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Urlaub in Schweden: Die 5 schönsten Gründe

Wer von Süddeutschland aus in den Urlaub startet, den zieht es nicht selten gen Süden. Schließlich sind beliebte Urlaubsregionen wie die Toskana, Kärnten und Südfrankreich sogar per PKW überraschend leicht zu erreichen. Das aber sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Norden so manches Reisejuwel bereithält. Schweden zum Beispiel liefert gleich fünf gute Gründe für einen Besuch.

 

1. Das Lebensgefühl

Wer schon einmal in Schweden war, den wird die Mentalität der dort lebenden Menschen sicherlich beeindruckt haben. Die Schweden nämlich sind angenehm entspannt. Sie lassen sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen und nehmen sogar stressige Situationen mit Geduld und Gelassenheit. Auch streben Schweden nicht nach dem Extremen oder Besonderen und haben hierfür sogar ein Wort: Lagom. Urlauber, die aus dem schnelllebigen Berufsalltag oder dem Münchner Großstadttrubel ankommen, empfinden die plötzliche Entschleunigung daher nicht selten als Kulturschock.

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Auch werden Reisenden in Schweden kaum laute und aufbrausende Menschen oder aggressive Autofahrer begegnen. Jede Lebenssituation während des Urlaubs zeigt sich hier von einer ganz neuen Seite, denn Rücksichtnahme, umsichtiges Verhalten und leisere Töne sind in Schweden an der Tagesordnung. Auch Kinder werden dortzulande herzlich aufgenommen und nicht mit strengen Blicken bedacht. Familien müssen sich folglich keine Sorgen machen, wenn ihre Sprösslinge in der Öffentlichkeit einmal etwas lauter toben.

 

2. Die Natur

In Schweden sind Reisende nie weit entfernt von der Natur. Sogar in größeren Städten wie Göteborg oder Stockholm gibt es großartige Parks, die mit viele Liebe zum Detail gehegt und gepflegt werden. Im Umland finden sich dichte Wälder, weite grüne Wiesen, stille Seen, breite Flüsse und sogar das Meer mit weitläufigen Stränden. In Sachen Natur hält Schweden für jeden Geschmack etwas bereit. Im Westen und Osten macht Urlaub, wer das Meer und die Küste liebt. In den Norden zieht es all jene, die sich wildromantische und durchaus wechselhafte Naturerlebnisse wünschen und im Süden finden Ruhesuchende eine entspannende und weite Landschaft mit Hügeln und Seen. Die Highlights der schwedischen Natur zu entdecken, nimmt ganze Tage und Wochen in Anspruch. Langweilig wird es hier sicherlich nie.

 

3. Das Outdoor-Angebot

In einem so naturnahen Land wie Schweden wundert es wenig, dass vor allen Dinge Outdoor-Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Bewegung an der frischen Luft steht in Schweden hoch im Kurs, denn die abwechslungsreiche Umgebung bietet in jeder Region gleich mehrere Gelegenheiten, sich unter freiem Himmel sportlich zu betätigen.

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So können Urlauber in Schweden unter anderem

  • Radtouren unternehmen,
  • am Wildwasserrafting teilnehmen,
  • Skifahren,
  • Wandern,
  • Segeln,
  • Golf spielen,
  • Reiten
  • und schwimmen.

Welche Angebote es in der Umgebung der eigenen Unterkunft gibt, sollten Reisende am besten im Vorhinein herausfinden.

Mit dem Rad unterwegs zu sein, ist in Schweden übrigens besonders leicht. Während in München noch über Radschnellwege diskutiert wird, verfügt das Land im Norden Europas bereits über ein hervorragend ausgebautes Radwegenetz, das keine Wünsche offen lässt. In Großstädten und auch Urlaubsorten lassen sich Räder unkompliziert leihen.

 

4. Die Kulinarik

Wie schmeckt Schweden? Eine Frage, die sich vielen künftigen Urlaubern stellt, denn über die schwedische Kulinarik wird allgemein nur wenig gesprochen. Allenfalls Köttbullar aus dem berühmten schwedischen Möbelhaus sind auch in Süddeutschland bekannt. Doch Schweden hat auf dem Teller weit mehr zu bieten als nur kleine Fleischbällchen.

Da gibt es zum Beispiel auch die Zimtschnecken „Kanelbullar“ und Möhrenkuchen, die laut hejsweden.com gerne zum traditionellen Kaffeetrinken, „Fika“ genannt, gereicht werden. Herzhaft geht es mit Kartoffelauflauf, Knäckebrot, Hering und Lachs zu. Wer sich gerne kulinarisch verwöhnen lässt, ist in Schweden ebenfalls goldrichtig. Hier nämlich finden sich einige der ambitioniertesten Köche Europas, die mit Vorliebe biologisch und natürlich kochen. Es lohnt sich also, die Ferienhausküche das ein oder andere Mal kalt zu lassen.

 

5. Das Klima

In Schweden herrscht ein angenehmes Klima, das auch im Sommer nicht mit drückender Hitze aufwartet. Gerade an den Küsten weht stets ein angenehmer Wind, der vor schwülen und drückenden Sommergefühlen schützt. Auch wird es in Schweden normalerweise nicht wärmer als in Deutschland. Je weiter nördlich Urlauber reisen, desto kühler fällt das Wetter aus. Zwischen Mai und September aber braucht es vor allem in Südschweden normalerweise nur eine leichte Funktionsjacke im Gepäck.

Regen kann in auch im sommerlichen Südschweden durchaus vom Himmel fallen. Das jedoch ist nicht weiter schlimm, denn selbst bei zeitweilig grauem Himmel bleibt die Natur ein Highlight. Eine kleine Wanderung mit Regenjacken und Gummistiefeln könnte sogar zur insgeheimen Lieblings-Erinnerung werden.

Nordschweden wiederum wartet vor allem im Winter mit wahren Schneemassen auf. Wer hier ein Ferienhaus mietet, muss mit dicken Flocken und einer geschlossenen Schneedecke rechnen. Beim Schneeschuhwandern, Skifahren oder auch Hundeschlitten-Fahren lässt sich der Winter noch einmal ganz anders genießen als in Deutschland. In Schwedisch Lappland ergibt sich zudem die Möglichkeit, während der Wintermonate Nordlichter zu sehen. Das Schauspiel am Himmel wirkt besonders imposant, wenn Urlauber sich außerhalb größerer Städte befinden. Im Zweifel helfen Guides bei der Planung einer Polarlicht-Tour.