Fussball auf dem Rasen, © Symbolbild

UEFA Champions League: FC Bayern mit Hammerlos

Das Champions-League-Achtelfinale liefert deutsch-englische Fußballfestwochen. Die Bayern messen sich mit Liverpool. Dortmund sinnt auf Revanche gegen Tottenham. Auf Schalke wartet Mastermind Guardiola.

 

Ein dicker „Brocken“ für die Bayern, Borussia Dortmund in der Favoritenrolle und höchste Schwierigkeitsstufe für Schalke 04: Die deutschen Fußballfans dürfen sich im Achtelfinale der Champions League auf packende englische Festwochen freuen.

 

Die in dieser Saison so wechselhaften Bayern müssen sich 2019 mit Jürgen Klopps FC Liverpool messen, den Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic als „Mannschaft der Stunde“ in England adelte. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom Bundesliga-Herbstmeister BVB verkündete am Montag gleich nach der Los-Zeremonie am UEFA-Sitz in der Schweiz „den Anspruch“, gegen Tottenham Hotspur mit Goalgetter Harry Kane weiterzukommen. Trotzdem sei es auch ein „Fifty-fifty“-Duell wie das des Rivalen FC Bayern.

 

Als krasser Außenseiter gehen aus dem deutschen Trio allein die Schalker in die erste K.o.-Runde im neuen Jahr. Um beim Wiedersehen mit Ex-Spieler Leroy Sané gegen Manchester City mit Mastermind Pep Guardiola auf der Trainerbank ins Viertelfinale einzuziehen, müssen die in der Bundesliga im Mittelmaß versinkenden Königsblauen schon zwei Sensationstage erwischen. „Es gibt kaum eine größere Herausforderung in diesem Wettbewerb“, kommentierte Sportvorstand Christian Heidel. Schalke muss im Gegensatz zu den Gruppenersten Bayern und Dortmund am 20. Februar zunächst im eigenen Stadion um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 12. März kämpfen.

 

Hasan Salihamidzic musste im TV-Studio auf dem Münchner Vereinsgelände erst einmal kurz durchschnaufen, als das brisante Duell mit Klopp gezogen wurde. „Das ist ein Brocken, aber darauf freut man sich als Spieler“, sagte der Sportchef. An der stimmungsvollen Anfield Road ist der letztmalige Finalist seit Jahren in internationalen Spielen ungeschlagen. Dort müssen die Münchner am 19. Februar zunächst bestehen. Die entscheidende zweite Partie findet am 13. März in der Münchner Allianz Arena statt.

 

„Schwierig. Gutes Los. Für mich ist es schön, nach Deutschland zurückzukehren“, äußerte Klopp: „Es ist lange her, dass ich gegen Bayern in einem Pflichtspiel angetreten bin. Darauf freue ich mich wirklich.“ Die Bayern hätten sich insgeheim ein etwas kleineres Kaliber wie AS Rom oder Olympique Lyon als Prüfstein gewünscht.

 

„Sie sind Tabellenführer in England, spielen guten Fußball, sehr körperbetont, geben richtig Gas“, schwärmte Salihamidzic. Er nannte Klopp, der die Münchner in Vergangenheit mit dem BVB mehrmals düpieren konnte, einen Toptrainer: „Das ist auch ein deutsches Duell auf dieser Ebene, sehr interessant.“ Nationaltorhüter Manuel Neuer und seine Vorderleute werden besonders gegen die Offensivasse Mohamed Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané überragend verteidigen müssen.

 

Der BVB hat an die Spurs nicht die besten Erinnerungen. In der verkorksten vergangenen Saison verloren die Borussen beide Partien in der Gruppenphase gegen Tottenham und schieden kläglich aus. „Starker Gegner. Die Mannschaft ist top besetzt, aber wir sind auch stark“, erklärte Watzke, der die Auslosung in Nyon live miterlebte. Die Spiele am 13. Februar in London und am 5. März im BVB-Stadion sind das dritte Europapokalduell binnen drei Jahren. „Aktuell steht es im direkten Vergleich 1:1“, bemerkte Watzke. „Wir wollen weiterkommen.“

 

Nationalspieler Sané reagierte flott über die sozialen Netzwerke. „Ich freue mich auf die zwei Spiele gegen S04“, schrieb der 22 Jahre alte Flügelstürmer, der 2016 für rund 50 Millionen Euro zu Man City gewechselt war. Dort reift der ehemalige Schalker gerade zu einem Weltklassespieler. „Wir freuen uns natürlich auf das Wiedersehen mit Leroy“, äußerte Schalkes Sportverband Christian Heidel. Sané bringe allerdings eine Mannschaft mit, „die sicherlich zu den Topfavoriten“ auf den Königsklassentitel gehöre. Zu Guardiolas Ensemble zählen weitere frühere Bundesligastars wie Ilkay Gündogan und Kevin De Bruyne.

dpa

 

Die weiteren Partien im Überblick:

Manchester United – Paris St. Germain

AS Rom – FC Porto

Ajax Amsterdam – Real Madrid

Olympique Lyon – FC Barcelona

Atletico Madrid – Juventus Turin