© Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/Max Prechtel

Unfall bei Notfall-Übung: Hoher Sachschaden bei Zugspitzbahn

Grainau – Bei einer Bergeübung an der neuen Zugspitz-Seilbahn hat es einen Unfall mit erheblichem Sachschaden gegeben. Menschen seien nicht verletzt worden, teilte eine Sprecherin der Zugspitzbahn am Donnerstag mit. Die erst im vergangenen Dezember fertiggestellte Bahn bleibe jedoch bis auf weiteres geschlossen.

 

Den Angaben zufolge war bei der Übung am Mittwochabend eine Seilbahnkabine außerhalb der Betriebszeit schwer beschädigt worden, als ein unbemannter Bergekorb zwischen Stütze und Bergstation mit der ebenfalls unbemannten Seilbahnkabine kollidierte. Auslöser war ersten Untersuchungen zufolge ein gerissener Kettenzug in der Bergstation, weshalb der Bergewagen ungebremst in die Seilbahnkabine prallte. Die Bayerische Zugspitzbahn als Betreiberin der Seilbahn hat dazu Untersuchungen eingeleitet, in die auch der Seilbahnhersteller sowie Sachverständige einbezogen sind.

 

Wann die Seilbahn zum Zugspitzgipfel wieder in Betrieb gehen kann, ist ebenso unklar wie die genaue Schadenshöhe. Die Zugspitze, mit 2962 Metern Deutschlands höchster Gipfel, ist dennoch weiter über die Zahnradbahn sowie die Gletscherbahn zu erreichen.

 

Die Seilbahn mit den bodentief verglasten Kabinen für bis zu 120 Passagiere hatte am 21. Dezember nach drei Jahren Planungs- und weiteren drei Jahren Bauzeit ihren Betrieb aufgenommen. Sie löste auf fast derselben Trasse die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn ab.

 

Die neue Bahn wartet mit einigen Rekorden auf: Mit 3213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation ist die zu überwindende Entfernung so groß wie bei keiner anderen Seilbahn. Einzigartig ist auch der Höhenunterschied von 1945 Metern zwischen Tal- und Bergstation. Und keine andere Pendelbahn der Welt hat mit 127 Metern eine derart hohe Stahlbaustütze.

 

dpa