Vorsicht auf Bayerns Straßen: Zahl der Wildunfälle steigt!

47.257. Das ist die traurige Zahl der Verkehrsunfälle, in in diesem Jahr bereits durch freilaufendes Wild in Bayern verursacht wurden. Dabei wurden 406 Menschen veletzt, einer starb sogar. Es sind Rekordzahlen: Schon im Vorjahr war die Zahl der Wildunfälle in Bayern stetig gestiegen, und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Bayerns Innenminister Joachim Hermann ruft nun die Autofahrer zu besonderer Vorsicht auf. Denn vor allem jetzt im Herbst ist in der Dämmerung die Gefahr von Wildtieren auf der Fahrbahn besonders groß.

 

Dem Wild nicht ausweichen, sondern Kollision in Kauf nehmen

 

Hermann rät generell zu besonderer Vorsicht bei Fahrten außerorts: „Rechnen Sie jederzeit mit einem plötzlichen Wildwechsel. Taucht ein Tier auf, sofort hupen, das Fernlicht ausschalten und kontrolliert bremsen. Lieber eine Kollision mit dem Wild in Kauf nehmen, als in den Gegenverkehr ausweichen oder im Straßengraben oder an einem zu Baum landen.“ Kommt es dann doch zu einem Zusammenstoß, sollte der Autofahrer umgehend Polizei und Jäger informieren.

 

Forschungsprojekt soll Wildunfälle künftig besser vermeiden

 

Um Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von Wildunfällen zu erforschen, hat Herrmann im Rahmen des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘ ein neues Projekt mit dem Bayerischen Jagdverband initiiert. „Wir erhoffen uns genauere Erkenntnisse, die bei der Überprüfung besonders wildunfallgefährdeter Strecken einfließen können“, erklärte Herrmann. Dann sollen vermehrt Maßnahmen ergriffen werden, um Wildunfälle zu verhindern – zum Beispiel Wildschutzzäune oder Wildbrücken.

 

mt