U-Bahn die in die Station einfährt, © Symbolfoto

Vor 50 Jahren: Spatenstich für Münchner U-Bahn

Am Sonntag feiert die Münchner U-Bahn ihren 50. Geburtstag. Am 1. Februar 1965 wurde der erste Spatenstich am Bahnhof Nordfriedhof getätigt. Ein Museum erinnert in München daran.

 

Am kommenden Sonntag feiert die Münchner U-Bahn ihren 50. Geburtstag. Am 1. Februar 1965 wurde der erste Spatenstich am Bahnhof Nordfriedhof (damals noch als „Schenkendorfstraße“ geplant) getätigt. Damals noch vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel und Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel. Am Bahnhof Alte Heide (damals noch als „Nordfriedhof“ geplant) konnte gut ein Jahr später dann auch das erste Richtfest gefeiert werden, der Bahnhof Nordfriedhof folgte erst 22. Dezemer 1966.

 

Als das IOC im gleichen Jahr die Olympischen Spiele für das Jahr 1972 nach München vergab, kamen die U-Bahn-Pläne in Bayerns Landeshauptstadt richtig in Schwung. Nun galt es, ein leistungsfähiges Verkehrsnetz aufzubauen. Der Stadtrat wandelte mit seinem Beschluss vom 16. Juni 1966 die bisherigen Planungen ab und beschloss, dem Zubringer zum Olympiagelände Vorrang einzuräumen. Die eigentlich für das Jahr 1974 oder später vorgesehene Eröffnung des ersten Netzabschnittes musste deutlich vorgezogen werden. Die ursprünglich auf 14 Jahre angelegte Bauzeit musste auf sechseinhalb verkürzt werden.

 

Bereits am 6. Juli 1967 konnte mit ersten Testfahrten auf der Strecke zwischen Alte Heide und Studentenstadt begonnen werden. Eine erste Eröffnungsfahrt gab es am 27. April 1971 vom Marienplatz bis nach Fröttmaning. Der Münchner Stadtrat fuhr zur Besichtigung des damals größten U-Bahn-Betriebshofs Europas mit.

 

MVG-Museum zum Jubiläum geöffnet

 

Wessen Interesse zum Nahverkehr in München nun geweckt ist, dem sei gesagt: Es gibt es auch im MVG-Museum einiges zu entdecken.

 

Die Ausstellung rund um die Entwicklung des Münchner Nahverkehrs kann am Jubiläums-Sonntag, 1. Februar, und am Sonntag, 22. Februar, jeweils von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Kosten liegen bei 2,50€ für Erwachsene und bei 2€ für Kinder, Jugendliche und Studenten. Hier einige der Highlights im Museum:

  • In der großen Halle sind auf zwei Gleisen historische Trambahnen ausgestellt, daneben Busse, Arbeitsfahrzeuge und Modelle.
  • In einer nachgebauten Untersuchungsgrube hat man die seltene Gelegenheit, eine Tram von unten zu betrachten.
  • Ein U-Bahn-Fahrsimulator bietet die Möglichkeit, in die Rolle eines U-Bahnfahrers zu schlüpfen.
  • Neu ist eine Quizstation zum Mitmachen, die in ein Schaltpult der ehemaligen Verkehrsbetriebe-Leitstelle eingebaut wurde.
  • Am interaktiven Netzplan können sich Besucher mittels Leuchtdioden das Tram- und U-Bahnnetz vergangener Zeiten anzeigen lassen.
  • Es werden laufend Führungen angeboten, auch für Kinder.

 

Anfahrt: Das MVG-Museum befindet sich in der Ständlerstraße 20. Es ist mit der Tramlinie 17, Endhaltestelle Schwanseestraße, mit den Stadt-Bus-Linien 139 und 145, Haltestelle Ständlerstraße, sowie per Shuttlebus ab Giesing Bf. (ab 11 Uhr alle halbe Stunde) zu erreichen.

 

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