Dienstag ein 20-Jähriger Asylbewerber bei einem Badeunfall verschwunden. Er fiel von einem Surfbrett und ist bisher nicht wieder aufgetaucht. Die Polizei geht davon aus, dass der junge Mann ertrunken ist. Im Freisinger Freibad verstarb ein 77-jähriger aus bisher unbekannten Gründen.

 

Am Dienstagnachmittag ereignete sich ein tragischer Badeunfall im Haslacher See. Ein 20-jähriger Asylbewerber fiel von einem Surfbrett und ging unter. Trotz sofort eingeleiteter Rettungs- und Suchmaßnahmen konnte der untergegangene junge Mann bislang noch nicht gefunden werden.

 

Der 20-Jährige war zusammen mit anderen in Schongau wohnenden Asylbewerbern und Begleitern zum Baden am Haslacher See. Laut Zeugenaussagen paddelte der junge Mann gegen 15.00 Uhr mit einem Surfbrett auf dem See und fiel ohne äußere Einwirkungen herunter. Der 20-Jährige ging sofort unter.

 

Die unmittelbar eingeleiteten Rettungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Wasserwacht Schongau, unterstützt von den umliegenden Wasserwachten Marktoberdorf und Füssen, versuchte vergeblich mit Tauchern den Verunglückten zu finden. Am Abend wurden die Suchmaßnahmen zunächst eingestellt. Heute wurde der See von einem Polizeihubschrauber intensiv aber erfolglos abgesucht. Am Donnerstag, den 02. Juni 2015, wird die Suche durch Taucher der Bayerischen Bereitschaftspolizei fortgesetzt.

 

Viele tödliche Badeunfälle an Seen in der Region

 

In den vergangenen Monaten haben sich in der Region vermehrt tödliche Badeunfälle ereignet. Im Schliersee ertrank ein 49-Jähriger aus Bad Aibling, im Naturbad „Grüne Lagune“ in Ampfing starb ein 34-Jähriger noch im Schwimmbad. Ein 27-Jähriger starb im Staffelsee und ein 19-Jähriger im Germeringer See. In einigen Fällen waren die Todesopfer Asylbewerber. Laut einem Polizeisprecher sei davon auszugehen, dass einige Asylbewerber nicht schwimmen könnten. Beispielsweise im Landkreis Weilheim-Schongau, wo sich das jüngste Unglück ereignet hat, werden deshalb auch verstärkt Kurse für sie angeboten. Wer den jungen Mann mit dem Surfbrett begleitet hat und ob er Schwimmen konnte ist derzeit nicht bekannt.

 

77-jähriger stirbt im Freisinger Freibad

 

Ein 77-jähriger Freisinger ist Mittwochnachmittag beim Schwimmen im Freibad verstorben.

 

Gegen 15.30 Uhr bemerkte eine Badeaufsicht eine Person im Wettkampfbecken, die offensichtlich leblos an der Wasseroberfläche trieb. Trotz sofortiger Bergung und Reanimation durch Bademeister und Notarzt konnte dem Freisinger nicht mehr geholfen werden.

 

Der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding hat die Ermittlungen zu Klärung der Todesumstände übernommen. Anhaltspunkte für Fremdverschulden haben sich bisher nicht ergeben. Ob eine Obduktion notwendig wird, wird sich im Laufe des Tages entschieden.