Bundespolizeibeamter schließt Zellentür, © Symbolbild - Foto: Bundespolizei

Vier Körperverletzungsdelikte innerhalb von acht Stunden

Mehrere Gewaltdelikte ereigneten sich am Montag und am Dienstag innerhalb von acht Stunden. Bahnhöfe scheinen dabei Ballungspunkte für derlei Vorfälle zu sein. Die Bundespolizei ermittelt in den vier Fällen.

 


Zwischen dem 29.02. und 01.03. ereigneten sich vier Gewaltdelikte in München. Die Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung.

 

Am 29.02. um 17.30 Uhr wurde ein 18-Jähriger von einem Ladendetektiv erwischt, als er in einem Drogeriemarkt im Ostbahnhof  einen verpackten Salami-Snack ohne zu bezahlen einsteckte und daraufhin das Geschäft verließ. Dem aufmerksamen Ladendetektiv war dies nicht entgangen. Er stoppte den 18-Jährigen aus der oberbayrischen Gemeinde Schnaitsee und bat ihn, ihm ins Geschäftsbüro zu folgen. Der Jugendliche sträubte sich jedoch dagegen und es kam zu einem Handgemenge, wobei er dem Ladendetektiv einen Schlag mit der Faust auf die Oberlippe verpasste.

 

In einer S8 Richtung Herrsching, war ein 19-Jähriger kurz nach 20 Uhr unterwegs. Er hatte seine beschuhten Füße auf einem Sitz abgelegt, woraufhin ihn ein 20-jähriger Bahnsicherheitsmitarbeiter aufforderte, dies zu unterlassen. Es entbrannte ein Streit, weswegen der DB-Mitarbeiter den 19-Jährigen an der nächsten Haltestelle aus dem Zug werfen wollte. Das gelang ihm jedoch nicht, da der 19-Jährige ihn von sich wegstieß. Der Securitymann versetze ihm deswegen einen Schlag ins Gesicht. Nun wird gegen beide wegen wechselseitiger Körperverletzung ermittelt.

 

Um 22.25 Uhr kam es zu einem weiteren Vorfall in einer Gaststätte am Hauptbahnhof. Ein 41-jähriger Marokkaner hatte dort randaliert und sollte von einem Restaurantmitarbeiter aus dem Restaurant geworfen werden. Der Nordwestafrikaner kratzte ihn deswegen, bespuckte ihn mit Essensresten und zog ihn an der Krawatte. Er hatte 1,46 Promille Atemalkohol.

 

Kurz vor 1 Uhr des 1. März wurde ein stark alkoholisierter Tscheche am Hauptbahnhof angetroffen. Um ihn wegen erheblicher Eigengefährdung zu schützen und aufgrund der Witterung wurde er durch eine Streife der Bundespolizei in Schutzgewahrsam genommen und zur Dienststelle am Gleis 26 gebracht. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,24 Promille. Nach ärztlicher Kontrolle wurde er bis zum Morgen ausgenüchtert.

 

Später, am Hauptbahnhof, gegen 01:30 Uhr des 1. März, soll ein 22-Jähriger aus Garching an der Alz, einem 23-jährigen Ugander am Hauptbahnhof einen 20-€-Schein aus der Hose gezogen und damit weggelaufen sein. Der Bestohlene folgte dem Dieb, den er seit zwei Monaten kennt, bis zum Ausgang Arnulfstraße, um sein Geld zurückzubekommen. Der junge Garchinger versuchte über die Arnulfstraße zu flüchten. Er wurde dabei aber von dem Ostafrikaner festgehalten. Als der Garchinger sich losriss, stürzte er zu Boden. Anschließend kam es zu einem Handgemenge in dessen Folge der Ugander eine leichte Verletzung am linken Daumen erlitt. Bei dem Garchinger wurden 2,01 Promille und beim Ostafrikaner 1,48 Promille Atemalkohol gemessen.