Ein Polizeiauto, © Symbolbild

Unterföhring/Bogenhausen: Trickdiebe weiterhin am Werk

Wieder kam es zu Trickdiebstählen in München. Mit den gleichen Vorwänden schafften es zwei Betrüger, sich Zugang zu zwei Wohnungen zu verschaffen. Es werden Zeugen zu den Vorfällen gesucht.

 

Am Freitag, den 08.04. und am Mittwoch, den 13.04., ist es wieder zu zwei Fällen von Trickdiebstahl in München gekommen. Immer wieder sind dabei besonders Rentner betroffen.

 

Der erste Fall ereignete sich am Nachmittag des 08.04.. Es klingelten zwei Männer an der Wohnungstür einer 77-jährigen Rentnerin in Unterföhring und gaben an, einen Blumenstrauß für die Nachbarin, die sie nicht erreichen konnten, abgeben zu wollen. Die Dame ließ die beiden Männer daraufhin in ihre Wohnung. Einer der Männer gab vor, auf die Toilette zu müssen, der andere ließ der Dame eine Nachricht auf einem Zettel verfassen. Die beiden Männer verließen anschließend die Wohnung. Die Frau bemerkte, dass der Mann, der ihre Toilette benutzen wollte, offensichtlich einen Blick in ihr Schlafzimmer geworfen hatte. Sie verständigte umgehend die Polizei, da ihr das Verhalten der Männer suspekt vorkam. Es stellte sich heraus, dass die beiden Betrüger in ihrer Wohnung nichts entwenden konnten.
Täterbeschreibung:
Täter 1: Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 185 cm groß, schlanke Figur, schwarze kurze Haare, dunkle Augen, südländische Erscheinung, sprach Hochdeutsch. Bekleidung: dunkle Bekleidung (evtl. Trainingsjacke), führte einen Strauß gelber Rosen mit sich.
Täter 2: Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 185 cm groß, schlank, kurze braune Haare, ohne Bart, auffällig kleine Augen im Verhältnis zur Kopfgröße, sprach Hochdeutsch. Bekleidung: dunkle Bekleidung, vermutlich dunkle Trainingsjacke.

 

Der zweite Fall ereignete sich am Mittwoch, den 13.04., gegen 13.00 Uhr. In diesem Fall wurde eine 99-jährige Rentnerin an der Haustür ihres Hauses von zwei Männern angesprochen, als sie gerade von einem Einkauf zurückkam.
Die beiden Männer zeigten sich hilfsbereit und boten ihr an, ihre Einkaufstaschen zu tragen. Auch sagten sie der Dame sie müssten einen Blumenstrauß im Haus abgeben. Als die Rentnerin ihre Wohnungstüre aufgesperrt hatte, begab sich sofort einer der beiden Männer mit ihr in die Wohnung. Die betagte Frau wurde von ihm in ein Gespräch verwickelt, wobei er ihr erklärte, sie müsse einen Beleg für den Empfang der Blumen ausfüllen. Genau zu diesem Zeitpunkt betrat die Enkelin der Rentnerin die Wohnung. Diese konnte noch beobachten, wie zuerst einer und dann ein zweiter Mann die Wohnung überstürzt verließ. Der zweite Mann gab nur noch an, er hätte die Toilette aufsuchen müssen, dann flüchteten die beiden. Nach diesem Vorfall stellte die 99-Jährige fest, dass ihr Schmuck gestohlen worden war.
(Aufgrund der sehr ähnlichen Vorgehensweise und den übereinstimmenden Täterbeschreibungen, dürften es sich in beiden Fällen um die selben Täter handeln.)
Täterbeschreibung
Täter 1: Männlich, ca. 50 Jahre alt, ca. 185 cm groß, rötliche kurze Haare, ohne Bart, sprach Hochdeutsch, südländische Erscheinung. Bekleidung: gepflegte Erscheinung, trug einen grauen Anzug, weißes Hemd und eine Krawatte.
Täter 2: Männlich, ca. 50 Jahre alt, ca. 185 cm groß, untersetzte Figur, ohne Bart, braune kurze Haare. Bekleidung: gepflegte Erscheinung, trug einen mittelgrauen Anzug.

 

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Blumenstraße in Unterföhring oder in der Mauerkircherstraße in Bogenhausen Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesen Trickdiebstählen stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Besonders ältere Menschen werden von der Polizei dringend davor gewarnt, angebliche Blumenboten, Heizungsableser oder ähnliche Personen in ihre Wohnungen hineinzulassen. Besonders wenn sie alleine zu Hause sind, haben Trickdiebe leichtes Spiel. Bei unbekannten Besuchern sollte man also immer eine andere Kontaktperson, wie den Nachbarn, hinzubitten oder gegebenenfalls den Termin verschieben.

 

Präventionsvideo – so funktioniert der Enkeltrick

 

 

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