Verkehrsunfall mit radioaktivem Transportgut

Miesbach: Ein Kleintransporter, welcher radioaktives Material geladen hatte, kam am Mittwoch aufgrund von Schneeglätte von der Fahrbahn ab. Spezialteams mussten anrücken, um die eventuell ausgetretene Strahlung zu messen. Kurz darauf gab es Entwarnung.

 

 

Am Mittwochvormittag war ein 57-Jähriger aus Bad Aibling mit seinem Kleintransporter unterwegs ins Krankenhaus Agatharied. Geladen hatte er radioaktives Material, genauer gesagt ein Kontrastmittel für Krebspatienten, welches er zum Krankenhaus bringen sollte.

 

Aufgrund von Schneeglätte kam der 57-Jährige am Unteren Sudelfeld mit seinem Kleintransporter allerdings von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach in einer Baumreihe hängen. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte sich aus dem Fahrzeug befreien.

 

Aufgrund des radioaktiven Materials, das er geladen hatte, bat er einen anderen Verkehrsteilnehmer die Polizei zu informieren. Daraufhin wurden Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei verständigt. Vor Ort sicherten dann etwa 45 Feuerwehrleute die Unfallstelle ab.

 

Da zunächst unklar war, ob das radioaktive Material unversehrt ist oder ob radioaktive Strahlung durch den Überschlag freigesetzt wurde, wurden Spezialteams angefordert, welche die eventuell austretende Strahlung messen sollten.

 

Etwa eine Stunde später gab es dann Entwarnung: Es konnte keine Strahlung gemessen und das Paket unversehrt geborgen werden. Dieses wurde im Anschluss der Feuerwehr übergeben, welche den Transport ins Krankenhaus schließlich fortsetzte. Anschließend konnte der Kleintransporter durch den Abschleppdienst geborgen werden. Die Bundesstraße musste für 2 Stunden gesperrt werden.