Vorsicht bei Reisebuchungen im Internet – worauf Sie achten müssen

Palmen, Strand un Meer – und das alles mit nur wenigen Klicks: Viele Urlauber buchen mittlerweile ihre Reise im Internet. Zum einen ist es bequem, zum anderen werben zahlreiche Online-Reiseportale mit niedrigen Preisen. Doch Verbraucherschutzministerin Beate Merk warnt vor allzu günstigen Schnäppchen: Oftmals können dort versteckte Kosten lauern.

 

Anbieter handeln oft gesetzeswidrig

 

„Gerade bei der Buchung von Flugreisen kommt es immer wieder vor, dass man am Ende des Buchungsvorgangs einen höheren Preis zahlen soll als den, mit dem zuvor geworben wird“, so Merk. Die Ministerin mahnt die Anbieter, die Gesetze einzuhalten: „Preise sind als Endpreise anzugeben. Wenn ein Anbieter mit einem Flugpreis von 400 Euro wirbt und am Ende des Buchungsvorgangs zusätzlich eine „Ticketgebühr“ von 10 Euro verlangt, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch gesetzeswidrig.“

 

Eine weitere Mascher der Online-Reisebüros: Sie üben Druck auf den Kunden aus, wenn dieser keine Reiserücktrittsversicherung abschließen will. „Zusatzleistungen wie Reiserücktrittsversicherungen müssen als optionale Leistungen angeboten werden. Dass ich bei einzelnen Anbietern inzwischen eine Art Haftungsfreistellungserklärung für alle Schäden abgeben muss, wenn ich keine derartige Versicherung wünsche, geht zu weit“, empört sich Merk.

 

Vorsichtsmaßnahmen und Hilfe

 

Bei Reisebuchungen sollten Urlauber also immer darauf achten, ob Zusatzkosten der Anbieter tatsächlich Sinn machen. Aber auch wenn der Kunde erst hinterher merkt, dass er über den Tisch gezogen wurde, muss er nicht gleich vor Gericht gehen: Das Verbraucherschutzministerium empfiehlt einen sogenannten Online-Schlichter. Dieser kann unter www.online-schlichter.de für alle Verbraucherstreitigkeiten bei Bestellungen und Buchungen im Internet angerufen werden – egal ob es sich um eine doppelte Abbuchung des Flugpreises nach Abbruch des Buchungsvorgangs, Stornokosten oder Schimmel im Hotelzimmer handelt.