Münchner schwer verprügelt, weil er schwul ist

Eine unfassbare Tat erschüttert seit dem Wochenende ganz München. Gregor P. wurde Opfer einer homophoben Attacke. Und das in einer Stadt, die sich selbst gerne als liberale, offene und Weltstadt mit Herz präsentiert.

 

In der vergangenen Nacht 12/13.Maigegen 1 Uhr ist ein Freund an der Ecke Müllerstr. / Theklarstr. gleich beim Prosecco…

Posted by Daniel Grøth on Samstag, 13. Mai 2017

 

 

Glockenbachviertel– Er hat mit seinen Freunden seinen 30. Geburtstag im Glockenbachviertel gefeiert. Kurz vor ein Uhr zog die Gruppe weiter zur Prosecco-Bar an der Thekla-, Ecke Müllerstraße. Wie die tz berichtet, seien den Feiernden schon da vor einer Gruppe, bestehend aus drei jungen Männern, verfolgt worden. Diese Gruppe kickte eine Regenbogenfahne vor sich her. Als sie angesprochen wurden, was das denn solle, entwickelte sich ein Streitgespräch zwischen den beiden Gruppen.

 

Dann passierte wohl alles ganz schnell. Gregor P. wurde homophob beleidigt und mit der Faust brutal ins Gesicht geschlagen.  Der Münchner stürzte schwer. Freunde und Passanten kamen ihm sofort zu Hilfe, konnten aber nicht mehr verhindern, dass P. schwere Verletzungen davontrug.

 

In der Klinik musste die Platzwunde am Auge genäht werden. Der Bereich unterhalb des Auges wurde zertrümmert und deformiert. In einer aufwendigen Operation muss der zertrümmerte Bereich wieder hergestellt werden.
Laut der tz sind die drei Männer, die den 30-Jährigen angegriffen haben, schon früher an dem Abend negativ aufgefallen. Am schwulen Kulturzentrum Sub bepöbelten und beleidigten sie die Gäste . Ein Freund Gregors postete am Tag nach dem Angriff ein Foto der Verletzung auf Facebook. Dieser Post wurde bis heute Morgen mehr als 6000 Mal geteilt. Der Post richtet sich vor allem auch an mögliche Zeugen, die sich dringend bei der Polizei melden sollen.

 

 

Gregor P. hat Anzeige erstattet. Täterbeschreibung: Es handelt sich um einen Mitteleuropäer, circa 180 cm groß und hatte blonde Haare. Er trug eine zurückgedrehte schwarze Kappe, eine dunkle dünne Jacke und dunkle Jeans. Die Polizei sucht Zeugen unter Telefon 089-29100. 

 

brc/Polizeipräsidium München