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Über 60 000 Unterschriften für die Sonntagsruhe

Bayerische Gewerkschafter und Kirchengruppen haben nach eigenen Angaben gut 62 000 Unterschriften für den Erhalt der Sonntagsruhe im Handel gesammelt.

 

Die Unterschriftenlisten würden jetzt als «Weihnachtsgeschenk» an die Kaufhaus-Konzerne Karstadt und Galeria Kaufhof geschickt, die eine Kampagne für die völlige Freigabe des Sonntagverkaufs gestartet hätten, teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Montag in München mit.

 

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Hans-Jürgen Papier sagte laut DGB bei der Bekanntgabe des Petitionsergebnisses: «Sonntagsschutz ist Freiheitsschutz.» Die Sonntagsruhe ist im Grundgesetz verankert. Trotzdem finden laut Gewerkschaft Verdi in Deutschland jährlich Tausende verkaufsoffene Sonntage statt. An Heiligabend, der dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, wollen auch einige Edeka-Märkte öffnen.

 

Mehrere Warenhäuser und Einkaufszentren fordern die Freigabe der Sonntagsöffnung im Kampf gegen den boomenden Onlinehandel. Gewerkschafter warnen mit Blick auf Millionen Verkäuferinnen und deren Familien davor. Gewerkschaften und Kirchengruppen sehen ihre Unterschriftensammlung als ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung des Sonntags, wie sie auch die nordrhein-westfälische Landesregierung plane.

 

dpa