MVG-Ausbau: Das ist bei den Münchner Öffentlichen Verkehrsmitteln 2018 und 2019 geplant

U-Bahn, Tram, Bus: So baut die MVG 2018/2019 die Münchner Öffentlichen aus

In den kommenden Jahren will die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ihr Angebot mit einigen Neuerungen erweitern. Heute wurde bekannt gegeben, was 2018 und 2019 geplant ist. Hier eine Übersicht: 

 

Welche Projekte noch in diesem Jahr geplant sind:

 

Ab 7. Mai: Neue Tram-Verbindung Berg am Laim Bf. – Innenstadt

 

Ab 7. Mai fährt die Tramlinie 19 an den Bahnhof nach Berg am Laim. Den Abschnitt Max-Weber-Platz – St.-Veit-Straße übernimmt stattdessen die Ersatztram 37. Durch die neue Linienführung der Tram 19 erhält Steinhausen eine umsteigefreie Straßenbahn-Verbindung in die Innenstadt, die in dieser Form auch dauerhaft beibehalten wird Zur Feinerschließung wird ab 4. Juni zusätzlich die Buslinie 149 Ostbahnhof – Zamilapark eingerichtet (siehe nächster Punkt). Die Linie 25 verkehrt wieder auf dem Abschnitt Max-Weber-Platz – Grünwald.

 

Ab 4. Juni: Neuer StadtBus 149 Ostbahnhof – Zamilapark

 

Diese neue Linie ergänzt das Tram- und Busnetz insbesondere im Bereich Zamilapark. Die Busse fahren zwischen Zamilapark, Vogelweideplatz, Einsteinstraße, Flurstraße und Ostbahnhof. Von dort aus besteht die Möglichkeit, ohne Umsteigen in Richtung Karl-Preis-Platz (U2) und Emdenstraße (Bus 155) weiterzufahren. Die Betriebszeiten sind montags bis freitags von ca. 6 Uhr bis ca. 20.30 Uhr. Realisiert wird ein 20-Minuten-Takt.

 

Ab 4. Juni: U2 ganztags im 5-Minuten-Takt

 

Die U2 wird als erste U-Bahnlinie ganztags auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet: Montags bis freitags von ca. 6 Uhr bis ca. 20 Uhr fahren die Züge zwischen Harthof und Messestadt Ost durchgängig alle 5 Minuten. Dies gilt sowohl an Schultagen als auch in den Ferien.

 

Ab 4. Juni: Neuer Bus-CityRing 58/68

 

Die neue Ringlinie kombiniert, erweitert bzw. ersetzt die bestehenden Buslinien 58, 148 und 150. Der durchgehende Ringschluss bietet den Fahrgästen neue umsteigefreie Verbindungen zwischen Hauptbahnhof, Goetheplatz, Kolumbusplatz, Silberhornstraße, Ostbahnhof, Prinzregentenplatz, Herkomerplatz, Tivolistraße, Giselastraße, Universität, Königsplatz und Hauptbahnhof. Er erreicht alle U-Bahn-Äste und entlastet damit die U-Bahn in der Innenstadt sowie den MetroBus 54 zwischen Ostbahnhof und Tivolistraße und den StadtBus 154 zwischen Herkomerplatz und Universität. Die Ringbusse verkehren montags bis sonntags tagsüber alle 10 Minuten von Hauptbahnhof bis Hauptbahnhof. Der Abschnitt Hauptbahnhof – Silberhornstraße wird zeitweise alle 5 Minuten bedient.

 

Die im Uhrzeigersinn verkehrenden Busse fahren unter der Liniennummer 58, die gegen den Uhrzeigersinn verkehrenden Busse werden mit der Liniennummer 68 beschildert. Durch die abschnittsweise parallel fahrenden Linien 54, 154 und 100 kommt fast auf dem kompletten CityRing mindestens alle 5 Minuten ein Bus. Zur Beibehaltung der Feinerschließung im Abschnitt Ostbahnhof – Kirchenstraße – Max-Weber-Platz (bisher Bus 148) wird der StadtBus 155 ab Ostbahnhof zum Max-Weber-Platz verlängert. Damit entsteht eine neue Direktverbindung zwischen Haidhausen und Ramersdorf mit Anschluss zur U2 am Karl-Preis-Platz.

