Demo der Postboten in München, © Symbolbild

Unbefristeter Streik – Nach dem Kita-Streik folgt nun die Post

Kaum ist der unbefristete Kita-Streik beendet, wollen die Mitarbeiter der Post ihre Arbeit unbefristet niederlegen. Bereits ab heute Nachmittag beginnt der Streik der Postmitarbeiter. Allerdings treten die Arbeiter nur schrittweise in den Streik.

 

 

Vier Wochen lang streikten Erzieher und sorgten damit dafür, dass die Kitas geschlossen blieben. Kaum ist dieser unbefristete Streik seit heute offiziell beendet, kommt es zur nächsten unbefristeten Arbeitsniederlegung. Diesmal streiken die Mitarbeiter der Post und legen ihre Arbeit für unbestimmte Zeit nieder, wodurch die Menschen auf Millionen Pakete und Briefe warten werden müssen. Auf Grund der zähen Verhandlungen in den letzten Monaten kam es bisher schon zu einigen Warnstreiks.

 

Die Ursache dafür, gibt Verdi Verhandlungsführerin Andrea Kocsis bekannt, liegt bei der fehlenden Annäherung von Seiten der Post. „Die Post hat sich in sechs Verhandlungsrunden keinen Millimeter auf eine Lösung des Konflikts hinbewegt, sondern ein Angebot der Gewerkschaft ignoriert. Wir müssen den Druck nun massiv erhöhen“, sagte Kocsis.

 

Post lehnt Angebot ab

 

140.000 Mitarbeiter soll aber ein verbessertes Angebot vorgelegt werden – deshalb der Streik. Wieso oft geht es auch in diesem Tarifkonflikt um Bezahlung und Arbeitszeit für 140.000 Beschäftigte. Insbesondere geht es um die Einstufung von 6.000 Paketboten, die für regionale Gesellschaften tätig sind und daher bislang zumeist die niedrigeren Löhne der Logistikbranche bezahlt bekommen.

 

Verdi möchte nun, dass auch diese Mitarbeiter unter den Tarif der Post eingestuft werden. Als Kompromiss wollte Verdi dafür auf eine Lohnerhöhung 2015 verzichten. Für 2016 wurde allerdings eine Einmalzahlung von 500 Euro und eine Lohnsteigerung von 2,7 Prozent gefordert. Dieses Angebot lehnte die Post aber bereits ab.