Polizisten stehen vor der Absperrung, dahinter demonstriert das Bündnis "München ist Bunt", © Die Gegendemonstranten waren klar in der Mehrheit Foto: Red

Trotz Bachmann-Rede: München weist Pegida in die Schranken

„München ist bunt“, das zeigte die Landeshauptstadt auch am gestrigen Montagabend wieder und wies Pegida-Gründer Lutz Bachmann und seine Anhänger vor dem Rathaus in die Schranken.

 

München – Körperverletzung, Einbruch und Diebstahl, dazu das Facebook-Foto mit Hitler-Bart: Lutz Bachmann ist bei den Behörden einschlägig bekannt. Doch der Pegida-Gründer macht weiter Stimmung gegen kriminelle Ausländer und warnt vor einer „Islamisierung des Abendlandes“.

 

Pegida-Anhänger jubeln der Bühne zu, © Rund 150 selbsternannte "Patrioten" wollten Bachmann hören Foto: Red

 

Am gestrigen Montagabend folgten ganze 130 Anhänger seinem Ruf vor das Rathaus. Seiner „Gefolgschaft“ gegenüber standen dagegen laut Polizei rund 1500 Münchnerinnen und Münchner, die die Landeshauptstadt so sehen möchten, wie sie zum allergrößten Teil auch ist, freiheitsliebend und tolerant.

 

Nach Anschlägen zuletzt „zusammenstehen“

Bachmann bezeichnete die Münchner Rathaus-Führung als „Realitätsverweigerer“ und kündigte an, dass Pegida bei mehreren Landtagswahlen antreten wird. Viel verstanden dürften die Pegida-Anhänger jedoch nicht, zu viel Lärm fabrizierten die Gegendemonstranten. In Richtung der Rechtspopulisten flogen zudem Eier.
Unter diesen befand sich die komplette Rathaus-Spitze um Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und seinen Stellvertretern Josef Schmid (CSU) und Christine Strobl (SPD). Reiter machte deutlich: „Wir wollen weder Pegida noch Leute wie Lutz Bachmann in unserer Stadt. Wir wollen ihnen zeigen, dass wir sie hier nicht haben wollen. Das hat bereits am Jahresanfang sehr gut funktioniert. Und wir werden es auch heute wieder schaffen.“
Und das haben sie. Auch wenn es in den vergangenen Tagen immer öfter zu erschreckende Geschehnissen kam, wie der Brandanschlag auf eine Moschee in Pasing, die Beschädigung der Ausstellung „Jüdisches Leben“ am dem Sankt-Jakobs-Platz.
Umso wichtiger sei es nun zusammenzustehen, forderte daher auch die dritte Bürgermeisterin Christine Strobl.

 

Polizisten stehen vor der Absperrung, dahinter demonstriert das Bündnis "München ist Bunt", © Die Gegendemonstranten waren klar in der Mehrheit Foto: Red

 

make