 

Ab 4. Juni: Tram 28 auch sonn- und feiertags

Die Linie 28 verstärkt die Linie 27 nun auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 12 Uhr und 19 Uhr. Damit verdoppelt sich das Fahrplanangebot in der Barer Straße von einem 10- auf einen 5-Minuten-Takt, so dass das Angebot auch im Kunstareal deutlich verbessert wird.

 

MVG / MVV U-Bahn Netz München

(Mit Klick auf das Bild, können Sie die Ansicht vergrößern)

 

Frühestens im Herbst 2018 (Abhängig von der Personalverfügbarkeit)

 

ExpressBus X50: Neue Tangente im Münchner Norden

 

Im Münchner Norden ergänzt eine schnelle Busverbindung das U- und S-Bahn-Angebot: Der neue ExpressBus X50 verkehrt auf direktem Weg zwischen Moosach und Alte Heide. Er hält als ExpressBus nur an wichtigen und aufkommensstarken Umsteigepunkten, nämlich an folgenden Haltestellen: Pelkovenstraße, Moosacher St.-Martins-Platz, Olympia-Einkaufszentrum, Olympia-Einkaufszentrum West, Oberwiesenfeld, Anhalter Platz, Frankfurter Ring, Schwabing Nord, Studentenstadt und Alte Heide. Die Fahrzeit verkürzt sich damit gegenüber den bereits bestehenden Linien deutlich, auch wenn aufgrund der Mitbenutzung stark befahrener Straßen Behinderungen durch den Individualverkehr zu erwarten sind. Der X50 fährt montags bis samstags bis ca. 22 Uhr. Er kommt montags bis freitags tagsüber bis ca. 19 Uhr alle 6/7 Minuten, bis ca. 20.30 Uhr sowie samstags alle 10 Minuten und bis ca. 22 Uhr im 20-Minuten-Takt.

 

ExpressBus X80: Neue Tangente im Stadt-Umland-Verkehr

 

Zur Stärkung des Stadt-Umland-Verkehrs soll in Kooperation mit dem Landkreis Fürstenfeldbruck die neue ExpressBus-Linie X80 zwischen Moosach, Lochhausen, Gröbenzell und Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck eingerichtet werden. Die dicht besiedelten und stark wachsenden Gemeinden Puchheim und Gröbenzell im Münchner Westen erhalten damit erstmals eine direkte Bus-Anbindung an das Münchner U-Bahn-Netz. Die Busse halten im Stadtgebiet nur an wichtigen Verknüpfungspunkten und fahren montags bis samstags bis ca. 22.30 Uhr im 20-Minuten-Takt. Die Linie verknüpft als Querverbindung die S-Bahnlinien S1, S2, S3 und S4 miteinander und bindet das westliche Umland in
Moosach an die Flughafen-S-Bahn sowie an die U3 in den Münchner Norden an.

 

StadtBus 150: Neue Nord-Ost-Tangente zwischen U2, U6 und U4

 

Im Münchner Nordosten entsteht eine attraktive Tangente: Die Verstärkerfahrten der Linie 50 vom Frankfurter Ring (U2) werden ab der Alten Heide (U6) über den Mittleren Ring zum Arabellapark (U4) verlängert. Die Busse der neuen Linie 150 fahren montags bis freitags von ca. 6.30 Uhr bis ca. 20.30 Uhr alle 10 Minuten und bis ca. 22 Uhr alle 20 Minuten. Damit können umwegige Fahrten mit der U-Bahn vermieden und diese entlastet werden. Gleichzeitig wird der 5-Minuten-Takt zwischen Frankfurter Ring und Alte Heide ganztags angeboten und die Erschließung der Parkstadt Schwabing bzw. des Domagkparks weiter verbessert.

 

Das soll 2019 passieren:

Mit dem Fahrplanwechsel zum Jahresende sind folgende Änderungen ab Frühjahr geplant:

 

U-Bahn fährt an Haltestelle ein , © Symbolbild

 

U2/U3:

 

Am Scheidplatz wird der Anschluss zwischen U2 und U3 verbessert, indem die U3 im Berufsverkehr alle 4 bzw. 6 Minuten fährt statt im 5-Minuten-Takt. Zeitgleich wird der Zugeinsatz an das erhöhte Fahrgastaufkommen angepasst. Längere Wendezeiten sollen für eine Erhöhung der Fahrplanstabilität sorgen.

 

U3, U4, U5, U6:

 

Das Fahrplanangebot soll insbesondere an Freitagen weiter verbessert und damit vereinheitlicht werden.

