Rettungsring am See, © Die Badeunfälle in der Region häufen sich - viele davon enden tödlich - Bild: Symbolfot

Vermisster Badegast tot aus dem Lech geborgen

Nachdem am Montagabend bereits eine Leiche aus dem Starnberger See gezogen wurde, haben Polizeitaucher der Bereitschaftspolizei am Dienstagmorgen den seit vergangenem Samstag vermissten 17-jährigen afghanischen Asylbewerber tot im Lech gefunden.

 

Landsberg am Lech – Der  17-Jährige besuchte am 08.08.2015 zusammen mit Freunden das Inselbad in Landsberg. Nach Angaben seiner Begleiter verließ er gegen 17.00 Uhr über einen freibadeigenen Zugang zum Lech die Badeanlage, um im Fluss schwimmen zu gehen.

 

Als der Vermisste mehrere Stunden später nicht zurückkam, informierten seine Begleiter den Bademeister und begannen zeitglich, selbst nach ihrem Freund zu suchen.

 

Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt

 

Trotz intensiver polizeilicher Suchmaßnahmen mit Unterstützung eines mit Wärmebildkamera ausgestatteten Polizeihubschraubers  und einer vor Ort eingesetzten Rettungshundestaffel konnte der junge Mann nicht gefunden werden.

 

Bei den heute Morgen fortgesetzten Suchmaßnahmen fanden Polizeitaucher den jungen Asylbewerber tot angespült auf einer Sandbank im Lech auf Höhe der Lechturnhalle liegen.

 

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Bislang konnten keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt werden. Zur Ermittlung der Todesursache wird eine Obduktion angestrebt.

 

Nicht der erste ertrunkene Asylbewerber

 

Der afghanische Asylbewerber ist nicht der erste ertrunkene Flüchtling in diesem Sommer. Häufig lernen die zu uns kommenden Menschen in ihrer Heimat nicht schwimmen oder nur in seichtem Gewässer und sind sich der Tiefe der Seen und Flüsse hier in Deutschland nicht bewusst.

 

make/Pol