  • U3: 5- statt 10-Minuten-Takt auch an Ferien-Freitagnachmittagen
  • U4: 5- statt 10-Minuten-Takt auch freitags nachmittags
  • U5: 5- statt 10-Minuten-Takt auch in den Schulferien bereits ab mittags und erstmals auch freitags
  • U6: 5- statt 10-Minuten-Takt auch an Ferien-Freitagnachmittagen bis Klinikum Großhadern und Fröttmaning (statt wie bisher nur zwischen Harras und Münchner Freiheit)

 

U8:

 

Die samstags fahrende Verstärkungslinie wird vom Sendlinger Tor über Giesing und Innbsrucker Ring bis Neuperlach Zentrum verlängert. Damit verdoppelt sich das Angebot in diesem Abschnitt (5- statt 10-Minuten-Takt). Neben der U3 soll auch auf den Linien U4 und U6 jeweils ein zusätzlicher Zug eingeplant werden, um die Wendezeiten verlängern zu können und damit auch auf diesen Linien die Pünktlichkeit zu verbessern.

 

Hightech Tram München, © Foto: Bildarchiv der Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V.

 

Tram

 

Um dem weiter steigenden Fahrgastaufkommen gerecht zu werden, sollen bereits ab Mitte 2018 die ersten neuen Tramzüge vom Typ Avenio in den Betrieb gehen und die Flotte ergänzen. Auf die ursprünglich vorgesehene Abstellung von 13 älteren Zügen vom Typ R2 wird bis auf weiteres verzichtet. Sie bleiben im Einsatz. Hier die wichtigsten Änderungen im Tramnetz ab 2019:

 

  • Linie 15: Betrieb auch samstags als Verstärker zur Linie 25 zwischen ca. 10 und ca. 20 Uhr; dadurch Verdoppelung des Angebots zwischen Max-Weber-Platz und Großhesseloher Brücke (5- statt 10-Minuten-Takt)
  • Linie 19: Neue Führung ab Max-Weber-Platz nach Berg am Laim Bf. statt zur St.-Veit-Straße (siehe auch oben)
  • Linie 20: sukzessive Einsatz von Doppeltraktionszügen mit 260 Plätzen
  • Linie 21: Neue Führung ab Karlsplatz Nord zur St.-Veit-Straße statt zum Karlsplatz (Stachus); durch Überlagerung mit der Linie 19 Verdoppelung des Angebots in der Innenstadt zwischen Stachus und Max-Weber-Platz (5- statt 10-Minuten-Takt)
  • Linie 22/29: Die neue Linie 29 ersetzt die bisherige Linie 22 und wird ab Hauptbahnhof Nord zum Willibaldplatz verlängert.

 

Bus

Mehr Platz durch größere Fahrzeuge (Buszüge) auf weiteren Linien

 

  • MetroBus 56: Taktverdichtung in den Hauptverkehrszeiten (morgens 5- statt 6/7-Minuten-Takt auf der ganzen Linie zwischen Fürstenried West und Blutenburg, nachmittags 5- statt 10-Minuten-Takt zwischen Pasing Bf. und Klinikum Großhadern)
  • StadtBus 153: Betrieb auch am Samstag zwischen Odeonsplatz und Trappentreustraße, damit auch samstags Erschließung des St.-Benno-Viertels und Direktverbindung aus der zentralen Maxvorstadt zur Donnersbergerbrücke
  • Bus-Teilnetz Am Hart: Neues Konzept in Prüfung, um die Busse noch nachfragegerechter einsetzen zu können; Schwerpunkte:
    – StadtBus 171: Aufteilung in zwei Linien (Am Hart – Feldmoching und Kiefengarten – Am Hart)
    – StadtBus 174: Neue Linie zur besseren Erschließung der Siedlung am Hart, während der Hauptverkehrszeiten im 10-Minuten-Takt
  • StadtBus 172: Samstags durchgehender 30-Minuten-Takt zwischen Feldmoching und Karlsfeld

 

Die Umsetzbarkeit der aufgeführten Projekte hängt laut MVG grundsätzlich von der Fahrzeug- und Personalverfügbarkeit, der Baustellensituation und ggf. auch von der Herstellung zusätzlicher Infra-struktur sowie den erforderlichen Genehmigungen ab. Ferner muss die Finanzierung sichergestellt werden.